Weg zur Kirche


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Kirche in Grevesmühlen

Mein Weg zur Kirche

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Auszüge aus meiner Autobiographie

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Bis zu meinem 10. Lebensjahr habe ich außer der mir unbewusst gebliebenen Taufe als Säugling in Stettin zu Christentum und Kirche keine Beziehung. 

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Ich wurde am 21. April (Ostern) 1935 in der 1906 bis 1909 erbauten und von Jürgen Kröger entworfenen neogotischen Bugenhagen-Kirche (heute St. Adalbert gewidtmet, dem Apostel der Polen) in Stettin getauft.

Johannes Bugenhagen

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Mein Vater ist kirchlich völlig uninteressiert, meine Mutter keine besonders „fromme“ Frau, geht aber des öfteren in die Kirche und betet abends mit uns Kindern am Bett.  Als wir nach der Flucht in Grevesmühlen in Mecklenburg landen, dauert es etwa ein Jahr, bis sich das öffentliche Leben wieder soweit stabilisiert, dass die Schulen ihren Betrieb neu aufnehmen.  

In diese Leere hinein stößt die kreative Aktivität zweier aus dem Osten Deutschlands geflüchteter christlich-pietistischer Männer, Hollmann und Alexander Kuschfeld, die den Kindergottesdienst in der Grevesmühlener Kirche aktivieren.  

Als offizieller Seelsorger amtiert in Grevesmühlen der alte, kleine und schlanke, weißhaarige und sehr würdevolle Propst Münster, der unter normalen Verhältnissen schon längst im Ruhestand gewesen wäre, aber durch den Krieg und seine Folgen noch sein Amt ausfüllt, weil die wehrfähigen Männer „im Felde“ und später in Kriegsgefangenschaft weilen, es Frauen im Pfarramt damals noch nicht gibt, allenfalls hier und da mal eine Vikarin. 

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Der alte Propst ist mit Sonntagspredigt in leisem, schon etwas müdem Tonfall, vielen Kasualien und Konfirmandenunterricht in riesigen Gruppen voll ausgelastet und hätte für Kinder- und Jugendarbeit weder Kraft und Zeit noch Charisma.  

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Der zweite Pastor, Friedrich Wilhelm Gasse, ist noch jahrelang in russischer Kriegsgefangenschaft. 

von links nach rechts:  Propst Lietz, zuvor Pastor in Mühlen-Eichsen,  Propst Münster,  Pastor Gasse (Später Oberkirchenrat in Schwerin)

Als meine Mutter die Einladung zum Kindergottesdienst im Schaukasten der Kirche sieht, ermuntert sie mich, dieses Angebot „Sonntagsschule“ zu besuchen.  Alexander Kuschfeld und Hollmann wirken mit ihrem Kindergottesdienst recht engagiert und segensreich.  Jeden Sonntag versammeln sie etwa fünf bis zehn Dutzend Kinder in der Kirche.  Sie haben einen Kreis von Helfern, die in nach Alter differenzierten Untergruppen die biblischen Texte erzählen und in kindgemäßer Weise interpretieren.  Jedes Kind bekommt eine Sammelmappe aus Pappe, in die hektographierte Liedertexte und Bilder zu biblischen Geschichten zu geheftet sind, die Sonntag für Sonntag neu verteilt werden.  Ich gehe jeden Sonntag regelmäßig und gerne in den Kindergottesdienst und singe begeistert die pietistischen, oft aus England stammenden Lieder, zum Beispiel: „Wenn wir zieh’n, von Sünden frei und rein, in das gelobte Kanaan ein.  Jesus, sieh her, ich komm!“ oder „Singt froh dem Herrn, ihr jugendlichen Chöre“.  Die fromme Saat fällt bei mir auf fruchtbaren Boden und geht auf.  Später werde ich selber fleißiger Kindergottesdiensthelfer.  Zur Zeit des Vorkonfirmandenunterrichts folge ich einer Einladung zu den Gruppenstunden der kirchlichen Jugend, die zunächst ein Herr Heydeck, später der Gemeindediakon Karl Fischer leitet.  Fischer ist kein besonders „frommer“ Mann, etwas derb, raubeinig und polterig.  Er stammte aus dem Schwarzwald, hatte im Rauhen Haus in Hamburg die Diakonenausbildung durchlaufen und dann eine Stelle als Volkspfleger bei der Jugendbehörde in Hamburg gefunden.  Da seine Frau aus Reppenhagen, einem Dorf bei Grevesmühlen stammte, war er nach Kriegsende nach Grevesmühlen verschlagen worden und hatte sich dort für einige Jahre als Gemeindediakon verdingt.  In den Gruppenstunden erzählt er uns ausgiebig von seinen Kriegserlebnissen in Frankreich und seinen Nahkampfkontakten mit amerikanischen Soldaten.  In den Dörfern rund um Grevesmühlen hält er Gottesdienste.  Auf den Fahrten dorthin begleite ich ihn öfter zusammen mit anderen Jugendgruppenmitgliedern.  In dem Jugendkreis lerne ich Hans Gottschalk kennen, mit dem ich mich intensiv anfreunde und jahrelang eng verbunden bleibe.  

Mit Karl Fischer unternehmen wir mit etwa neun Jungen, darunter Dieter Polster, Horst Nagler, Hans-Georg Schmeling und Hans Gottschalk, einen Zweitagesausflug zur Ostseesteilküste in Brook und übernachten unterwegs in Reppenhagen bei einem Förster auf einem Heuboden.  Es ist ein prägendes gemeinschaftsbildendes Erlebnis.  Singen und Gemeinschaftserlebnis, die Gefühlsebene ansprechende Aktionen sind es vor allem, die mich in christlich-kirchliche Gruppen einbinden.  Wir üben Krippenspiele und Verkündigungs-Laienspiele ein und führen sie vor.  Einige Male übernehme ich Hauptrollen, so im Krippenspiel als „Josef“ oder in dem Spiel „Die Trossbuben“, das wir mehrmals in der Kirche in Grevesmühlen vor vollem Hause und auch in Dorfkirchen in der Nachbarschaft aufführen. - Im Konfirmandenunterricht bei Propst Münster, der damals bei den starken Geburtsjahrgängen riesige Gruppen zu unterweisen hat, werden noch in herkömmlicher Weise große Teile des Kleinen Katechismus, Psalmen und Choralverse auswendig gelernt.  Da in der sowjetischen Besatzungszone kein Religionsunterricht in der Schule erteilt werden darf, stellt die Kirche Katecheten an und organisiert selber die „Christenlehre“, an der auch ich teilnehme.  Eine der Katechetinnen, Fräulein Stolz, gründet einen Blockflötenkreis und bringt mir die Flötentöne bei.  Willi Gottschalk, Hans’ Vater, ein aus Westpreußen stammender gläubiger Pietist, gründet zusammen mit Kuschfeld einen Posaunenchor, in dem auch ich das „Tröten“ lerne, zunächst auf einem Tenorhorn, später mit der Zugposaune.  Dieter Kuschfeld spielt Piston, Hans Gottschalk Flügelhorn und später Tuba. 

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Der Posaunenchor in Grevesmühlen unter Leitung von Willi Gottschalk.

Ich bin ganz links auf dem Bild.

So werde ich ein frommer Knabe und noch frommerer Jüngling.  Hans Gottschalk will Pastor werden, ich voll jugendlicher Begeisterung Missionar.

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Hans Gottschalk

wurde am 19.02.1935 in Elbing / Ostpreußen geboren.

Er wuchs in Grevesmühlen/Mecklenburg auf.

An seinem 18. Geburtstag wurde er als einer der ersten zehn in der DDR wegen Zugehörigkeit zur "Jungen Gemeinde" fünf Monate vor dem Abitur von der Oberschule verwiesen.

Hans Gottschalk studierte am Evangelisch-Lutherischen Missionshaus in Leipzig Theologie. Er gehörte zu der Fußballmannschaft der Theologischen Fakultät, die 1956 die Meisterschaft der Karl-Marx-Universität gewann.

Hans Gottschalk war Pfarrer in Petschow bei Rostock, in den Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg, in Rätzlingen und zuletzt in Schönebeck. In Schönebeck war er 1989 bei den Demonstrationen vor der Wende maßgeblich beteiligt.

1998 ging er im Ruhestand und wohnte in Magdeburg-Randau.
Sein Hobby war das Schreiben.

Verstorben am 20.05.2007. Letzte Ruhestätte in Magdeburg-Randau.

Dobbertiner Bruderschaft

Vom 11. bis 16. April 1949, in der Karwoche, findet auf dem Michaelshof in Rostock-Gehlsdorf eine „Rüstzeit“ der „Dobbertiner Bruderschaft“ statt.  Der mecklenburgische Landesjugendpastor Wellingerhof hatte alle jungen Männer eingeladen, die sich mit dem Gedanken trugen, als Pastoren oder in anderen kirchlichen Berufen in den hauptamtlichen Dienst der Kirche zu treten.  In meiner damaligen pubertären Phase will ich Missionar werden.

Über den Diakon Karl Fischer erhalte ich auch die Einladung des mecklenburgischen Landesjugendpfarramtes in Schwerin zu einer Freizeit: Zusammen mit Hans Gottschalk, Klaus-Dieter Schröder und Joachim Albrecht aus Grevesmühlen fahre ich einen Tag nach meiner Konfirmation am Sonntag Palmarum, dem 10. April 1949,  zu dieser Rüstzeit.  Ich bin einer der jüngsten Teilnehmer.  Aus dem gehaltvollen Programm: Morgendlicher Betkreis, tägliche „Morgenwache“ (Andacht),  jeweils von einem der älteren Teilnehmer gehalten, Bibelarbeiten über Passionstexte aus dem Johannesevangelium, Vorträge: z.B. Professor Dr. Dörner: „Glauben an Jesus Christus in der Gegenwart“, Oberkirchenrat de Boer: „Wie finde ich den Weg zu Jesus Christus?“, Landesbischof Dr. Beste: „Die Aufgaben der Kirche“, Pastor Stark, Leiter des Michaelshofes, über „die Innere Mission“ und Rundgang über den Michaelshof, oder auch über „moderne Biologie“ oder „moderne Physik“ von jeweils einem älteren Teilnehmer, vorlesen eines Passionsspiels, gemeinsames Singen, Teilnahme an der Bach’schen Matthäuspassion in der Rostocker Marienkirche, Besuch der theologischen Fakultät der Universität Rostock, tägliche Abendandacht.  Diese Woche in der Gemeinschaft bewusster junger Christen, darunter eine ganze Reihe mecklenburgischer Pastorensöhne, hat mich stark beeindruckt und geprägt.

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Landesjugendtag 1950 der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Mecklenburgs in Güstrow

Junge Gemeinde  in Mecklenburg - Mecklenburg um 1950

Teilnehmer der Jungen Gemeinde aus Grevesmühlen am Landesjugendtag 1950 der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Mecklenburgs in Güstrow

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Besondere Erlebnisse sind die Landesjugendtage in Güstrow, zu denen Tausende junger Leute aus ganz Mecklenburg jährlich zusammenkommen, so am 19. Juni 1949.  Von Grevesmühlen aus fahren wir in einer Gruppe mit einem Lastkraftwagen um 6 Uhr früh ab, um gegen 8.50 Uhr in Güstrow zu sein.  Gottesdienste in Dom und Pfarrkirche mit Predigten bekannter Theologen aus ganz Deutschland, gemeinsames Singen im Garten der Superintendentur, Verkündigungsspiel auf dem Domplatz: „Glaube und Heimat“.  1950 findet wieder ein Landesjugendtag in Güstrow statt, an dem wir mit etwa 30 Jungen und Mädchen aus Grevesmühlen teilnehmen.

Mehrere Tagestreffen der Dobbertiner Bruderschaft im Gemeindehaus der Schelfkirche in der Puschkinstraße in Schwerin vertiefen die Erlebnisse der Karwochen-Freizeiten, so am Buß- und Bettag 1949 (16. November) mit Teilnahme am Gottesdienst in der Schelfkirche, Bericht von Pastor Voß über die „Kessiner Bruderschaft“ und Teilname am Aussprachenachmittag der Schweriner Jugendkreise im Wichernhaus. - Ein zweites solches Treffen findet am 23.12.50 von 9 bis 18 Uhr statt mit Morgenwache, Bibelarbeit, Vortrag des Landesbischofs Beste über „Probleme unserer Kirche in der Gegenwart“ und Berichten von Theologiestudenten.

Vom 3. bis 8. April 1950 weile ich zum zweiten Male zusammen mit Hans Gottschalk zu einer Karwochen-Rüstzeit der Dobbertiner Bruderschaft für kirchlichen Berufsnachwuchs auf dem Michaelshof in Rostock-Gehlsdorf.

Von Oktober 1950 bis Mai 1953 lebe ich in Schwerin und durchlaufe dort eine Ausbildung bei der Deutschen Post.  Ich lebe im Postlehrlingsheim.


Unser Lehrlingsheim in Schwerin-Görries war früher einmal Dienstvilla des Fliegerhorstkommandanten und liegt abseits, ruhig und idyllisch am Ufer eines Sees. Mit einem guten Dutzend Lehrlingen wohnen wir hier zusammen mit dem Heimleiterehepaar Trulson.  Fast alle Heimbewohner werden als Fernmeldemonteure („Strippenzieher“) ausgebildet.  Nur Ulrich Fentzahn und ich sind „Paketheber“.  Nach einigen Tagen ziehe ich mit Lothar Goeritz zusammen in ein Zimmer.  Der dritte Bewohner unserer Bude ist Dieter Vierus, überzeugter FDJler und Materialist. Ich muss mich erst in die neuen Verhältnisse einleben.  Die ersten Tage bei der Post sind hart für mich.  In dieser ersten Zeit bin ich recht niedergeschlagen, aber bald habe ich das Tief überwunden. - Zu Beginn der Ausbildung werde ich zur Schweigepflicht vergattert: Ich habe das Postgeheimnis zu wahren und besonders darf niemandem etwas über die Zensurabteilung erzählt werden, die auch für uns Postbedienstete streng tabu ist.  Alle Post kommt sofort nach der Kastenleerung vor dem Stempeln zu der in einem Seitenflügel untergebrachten von der Stasi verwalteten Zensurstelle.  Wir legen die Säcke dort vor die Tür und bekommen sie irgendwann wieder zurück. - In unserem Jahrgang sind wir ungefähr 20 Lehrlinge, Jungen und Mädchen in meinem Alter.  Zweimal wöchentlich haben wir im Postamt Fachunterricht und allgemeinbildende Fächer in der nahegelegenen Kaufmännischen Kreisberufsschule.  Den Fachunterricht erteilt unser pädagogisch sehr befähigter Ausbildungsleiter Hansen.  In Fachkunde ist die „Allgemeine Dienstanweisung“ Grundlage des Unterrichts.  In „Fachgeographie“ lernen wir die Stationen der Eisenbahnstrecken ganz Deutschlands auswendig: im mecklenburgischen Bereich jede Station, im entfernteren Deutschland alle größeren Städte.  In der allgemeinen Geographie werden die vorhandenen Schulkenntnisse weltweit gründlich aufgefrischt und vertieft.  Die praktische Ausbildung erfolgt in unterschiedlichen Abteilungen.  Zunächst bin ich in der Wertabteilung, in der Einschreiben und Wertbriefe gesondert lückenlos nachgewiesen werden, später in der Zustellung, der Briefsortierung, bei der Bahnpost und im Schalterdienst beschäftigt.  Die Werktage verbringe ich in Schwerin.  Morgens versorge ich mich im Lehrlingsheim selber mit Frühstück.  Mittag- und Abendessen bekomme ich in der Werkküche der Post.  Beim Postamt Schwerin durchlaufe ich eine durch Krankheit unterbrochene zweijährige Berufsalsbildung.

Fast jeden Morgen fahre ich früher los, entweder per Fahrrad oder eine Station mit dem Zug, um vor der Arbeit um 7 Uhr im Dom an der „Morgenwache“, einer zehnminütigen Andacht, teilzunehmen, die wir Jugendlichen der Jungen Gemeinde umschichtig selber stehend vor dem Altar halten.  Zum Abschluss singen wir immer den Choral „Erhalt uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten, es ist ja doch kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn Du unser Gott alleine.“  

Am Wochenende fahre ich in der Regel nach Grevesmühlen, wo ich sonnabends meistens am Posaunenüben teilnehme und mich ansonsten viel mit Hans Gottschalk treffe, der in Grevesmühlen die Oberschule besucht.  Nachdem wir gut ein Jahr lang in Görries im Lehrlingsheim gewohnt hatten, ziehen die Fernmeldelehrlinge in ein neues Heim um und es kommen im neuen Lehrjahr nur noch Mädchen zur Gelben Post, auch zu uns beiden verbliebenen männlichen Postlehrlingen ins Lehrlingsheim.   Einige Zeit später beansprucht die sowjetische Rote Armee unser Haus in Görries und stellt uns statt dessen in der Schlossgartenallee, wo sie ein großes Areal von beschlagnahmten Villen räumt, ein Gebäude zur Verfügung.  Hier wohnen wir noch schöner, weil dichter an der Stadt.

Vor unserem Hause vorbei führt die Straßenbahnlinie zur Innenstadt.  Obwohl eine Fahrt nur 20 Pfennig kostet, fahre ich bei gutem Wetter immer mit dem Fahrrad.

Während meines Aufenthaltes in Schwerin nehme ich weiterhin rege am Leben der Jungen Gemeinde teil.

Während meiner Zeit in Schwerin erlebe ich in der vollbesetzten Schelfkirche Albert Schweitzer anlässlich eines Vortrages live.

Zu dieser Zeit lese ich mit Begeisterung und großem Gewinn das uns von P.W. empfohlene Buch „Las Casas vor Karl dem V.“, in dem von dem engagierten Eintreten des sensiblen spanischen Dominikanermönches für die Rechte der indianischen Völker und gegen die Unterdrückung und Ausrottung durch die Konquistadoren berichtet wird.  Auch Hans-Otto Wölbers neunteilige Reihe „Studienblätter für evangelische Jugendführung“ arbeite ich mit Interesse durch, ohne zu ahnen, dass er später mal mein Dozent sein wird.  Regelmäßig beziehe und lese ich auch die Zeitschrift der Jungen Gemeinde „Die Stafette“.

Kirchentag in Berlin 1951  

Mit vielen Jugendlichen aus Schwerin und einigen Freunden aus Grevesmühlen zusammen nehme ich im Juli 1951 am legendären Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin teil, der noch gesamtdeutsch über die Sektorengrenzen hinweg gefeiert wird.  Es ist ein überwältigendes Ereignis.

Wir Mecklenburger übernachten in einem Zeltlager im Grunewald im Jagen 61 und fahren täglich mit der S-Bahn zu den großen Veranstaltungen in die Stadt.  Berlin hat schon viel erlebt, aber so etwas noch nicht:  Überall, wo größere Menschenmengen versammelt sind, wo gewartet werden muss, auf U- und S-Bahnhöfen, auf Straßen und Plätzen, werden spontan Choräle und Kanons gesungen.  Der Geist und die Atmosphäre dieses ersten Berliner Kirchentages war einmalig.  Am Freitag, dem 14. September 1951, notiere ich rückblickend ins Tagebuch:

 „Der Kirchentag war ein einzigartiges Erlebnis.  Man kann sich in einen Israeliten der Zeit Christi versetzen, der zusammen mit vielen tausend Gleichgesinnten zu Festzeiten  nach Jerusalem zum Tempel pilgerte.  Leider klappte die geplante Radfahrt nicht, da ich in der Woche vorher eine Panne am Rad hatte und kein Fahrradmonteur die Reparatur annahm.  So fuhr ich mit dem Sonderzug der Deutschen Reichsbahn und konnte auch mein Tenorhorn mitnehmen, was ich nicht bereue.  Durch den Dienst als Bläser konnte ich zwar manche Veranstaltung nicht besuchen, zu der ich sonst gerne gegangen wäre, dafür hatte ich beim Blasen in den großen Chören segensreiche Erlebnisse.  Besonders schöne Erinnerungen habe ich an die Jugendkundgebung im Walter-Ulbricht-Stadion und an den Vortrag von Pastor Wilhelm Busch in einer der Messehallen am Funkturm.  Von der Abschlusskundgebung hatte ich leider nicht so viel, da die Posaunenbläser in drei riesige Chöre aufgeteilt waren und mein Chor auf dem Maifeld blies, während die Kundgebung im überfüllten Olympiastadion stattfand und per Lautsprecher zu uns übertragen wurde.“

Leitbilder

Während meiner frühen Jugend sind vier hauptamtliche Kirchenmänner, alle im Alter um die 30 herum, für mich prägend: der bereits erwähnte Friedrich Franz Wellingerhof, damals gängige Kurzbezeichnung P.W., der als Landesjugendpastor für ganz Mecklenburg, aber besonders auch im Stadtbereich Schwerin segensreich wirkt.  - 

Sein Vater war Diakon des Stephanstiftes Hannover und offenbar um 1912 herum Hausvater der Herberge zur Heimat in der Hartestraße 21 in Rostock, gleichzeitig mit dem dortigen Lesezimmer die erste Seemannsmissionsstation in Rostock. 

Von herausragender Bedeutung für mich als Leitbild ist Diakon Gerhard Luckow, den ich als meinen geistlichen Vater betrachte, und der Anfang der 50er Jahre das Amt des Landesjugendwarts für Mecklenburg ausfüllt, später in Güstrow ein Lehrlingsheim übernimmt, dann in Berlin für die Innere Mission wirkt und zuletzt ein großes Heim für Behinderte in Templin leitet.  In einer Patengemeinde in Ostberlin, die ich später von Soest aus betreue, wohnt auch Diakon Gerhard Luckow, den ich in Berlin mit Monica zusammen auch einmal besuche. Er arbeitet in den 60er Jahren in Ostberlin für das Diakonische Werk.  Jahrelang verwalte ich für ihn ein Westgeldkonto und schicke ihm davon nach Wunsch und Bedarf Kleidung und Haushaltsgeräte für seine große Familie.  Später geht Luckow als Leiter des Waldhofes, einer Behinderteneinrichtung der Diakonie, nach Templin.  Zu der Zeit habe ich aber kaum noch Kontakt zu ihm.  Einige Monate nach seinem Tode schreibt mir seine Witwe Helga aus Templin:

„... Es ist nun schon viele Monate her, seit wir meinen Mann auf dem Friedhof des Waldhofes begruben.  Sie wissen vielleicht, dass mein Mann von 1971 bis zu seinem ersten Herzinfarkt im Jahre 1980 den Waldhof leitete, eine psychiatrische Pflege- und Fördereinrichtung mit 200 Betten.  Da Sie meinen Mann kannten, können Sie sich sicher vorstellen, wie er diese Arbeit getan hat: „Entweder Ihr gebt mir Geld und Möglichkeit zu bauen oder Ihr macht das Haus zu!“  So hieß es 1971.  Es waren gute und harte Jahre.  Die Arbeit meines Mannes hat ihre Spuren hinterlassen.  In den letzten Jahren nach seiner Invalidisierung hat er endlich das tun können, was ihm nie möglich war und ihm doch so sehr am Herzen lag: Er konnte sich um den einzelnen Heimbewohner kümmern, der zu ihm kam ...“

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Zwei Neinstedter Diakone prägen meinen Berufswunsch:

Gerhard Luckow, Landesjugendwart in Mecklenburg und Eberhard Brösel, Stadtjugendwart für Schwerin

Zwei weitere Neinstedter Diakone sind zu nennen:  Eberhard Brösel, Stadtjugendwart für Schwerin, der etwa 1952 plötzlich Hals über Kopf in den Westen fliehen muss, nachdem er vier Monate lang wöchentlich im Arsenal von Stasioffizieren verhört und bedroht worden war.  Er leitet in Südwestdeutschland zunächst ein Heim für Fremdenlegionsflüchtlinge und arbeitet jahrzehntelang im Schwarzwald führend in der christlichen Jugenddorfbewegung, zuletzt 24 Jahre in Altensteig, wo der Vater von 7 Kindern und Opa von 10 Enkeln jetzt seinen Ruhestand verbringt.  Er wird in Schwerin als Stadtjugendwart von Bernhard Kränz abgelöst, der später als Gemeindediakon zu P.W.  nach Gnoien geht und darnach eine Pfarrstelle in dem kleinen Dorf Lübsee zwischen Schönberg und Grevesmühlen übernimmt, wo ich ihn in den 60er Jahren auch mal zusammen mit meiner Frau Monica besuche.

Während der Rüstzeiten der Dobbertiner Bruderschaft in Rostock-Gehlsdorf für Jungen, die sich mit dem Gedanken tragen, einen kirchlichen Beruf zu ergreifen, begegne ich das erstemal Gerhard Luckow, dem damaligen mecklenburgischen Landesjugendwart, der mir als Jugendlicher Identifikationsfigur wird, den ich später als meinen geistlichen Vater betrachte und der den Wunsch in mir wachsen lässt, selber Diakon zu werden.

In Mühlen-Eichsen, einem kleinen Dorf zwischen Grevesmühlen und Schwerin erlebe ich als 14jähriger „Knabe“ in einer Gruppe Gleichaltriger einige Monate nach meiner Konfirmation vom 29.7. bis 4.8.1949 eine Freizeit unter Leitung Gerhard Luckows und seines Assistenten Hans Reinke (Dobbertiner Bruderschaft) im Pfarrhaus des seinerzeit dort amtierenden kinderreichen Pastors Hannes Lietz (später Propst in Grevesmühlen). Die Freizeitlosung heißt: „Sieger müssen bei Christus sein“, nach dem Refrain des in dieser Freizeit erlernten und immer wieder  gesungenen Liedes „Heiß das Blut, das die Adern durchrauscht, kalt der Wind, der das Fahnentuch bauscht, heiß oder kalt, ja oder nein, niemals wollen wir lauwarm sein. - Fest den Blick in das Dunkel gespannt.  Fest das Herz und die Nacht ist gebannt!  Heiß oder kalt, ja oder nein!  Schlagt dem Teufel die Türe ein! - Halber Wille ist ganzer Verzicht.  Halbe Menschen gefallen Gott nicht.  Heiß oder kalt, ja oder nein!  Sieger müssen bei Christus sein.“  Die Lieder dieser Nachkriegs-Jugendbewegung sind oft schmissig und strotzen von kämpferischen Begriffen.  Oft werden sie im Marschrhythmus gesungen.  Und die Kanons!  Immer und überall werden Kanons gesungen, oft mit sehr schönen seelsorgerischen Texten und herrlichen Melodien: „Und ob das Herz auch klagt, ausharr ich unverzagt, wer Gottes Pfad gewagt, trägt still sein Kreuz“, „Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen“ oder „Dona nobis pacem“. Die Lieder, das gemeinsame Singen, die Gemeinschaft bewirken mehr als alle Predigten und Vorträge.  Wir schlafen auf dem Heuboden des Pfarrhauses und halten im Gemeinderaum unsere Bibelarbeiten, Singstunden und sonstigen Veranstaltungen ab.  Diese Begegnung mit einem engagierten Diakon ist für mich stark prägend für meinen späteren Berufswunsch.  Ein markantes Ereignis dieser Woche ist für uns Halbstarke ein besonderes Abenteuer und sollte für Luckow noch ein Nachspiel haben: Vom damaligen Bischof Niklot Beste bekommt Luckow eine offizielle disziplinarische „Zigarre“, weil er am späten Abend des 31.7.1949 in der Dämmerung mit uns ins benachbarte, einige Kilometer entfernte Dorf Cramon zieht, wo eine Mädchenfreizeitgruppe ebenfalls in der Pfarrscheune auf Heu und Stroh gerade im ersten Schlaf ruht.  Mit einem schauerlichen Geheul rund um die Scheune bringen wir die jungen Damen zu mitternächtlicher Stunde nach

Luckows Aktionsplan in größte Angst und Panik.  Die Mentalität der Zeit ist wohl noch stark geprägt von Verhaltensmustern der romantischen Jugendbewegung und auch noch von den rauen Sitten der gerade erst zu Ende gegangenen Epoche der Hitlerjugend mit Sinn für derlei grobe Scherze.  Darauf gibt es seitens der Freizeitleitung der Mädchen eine Beschwerde bei der Landeskirchenleitung und in Folge die Zitierung Luckows zum Bischof.

Toitenwinkel

In der Karwoche 1951 nehme ich vom 19. bis 24. März an einer Rüstzeit in Toitenwinkel bei Rostock für Jugendliche teil, die als Diakone, Katecheten oder sonst wie als Nicht-Volltheologen hauptberuflich in den kirchlichen Dienst zu treten beabsichtigen.  Auch diese Freizeit wird von Diakon Gerhard Luckow geleitet.

Teilnehmer der Rüstzeit für an diakonischen Berufen interessierte Jugendliche in Toitenwinkel bei Rostock in der Karwoche 1951:

Neben mir sind es 13 Teilnehmer: Erhard Bremer, *21.01.35, Rolf Bröker, *5.08., später Organist in Dornburg bei Magdeburg, Klaus Hartig, *12.35, später Pastor in Rittmannshagen, Werner Klug, Klaus Krüger, *13.01.36, später Diakon, Hartmut Lange, Spitzname: Igel, Willi Lange, *17.02.36, später Pastor in Dreveskirchen bei Wismar, Rolf Nölle, *16.01.36, Harry Salowski, später Pastor, *23.03.30, später Pfarrer in Velefanz im Brandenburgischen, Siegfried Schlowik, *7.09.36, Klaus-Dieter Schuldt, *22.02.36, später Kirchenmusiker in Rostock, Tassilo Stolz, *29.03.37, ging später zur NVA und wurde Volkspolizist in Warnemünde, Wolfgang Weidler, *20.03.36, Spitzname: Jonny. 

 

Toitenwinkel ist zu der Zeit noch ein von Gehlsdorf etwas entfernt liegendes einsames Dorf in weiter Flur.  Überseehafen und Autobahn gibt es noch nicht.  An der schönen alten gotischen Dorfkirche amtiert Pastor Bahr, der mit einigen Vorträgen und Gesprächen aktiv an unserer Rüstzeit teilnimmt, so über „Das 6. Gebot“ und zum Thema „Warum lutherisch?“: sola fide: allein aus dem Glauben! - sola scriptura: allein aus der Schrift! - nur die Kirche darf sich lutherisch nennen, die sich alleine auf die Schrift stützt! - sowie über „Apologetik“ und „Mein Dienst als Pastor“.  Luckow referiert zum Thema: „Mein Dienst als Diakon“:  Der angehende Diakon hat drei Entscheidungen zu treffen: 1. Christus ja oder nein, 2. den bisherigen Beruf aufgeben, 3. mit der Kirche als menschlicher Institution fertig werden.  Luckow erzählt uns, wie er selber zu der Entscheidung kommt, Diakon zu werden.  Er war begeisterter deutscher Soldat mit patriotischem Kampfgeist für den „Endsieg“.  Der Zusammenbruch Deutschlands zerstörte alle seine Ideale und Hoffnungen.  In der Gefangenschaft erkrankte er lebensbedrohlich.  In dieser Situation betete er und legte ein Gelöbnis ab: „Lieber Gott, wenn Du mich hier wieder lebendig herausbringst, will ich Dir lebenslang dienen!“  Als er sich später erkundigte, wie ein solches Dienen wohl möglich sei, riet man ihm, Diakon zu werden.  So kam er nach Neinstedt und pflegte geistig Behinderte.  Diakonie sei wörtlich übersetzt: Dienen durch den Staub, Sklavendienst.  Er macht es uns an einem Beispiel klar, das er erlebt hat:  In Neinstedt sei eine Toilette verstopft gewesen.  Die stinkende Kloake habe darin bis zum Rand gestanden.  Er sollte sie wieder gangbar machen.  Sein Vorsteher, Pastor Knolle, habe von ihm verlangt, mit seinem Arm bis zum Ellenbogen da hineinzugreifen, um die Verstopfung zu beheben.  Als er sich nach einigem inneren Widerstand dazu durchgerungen habe, habe er gewusst, dass er allen Versuchungen standgehalten habe, seinen Weg der Diakonie, den Dienst durch Staub und Kot, aufzugeben.  Dieses Beispiel wird mich selber später in meiner eigenen Diakonenausbildung noch oft beflügeln, Versuchungen im Dienst zu widerstehen. - Weitere Themen: „Stegreifspiel“, „Geschichte der Diakonie“ an drei Tagen: 1. Biblische Grundlagen, 2. Entwicklung des Diakonenamtes in der Kirchengeschichte, 3. Diakonie in den letzten 100 Jahren“. - Wir haben Diakonenschüler vom Michaelshof zu Gast und wandern nach Gehlsdorf, um das dortige Werk der Inneren Mission zu besichtigen.  Die täglichen Bibelarbeiten befassen sich mit Passionstexten des Johannes- (13, 1-17) und des Lukasevangeliums, Kapitel 23.


go west

Es ist Mitte Mai 1953.  Ende Juni soll die Lehrabschlussprüfung bei der Post stattfinden.  Da kommt ein neues, nicht eingeplantes Hindernis: Der Kirchenkampf spitzt sich zu.  Die evangelische Jugend innerhalb der DDR wird vom atheistischen Staat als Feind betrachtet und soll ausgeschaltet werden.  Unsere Treffen, die stark bibelzentriert stattfinden, werden von Stasileuten besucht und beschattet.  Man will uns mürbe machen. 

In der FDJ-Zeitung „Junge Welt“, aber auch in der „Ostsee-Zeitung“ im Bezirk Rostock erscheinen Anfang Mai 1953 fast täglich Hetzartikel gegen die Junge Gemeinde, gegen Pastoren und Hausväter diakonischer Einrichtungen.  In Nr. 106 der „Ostsee-Zeitung“ vom 7. Mai 1953 hetzt man gegen den Grevesmühlener Pastor Lietz.  In dem Zeitungsartikel wird die Junge Gemeinde als „Spionageorganisation“ und „faschistische Mordorganisation“ bezeichnet.  Auf derselben Seite dieser Zeitung heißt es unter der Überschrift:

 „Jugendliche wollen sich nicht missbrauchen lassen:

Grevesmühlen.  Immer mehr erkennen die jungen Menschen, dass sie in der Spionageorganisation „Junge Gemeinde“ nichts zu suchen haben.  So erklärt uns die Oberschülerin Erika Beier: „Ich habe in der „Jungen Welt“ gelesen und erkläre hiermit, dass ich aus der „Jungen Gemeinde“ austrete.  Die Jugendfreundin Christa Hecht bemerkt: „Ich bin seit 1952 in der „Jungen Gemeinde“ gewesen.  Nachdem ich ihre schändliche Arbeit zur Kenntnis genommen habe, erkläre ich hiermit meinen Austritt aus der „Jungen Gemeinde“.  Ähnlich äußerten sich ...“ 

Und so geht es weiter. 

Solche erpressten Abwendungsbekenntnisse erscheinen fast täglich in den DDR-Zeitungen.  Auf dem flachen Lande und in den kleineren Städten werden zuerst die christlichen Schüler aus den Oberschulen verwiesen, soweit sie nicht bereit sind, sich öffentlich von der Kirche loszusagen.  Mein Freund Hans Gottschalk ist bereits kurz vor dem Abitur aus der Oberschule entlassen worden.  Noch hält sich die Betriebsleitung bei der Deutschen Post in Schwerin zurück, doch bald wächst der Druck auf sie, und unseren Ausbildern bleibt keine Wahl:  Man muss etwas gegen uns unternehmen.  Mehrere Kolleginnen und ich, von denen bekannt ist, dass wir uns zur Jungen Gemeinde halten, werden am 13. Mai in Anwesenheit der Ausbilder Hansen, Gerth und Meltz und des Lehrlingsheimleiters Trulson zu einer Besprechung in den Kulturraum des Postamtes zusammengerufen und aufgefordert, eine Resolution zu unterschreiben, in der wir die Junge Gemeinde als „Tarnorganisation der westlichen Imperialisten“ erkennen und uns verpflichten, „deren Machenschaften zu verabscheuen und zu verurteilen“.  Solche „Resolutionen“ aus Schulen und Betrieben findet man ja zur Zeit fast täglich in den Zeitungen.  Die Kolleginnen bringt man alle dazu, zu unterschreiben.  Ich weigere mich.  Damit ist meine Zukunft besiegelt!  Eine berufliche Zukunft bei der Post gibt es nicht mehr.  Die will ich ohnehin nicht, denn für mich steht sowieso fest, dass ich Diakon werden will.  Dafür benötigte ich jedoch zuvor eine abgeschlossene Berufsausbildung.  Nach einer schweren Rippenfellentzündung hatte ich mir eine Lymphdrüsentuberkulose zugezogen, gegen die es in der DDR keine Medikamente gab.  Aber mit meiner Erkrankung ist mir auch die Diakonenausbildung verbaut.  Für uns Christen in der DDR gilt die Devise: Trotz Verfolgung durch die staatlichen Organe: Ausharren!  Keine Flucht in den Westen.  Aber welche Perspektiven habe ich in meinem Fall?  Ich wollte nach dem Abschluss der Lehre bei der Post nach Neinstedt im Harz in die Diakonenausbildung gehen, aber die Neinstedter Anstalten sind kurz zuvor verstaatlicht worden.  Hinzu kommt, dass mir bekannt geworden ist, dass im Westen die ersten erfolgversprechenden Medikamente gegen die Tbc auf den Markt gekommen sind.  Ich fahre sofort nach Grevesmühlen, um die Lage mit meinen Eltern zu besprechen.  Mein Vater ist empört.  Er verlangt, dass ich mich anpasse, unterschreibe.  Er ist persönlicher Kraftfahrer des Genossen Vorsitzenden des Rates des Kreises (früher sagte man Landrat). Dieser hatte ihn ohnehin schon mit der kritischen Bemerkung konfrontiert, es sei für einen Parteigenossen ehrenrührig, einen „Kugelkreuzler“ als Sohn zu haben.  „Ihr sollt Gott mehr gehorchen als den Menschen.“  Das Familienklima ist gespannt.  Mutter rät mir zu, in den Westen zu gehen.  Ich habe innerhalb weniger Stunden einen inneren Kampf auszufechten.  

Am frühen Morgen des 14. Mai 1953 steige ich mit nur einer Aktentasche als unauffälliges Gepäck in Grevesmühlen in den Zug, um auf dem Umweg über Neubrandenburg nach Berlin zu fahren.  Die Zonengrenze ist undurchlässig.  Nur das Schlupfloch Berlin ist noch geblieben.  Dort kann man noch ungehindert mit der S-Bahn oder zu Fuß die Sektorengrenze überqueren.  Aber rings um Groß-Berlin herum hat die Volkspolizei einen Kontrollring gelegt.  Viele fluchtverdächtige Reisende werden aus den Zügen geholt und nach Verhören zurückgeschickt.  Falls es in meinem Falle zu einer Kontrolle kommen sollte, will ich zu einer Familienfeier, einer „Silberhochzeit“ zu Verwandten, zur Tante Toni Seth, in Berlin-Treptow.  Ein „Geschenk“ habe ich in der Aktentasche, sonst nur Wasch- und Rasierzeug, nichts was auf eine Flucht hindeuten könnte.  Ich komme aber ungehindert nach Berlin hinein und mit Herzklopfen mit der S-Bahn auch in den Westsektor.  Hier begebe ich mich nach Tempelhof, wo seit Jahren Ulla Schiele, geborene Feilke, mit ihrem Mann wohnt.  Dort bleibe ich die erste Nacht.  Am nächsten Morgen suche ich die kirchliche Beratungsstelle für junge Flüchtlinge aus der DDR auf, deren Adresse ich im Kopf habe.  Ich werde aufgefordert, mir mein Vorhaben doch noch einmal gründlich zu überlegen, es könnten doch nicht alle weglaufen, was solle dann aus der Kirche in der DDR werden.  Dafür hatte ich die Reise nach Berlin nun doch nicht auf mich genommen.  Ich habe mich fest entschieden und bin mir meiner Sache sicher.  So nennt man mir die Anschrift der Kontaktbehörde.  In diesen Wochen und Monaten kommen täglich tausend oder gar mehrere tausend Menschen über Berlin in den Westen.  Ein großer Exodus blutet die DDR aus, bis Ulbricht am 13. August 1961 die Mauer bauen lässt.  Auf dem Messegelände am Funkturm sind in den großen Ausstellungshallen riesige Auffangbüros eingerichtet worden.  Ich kenne das Gelände noch vom Kirchentag in Berlin 1951 her.  Vor zwei Jahren war ich hier gewesen.  So beantrage ich nun die „Notaufnahme“.  Ich bekomme einen „Laufzettel“.  Es beginnt das Stempelsammeln: einer vom amerikanischen Dienst, der nächste vom britischen, der dritte vom französischen, der vierte von einer ärztlichen Dienststelle.  Ich werde Inhaber eines Gesundheitspasses für Flüchtlinge.  Die ärztliche Untersuchung ist gründlich und bewirkt sofort, dass ich in ein Krankenhaus nach Tegel eingewiesen werde. 

Während meines Aufenthaltes in Berlin werden in der DDR plötzlich die straff angezogenen Zügel wieder gelockert: Der „Neue Kurs“ wird eingeläutet, gemäß dem Motto: Vom großen Bruder lernen.  So etwas gab es in den zwanziger Jahren auch bereits einmal in der Sowjetunion: Die NEP, die „Neue Ökonomische Politik“.  Die Verfolgung der Kirche wird abgeblasen, einige Maßnahmen rückgängig gemacht.  Die von den Oberschulen verwiesenen christlichen Abiturienten können ihr Abitur nachholen.  War also meine Flucht umsonst?  Im Hinblick auf meine Heilungschancen durch die neuen Medikamente im Westen war mein Entschluss der einzig richtige.  So bleibe ich, bekomme einen provisorischen Personalausweis der Stadt Berlin und werde am 13. Juni 1953 mit anderen jungen Flüchtlingen von Berlin nach Hannover „ausgeflogen“ und am selben Tage per Autobus in das Durchgangslager Sandbostel gebracht.  Das Lager Sandbostel im Moor bei Bremervörde hatte zur NS-Zeit als Häftlingslager gedient.  Auf der Latrine empfangen mich Sprüche wie: „Erst wenn du in der Fremde bist, weißt du, wie schön die Heimat ist.“  Hier bricht eine Epidemie aus: Typhus oder dergleichen.  Auch ich werde nicht verschont, überstehe es aber schnell.  Eine Quarantäne schließt sich an.  Nach drei Tagen Lageraufenthalt dringen aufregende Meldungen an unsere Ohren:  Die Bauarbeiter der Stalinallee in Ostberlin fühlen sich durch den Neuen Kurs ermutigt und protestieren gegen die hohen Arbeitsnormen.  Daraus entwickelt sich ein Volksaufstand, der auch auf andere Städte in der DDR übergreift.  Auch in Schwerin gibt es Proteste.  Wir kommen kaum noch von den Lautsprechern weg.  Die Russen setzen Panzer ein und wälzen die „von Westagenten angezettelte Konterrevolution“ brutal nieder. 

Stukenbrock

Drei Wochen später werde ich an das Land Nordrhein Westfalen übergeben.  Man bringt uns, wieder per Bus, in das Lager Stukenbrock in der Senne, einer Heidelandschaft zwischen Bielefeld und Paderborn.  Auch hier werden mir noch drei Wochen Quarantäne auferlegt.  Ich komme wieder ins Krankenrevier und finde hier meinen gesundheitlichen Retter.  Der Lagerarzt legt mir die neu auf dem Markt befindlichen Tabletten „Neoteben“ gegen die Tuberkulose in die offenen Wunden am Hals und am Oberschenkel.  Nach einigen Wochen beginnen die Wunden langsam zuzuwachsen. - Auch dieses Lager hatte bereits zur NS-Zeit als Gefangenenlager gedient.  Ein riesiger benachbarter Russenfriedhof erinnert noch heute an diese Zeit.  In der Nähe des Lagers befindet sich ein großer Truppenübungsplatz der Britischen Rheinarmee.  An das halbe Jahr in der Senne denke ich gerne zurück!  Mit den etwa gleichaltrigen anderen jungen Flüchtlingen unternehme ich in diesem Sommer und Herbst ausgiebige Wanderungen durch das Heidegebiet zur Emsquelle und über den Truppenübungsplatz und durch den Teutoburger Wald zum Hermannsdenkmal.  In der Bastelstube produzieren wir Laubsägearbeiten.  Nach und nach schickt mir meine Mutter einen großen Teil meiner in Schwerin und Grevesmühlen zurückgelassenen...


Von Stukenbrock aus hatte ich bereits Bethel besucht und mir die dortige Diakonenanstalt Nazareth angeschaut.  Ich tendiere jedoch mehr nach Hannover und bewerbe mich von Westerland aus, wo ich drei Monate lang zu einer Kur weile, um die Aufnahme als Diakonenschüler beim Stephansstift, zu dessen Einzugsgebiet vor dem Kriege auch das lutherische Mecklenburg gehörte,  werde aber auf Grund meiner gesundheitlichen Risiken abgelehnt.  So resigniere ich und halte das Ziel, Diakon zu werden, für vorerst nicht realisierbar.


Start im Rauhen Haus in Hamburg 


Thomas and Anna Potter, Nashville, TN, USA translated this for me.                         I thank them very much.           


My Way to the Church                          band10minibiographieruszkowski.jpg

Until my 10th year, I had no relationship to the church except for my christening as a infant in the Bugenhagen church in Stettin. My father was completely uninterested in the church, but my mother, who was not an especially devout woman, went more often to church and said bedtime prayers with us children each evening. When we landed in Grevesmühlen in Mecklenburg after our flight, it was about a year until public life again stabilized and the schools began operating.

This interim void was filled with the creative activity of Hollmann and Dieter Kuschfeld, two dedicated Christians who had fled from East Germany and had reintroduced a children’s worship service in the Grevesmühlen church.

Installed as the official pastor in Grevesmühlen was the Provost of Münster, a small, thin, white-haired and very solemn man, who under normal circumstances would have long since been in retirement, but, due to the war and its aftermath, still filled his office because men fit for military service were “in the field” and later in prisoner-of-war camps, and there were then no women serving as pastors, except as a substitute here and there.

The old Provost preached his Sunday sermons in a soft, somewhat tired voice, and occasionally conducted wedding and funerals, and confirmation instruction for large groups, but had neither the strength, time nor charisma for work with children and youth.

The second pastor, Friedrich Wilhelm Gasse, was incarcerated for many years as a Russian prisoner-of-war. 

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From left to right: Provost Lietz, formerly Pastor in Mühlen-Eichsen; Provost Münster, Pastor Gasse (later Senior Superintendent in Schwerin).

When my mother saw the invitation to the children’s worship service on the church bulletin board, she encouraged me to attend “Sunday School.” Kuschfeld and Hollmann were really engaged in their ministry of religious education for children which was a blessing to all. Each Sunday, they gathered five to 10 dozen children in the church. They had a circle of helpers, who in age-graded sub-groups, explained biblical texts in ways children could understand. Each child received a bound portfolio filled with mimeographed songs and pictures of Bible stories to which more were added each Sunday.

Each Sunday, I went regularly and willingly to the childrens’ worship service and enthusiastically sang the pietistic hymns, often from England, such as:”When we enter Canaan free and clear from sin. Look, Jesus, I am coming!” or “Sing gladly to the Lord, young Christians.” With me, the holy seed fell on fertile soil and flourished.

Later, I was myself an active assistant with the children’s worship service.  Before the beginning of confirmation instruction, I was invited to the join the group of church youth, which, following Mr. Heydeck, was led by Deacon Karl Fischer. Fischer was not an especially “pious” man, but somewhat tough, rough and blustery. He came from the Black Forest, had completed the deacon’s program at the Rauhe House in Hamburg and then found a position as a social services worker with the state Youth Office in Hamburg. Because his wife came from Reppenhagen, a village near Grevesmühlen, he ended up after the war in Grevesmühlen where he served several years as a deacon. At the youth group meetings, he told us in detail about his wartime experiences in France and his close combat with American soldiers. In the villages near Grevesmühlen, he conducted worship services. On these trips, I often accompanied him together with other members of the youth group. Among these young people, I met Hans Gottschalk who became a close friend and remains so after all these many years.

With Karl Fischer and about nine other boys, including Dieter Polster, Horst Nagler, Hans-Georg Schmeling and Hans Gottschalk, we took a two-day trip to the Baltic coastal cliffs at Brook and underway stayed overnight at Reppenhagen in a haystack at a forest ranger’s residence. It was a formative and bonding experience: the singing, the fellowship and the activities which touched my heart, above all, bound me to this group of Christians. We practiced and conducted a nativity play and other Gospel plays. Sometimes I was in a leading role, like Joseph in the nativity play, or in Die Trossbuben, which we presented several times to a full house in the Grevesmühlen church and in neighboring village churches.

With the growing numbers of youth, Provost Münster had enormous groups to instruct in confirmation classes where a large part of the Little Catechism, Psalms and choral responses were still memorized in the traditional way. In the Soviet occupation zone where no religious instruction in public schools was provided, the churches were engaged in catechetics and, on their own, organized the “Christian Education” in which I participated. One of the catechetical instructors, Miss Stolz, organized a recorder group and taught me how to make music or Flötentone on this instrument. Together with Kuschfeld, Willi Gottschalk,Hans’s father and a devout pietist from West Prussia, organized a brass band in which I also learned to play various instruments or Tröten including the tenor horn, and later the trombone. Dieter Kuschfeld played cornet, and Hans Gottschalk, the flugelhorn and later the tuba.

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The brass band in Grevesmühlen under the direction of Willi Gottschalk. I am at the far left in the picture.

So I became a devout boy and an even more devout teenager. Hans Gottschalk wanted to be a minister, and in my youthful enthusiasm, I wanted to be  a missionary.

The Dobbertin Brotherhood

During Holy Week,  April 11-16, 1949, at the Michaelshof in Rostock-Gehlsdorf, a retreat was a  sponsored by the Dobbertin Order. Wellingerhof, the youth minister of Mecklenburg, had invited all young men who were called to become pastors or who sought to enter other professions in service of the church. In my early teens, I wanted to become a missionary.

Through Deacon Karl Fischer, I got an invitation from Youth Ministry Office at Schwerin in Mecklenburg to another retreat.Together with Hans Gottschalk, Klaus-Dieter Schröder and Joachim Albrecht from Grevesmühlen, I went to this retreat on the day after my confirmation, Palm Sunday, April 10, 1949.

I was one of the youngest participants. Here are excerpts from that very rich program: Morning prayer circle, Daily  devotions conducted by one of the older participants, and Study of the Gospel of St. John. Typical lectures were: Professor Dr. Dörner, ”Believing in Jesus Christ Today;” Senior Superintendent de Boer, “How Do I Find the Way to Jesus Christ?”; Bishop Dr. Beste, “The Mission of the Church,” and Pastor Stark, Director of Michaelshof, “The Mission at Home.” We also heard lectures by older participants about modern biology and physics. We read a Passion play, sang together, participated in a recital of Bach’s Passion of St. Matthew at the Rostock Church of St. Mary; also we visited with the theological faculty at the University of Rostock, and held daily Vespers.

This week which I spent together with conscientious young Christians, several of whom were sons of Mecklenburg pastors, had a strong influence in moulding my faith.

Delegates of the Youth Group from Grevesmühlen who attended the Youth Day Conference in 1950 at Gustrow, conducted by Evangelical Lutheran Church of Mecklenburg.

A special experience for me was the annual Youth Day Conference at Gustrow, June 19, 1949, attended by thousands of young people who came together from all over Mecklenburg. From Grevesmühlen, our group left in a truck at 6:00 o’clock a.m. to arrive in Güstrow at 8:50 a.m. We attended worship services in the cathedral and parish church with preaching by well-known theologians from all over Germany, congregational singing in the Superintendent’s garden, and “Faith and Homeland,” a religious theatre production held at the cathedral square. In 1950, the Youth Day Conference was held again in Güstrow and 30 of us boys and girls from Grevesmühlen attended.

Several day-long meetings of the Dobbertin Order in the congregational hall of the Schelfkirche on Puschkin Street in Schwerin deepened my experiences of the Holy Week retreat  On the Day of Prayer and Repentance 1949 (16 November), I participated in worship services, heard a lecture by Pastor Voß on the Kessin Order, and attended the afternoon open meeting of the Schwerin youth group in the Wichernhaus.

A second all-day meeting was held December 23,1950 with morning devotions, Bible study, a lecture by Bishop Beste on “Present Problems of Our Church” and talks by theology students. On April 3-8,1950, Hans Gottschalk and I again attended the Holy Week retreat of the Dobbertin Order for prospective church professionals in the Michaelshof in Rostock-Gehlsdorf.

From October 1950 until May 1953, I lived in Schwerin and completed an apprenticeship. I lived in the dormitory for Postal Service Apprentices. Our home in Schwerin-Gorries was once a villa of the airfield commandant and was tucked away, peacefully and idyllically, at a lakeshore. There was a good dozen of us apprentices who lived here together with Mr. and Mrs.Trulson, the  couple who managed the home. Almost all residents were trained as telephone line technicians for the postal service. Only Ulrich Fentzahn and I were postal clerks. After several days I moved in together with Lothar Goeritz. The third resident in our quarters was Dieter Vierus, a comitted member of the Freie Deutsche Jugend (the East German national youth organization) and a materialist. I had to get used to this new life. The first days at the Postal Service were hard for me. In these first days, I was rather depressed, but  I soon  overcame it.

At the beginning of the apprentice training, I took a confidentiality oath. I had to maintain postal confidentiality and to be sure that no one would learn about the censors section, which even we postal workers were foridden to enter. Directly after the letter bins were emptied and before the letters were cancelled, the mail came to the censors section in a side wing which was administered by the “Stasi” or State Police. We dropped the sacks in front of the door and got them back sometime later.

In our group were about 20 apprentices, all boys and girls my age. Twice a week, we had vocational instruction about the postal service and general education at the regional vocational school nearby. The vocational classes were conducted very professionally by Training Director Hansen. In vocational training, the “General Service Directive” is the basis of this instruction. In geography, we memorized railroad stations all over Germany: each station in Mecklenburg, and all those in the larger cities elsewhere in Germany. In general geography, our previous knowledge of the world was refreshed and deepened. Practical instruction continued in different departments.

At first, I was involved in the department dealing with registered and insured mail. Later, I was busy in delivering mail, sorting mail, and working with the railway postal service, as well as behind the counter at the post office. I spent workdays in Schwerin. In the morning, I prepared my own breakfast at the  apprentices’ dormitory. Lunch and dinner were served at the post office cafeteria.

My two-year apprenticeship at the Schwerin post office was interrupted by illness. Almost every morning, I left before work, either by bicycle or train, to participate in the  7 o’clock “Morning Watch,” a 10-minute meditation at the cathedral where we boys of the youth group took turns leading the celebation in front of the altar. In closing, we always sang the hymn, “Grant thy peace and grace, Lord God, to our time; no other can protect us, but you, Our God, alone.”

On weekends, I usually went to Grevesmühlen where on most Saturday evenings I participated in band practice and also met often with Hans Gottschalk, who visited the high school there.  After we had lived a year or more in the villa at Görries, the telephone cable technicians moved out to a new home and only girls entered this program in the new term. So,we were the last two male apprentices remaining in this dormitory.

Some time later the Soviet Army commandeered our dormitory in Görries and gave us a building on  Schlossgartenallee amid a large area of villas they had taken over. Here we lived even better, because we were closer to the city.

The streetcar line to the inner city passed in front of our house. Although a ride cost only 20 Pfennig, in good weather I always went by bike.  

During my stay in Schwerin, I continued to be active in the youth group.

During my time in Schwerin, I heard Albert Schweitzer give a lecture to a full house in the Schelf church.

About this time, I read enthuastically and beneficially a book recommended by P.W., Las Casa  vor Karl dem V., telling about a committed Dominican monk who defended the rights of the Indian people and opposed their suppression and extermination by the Conquistadores.

Also I worked my way through Hans-Otto Wölbers nine-volume series of  “Study Sheets for Protesant Youth Leadership” without any idea that he would be my professor later in life. And I regularly read the youth magazine, Die Stafette (The Courier).

Church Day in Berlin 1951

With many young people from Schwerin and several friends from Grevesmühlen, I participated in the  famous German Protestant Church Day in Berlin in 1951, a congress which all Germans celebrated, despite the borders of the different occupation zones.  

We Mecklenburgers stayed over night in a tent ground at Grunewald in Area 61 and took the streetcar every day to the big events in the city. Berlin had already experienced so much, but nothing like this. Everywhere large crowds had gathered on roads and squares to await subway trains and streetcars, there was spontaneous singing of hymns and choral rounds. The sprit and atmosphere of this first Berlin Church Day was truly unique. Later, on Friday, September 14,1951, I noted in my diary:  “The Church Day was a one-of-a-kind experience. I can imagine an Israelite at the time of Christ, together with many thousands of other like-minded persons, making a pilgrimage to the Temple in Jerusalem during festival times. Unfortunately, the planned bike ride didn’t work out because in the previous week, I damaged the wheel and there was no repairman to fix it. So I went by a special train of the Deutsche Reichsbahn and luckily took along my tenor horn. By serving as a horn player, I missed several events, which I would like to have attended, but instead I was blessed by playing in the large brass sections.   I had very special and wonderful experiences at the youth rally in Walter-Ulbricht Stadium and listening to the address by Pastor Wilhelm Busch in the fairground exhibition center by the radio tower. At the closing rally, I wasn’t so lucky because the brass instrument players were divided into three large sections and my group played on the Maifeld while the rally in the overflowing Olympic Stadium took place and reached us by loudspeaker.”

Mentors for Living

During my early youth, four chuch officials, all about 30 years old or so, influenced me. One was Friedrich Franz Wellingerhof, already mentioned, then called “P.W.”, who served so beneficially as Youth Pastor for all Mecklenburg, and especially in the area of Schwerin.   His father was a Deacon of Stephanstift at Hannover and apparently served in this area as House Father of the Hostel at Hartestrasse 21, Rostock, and simultaneously with the reading room then at the Rostock Seamans Mission.

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An outstanding mentor for me was Deacon Gerhard Luckow, whom I consider as my spiritual father. He was Superintendent of the Mecklenburg Youth Program in the early 1950s, and later took over the apprentices’ home in Güstrow; then worked in Berlin for Home Missions, and lastly managed a large home for the handicapped in Templin.

 Reverend Luckow lived in East Berlin where my wife, Monica, and I later visited him while we were  serving a Berlin sister congregation from my post in Soest. He worked in the 1960s in East Berlin for the Diaconal Agency. For many years, I administered a West German bank account and purchased the clothing and household equipment he chose for his large family. Later, Reverend Lucknow went to Templin as Manager of Waldhof, a diaconal home for the handicapped, and we had little contact. Several months after his death, his widow, Helga, wrote me from Templin:  “...It is now several months since we buried my husband in the Waldhof cemetery. Perhaps you know that from 1971 until his first heart attack in 1980,  my husbanb managed Waldhof, a psychiatric clinic with 200 beds. You knew my husband, and you can certainly can imagine how he handled this job: “Either you all give me the money and opportunity to build or you can close place up!” That’s what he said in 1971. The next years were good, but hard. My husband’s work left its mark. Afer he became an invalid in those last years, he was finally able to do what never was possible for him, but still lay on his heart: He had time to take care of every single resident who came to him...”

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Two Neinstedt Deacons who influenced my career choice:Gerhard Luckow, Mecklenburg Youth Superintendent, and Eberhard Brösel, Schwerin Youth
Superintendent.

Two other Neinstedt Deacons were Eberhard Brösel, Schwerin Youth Superintendent, who about 1952 suddenly fled on a moment’s notice to the West after he was interrogated and threatened by state security officers week-by-week for four months in the Arsenal. He next directed a home in southwest Germany for deserters fleeing the French Foreign Legion. He worked for decades at the Christian youth village movement in the Black Forest, and finally for 24 years at the children’s home in Altensteig, where he now passes his retirement years as father to seven children and Opa to 10 grandchildren. He was followed by Berhard Kränz as Schwerin Youth Superintendent, who later went as parish deacon to P.W. (Friedrich Franz Wellingerhof), to Gnoien and then assumed a pastorate in the little village of Lubsee between Schönberg and Grevesmühlen, where I and my wife, Monica, visited him in the 1960s.  During the preparation time for youth at the Dobbertin Order in Rostock-Gehlsdorf when I was considering a professional career in the church, I first encountered Gerhard Lucknow, former Mecklenburg Youth Superintendent, who was a role model for me in my youth, and the spiritual father who nourished in me the wish to become a deacon.

Several months after my confirmation as a 14-year-old lad, I attended a retreat with my age group from 29 July until 4 August 1949 in Mühlen-Eichsen, a small village between Grevesmühlen and Schwerin. The retreat was led by Gerhard Luckow and his assistant, Hans Reinke of the Dobbertin Order, and it was held in the parsonage of Pastor Hannes Lietz, later Provost in Grevesmühlen, and then the father of a house full of children. The retreat theme was “Victors must stand with Christ,” after the refrain which was learned in the hymn which we so often sang again and again:

 “Hot is the blood that is pulsing through the body;
 “Cold is the wind that fills the bellowing bunting.
 “Hot or cold, yes or no! But never lukewarm for us.

 “Strong are the eyes straining in the darkness;
 “Strong is the heart that banishes night.
 “Hot or cold, yes or no! Shut the Devil out!

 “Half a will is not enough; no lukewarm heart for God.
 “Hot or cold, yes or no! Victors must stand with Christ.”

Songs of the post-war youth movement are often dashing and full of warlike overtones. Sometimes they are even sung in march time. And the rounds! Always and everywhere, the rounds were sung, often with very beautiful spiritual texts and magnificent melodies.

“And if the heart also groans, I will persist undaunted; whoever ventures along God’s path quietly carries his cross;” “Blessed are those who are pure in heart for they shall see God” or Dona nobis pacem. The hymns that we sang together had greater effect than all the sermons and lectures. We slept in the hayloft at the parsonage and held our Bible study, song practice and other meetings in the congregational hall. These encounters with a committed deacon strongly influenced me in my later career choice. A striking event of the week was a special adventure for us teenage boys, but not without later repercussions for Luckow. In this sequel, Luckow received an official disciplinary reprimand from Bishop Niklot Beste because late in the evening of 31 July 1949, Luckow went with us to the neighboring village of Cramon where a girls’ retreat group was just falling asleep in the hayloft of the parsonage barn. With a terrible howling around the barn late that night, we greatly frightened and panicked the young ladies just as Luckow had planned. The mentality of the time was strongly influenced by the memories and romance of the youth movement at the turn of the century, but also by the rough and rude traditions of the Hitler Youth era in the recent past, known especially for its bawdy merriment. Because of this, the leadership of the girls’ retreat filed a complaint with the Mecklenburg church administration, and Luckow was cited by the bishop.

Toitenwinkel

During Holy Week 1951, I participated in a youth retreat at Toitenwinkel in Rostock, where deacons, catechetes and others who planned to serve the church, but without a full theological training. This retreat was also led by Deacon Gerhand Luckow. Besides me, there were 13 other participants, including Erhard Bremer (born 21 Jan. 1935),Rolf Bröker (born 5 Aug. 1935) and later an organist in Dornburg-Mageburg, Klaus Hartig (born Dec. 1935), later pastor in Rittmannshagen; Wener Klug, Klaus Krüger (born 13 Jan. 1936), later a Deacon; Harmut Lange, nicknamed “Hedgehog”; Willi Lange (born 17 Feb. 1936), later a pastor in Dreveskirchen-Wismar; Rolf Nolle (born 16 Jan. 1936); Harry Salowski (born 23 Mar. 1930), later a pastor; Siegfried Schlowik (born 7 Sept. 1936), later a minister in Velefanz in Brandenburg; Klaus-Dieter Schuldt (born 22 Feb. 1936), later a music musician in Rostock; Tassilo Stolz (born 29 Mar. 1937), who later entered the People’s National Army and was a Policeman in Warnemünde, and Wolfgang Weidler (born 20 Mar. 1936) and called, “Johnny.”

Toitenwinkel was at that time still a lonely outlying village in the fields far outside Gehlsdorf. There were then no overseas harbors and superhighways. Pastor Bahr, who was minister at the beautiful Old Gothic church in the village, was an active part of our retreat, giving several lectures and discussions, such as “The Sixth Commandment”;  the theme of “Why Lutheran?”: sola fide or By faith alone!; sola criptura or By Scripture alone! Only the church that undergirds itself with Scripture can call itself Lutheran. Also he spoke about “Apologetics” and “My Ministry as a Deacon.” In his paper about his diaconal ministry, Luckow noted three decisions which a future Deacon had to make: (1) Yea or nay for Christ; (2) giving up the former vocation, and (3) coping with the church as a human institution.

Luckow explained how he himself had decided to become a minister. He was an enthusiastic, patriotic German soldier, full of combative spirit for the “FinalVictory.” The collapse of Germany destroyed all of his ideals and hopes. In prison, he was deadly ill. In this situation, he prayed to God, promising, “Dear God, if you deliver me alive from here, I will serve you all my life!” As he later inquired how such a ministry would really be possible, it was suggested that he should become a minister. So he came to Neinstedt and cared for the mentally handicapped.  The words “diaconal ministry” can be translated as serving through muck and mire or the service of a slave. By examples, he made it quite clear what he had experienced.In Neinstedt, a toilet was stopped up. The stinking commode was filled to the rim. He had to open it up so it would flow again. Pastor Knolle, his superior, asked him to reach into the commode up to his elbow and remove the stoppage in the drain.

As he struggled against his own feeling of disgust, he knew that he would be able handle any temptation to abandon his diaconal ministry in spite of any muck and mire along the way. Much later in my own education for the ministry, this example quickened my resistance when tempted to give up.

Further themes: “Impromptu Bits,” “History of the Diaconate” in three days: (1) Biblical Foundation, (2) Development of the Diaconate Office in Church History, (3) “The Diaconate in the Last 100 Years.”

We had Diakonate students from Michealshof as guests and hiked to Gehlsdorf to see the Home Mission facilities. The daily Bible study featured the Lenten texts from the Gospels of St. John (Chapter 13, Verses 1-17) and St. Luke, Chapter 23.

Go West 

It is the middle of May 1953. At the end of June, the apprentice’s final examination at the postal service was held. There was a new, unplanned  stumbling block: the church struggle came to a crisis. The Protestant Youth in the GDR were considered as an enemy by the atheistic state government and was to be abolished. Our meeting, which is strongly Bible-centered, was visited and shadowed by the state secret police agents.They wanted to wear down our spirit.

In the Freie Deutsche Jugend newspaper, Youth World, as well as in the Baltic Sea News distributed in the Rostock area in early May 1953, there were almost daily rabble-rowsing articles against the Youth Movement, pastors and directors of the diaconate. In Number 106 of the Baltic Sea News from 7 May 1953, there was an article agitating against Pastor Lietz of Grevesmühlen. In the article, the Youth Group was labelled as a “spy organization” and “a faschist murder organization.” On the same page of this newspaper, the following text appeared under the headline:

 “Youth Will Not Let Themselves Be Misused: Grevesmühlen - More and more the young people recognize that have nothing to gain in the “Youth Group.”
“I have read the Youth World of the Freie Deutsche Jugend and now declare that I give up my membership in the Youth Group,” Erika Beier, a high school student, stated. Christa Hecht, a sympathizer, stated, “I have been in the Youth Group since 1952. After I noticed their disgraceful work, I gave up my membership. Others expressed themselves similarly...”  And on it goes.

Such claims of alienation, obtained by blackmail, appeared in GDR newspapers almost every day. Christian students, who were not ready to publicly renounce the church, were expelled from the high schools at first in the rural areas and in the small cities. My friend, Hans Gottschalk was expelled from high school shortly before graduation. Still the operations management of the German postal service in Schwerin held out, but the pressure soon grew on them. Our instructors had no choice but to take action against us. Several colleagues and I, known to be members of the Youth Group, were called to a meeting on 13 May  in the Culure Room at the Post Office.There in the presence of instructors Hansen, Gerth and Meltz, and dormitory manager Trulson, we were told to sign a resolution claiming the Youth Group was a “covert organization of Western Imperialists,” and requiring us to “detest and condemn” their actions. At that time, such “resolutions” from schools and businesses were found in the newspapers almost every day. My colleagues finally gave in and signed.I refused. And so my future was sealed! A career in the postal service was no longer possible.Besides, I didn’t want it because it was clear to me that I wanted become a deacon. But before I could do that, I needed professional certification.

After a serious case of pleurisy, I was diagnosed with lymphatic tuberclosis for which there was no medicinal treatment in the GDR. This illness also prevented my diaconal training.  For Christians in the GDR, there was the saying, “Despite harassment by the state, hold out!” Don’t run to the west. But what then are my choices?  After concluding my training at the postal service, I had planned to go  to Neinstedt in the Harz Mountains and start my diaconal training, but, shortly before that the Neinstedt institutions were nationalized. Also I learned that the first successful medicines for treatment of tuberculosis had come on the market in the West. I drove immediately to Grevesmühlen to discuss the situation with my parents. My father was indignant. He insisted that I conform and sign the resolution. He was the chauffeur for the Comrade Chairman of the County Court who had already confronted him, of course, with the ciriticism that it would be slanderous for a party member to have a Kugelkreuzler (the Christian symbol of the globe and cross) as a son. “You should obey God more than men.” Family relationships were now strained. Mother advised me to go to the West. Within just a  few hours, I had to make a decision to resolve this inner struggle.

Early the morning of 14 May 1953, I boarded the train at Grevesmühlen with my briefcase serving as luggage, on a roundabout trip through Neubrandenburg to Berlin. The border between East and West Germany was impassable. There was only the “Escape Hole” of Berlin. There it was still possible to cross the sector border unhindered, either by streetcar or foot. However, the People’s Police had established a ring of tight controls all around Greater Berlin. Many travellers, suspected by the police as refugees, were hauled out of the trains and, after interrogation, sent back. In case I should come to a control point, I intended to explain that I was going to a family celebration, to a Silver Wedding Anniversary, to relatives, to Aunt Toni Seth in Berlin-Treptow. I had a “gift” in my briefcase, otherwise clean underwear and a razor; nothing suggesting an escape. However, with my heart pounding, I entered Berlin undeterred and went by streetcar into the West Sector. Here I proceeded to Tempelhof where Ulla Schiele, born Feilke, had lived with her husband for many years. I stayed there the first night. The next morning, I went to the Christian counseling service for young refugees from the GDR, whose address I had memorized. I was advised to think through my plans once again very carefully. If everyone leaves, what will happen to the church in the GDR?  But I did not go to Berlin to stay in the GDR. I had made the decision, and I was sure.  So, I was given the address of another office which could help me. At that time, thousands or tens of thousands of persons came through Berlin to the West every day, week after week and month after month. This massive exodus was bleeding the GDR until 13 August 1961 when Ulbricht ordered the building of the wall. On the fairgrounds at the radio tower, huge refugee receiving centers were established in the large exhibit halls. I remembered the fairgrounds from Church Day 1951 in Berlin, two years earlier.   So, I applied now for asylum. I received my processing papers. This started the collecting of many official authorizing stamps: one from the American service, the next from British, the third from French, and the fourth from a medical center. I became the owner of a health passport for refugees. The medical examination was very thorough and I was immediately sent to a hospital in Tegel.

During my stay in Berlin, reins previously tightened were suddenly loosened: the “New Direction” was sounded, according to the motto, “Learning from Big Brother.” So something from the Soviet Union of the 1920s, called the NEP or  the “New Politics of Economics,” was now being introduced in the GDR. Persecution of the church was called off and several measures were reversed. Expelled Christian students in the high schools were able to finish their degrees. Was my escape then for nothing? Looking back on my chances for better health through new medication, my decision was the only right one. So I remained, received provisional personal identification papers from the City of Berlin, and on 13 June 1953 with other young refugees was flown from Berlin to Hannover and bussed to Sandbostel processing camp on the same day. Camp Sandbostel on the moors at Bemervörde had served during the Nazi period as a detention camp. In the latrine, I was greeted by sayings such as, “As a stranger in a foreign land, you really know how beautiful your homeland is.”

Here an epidemic broke out: typhus or something similar. I was not spared, but I recuperated quickly. A quarantine was imposed. After a three-day stay, we heard exciting reports. Construction workers on Stalin Alle in East Berlin were encouraged by the “New Direction” and protested against their high work quotas.  A people’s uprising developed out of this and spread to other cities in the GDR. In Schwerin, there also were protests. We hardly dared to leave the loudspeakers. The Russians deployed tanks and brutally rolled over the “Counter Revolution” promoted by the circulars of western agents.

Stukenbrock
Three weeks later I was transferred to the province of Nordrhein-Westfalen. We were brought, again by bus, to Camp Stukenbrock in Senne, a  land of moors between Bielefeld and Paderborn. Here I was put under a three-weeks quarantine. I was again placed in a medical center and there met my lifesaver. The camp doctor gave me “Neoteben,” a new tablet for open tubercular wounds in the neck and thigh. After several weeks, the wounds began to heal slowly.

This camp also had served as a prison camp during the Nazi era. A huge Russian cemetery nearby is a reminder of that time. In the vicinity of the camp was a large military exercise area of the British Army of the Rhine. I fondly recall this six months on the Senne! With young refugees of about the same age, I hiked in summer and fall through the heather region to Emsquelle, over the military exercise area and through the woods of the Teutoberger Wald to Hermann’s memorial. In the handicraft shop, we made fretwork. After awhile, my mother sent me the largest part of my belongings left behind in Schwerin and Grevesmühlen... 

From Stukenbrock, I made side-trips to Bethel and visited the diaconal institution of Nazareth. However, I preferred Hannover. From Westerland, where I stayed three months for health reasons, I applied as a diaconal student at Stephansstift, which before the war belonged to the Lutheran Church of Mecklenburg. When I was denied as a health risk, I gave up my goal of becoming a deacon because I believed it was not possible at that time.


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