Von Asien nach Europa im Containerschiff

THALASSA SINGAPUR-HAMBURG


Hansjürg Rhyn geniesst die Langsamkeit des Reisens auf einer 15'500 km langen und 22 Tage dauernden Frachtschiffreise von Asien nach Europa. Aber zuerst gehts mit dem Auto von Hua Hin auf den Suvarnabhumi Flughafen Bangkok und mit einer A-340-600 der Thai Airways nach Singapur. Die MV Thalassa kommt auf ihrem Trip von China her mit Verspätung an, wird ent- und beladen und nach 20 Stunden gehts westwärts nach Port Kelang (Malaysia), über den Indischen Ozean zum Gulf von Aden und ins Rote Meer. Durchfahrt Suezkanal und übers Mittelmeer, Strasse von Gibraltar, Biscaya, Le Havre, Englischer Kanal, letzte Station Hamburg.


  

Das neue Gesicht von Singapur mit der Marina Bay – und die Eignerkabine

 

 
Buchen und vorbereiten

Eigentlich hatte ich keine Schiffsreise geplant als ich Oktober 2012 feststellte, dass mein CMA CGM-Voucher von Euro 180 überfällig ist. Mit einem kurzen e-mail bekam ich eine Verlängerung bis Februar – und nach einem zweiten Mail bis April 2013. Der Mailverkehr mit den beiden Mme Piludu und Aubert war harzig und in einem unfreundlichen Ton. Beim einsenden der verschiedenen Dokumente wurde ich gerügt, dass der Arzt das Zeugnisdatum nicht eingetragen hat, oder dass dies oder jenes nicht stimmt und ich nochmals Kopien nachreichen soll. Im vesseltracker.com stellte ich auch fest, dass die Schiffe mehr und mehr Verspätung haben, einem Taifun im Chinesischen Meer zu Folge. So wurde aus einem ersten Abfahrtsdatum 19.April der 27.April, um 1800 heisst es Leinen los. 

  

Containerumschlagplatz Port Kelang


Strasse von Malakka und Indischer Ozean

Die vierte Nacht auf dem Containerschiff Thalassa, ruhige See, kein Wellengang, heiss brennt die Sonne. Gestern passierten wir die Strasse von Malakka, heute gehts auf dem Indischen Ozean genau westwärts auf die Südküste von Sri Lanka zu, neun weitere Tage bis zum Suezkanal mit einer Geschwindigkeit von 19 kn (Knoten), das sind etwa 34 km pro Stunde, also ein langsames Erfahren der Weltmeere. Ungefähr am 16.Mai sollen wir in Le Havre ankommen und zwei Tage später in Hamburg. 

Die Thalassa ist 347m lang und 45m breit, gehört zu den weltgrössten CMA CGM Reedereien. 28 Seeleute sind an Bord, Kapitän und drei Offiziere aus Kroatien, zwei aus Montenegro, ein Rumäne, 18 Philippinos und drei Inder. Neben mir als Passagier reist noch ein französisches Ehepaar aus Le Havre mit, sie ist Indonesierin, und wir verstehen uns sehr gut. 11'400 TEU (20’ Container) können geladen werden, wir sind stückweise nicht voll beladen mit ungefähr 10'000 TEU, dies sind etwa 5000 grosse Container, gewichtsmässig aber am Limit, erreichen den tiefsten für dieses Schiff erlaubten Tiefgang von 15.6 m, ungefähr ein Fünftel des Schiffs ist unter der Wasserlinie, die andern vier Fünftel oberhalb, 18 Container in der Breite geladen, 19 Container übereinander aufgeschichtet. 

Einige Zahlenbeispiele: Oelverbrauch: täglich ungefähr 175 t = 87'000 $. Auf einem 20 Tage Trip: 3500 t = 1'740’000 $, Bunkerkapazität 16’000 t. Es wird nur in Rotterdam gebunkert (am billigsten) und reicht für die ganze zweimonatige Tournee Nordeuropa-Singapur-China und zurück. Angenommene Frachteinnahmen: 11'400 TEU x 1000 $ = 11’400'000 $ (ungefähr), Durchfahrt Suezkanal kostet etwa 300’000$! Monatslohn des Ersten Offiziers: 7000 Euro (nur während den Einsatzmonaten), Kapitän: über 8000 Euro

  

Kapitän Manteljan aus Montenegro, Robert und seine indonesische Frau Djo aus Le Havre


Küche und Kabine 

Bis jetzt hat der philippinische Koch seine besten Künste gezeigt, es gibt zu jedem Dinner ein Dessert und abends wird uns Rotwein angeboten. Das Schiff ist in bestem Zustand, Baujahr 2008, und wir dürfen uns frei bewegen, also auch rund ums Schiff laufen. Zu meinem Erstaunen ist der Rundgang Treppenlos. Die einzige Ertüchtigung, wie auf allen früheren Schiffen, ist das Auf und Ab im Hauptbau, vom untersten Deck bis zum F-Deck, wo sich meine Eigner-Kabine befindet sind es 96 Stufen. Zwei weitere Etagen höher oder 32 Stufen höher  ist die Brücke mit den beiden Aussichtsplattformen. Statt Lift zu fahren habe ich mir das Treppensteigen auferlegt. 

Sechs 25-Stunden-Tage: sechsmal ist Zeitumstellung auf dieser Strecke bis nach Aegypten, ein langsames Umstellen auf die europäische Sommerzeit. 

Gestern sind wir um Sri Lanka gekurvt, einige Hügel waren im Dunst zu sehen und die Stadt Galle auszumachen. Jetzt fahren wir auf nordwestlichem Kurs der Insel Suqutra (Yemen) und dem Roten Meer entgegen, bis zum Suez-Kanal dauert es noch eine Woche. 

Meine Kabine ist sehr grosszügig, ich habe 10 Euro pro Tag mehr bezahlt und mir damit die Eigner-Kabine gesichert, ungefähr 38 m2 gross mit vier grossen Fenstern, eines davon zwar so schmutzig, doch ein Vorhang kaschiert alles! Ein heftiger Regenguss würde wieder Sicht bringen; das Fenster ist an der etwa 20 m hohen Rückwand des Schiffaufbaus und könnte nur in einem Zirkusakt gesäubert werden. Die Möbel sind praktisch, ein grosser Schreibtisch mit vielen Staumöglichkeiten, meine Bleistifte und Radiergummis, das Notebook und sonstigen Sachen bringen ein bisschen Leben ins Ganze. Eine Sitzgruppe für mindestens 6 Personen, eine Zimmerpflanze, ein grosses Bett und Schränke für die „vielen“ Kleider sind vorhanden. Vorhänge und Rollos lassen kein Licht herein, für mich super, ich schlafe bestens. Das Bad ist geräumig mit einem grossen Duschraum, und die Klimaanlage kann reguliert werden, im Moment sind es 25°, für mich gerade die richtige Wärme.

  

Die riesige Ankerkette und Taue auf dem Vorderdeck

 

Auf dem F-Deck ist die Waschmaschine mit dem Tumbler, heute habe ich zum ersten Mal gewaschen. Die zwei andern Passagiere und der Erste Offizier sind gegenüber von mir untergebracht (F-Deck), der kroatische Kapitän Mateljan auf dem G-Deck, die Brücke (Steuerhaus) auf dem H-Deck, also im 9.Stock. 8x16 sind 128 Treppenstufen, die es mehrmals am Tag zu bewältigen gibt, denn das Ships Office mit dem Computer ist zu unterst zu finden, die Officers Mess (Essraum für Passagiere und Offiziere) auf dem B-Deck. Vom U-Deck (Parterre) geht es nochmals 96 Stufen hinunter in die Tiefe des Maschinenraumes. Auf dem D-Deck ist das Gymnasium zu finden, einige Fitnessgeräte, die Sauna und ein 3x4m grosses Schwimmbad. Dieses wird fast täglich frisch gefüllt mit 30grädigem Salzwasser aus dem Indischen Ozean – und natürlich gleich in Anspruch genommen. Auslauf ist auch vorhanden, ebenen Weges kann man 258m bis zum Bug laufen und auf der andern Seite zurück, oder fast 87m bis zum Heck und den Strudeln des riesigen Propellers im schäumenden Meerwasser zuschauen. 

Etwas Fitness sollte ja sein, denn kulinarisch werden wir verwöhnt, zwar nicht in der gleichen Art wie auf einem Kreuzfahrtschiff. Aber der philippinische Koch Beningo gibt sich die grösste Mühe uns mit sicher nicht grossem Budget vorgegeben von der Reederei einige Köstlichkeiten zu kredenzen. So tischte er gestern Abend selbstgemachte Gnocchi auf, mit einer feinen Gulaschsauce. Und heute Abend hat er uns überrascht mit einem sehr gut gelungenen Baked Alaska (Eiscrème auf einem Tortenboden überbacken mit Eiweiss)! Beningo heischt nicht nach Komplimenten, freut sich aber, dass wir seine Kost geniessen. 

Schon auf der Tosca von Vancouver nach Yokohama hatten wir einen sehr guten Koch (Franzose), dieser war aber mehr auf Show aus. Auf den andern Frachtschiffen haperte es mit den Kochkünsten der jeweiligen „Chefs“, dort versuchte ich mit meinen Backkünsten etwas Vielfältigkeit ins Menü zu bringen.

 

  
Djo am e-mailen – obligatorische Sicherheitsübung

 

Langweile an Bord? 

Ich werde oft gefragt: Ist es nicht langweilig 23 Tage auf so einem Schiff mitzufahren, was machst du während dieser Zeit? Meine Gegenfrage: Was machst du zu Hause, ist es dir nie langweilig? Natürlich kann es langweilig werden wenn man sich nicht genügend vorbereitet hat. Zudem bin ich Senior und geniesse meine Lange Weile, schaue den Wolken zu oder der blutroten Sonne wenn sie hinter dem Horizont verschwindet, der Sternenhimmel ist so nah, die Erde so gross und unendlich. Zugegeben, im Moment ist es mir auch langweilig, es ist eine verordnete Langeweile, denn wir fahren durch eine High Risk Area (ein Gebiet mit hohem Risiko). Vorgängig bekamen wir an einer Drill-Übung die nötigen Informationen wie wir uns in den nächsten Tagen zu verhalten haben. Im westlichen Indischen Ozean bis zum Horn von Afrika gibt es immer wieder Piratenübergriffe, werden Schiffe gekapert, meistens von Somalia aus. So fahren in der innersten Zone militärische Begleitboote mit und auf den Schiffen wird Stacheldraht angebracht, die Luken verdunkelt und die Besatzung wird instruiert wie man sich verhalten soll. So fühlen wir uns im Moment wie in einem Gefängnis, Schiffsrundgänge sind verboten, auch der Aufenthalt oben auf der Brücke. 

Da bin ich froh über meine komfortable Kabine, mein Netbook begleitet mich und ich kann mich ins komplizierte neue Windows 8 vertiefen, meine Daten, die Fotos- und Musikdateien neu ordnen, einige Krimis anschauen und die herunter geladenen e-books lesen. Und mit einem Auge schaue ich zwischendurch immer wieder über die Weiten des Meeres. Mit e-mail sind wir mit der Aussenwelt verbunden, auch wenn das Angebot etwas limitiert ist. 

0700, 1200 und 1800 Uhr sind die willkommenen Essenszeiten, und diesmal können wir uns wirklich freuen auf das was uns aufgetischt wird. Absolut keine Klagen, der Koch macht das Beste für die Mannschaft und uns Passagiere. Abwehren muss ich nur die grossen Portionen, die Hälfte tuts auch. 

Fast auf jedem Schiff brodelt es nach einer Woche, ist es die Langeweile, die Eintönigkeit des Meeres, der oberflächliche Kontakt untereinander? Als Passagier wünscht man sich mehr Informationen – und da sind die Kapitäne zurückhaltend. Zuerst kommt die Fracht, die Passagiere sind unwichtig! Ist ja klar so auf einem Frachtschiff, auch als Stand-by bei der Fliegerei ist man immer hintangestellt worden, wobei dort die Zeit zum schnöden nicht hinreichte. Hier auf dem Schiff ist es ganz anders, man hat Zeit, sehr viel Zeit. Und hinterfragt dann alles, man will wissen wie lange es noch geht, wo wir wann sein werden? Warum der Wind jetzt von hier oder dort weht, warum das Schiff immer kurvt und nicht gerade auf dem Kurs gesteuert werden kann? Warum es heute kein Wasser im Pool hat, warum der Steward keine Zeit hat unsere Kabinen zu putzen? Das löst dann aus, dass man alles hinterfragt, miteinander verhandelt, die dem Kapitän unterstellten Offiziere angeht – und diese finden dann auch, dass der Master zu streng sei, zu pedantisch, oder dass es eben sein Recht sei zu zeigen wer das Sagen hat. Heute am Mittagstisch sagten wir deshalb zueinander: take it easy – enjoy it!


 

Bab El Mandeb und Rotes Meer 

Elf Uhr morgens ist es als wir am 6. Mai 2013 die Meerenge zwischen Jemen und Djiboutti passieren, weitere zweieinhalb Tage vor uns bis zum Suezkanal. Nach zehn Tagen ausgeglichenem tropischen Wetter beginnt es hier heisser zu werden, trockener Wind von den Wüsten her, Sandsturmfronten bauen sich gegen Abend auf und lassen die Sonne hinter diesigen Wolken verschwinden. Ab und zu spielen Delfine in nächster Nähe zum Schiff, Vögel umkreisen die Container und landen auf unserem schwimmenden Kahn. Die Alarmstufen sind herabgesetzt worden, jede Ecke unseres grossen Kahnes ist wieder erreichbar – sofern nicht irgendwo geschweisst, geschmirgelt oder gemalt wird. Warmes Salzwasser ist eingefüllt und wir dürfen im Pool plätschern, zum letzten Mal, denn im Mittelmeer ist die Wassertemperatur noch zu tief um diese Jahreszeit.

 

Der mächtige Suezkanal hier bei Ismaylia

  

  


Durchfahrt Suezkanal-System 

Am 8. Mai abends spät reihen wir uns ein in den Konvoi, um 0600 ist dann Start zum durchfahren des mächtigen Kanalsystems, wir sind das dritte Schiff, das von jeweilen zwei bis drei Lotsen geführt wird. Unglaublich was da vor 150 Jahren erschaffen wurde, unvorstellbar was täglich (oder eben nachts) ausgebaggert werden muss damit der Kanal nicht versandet. Die mitlere Rinne muss fast zwanzig Meter tief sein, dass auch die grössten Schiffe durchfahren können. Fast 160 km lang ist das ganze Kanalsystem mit dem Bittersee, wo sich die Schiffe kreuzen können, denn sonst herrscht Einbahnverkehr. Auf der Westseite, etwas weniger auf der östlichen Seite sind Militäranlagen positioniert und für Private abgesperrte Strassen – dieser Kanal ist für Aegypten eine der wichtigsten Einnahmenquellen. Überall sandige Öden, verschlammte Tümpel mit salzkrustigen Rändern. Wo bewässert wird sieht man grüne Felder, Dattelpalmen hier und dort. Eine riesige schwach befahrene Brücke verbindet die beiden Teile Aegyptens, gleich nebenan hat die Fähre Hochbetrieb, die Lastwagen stehen im Stau – wahrscheinlich ist der Brückenzoll viel zu hoch. Der Suezkanal wurde am 17. November 1869 feierlich eröffnet, Verdi hatte Verzug im schreiben seiner Oper Aida, diese wurde deshalb erst am 24. Dezember 1871 in Kairo uraufgeführt. 

Die Temperaturen sind gesunken, ich verziehe mich in die Sauna und sehe um 1600 Uhr die Stadt Port Said und das Mittelmeer. Unverhofft grüsst Europa mit Regenschauern und einigen Graden weniger Wärme.

 

Schlechte Nachrichten 

Die Gute zuerst: ein sms 10.Mai zeigt mir an, dass die Mobilephonegebühren in Europa gesunken sind, Anruf in die Schweiz nur noch 0.85 CHF im Gegensatz zu 4.30 CHF aus dem übrigen weltweiten Netz. 

Schlechte Nachrichten! Wir werden einen Tag verspätet in Le Havre einlaufen, in Hamburg sogar zwei Tage später wegen dem Pfingstwochenende. Gut habe ich mein Mietauto erst auf den 21. Mai gebucht, die Hotelreservation kann ich per e-mail noch rückgängig machen. 

Abends acht Uhr am 11. Mai fahren wir zwischen Sizilien und Malta hindurch, Meerestiefe 60 Meter, südlich von Kreta waren es fast 4000 m. Temperaturen um die 18°, aber durch den heftigen Wind fühlt es sich viel kälter an, ich bin definitiv nicht mehr Kältetauglich. Da kommt ein Maschinenbesuch gerade richtig, dort ist es warm wie in den Tropen. 

 

 
 

Meerenge von Gibraltar 

Wir haben Mitteleuropäische Zeit seit Suez, in Aegypten kommt die Sonne um 0455, im westlichen Mittelmeer um 0730 und geht erst um 2145 unter. Auf dem Afrikanischen Festland liegen Regenwolken über den Felsen von Ceuta und Tanger, der Felsen von Gibraltar ragt steil aufwärts mit einem Wolkendeckel, die Meerenge wird zu einem richtigen Nadelöhr für die vielen Schiffe die täglich hier durchfahren. Der Wach-Offizier muss auf der Hut sein und den vorgegebenen Kurs einhalten, die Fähren Spanien-Marokko müssen ausweichen und uns den Vortritt lassen. Mit etwas Rückenwind sind die Temperaturen von 18-20° wieder spürbar wärmer und ich kann draussen sitzen und meine Bücher lesen und Sudokus lösen. 

Im Nordatlantik wird es ruppiger, ein kleines Stürmchen bringt das Schiff zum schlingern, jetzt merkt man dass man auf hoher See ist, Poseidon lässt grüssen. Welch ein Empfang in Europa, nichts vom Wonnemonat Mai, es sieht eher aus wie im November und die Prognosen scheinen nicht besser zu sein...



Le Havre erreichen wir mittags am 17. Mai, bis das Schiff in den Hafen manövriert und angedockt ist wird es 1400 Uhr. Robert und Djo steigen aus, sie freuen sich wieder zu Hause zu sein nach ihren Ferien in Indonesien und der dreiwöchigen Schifffahrt. Nach 14 Stunden fahren wir um 0400 wieder aus dem Hafen von Le Havre hinaus, ein prächtiger Sonnentag beginnt verlockend und endet im Nebel. Die letzten zwei Tage sind ereignislose, langweilige Tage. Erstens ist mein e-mail-Kontingent erschöpft, das Konto nicht mehr aktiv, zweitens bin ich allein am Tisch, die Franzosen sind ausgestiegen und es gibt nichts mehr zu radebrechen, drittens ist mein Netbook auf dem neusten Stand, dass es auch da nichts mehr zu tun gibt, bleiben noch die ungelesenen e-books. Die Kindle-Bücher sind gut zu lesen, einige gratis Bücher aber voller Schreibfehler und Trennungen, die Zeilen zu Stolpersteinen machen. 

Ankunft am Lotsenpunkt im Meer draussen am 19. Mai um 1400 Uhr, 6-8 Stunden sinds noch die Elbe hinauf (mit der Flut) bis zum Andocken im Hamburger Hafen. 

Ausschiffung in Hamburg, die 24 Tage auf der Thalassa sind vorbei, schneller als erwartet. Gestern Abend um 2300 angedockt im Burtschart Hafen, absolut ruhige Nacht, denn die Hafenarbeiter begannen erst heute Früh (Pfingstdienstag) mit ihrer Arbeit. So genoss ich noch ein letztes Frühstück und Mittagessen in der Offiziersmesse, bevor ich aus dem Hafengelände ins Zentrum von Hamburg fuhr. Im sehr gepflegten Meridien Hotel an der Alster konnte ich wieder mal etwas Luxus geniessen, ein sehr schönes Zimmer. Leider ists verhangen, neblig, nass, keine anmächeligen Temperaturen. 

Hier im Rückblick noch ein Grössenvergleich Schiff-Landmasse: Meeranstoss im Baan Sansaran Hua Hin ist vom Geisterhäuschen bis zum Security Kabäuschen ungefähr 30 m, die Thalassa hat eine Breite von 45 m. Vom Strasseneingang bis zur Strandmauer sind es 300 m, unser Schiff hat eine Länge von 347 m, also vom Seveneleven bis zum Strand! Im Baan Sansaran gibt es sieben Stockwerke, das Hauptgebäude ist also etwa 25 m, doch das Schiff ist 65 m hoch. In den Maschinenraum könnte man ein ganzes vierstöckiges Gebäude des Baan Sansaran hineinstellen. Unvorstellbar diese Grösse!


Weitere Reiseberichte: