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Ein Spaziergang in Bangkok



Gesamte Laufstrecke 3 bis 4 km


Mitten in Bangkok gibt es einen historischen Foodmarkt, der über 100 Jahre alt ist. Der antike Markt ist die Fortsetzung eines ursprünglich in der Nähe abgehaltenen Floating Markets und war der erste Landmarkt in Bangkok ohne Zugang zu einem Kanal. Obwohl Jahre später ein Feuer den Markt und viele der umliegenden alten Holzhäuser zerstört hat, konnte er bis heute überleben. Noch immer trifft man in dem Viertel die alten einstöckigen Geschäftshäuser mit ihren hohen faltbaren Holztüren an. Der Markt im Zentrum Bangkoks, der in früheren Zeiten sogar mal eine Glücksspielerlaubnis besaß, ist nicht nur architektonisch beeindruckend, sondern ist bis in die heutige Zeit ein Spiegelbild traditioneller thailändischer Lebensart. Man taucht ein in eine Atmosphäre des historischen Bangkok, die man im Zentrum dieser quirligen und modernen Großstadt gar nicht vermuten würde. Hoch über dem Marktgeschehen thront ein 80 Jahre alter, begehbarer chinesischer Schrein, der zu Ehren des Gründers der Royal Thai Navy, Krom Luang Chumphon Udomsak, errichtet wurde.

Der Markt ist Treffpunkt der Stadtteilbewohner und Angestellten der umliegenden Büros, die zum Mittagessen hier her kommen. Ausländer sind eine große Seltenheit. Dabei ist der Markt ein einzigartiges lukullisches Schlaraffenland und ein Erlebnis für die Sinne. Hier gibt es noch viele Speisen und Spezialitäten, die man anderwärts nicht mehr findet.

Zwar wurde die Markthalle vor einigen Jahren renoviert, doch in den engen Hinterhofgassen, in denen die Anwohner in offenen Bruzzelküchen ihre Köstlichkeiten zubereiten, geht das Leben seinen Gang wie eh und je. In dem Wohnviertel trifft man auf einen verwitterten, zweistöckigen Holzbau, von dem die Farben abblättern. Es ist ein verlassenes Ortsteilkino, das 1919 zum ersten Mal seine Toren geöffnet hatte. In den Anfangsjahren wurden nur Stummfilme gezeigt und die Besucher saßen auf langen Sitzbänken, die keine Nummern besaßen. Daher gab es auch keine Platzanweiser, doch dafür spielte zu den Öffnungszeiten eine Blaskapelle. Im Jahr 1993 wurde der letzte Film vorgeführt, denn das kleine Kino musste wegen Besuchermangels schließen. Heute dient das heruntergekommene Gebäude als Lagerhaus.

Durch ruhige Wohngebiete gelangt man zu einem Prinzenpalast mit einer bemerkenswerten Architektur. Der Palast diente König Mongkuts Sohn als Residenz und wurde von dem deutschen Architekten Karl Döhring gebaut, der beim Bau des Gebäudes europäische Baustile einfließen ließ. Wegen seiner versteckten Lage hat es der Palast bisher kaum in die Besuchsprogramme der etablierten Touranbieter geschafft. Ganz zu Unrecht! Das mehr als 100 Jahre alte Kolonialgebäude mit seinem gelb-grünen Pastellanstrich und den scharlachroten Dächern liegt inmitten einer herrlichen tropischen Gartenoase, in der der Besucher das hektische Treiben der Großstadt gar nicht mehr mitbekommt. Heute wird der ehemalige Palast als Museum genutzt. In einem Seitengebäude befindet sich eine Bibliothek mit mehr als 7000 Büchern.

Besuch des Phu Khao Thong, des goldenen Berges, eines 80 m hohen, künstlichen Hügels auf dem Gelände einer buddhistischen Tempelanlage. Über 300 Stufen führen hinauf zu einer Plattform, von wo aus man einen phantastischen Ausblick auf Bangkok hat.

Bummel durch ruhige Seitenstraßen, beschattet von hohen Straßenbäumen, in denen sich Obsthändler niedergelassen haben. Bergeweise sieht man Ananas, Jackbaumfrüchte, Bananen, Melonen, Papaya, Rosenäpfel und Kokosnüsse, die verladen, verpackt und bearbeitet werden.

Besuch des Bobae Marktes, einem riesigen Textilmarkt im Herzen Bangkoks. Hier kann man wohl die preiswertesten Textilien in ganz Bangkok kaufen. Entlang eines Kanals reihen sich straßenzugweise Klamottenbuden mit Hemden, Hosen, Anzüge, Blusen, T-Shirts usw. Im nahen Bobae Tower gibt mehr als 1000 Kleiderläden. Der Markt besteht seit mehr als 30 Jahren.

Weiter zum Saphan Khao Market, dem größten Früchtemarkt in Bangkok, der rund um ein altes stillgelegtes Kino entstanden ist. Das „Paris Theatre“ wurde 1970 von dem Bangkoker Kittiparaporn gebaut und war der luxuriöseste Kinopalast zu seiner Zeit. Kittiparaporn war in den 60er und 70er Jahren einer der größten Besitzer von Premierenkinos in Bangkok und träumte von einem Kinopalast von Weltklassestandard. Auffällig ist die Architektur des Lichtspielhauses. Der Erbauer versteckte sein Kino im Zentrum eines kreisrunden Geschäftskomplexes, in den breite Treppenaufgänge zu den Kinosälen im ersten Stock hinaufführten. Später entstand auf der gegenüberliegenden Straßenseite das „Ambassador Theatre“ in gleicher Bauart, das aber inzwischen zu einem Shopping Komplex umgebaut worden ist.

Seit 2008 der Kinobetrieb komplett eingestellt wurde, verfällt das gesamte Gebäude zusehends. Teilweise ist es überhaupt nicht mehr begehbar. Die Eingangshalle im Erdgeschoß dient heute den Obsthändlern als Lagerfläche, und rund um den alten Kinosaal im ersten Stock wohnen Arbeitsmigranten in schäbigen Zimmern.

Bummel über den Mahanak Market, einem Nachmittags- und Abendmarkt auf dem Bürgersteig der Lan Luang Road. Es ist einer jener Stadteilfrischemärkte, von denen es in und um Bangkok sicherlich hunderte gibt. Hierher kommen die Anwohner aus der Nachbarschaft, kaufen Gemüse, Obst, kleinere Gerichte und Kurzgebratenes für ihre Abendmahlzeit. Ausländer sieht man sehr selten.

In seiner Mitte trifft man auf eine historische Residenz, gebaut von König Rama VI. Das bemerkenswerte Gebäude mit seinen weißen Dächern liegt inmitten einer Palmen bestandenen Gartenanlage. Nachdem das Gebäude einer Bank als Bürgschaft diente, wurde es später als Gästehaus der Regierung genutzt und war Tagungsort für Regierungsmitglieder. Der Ministerpräsident Phibunsongkhram gründete hier 1955 eine neue Partei. Heute ist das historische Gebäude Hauptsitz des National Women`s Council. Es kann nur von außen besichtigt werden.