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Der Tempel im Meer

 


 

Vor der Küste Bangkoks kann man eine Tempelanlage besuchen, die komplett im Meer steht. Das war nicht immer so. Einstmals war dies ein respektabler Dorftempel inmitten einer Küstengemeinde. Doch in den letzten 60 Jahren hat sich das Meer mehr als einen Kilometer weit ins Land gefressen, und die Bewohner mehrmals genötigt, ihre Häuser ins Landsinnere zu versetzen. Viele der Tempelgebäude und auch die Mönchskutis wurden auf Stelzen gesetzt, doch das zentrale Gebetshaus konnte nicht höher gesetzt werden. So mauerte man die Fenster und die Eingangstüren zur Hälfte zu und hob den Fußboden im Innern an. Heute ist die gesamte Tempelanlage vom Meer umschlossen und das Dorf ist verschwunden. Betonstege verbinden die Tempelgebäude und wuchtige Schutzwälle aus Beton und muschelüberwucherte Pfahlmauern aus dicken Holzbalken schützen sie.

Schon die Anfahrt ist recht abenteuerlich, denn in dem flachen Sumpfgebiet gibt es keine Straßen. Ein Boot braust mit den Besuchern durch brackige Meereskhlongs und hält inmitten einer namenlosen Einöde aus Sumpfpalmen und Mangrovengebüschen an einer Anlegestelle. Schnurgerade verläuft nun ein 2 km langer Betonweg auf Stelzen durch flache Salzwassergärten zu dem Tempel. Glücklicherweise stehen Fahrräder zur Benutzung bereit.

Auf der Rückfahrt Besuch eines Stelzendorfes, durch das Wasserstraßen führen. Ein 250 Jahre alter Teaktempel beherbergt einen Fußabtritt Buddhas und eine grottenähnliche Andachtshalle. Seitwärts auf dem Gelände steht eine schiefe Stupa aus der Vor-Ayutthayazeit.