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Neue Visaregeln ab 1. März 2019


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Das Einwanderungsbüro in Phuket erklärt die neuen Regeln

(Der folgende Text ist eine deutsche Übersetzung eines am 16. Februar erschienen Artikels in der Zeitung The Phuket News)

Das Einwanderungsbüro in Phuket hat diese Woche die neuen Regeln für die Beantragung von Ruhestandsvisa erklärt und auf eine wichtige Änderung hingewiesen: Antragsteller, die als Nachweis für ihren Antrag Gelder auf einem thailändischen Bankkonto zu halten haben, müssen für das komplette Jahr einen Mindestbetrag von 400.000 Baht auf ihrem Konto führen.

Der Rest der „neuen“ Bestimmungen ist bereits seit langem in Anwendung, erklärte der stellvertretenden Leiter des Einwanderungsbüros in Phuket, Oberstleutnant Archeep Jaroensuntisuk.

„Das Einwanderungsbüro in Phuket hat den Befehl erhalten, die neuen Regeln umzusetzen. Die Verfügung wurde am 18. Januar erlassen, und die neuen Regeln werden am 1. März in Kraft treten“, sagte er.

Nach den neuen Bestimmungen müssen Antragsteller, die eine Verlängerung für einen befristeten Aufenthalt im Land aufgrund eines Non-Immigrant O-A-Visums beantragen möchten - technisch gesehen nur eine weitere „Aufenthaltserlaubnis“, aber speziell für Rentner - mindestens 50 Jahre alt sein, stellte Oberstleutnant Acheep fest.

„Sie müssen mit einem gültigen Non-Immigrant-Visum in das Land eingereist sein und müssen derzeit im Besitz einer gültigen Aufenthaltserlaubnis in Thailand sein“, sagte er.

Sorge bereitet derzeit die Verwirrung über die finanziellen Anforderungen, doch Oberstleutnant Acheep wies darauf hin, dass davon nur eine bestimmte Kategorie von Antragstellern betroffen ist.

Übergeordnet gibt es für Antragsteller drei wichtige finanzielle Unterscheidungen, nach denen ein Antrag gestellt werden kann, doch bei allen diesen muss der Antragsteller nachweisen, dass seine vorhandenen Gelder mindestens 800.000 Baht betragen. Hiernach muss dieser Betrag entweder über das Jahr als Einkommen auf einem Thaikonto eingehen oder bereits auf der Bank vorhanden sein oder eine Kombination aus beiden.

„Gemäß der Einkommensanforderung müssen Bewerber mindestens 65.000 Baht pro Monat beziehen“, erklärte Oberstleutnant Acheep.

Da viele Botschaften keine eidesstattlichen Versicherungen mehr ausstellen, die das Einkommen bestätigen, ist ein Nachweis in dieser Form nicht mehr erforderlich, sagte er, doch stellte er gleichzeitig fest, dass Schreiben von staatlichen Stellen oder Rentenversicherungsträgern weiterhin als Nachweis von laufendem Einkommen akzeptiert werden, ebenso wie andere Formen von Nachweisen.

„Natürlich sollten auch alle Finanznachweise von Banken und Kopien von Bankbüchern, die den bereits erfolgten Eingang dieser Einkommen dokumentieren, bereitgestellt werden“, sagte er.

Alternativ können Antragsteller auch nachweisen, dass sie 800.000 Baht auf einem thailändischen Bankkonto halten.

„Nach den neuen Regeln müssen die 800.000 Baht mindestens zwei Monate vor Beantragung des Visums (Aufenthaltserlaubnis) auf dem Konto sein und mindestens drei Monate nach Erteilung des Visums auf dem Konto bleiben“, sagte Oberstleutnant Acheep.

Auch hier seien Finanznachweise der jeweiligen Bank und Kopien des Bankbuchs erforderlich, um zu dokumentieren, dass die Mittel tatsächlich auf dem Konto seien, fügte er hinzu.

„Nach drei Monaten kann der Ausländer Abhebungen von seinem Konto vornehmen, aber nach den neuen Regeln darf die Schwelle von 400.000 Baht zu keinem Zeitpunkt des Jahres auf dem Konto unterschritten werden“, erklärte Oberstleutnant Acheep.

Auf die Frage, was mit Antragstellern passiert, bei denen im nächsten Jahr entdeckt wird, dass sie tiefer in ihr Konto eingegriffen und die Schwelle von 400.000 Baht unterschritten haben, sagte Oberstleutnant Acheep: „Tun Sie es besser nicht. Halten Sie die 400.000 Baht.“

Die dritte - und wahrscheinlich bevorzugteste - Option besteht darin, 400.000 Baht auf einem thailändischen Bankkonto zu halten und über das Jahr weitere Gelder zu erhalten, um insgesamt die Mindestanforderung von 800.000 Baht zu erfüllen.

Auch für diese Option gelten die gleichen Bedingungen wie für die ersten beiden Optionen. Es sind also die gleichen Kontoauszüge, Bestätigungsschreiben und Kopien von Bankbüchern erforderlich, wenn man einen Antrag nach dieser Variante (Non O für Rentner) stellt, erklärte Oberstleutnant Acheep.

BESTANDSSCHUTZREGEL

Für Antragsteller, die seit dem 21. Oktober 1998 kontinuierlich mit einem Ruhestandsvisum in Thailand leben, gelten auch nach der neuen Verordnung die alten Bestimmungen weiter, d. h. sie können ihr Visum nach genau den gleichen Bedingungen beantragen, nach denen sie ihre erste Genehmigung erhalten haben.

Nach dieser „Bestandsschutzregel" müssen Bewerber, die über 60 Jahre alt sind, nur noch nachweisen, dass sie entweder 200.000 Baht bei einer thailändischen Bank halten oder ein monatliches Mindesteinkommen von 20.000 Baht erzielen.

Das Gleiche gilt für Antragsteller im Alter von 55-60 Jahren, die 500.000 Baht auf einem thailändischen Bankkonto oder ein Einkommen von 50.000 Baht pro Monat nachweisen müssen.

Für diese Personengruppen gibt es keine Nachweismöglichkeit in Form einer Kombination der Gelder, erklärte Oberstleutnant Acheep.

Sie müssen entweder das Geld in der Bank nachweisen oder das geforderte monatliche Einkommen beziehen. Sie können Beträge nicht zusammen addieren, um die vorgeschriebene Schwelle zu erreichen, sagte er.

Allerdings brauchen diese Personengruppen kein Mindestguthaben auf einem thailändischen Bankkonto zu führen, stellte er fest.

VISA-MÖGLICHKEITEN

In der Anordnung vom 18. Januar, die vom stellvertretenden Kommissar des Einwanderungsbüros, Generalmajor Sarayut Sangonpokai, erlassen wurde, wurde ebenfalls gesondert erwähnt, dass die neuen Bestimmungen für folgende Personen ausdrücklich nicht gelten:

-        Antragsteller, die eine thailändische Familie haben

-        Antragsteller, die eine thailändische Familie unterstützen

-        Antragsteller, deren Ehepartner (vor kurzem) verstorben sind

Bezüglich der Ausnahmen für Antragsteller, die thailändische Familien haben oder unterstützen, erklärte Oberstleutnant Acheep, dass das Ruhestandsvisum für sie möglicherweise nicht die beste Wahlmöglichkeit darstelle.

„Es gibt andere Non-Immigrant-Visa, die besser für diese Antragsteller geeignet sind. Diese Visa haben natürlich ihre eigenen finanziellen Anforderungen, aber die finanziellen Anforderungen speziell für Rentner werden nicht gelten“, sagte er.

„Wenn Sie glauben, dass eines dieser anderen Visa (zur Unterstützung thailändischer Familien) für Sie geeigneter wäre, dann kommen Sie bitte zu uns, damit wir Ihnen erklären können, welche Visa es gibt und welche Bedingungen für ihre Ausstellung gelten“, sagte er.

Bezüglich der Ausnahme für „Antragsteller, deren Ehepartner verstorben sind“, räumte Oberstleutnant Acheep ein, dass „wir uns noch immer nicht sicher sind, was das genau bedeutet. Wir warten darauf, dass Bangkok uns das erklärt.“

Er betonte jedoch erneut: „Wenn Sie der Meinung sind, dass diese spezielle Klausel auf Sie zutrifft, dann kommen sie am besten zu uns und erläutern uns Ihre Umstände, damit wir erklären können, welche Visa-Möglichkeiten es gibt.“

„Ein Ruhestandsvisum ist eine Wahlmöglichkeit, für die sich ein Ausländer selber entscheiden kann“, sagte Oberstleutnant Acheep.

„Ich möchte nur, dass Ausländer die aktualisierten Einwanderungsvorschriften verstehen. Es gibt nur sehr wenige Änderungen, und die betreffen vor allem die Anforderung für das Mindestguthaben auf der Bank in Höhe von 400.000 Baht - der Rest macht die Regeln klarer“, sagte er.

Quelle: https://www.thephuketnews.com/holding-the-balance-%C2%A0phuket-immigration-clarifies-new-rules-on-retirement-visas-to-start-march-1-70401.php#7IkA3FKWXEWKOZQ7.97

©Paul Martini, Hua Hin, Februar 2019