Die Khao Luang Höhle

Eine der spektakulärsten Höhlen innerhalb des Stadtgebiets von Petchaburi ist die Khao Luang Höhle. Sie liegt im Innern des Khao Luang Hügels, der etwa 90 m hoch aus der sonst flachen Landschaft emporragt. Nachdem man sich durch die wartenden Affenhorden auf einem großen freien Platz vor ihrem Eingang gekämpft hat, führt eine steile Steintreppe mit hohen Betonstufen abwärts.

Die Höhle besteht aus drei unterirdischen Kalksteinkavernen. In der großen Eingangshöhle steht eine imposante Buddhastatue, die in ein goldglänzendes Tuch gewandet ist.
Außerdem ist ein Fußabdruck von Buddha ausgestellt. Die ausgesprochen eindrucksvolle, über 3 m hohe Sitzfigur wurde von König Rama V zu Ehren seines Großvaters König Phra Nang Klao (Rama III) und seines Vaters König Mongkut (Rama IV) errichtet. König Mongkut nutzte die Höhle oft zu seinen Meditationsübungen. In weiteren Höhlenkammern begegnet man einer 6 m langen liegenden Buddhafigur sowie einer unüberschaubaren Anzahl von Buddhastatuen in unterschiedlicher Form und Größe. Insgesamt sind in den Felsengrotten 180 Buddhastatuen ausgestellt.


Die Höhlenkammern sind gut ausgeleuchtet. Die Luft ist feucht und riecht leicht modrig. Mächtige Stalaktitenformationen hängen von den Höhlendecken, und vereinzelt klammern sich Fledermäuse in die dunklen Deckennischen.
Ein außergewöhnliches Erlebnis ist das gespenstische Schlaglichtspiel der Sonne in der Höhle. Durch große offene Felsenlöcher in den hohen Gewölbekuppeln fällt das Tageslicht in schrägen weißen Strahlenbündeln auf den Höhlenboden und lässt das halbdunkle Höhlenrund wie einen mystischen Hades erscheinen.
Unter der nebelhaften Spotlight-Bestrahlung blitzen die aufgereihten Buddhastatuen wie verwunschene Bergkobolde auf.
Die Höhle ist jederzeit zu besichtigen. Sie kostet keinen Eintritt. Im Innern kann man Buddhabildnisse, Amulette und andere Devotionalien von sehr freundlichen Nonnen erwerben.
Ein paar Thais bieten sich als Höhlenbegleiter an. Ein besonderes Augenmerk sollte den vor der Höhle herum vagabundierenden Affenhorden gelten. Da sie von vielen gedankenlosen Fütterungen an die Besucher gewöhnt sind, haben sie keine Scheu mehr und sind sehr zudringlich geworden. Ein großes Schild am Eingang der Höhle warnt davor, die Affen zu füttern.
Wer mit dem eigenen Wagen kommt, sollte die 10 Baht Parkgebühr bezahlen. Die Parkplatzwächter legen dann eine Stoffkrokodilspuppe mit aufgesperrtem Rachen auf die Kühlerhaube, vor der sich die Affen fürchten. Damit bleibt das Auto von den Affen verschont.



Bericht und Bilder: ©Paul Martini, Mai 2011