Der Wat Mahathat Worawihan

Im zentralen Stadtbezirk von Petchaburi steht der Wat Mahathat. Dies ist einer der wichtigsten und heiligsten Tempel in Petchaburi. Die Ursprünge des beeindruckenden Tempelkomplexes reichen bis in das 14. Jahrhundert zurück. Er ist schon von weitem zu sehen, denn die fünf schlohweißen Turmspitzen der Pagodentürme (Prangs) überragen die Dächer der Stadt.

Der mittlere Prang ist 42 m hoch und in seinem Inneren werden kostbare Reliquien von Buddha aufbewahrt. Die Stuckverzierungen gehen in die Ayuttaya-Zeit zurück.

Davor steht der Phra Ubosot, eine Gebetshalle, mit drei von der lokalen Bevölkerung gehuldigten Buddhastatuen, die von drei hochverehrten Mönchen umgeben sind: dem Luangpor Mahathat, Luangpor Ban Laem und Luangpor Lhao Takrao. Das Innere der Halle ist mit kunstvollen Wandmalereien verziert, die Szenen aus dem Leben Buddhas darstellen.

Leider weisen alle großen Wandbilder durch den Alterungsprozeß erhebliche Beschädigungen auf.

Die oberen Wandteile sind durchgehend mit Darstellungen aus dem Ramayana Epos verziert.

Im Außenbereich entzünden die Thais Räucherstäbchen und knien zu einer ersten Andacht nieder.

Sie kaufen Öl in kleinen Flaschen für die nie verlöschenden Öllampen und Goldplättchen, die sie den verehrten Buddhafiguren im Inneren aufkleben.
Die Prangs stehen in einem rechteckigen Innenhof mit einer umlaufenden überdachten Wandelgalerie. In jener stehen unzählige goldglänzende Buddhastatuen hinter blitzeblanken Glasvitrinen.

Auf dem Tempelhof finden gelegentlich zeremonielle Kleinkunstvorstellungen statt.

Die Darstellerinnen tragen historische Festgewänder und führen Sprechgesänge und Tänze auf. Die Aufführungen sind gestiftete Dankesgaben von Gläubigen, deren Wünsche in Erfüllung gegangen sind.

Nach dem Gebet und den weissagenden Glücksverheißungen aus den Schüttelköchern trifft es sich gut, daß auf dem Hof die Losverkäufer schon warten. So kann die Heilsverheißung umgehend auf die Probe gestellt werden.

Bericht und Bilder: ©Paul Martini, Mai 2011