Der Wat Ko Kaew Sutaram

Diese alte Tempelanlage befindet sich im Süden der Stadt Petchaburi an der Pa Nich Charoen Straße.

Der Zugang zu ihr ist nicht so leicht zu finden, da verwinkelte Marktstraßen sie umgeben. Auf der hinteren Seite grenzt sie an den Petchaburi-Fluß, zu dem eine steile Treppenformation hinab führt. Das eigentliche Tempelgelände ist im Gegensatz zu den engen vorgelagerten Sträßchen ausgesprochen weitläufig und verströmt einen geradezu paradieshaften Frieden. Gefegte Erdwege, alte Bäume, niedrige Hecken. Bonsaigewächse entlang von Tempelmauern. Nur gelegentlich tippelt ein Mönch vorüber. Besucher sind rar und die rudelweise herumliegenden Hunde sind sie auch nicht gewohnt.

 


Der Tempel ist in der ausgehenden Ayutthaya-Zeit gebaut worden, also vor mindestens 400 Jahren, und viele der Gebetsgebäude sind bis heute unverändert. Nur kleinere Tempelchen sind bisher restauriert worden.

 Im Innern eines Gebetshauses sind erstaunlicherweise ziemlich gut erhaltene Wandmalereien aus der Entstehungszeit des Tempels zu sehen. Die Mönchskutis und die Versammlungshalle sind komplette Teakbauten und stehen auf kurzen Stelzen. Falls man die Tempelgebäude verschlossen antrifft, kann man einen Mönch um eine Besichtigung bitten.


In einem Teil der historischen Anlage trifft man stattliche Stupas an, deren schwärzliche Verwitterungsbezüge von einem hohen Alter künden und im Schatten hoher Bäume stehen aufgereihte Reliquienschreine, in denen die Asche von Verstorbenen aufbewahrt wird.

Der Tempel ist eine naturhafte Parkanlage und ein Besuch ist eine Erholung für die Sinne. Er kann täglich frei besichtigt werden.

 Bericht und Bilder: ©Paul Martini, Mai 2011