Machenschaften um die Relativitätstheorie

Angeblich ist die Relativitätstheorie durch das Experiment 100% bestätigt. So glaubte auch ich die ganze Zeit, bis ich über ein Schreiben aus dem Jahr 1932 gestolpert bin:

"Die Potsdamer Expedition zur Beobachtung der  Finsternis vom 9. Mai 1929 hat kürzlich die Beobachtungsresultate der 8,5m-Ho­rizontal- Doppelkamera bezüglich der Lichtablenkung im Schwere­feld der Sonne publiziert. Nach Berechnung der Autoren Freund­lich, von Klüber und von Brunn ergeben diese Beobachtungen für die Lichtablenkung E am Sonnenrand den Betrag E = 2",24 ± 0",10 (m. F.), der wesentlich größer ist als der aus der allgemeinen Rela­tivitätstheorie folgende Wert 1",75. Dieses Resultat widerspricht nicht nur der Theorie, sondern auch den an der Finsternis von 1922 gemachten Beobachtungen. Es erscheint daher notwendig, seine Ableitung einer sorgfältigen kritischen Prüfung zu unterziehen." Robert J. Trümpler. Die Ablenkung des Lichtes im Schwerefeld der Sonne. Zeitschrift für Astrophysik, Vol. 4, p.208, 1932

(2.24" entspricht der Abweichung von +28%.) Nach einigen Manipulationen der Daten steht für Trümpler fest:

"Lichtablenkung am Sonnenrande E = 1",75 ± 0",19 (m. F.) Dieses Resultat ist mit der allgemeinen Relativitätstheorie völlig im An­klang und bestätigt die an den Finsternissen von 1919 und 1922 gemachten Beobachtungen. Der mittlere Fehler ist zwar durch die Hinzufügung einer neuen Unbekannten etwas angewachsen , erscheint aber in Anbetracht der unsymmetrischen Verteilung der Sterne und der vielen aus den Beobachtungen zu bestimmenden Instrumentalkonstanten recht befriedigend. Jedenfalls verdient das Resultat neben den bisherigen Beobachtungen dieses Effektes einiges Gewicht."

Wir sehen also, dass schon vor 80 Jahren die Beobach­tungsresultate nur dann "einiges Gewicht" bekamen, wenn sie den Vorhersagen der allgemeinen Relativitätstheorie genau entspra­chen. Und wenn es nicht der Fall war, wurden die Daten so ge­schickt präpariert, dass am Ende jedoch gewünschte Übereinstimmung herauskam.

Ich forschte weiter und tatsächlich hält die Relativitätstheorie diesem Test nicht stand. 1985 systematisierte Schmeidler die Resultate mehrerer Beobach­tungen und schlug seine empirische Formel für die Lichtablen­kung nah an der Sonne vor:
Schmeidler, F. Interpretation of solar-limb light-deflection measurements. Astronomische Nachrichten (ISSN 0004-6337), vol. 306, no. 2, 1985, p. 77-80. In German.

r wird in Sonnenradien angegeben. Er legte die Grenze von 5 Sonnenradien fest. Unter dieser Grenze wird Allgemeine Relativi­tätstheorie eindeutig verletzt. (Die Sonnenkorona in die Sache hineinzuziehen, kann für Allge­meine Relativitätstheorie allerdings ein Todesurteil bedeuten. Durch Lichtbrechung in der Sonnenkorona kann nicht nur die An­omalien nah am Sonnenrand erklärt werden, sondern auch der ganze „relativistische“ Zusatz zum klassischen Wert von 0.87″.)

Schließlich entschieden sich die Forscher für die Beobachtungen in den Gebieten weit weg vom Sonnenrand:

"Mit dem ESA Satelliten Hipparcos wurden zwischen 1989 und 1993 die Positionen von etwa 100 000 Sternen jeweils etwa 100 Mal vermessen. Dabei variierte der Winkel zur Sonne zwischen 47° und 133°. Die gemessenen Sternenpositionen stimmen nach Berücksichtigung der Bewegung der Sonne, der Sterne, der Erde und des Satelliten mit gravitativer Lichtablenkung durch die Son­ne, wie sie die Allgemeine Relativitätstheorie vorhersagt, inner­halb der Meßgenauigkeit von 0.3% überein." Norbert Dragon. Geometrie der Relativitätstheorie: Ablenkung von Licht und schnellen Teilchen.

Aber: Dem Sonnenradius entspricht 16′ = 0.27°. Dem Blickwinkel von 47° entsprechen also grob 47°/0.27° = 176 Sonnenradien und 176 >> 5. Welchen Sinn haben die Satellitenmessungen überhaupt, wenn sie das eigentliche Problem gar nicht berühren? – Man schaut buchstäblich weg! 

Bei der Suche nach den Gravitationswellen greifen die Forscher schon wieder zum "harten" Mittel. Letzte 6 Jahre, also seit Gravi­tationswellendetektoren GEO600 und LIGO ihre berechnete Emp­findlichkeit erreichten, warte ich gespannt darauf, dass das Null-Resultat endlich akzeptiert wird. Es sollte so passieren wie es einst mit Michelson-Morley-Experiment geschah: Die Nichtexis­tenz der Gravitationswellen wird experimentell bewiesen und die Beteiligten bekommen den Nobel-Preis… Offensichtlich habe ich mich gewaltig geirrt.

"Simulationen von umeinander kreisenden Neutronensternen und Schwarzen Löchern sind deshalb so interessant, weil sie Einblicke in die mögliche Struktur von Gravitationswellensignalen ermögli­chen, berichtete AEI-Sprecherin Susanne Milde gestern. ‘Sie stel­len sozusagen einen Fingerabdruck der zu erwartenden Gravitati­onswellen zur Verfügung.’ Diese Fingerabdrücke erleichtern bei der Auswertung der Gravitationswellen-Daten die Arbeit: Die For­scher erhalten eine klare Beschreibung jener Signale, die sie im riesigen ‘Datendschungel’ finden wollen." Märkische Allgemeine.Verschmelzende Neutronensterne: AEI-Forscher stellen Modell vor.

Die Forscher haben also vor im Rauschen nach bestimmten Mustern zu suchen und wenn diese auftauchen, wird wohl der direkte Nachweis von Gravitationswellen gemeldet… Doch im Rauschen können x-beliebige Muster x-beliebig mal vorkommen! Im Rahmen jeder Theorie kann gezielte Auswertung des Rauschens immer zu positiven Ergebnissen führen.

Anderseits, warum soll ich mich überhaupt wundern: Wenn es die ganze Zeit darum ging, experimentelle Daten zur Relativitätstheo­rie anzupassen, wieso sollte es plötzlich anders ablaufen!

Eigentlich haben wir schon bei der Lichtablenkung mit dem tota­len Rauschen zu tun. In Wirklichkeit können die Messergebnisse laut Michailov (А. А. Михайлов. НАБЛЮДЕНИЕ ЭФФЕКТА ЭЙНШТЕЙНА ВО ВРЕМЯ СОЛНЕЧНЫХ ЗАТМЕНИЙ. УСПЕХИ ФИЗИЧЕСКИХ НАУК 7. LIX, вып. 1, 1956 г. Май)  mit einer Gerade sogar besser ausgeglichen wer­den, als mit den relativistischen Hyperbeln (Abbildung).




Abbildung. Verschiebungen der Sterne während der Sonnenfinsternis 21. September 1922.

Es ist un­glaublich, aber solch ein Gewirr wird für unschlagbaren Beweis der Richtigkeit der Relativitätstheorie ausgegeben. Das einfache Volk wird auf ganz gemeine Art reingelegt:

"Der erste erfolgreiche Versuch, die gravitationsbedingte Lichtab­lenkung zu messen, fiel in das Jahr 1919... Die Auswertung zeigte, dass das Sternenlicht tatsächlich abgelenkt worden war, und zwar in einem Maße, die mit den Vorhersagen der Allgemeinen Relativitätstheorie, nicht aber mit den auf der Newtonschen Phy­sik basierenden Rechnungen vereinbar war. Dieses Ergebnis er­regte großes Aufsehen, machte Einstein über Nacht weltbekannt und führte dazu, dass er der bislang einzige Wissenschaftler ist, für den jemals eine Konfetti-Parade ("ticker-tape parade") auf dem New Yorker Broadway abgehalten wurde." Einstein-Online. Lichtablenkung durch Gravitation.

Und der Eifer für aller Art Machenschaften wird mit der Zeit nur stärker. Am 4.Mai 2011 wurden die endgültigen Resultate der kosmischen Mission zur Prüfung Allgemeiner Relativitätstheorie von Einstein "Gravity Probe B" verkündigt (52 Years and $750 Million Prove Einstein Was Right). Mit dem Stolz werden positive Ergebnisse präsentiert und sogleich wird der Versuch unternommen, die Kritiker einzuschüchtern:

"Auch wenn die Bestätigung dieser Effekte aus Einsteins Theorien keine neuen Erkenntnisse mit sich bringt, ergeben sich dennoch weitreichende Auswirkungen auf die praktische Physik. Denn wer Einsteins Relativitätstheorie zukünftig in Frage stellen will, muss dazu die Messergebnisse des Satelliten widerlegen - was nicht einfach werden dürfte: Insgesamt wurde bei der NASA fast 50 Jahre an diesem Projekt gearbeitet, die Kosten lagen bei rund 750 Millionen US-Dollar." Quelle: Einstein hatte Recht: Krümmung der Raumzeit endlich bewiesen

Man geht wohl davon aus, dass die Kritiker keine Ahnung vom wirklichen Stand der Dinge haben. Von Anfang an ist die Mission schief gelaufen:

"Nach dem Start ins All fanden wir eine kleine elektrische Ladung auf dem Gyroskop. Andere Ladungen im Gerät üben darum kleine Kräfte auf das Gyroskop aus, und das hat unsere Pläne durchkreuzt. Dadurch scheitert nicht das ganze Projekt, aber es macht die Datenauswertung schwieriger, denn wir müssen den Störeffekt erst verstehen und berechnen können." Quelle: Einstein ohne Ende - Sonde stellt Einsteins Gravitationstheorie auf die Probe

Wie schlimm die Lage tatsächlich war, verrät uns der folgende Artikel:

"The first analysis of this data revealed unexpected anomalies. The gyroscopes had behaved badly - wandering around and pointing in strange orientations. Irregular patches on the surfaces of the spheres were to blame. Everitt knew about these patches and expected interactions with the housing that would create small forces, or torques. But unanticipated patches on the housing itself amplified these electrostatic interactions. 'The torques were 100 times larger than we were expecting,' says Everitt. 'It was a horrible shock.'" Quelle: Gravity Probe B finally pays off

Der Fehler betrug also das 100-fache des erwarteten Effekts! Sogar für die Leihe ist es offensichtlich, dass das Projekt von Anfang an gescheitert war. So ist der heutige Jubel über angeblich experimentelle Bestätigung Allgemeiner Relativitätstheorie nur ein Spott über den menschlichen Verstand.

Außerdem, elektrische Ladung auf dem Gyroskop hat keiner gemessen. Es war nur reine Vermutung, dass sie die Ursache für anomale Abweichungen sein kann. Doch es kann genauso gut sein, dass wir hier mit einer Gravitationserscheinung zu tun haben... Dann haben die Forscher eben eine großartige Entdeckung verpasst! Sie haben sie quasi per geschickte Rechnung eliminiert...

Wie wir sehen, die meisten experimentellen Beweise für die Allgemeine Relativitätstheorie werden durch zielgerichtete Auswertung fast chaotischer Verteilung der Messwerten gewonnen. Streng genommen können sie als Beweise nicht dienen, auch wenn es um gewaltige Investitionen bei der Forschung ginge. Auf diese Weise kann so gut wie jede Theorie bewiesen werden, denn stark verstreute Messpunkte können prinzipiell mit vielen verschiedene Kurven ausgeglichen werden, quasi, die "Chefs" müssen lediglich nur andeuten, welche Theorie experimentell belegt werden soll.


Walter Orlov, 2011