Aktuelles‎ > ‎

5 Meisterschaften in 2 Jahren: Fürther TT-Spieler feiern tolle Saison

veröffentlicht um 29.06.2019, 15:05 von Stephan Kosbab

In der Tischtennis-Bezirksoberliga gelang dem SV Fürth auf den letzten Drücker der direkte Klassenerhalt: Dank zweier hart umkämpfter 9:6-Auswärtssiege in Serie an den letzten beiden Spieltagen der Saison 2018/19 landeten die Odenwälder mit 13:23 Punkten hauchdünn vor dem bis zuletzt konkurrierenden TTC Heppenheim III (12:24). Punktgleichheit hätte aufgrund des  im Vergleich etwas schlechteren Spielverhältnisses von 88:140 nicht genügt.

Die Fürther waren erst in der Vorsaison als überlegener Meister der Bezirksliga aufgestiegen, doch in Anbetracht des immens höheren Leistungsniveaus der Bezirksoberliga gab man sich keinerlei Illusionen hin: Der Nichtabstieg war das gesetzte Ziel, und schon dies war ein ambitioniertes bei zwei direkten Abstiegsplätzen sowie einem weiteren, der in die Relegation führen würde. Doch die Fürther fühlten sich offenbar nicht unwohl in der Rolle der Underdogs, sammelten in der Vorrunde zwar „nur“ fünf Punkte, erreichten in der Rückrunde jedoch mit 8:10 eine nahezu ausgeglichene Bilanz, und das ohne personelle Verstärkung.

Das neben dem Zusammenhalt wohl größte Plus der Mannschaft war einmal mehr die recht hohe Leistungsdichte. So hat sich Patrick Fischer in den letzten Jahren zwar zweifelsohne als Punkt 1 der Fürther etabliert, hatte gegen die Topspieler der Gegner aber dennoch keinen leichten Stand: Acht Siege waren daher aller Ehren wert. Thomas Kosbab und Markus Stark, die in Vor- bzw. Rückrunde mit Fischer gemeinsam das vordere Paarkreuz bildeten, taten sich nochmals schwerer. In der Mitte jedoch erspielten Manfred Brenneis und Stark bzw. Kosbab insgesamt 30:26 Einzel, und hinten steuerten Peter Puschner und Stephan Wolk sowie die wenigen benötigten Ersatzspieler mit 23:27 ein beinahe ausgeglichenes Ergebnis bei: Ein derart geringes Leistungsgefälle in der Mannschaft hilft, in engen Partien immens.

Nicht zu vergessen zudem die für „Abstiegskämpfer“ mehr als ordentliche Doppelbilanz von 24:33, wobei die Kombination Kosbab/Wolk hier mit 11:7 ein Stück weit herausragte: Zumal es des Öfteren bereits die Eingangsdoppel sind, deren Verlauf einer gesamten Partie die Richtung weist. Aufgrund all dieser starken Leistungen gelang den Fürthern nach zuvor drei Auf- und direkten Wiederabstiegen im Laufe der letzten 15 Jahre erstmals der Klassenerhalt in der Bezirksoberliga; ein Erfolg, der wohl nochmals höher einzuschätzen ist als die einzelnen Bezirksliga-Meisterschaften und Aufstiege in all den Jahren, und dank dem der SV Fürth auch 2019/20 wieder in der Bezirksoberliga antreten wird.

SV Fürth II schafft zweite Meisterschaft „am Stück“

Die Fürther „Zweite“ war im Vorjahr bereits nach einer spannenden Saison als Meister der Kreisliga in die Bezirksklasse aufgestiegen. Doch im Vergleich zu dem, was die „Erste“ zu spüren bekam, war der Klassenunterschied in diesem Fall überschaubar, so dass die Fürther sich recht bald abermals in der Spitzengruppe wiederfanden. In der Hinrunde gelang es der Mannschaft sogar, sich auch gegen die stärksten Konkurrenten zu behaupten und komplett verlustpunktfrei zu bleiben. Verglichen damit offenbarten fünf Verlustpunkte in der zweiten Saisonhälfte zwar eine gewisse Angreifbarkeit … doch mit insgesamt 31:5 Punkten bei einem Spielverhältnis von 152:72 können die Fürther ohne Wenn und Aber eine Spitzenleistung nachweisen, dank der sie auch die Bezirksklasse-Saison 2018/19 als Meister beenden konnten.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war neben dem Teamgeist der in Einzel und Doppel erneut mehr als überzeugende Spitzenspieler Steffen Horwath, der als Punkt 1 eine Saisonbilanz von 28:4 Einzeln aufweisen konnte: Der absolute Top-Wert der Liga. Zusammen mit  Michael Kessler (18:12) und dem ab und an aufrückenden Stephan Kosbab ergaben sich 46:20 Einzel im vorderen Paarkreuz. In der Mitte kamen Sven Schnellbächer, dem hier mit sage und schreibe 23:3 Einzeln der Top-Wert der Liga gelang, Kosbab und gelegentlich Hans Knapp auf insgesamt vergleichbar starke 41:14 Einzel. 26:20 Einzel im hinteren Paarkreuz, wo neben Knapp (14:2) und Roland Renkewitz insbesondere in der zweiten Saisonhälfte verletzungsbedingt immer wieder Ersatzspieler zum Einsatz kamen, sowie 39:18 Doppel runden das Gesamtbild ab.

Solch durchwegs herausragende Ergebnisse führen eine Mannschaft praktisch zwangsläufig an die Tabellenspitze – und die Fürther dank des daraus resultierenden abermaligen Aufstiegs nun sogar in die Bezirksliga: Dort dürften sie in der bevorstehenden Spielzeit 2019/20 zwar auf eine ungleich stärkere Konkurrenz treffen, was die Freude der Spieler über ihren gemeinsamen Erfolg allerdings in keiner Weise schmälerte.

SV Fürth III wird verlustpunktfrei Meister

Auch die dritte Fürther Mannschaft war bereits in der vergangenen Saison 2018/19 verlustpunktfrei Meister geworden und aus der 3. in die 2. Kreisklasse aufgestiegen. Dort wiederholte die Mannschaft nun dieses Kunststück, wurde mit 36:0 Punkten erneut Meister und sicherte sich somit den Aufstieg in die 1. Kreisklasse.

53:8 Einzel gelangen den Spielern Dieter Oberle (20:0), Norbert Spiller (22:5) sowie den ab und zu aufrückenden Jürgen Spratte bzw. Gerd Ahlheim alleine im vorderen Paarkreuz. Dem stand die Mitte mit 37:5 Spielen jedoch kaum nach, in Persona vor allem Spratte und Ahlheim. 28:10 lautete die Einzelbilanz hinten, wo neben den Stammkräften Berthold Weber und Joseph Vetter eine ganze Reihe stets zuverlässig zur Verfügung stehender Ersatzspieler zum Einsatz kam. Wie in der gesamten TT-Abteilung wurde und wird auch hier der Zusammenhalt großgeschrieben.

Ergänzt durch insgesamt 44:11 Doppel ergaben sich insgesamt beeindruckende 162:34 Spiele; wem derartige Ergebnisse gelingen, der hat es sich zweifelsohne verdient, in der darauffolgenden Saison eine Klasse höher sein Glück zu versuchen.

SV Fürth IV mit positivem Ergebnis

Trotz des Verlusts von Weber und Vetter, die nach dem letztjährigen Aufstieg der dritten Mannschaft zu deren Ergänzung benötigt wurden (weil in der höheren Klasse Sechser- statt Vierermannschaften zu stellen sind), spielte der SV Fürth IV in der 3. Kreisklasse erneut eine gute Rolle. Zwar ohne dabei wie im Vorjahr die Tabellenspitze in Reichweite zu haben, doch mit einer positiven Gesamtbilanz von 19:17 Punkten gelang der Mannschaft ein respektables Ergebnis. Dabei machte sich bemerkbar, dass der personelle Aderlass die verbliebenen Akteure in keiner Weise verunsicherte, sondern eher zusammenschweißte.

Zum Einsatz kamen in der „Vierten“ Sascha Tunze, Janosch Gaul, Markus Münch, Jürgen Glosauer, Francesco Triscali, Michael Görner, Tim Schnellbächer, Vicky Pietralla, Till Stollsteimer und Tobias Dräger. Mit recht gleichmäßig über sämtliche Positionen verteilten 64:49 Einzeln und 16:20 Doppeln, insgesamt also 80:69 Spielen, lag die Mannschaft im guten Durchschnitt ihrer Liga, wo sie daher auch in der kommenden Saison 2019/20 wieder antreten wird.

Comments