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Disca WEC 2017

Mit Unterstützung des "Hürlimann-Rappens" (http://www.huerlimann-rappen.ch) konnte ein Team der SSRA an der World Endurance Championship WEC (www.officialdisca.com) in England teilnehmen. Ein Rennen auf einer 4-spurigen digitalen Nincobahn, auf der 16 Fahrzeuge gleichzeitig gegeneinander antreten. 

Für das Schweizer Team war es ein tolles Abenteuer an diesem Slot-Racing Grossanlass in England teilzunehmen. Im Team die besten Fahrer der Schweizermeisterschaft, die frei nehmen konnten, um nach England reisen zu können: Sandro "The sunshine effect", Etienne "The incredibel", Thomas "The cat", Daniel "Mr. Fixit". 

·         In einer grossen Turnhalle wurde die Originalstrecke des berühmten 24h-Rennens von Le Mans nachgebaut. Die legendäre Gerade "Les Hunaudières" ist wohl eine der längsten geraden Strecken im Slot Racing Sport.

·         Die Bahn wird mit einzelnen Schienen zu einer Rennstrecke mit vier Spuren zusammengebaut (wie Carrerabahn). Sie verfügt über Weichen, die vom Piloten gestellt werden können, damit Überholmanöver möglich sind.

·         Die Fahrzeuge müssen dem Massstab 1:32 und dem Rennreglement entsprechen. Dieses Reglement ermöglicht eine grosse Freiheit im technischen Bereich, die von den Teams auch ausgenutzt wurden. Wir waren das einzige Team, das mit einem Originalchassis gefahren ist, während die Konkurrenz mit High-Tech-Chassis unterwegs waren (z.B. selber entworfene und mit eine 3D-Drucker hergestellte Chassis und andere Tuningteile).

·         Bei der Siegerehrung wurde das Swiss Team speziell für die grosse Leistung mit einem "einfachen" Rennauto erwähnt, was unser Team wirklich sehr gefreut und geehrt hat.

·         Am Start 16 Team aus folgenden Ländern: England, Wales, Holland, Italien, Schweiz, Dänemark, Portugal, Deutschland und Spanien.

·         Am Donnerstag, 05.00 Uhr Abfahrt Richtung England. 12 Stunden Fahrt.

·         Am Freitag Training, Set-up der Fahrzeuge, Auswahl des Rennfahrzeugs, Abgabe des Racecars in den Parc Fermé, Qualifying 1.

·         Samstag Vormittag Qualifying 2. Das Swiss Team erreicht im Qualifying den 6. Platz und startet somit aus der dritten Reihe.

·         Samstag, 15.00 Uhr Racestart

·         Wir starten mit unserem Topfahrer Etienne "the incredible" und sind nach einer Stunde Fahrzeit in Führung! Wer hätte das gedacht. Etienne ist erst 20 Jahre alt und seit 6 Jahren ununterbrochen Schweizer Meister in der Kategorie 1:32. 

·         Wegen Problemen mit der Zeitmessung muss das Rennen neu gestartet werden. Nach dem 2. Start müssen wir einige nicht eingeplante Boxenstopps hinnehmen: Karosserieteile müssen geklebt, Schleifer müssen mehrmals ersetzt werden und sogar der Motor muss bereits kurz nach Rennhälfte gewechselt werden, weil wir auf der Geraden "Les Hunaudiéres" nicht mehr den notwendigen Topspeed erreichen und viel Zeit verlieren. Normalerweise hält ein Motor für das ganze Rennen.

·         Von 22.00 bis 06.00 wird der Raum verdunkelt. In dieser Nightsession können wir einen Teil der durch Pannen verlorenen Zeit aufholen und andere Teams wieder überholen. In der Nacht ist es wirklich sehr schwer die Scheinwerfer des eigenen Autos (12 cm) nicht aus den Augen zu verlieren, wenn vier oder fünf Fahrzeuge hinter- oder nebeneinander unterwegs sind und dies in einer Entfernung von 25 m.

·         Am Sonntag Morgen zwischen 05.00 und 09.00 Uhr kommt die Müdigkeit. Während den 24 Stunden Renndauer können in einem Viererteam nur sehr kurze Zeitspannen geschlafen werden, weil immer drei Personen beschäftigt sind. Ein Fahrer, ein Einsetzer (Marshall), ein Gehilfe/Mechaniker am Pistenrand, der bei Pannen sofort eingreifen kann.

·         Sonntag, 15.00 Uhr wird das Rennen mit der Zielflagge beendet.
Wir erreichen den für uns und für die erste Teilnahme eines Schweizer Teams an den 24h von Le Mans wirklich tollen 6. Platz. Wir sind alle sehr müde, aber sehr zufrieden und auch stolz auf unsere Leistung.

·         Am Montag Rückreise in die Schweiz (15 Stunden Fahrt).  

Der ganze Event war ein Superanlass. Das Swiss Team hat gezeigt, dass es auch gegen die wirklich starke ausländische Konkurrenz bestehen kann. 

Nochmals vielen Dank dem Hürlimann-Rappen, der uns die Teilnahme an der World Endurance Championship überhaupt ermöglicht hat.

 

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