Johann-Conrad-Schlaun Gesamtschule: Darf's ein bisschen mehr sein?

veröffentlicht um 25.11.2016, 01:18 von Heiko Theis
Gestern (24.11.2016) haben die Schulausschüsse der Gemeinden Ascheberg und Nordkirchen einen ersten Schritt auf der Zielgeraden zur Schulkooperation getan: In Ascheberg (wie der Presse zu entnehmen ist) ohne große Diskussionen mit einem einstimmigen Votum, in Nordkirchen nicht ganz so einstimmig. Einigkeit herrschte auch in Nordkirchen über die Frage, ob es eine Schulkooperation geben soll (Ruhr Nachrichten vom 25.11.2016). Diese Frage wurde klar mit JA beantwortet. Weniger Einigkeit herrschte bei der Frage zum Zeitpunkt der Kooperation: Schon 2017, wie der beauftragte Schulplaner und die beiden Gemeindeverwaltungen vorgeschlagen hatten oder doch erst 2018, weil es noch viele organisatorische Dinge zu lösen gilt.

Entschieden hat sich der Nordkirchener Schulausschuss (Ausschuss für Familie, Schule, Sport und Kultur) mit den Stimmen der SPD und CDU Fraktion für den sicherlich ambitionierten Vorschlag der Gemeindeverwaltung: Schulkooperation ab 2017. Heute entscheiden und in einem halben Jahr umsetzen: Das ist ohne Zweifel ambitioniert und wird sich nicht ohne Probleme verwirklichen lassen.

Zu den wichtigsten Entscheidungen, die Eltern in ihrem Leben treffen, gehört aber die Wahl der weiterführenden Schule für ihre Kinder. Da wollen und benötigen Eltern Klarheit. Ein der Schulorganisation geschuldetes Zuwarten hätten viele Eltern - Bekenntnisse zur Kooperation hin oder her - doch als Unsicherheit über die Schulzukunft beider Gemeinden verstanden. Und: Was wäre aus den Kindern geworden, die im kommenden Jahr in die weiterführenden Schulen wechseln. 

Deshalb war der Beschluss zur Schulkooperation schon in 2017 sicherlich nicht unproblematisch aber richtig.

(c) Bild: Ruhr Nachrichten, Lokalredaktion Selm, Ausgabe Nordkirchen vom 25.11.2016
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