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Wladimir I. Lenin 18940400 Was sind die „Volksfreunde" und wie kämpfen sie gegen die Sozialdemokraten?


Wladimir I. Lenin: Was sind die „Volksfreunde" und wie kämpfen sie gegen die Sozialdemokraten?

(Antwort auf die gegen die Marxisten gerichteten Artikel des „Russkoje Bogatstwo")1

[Geschrieben im Frühjahr und Sommer 1894. Zuerst veröffentlicht 1894. Nach der hektografierten Ausgabe von 1894. Nach Werke, Band 1, Berlin 1961, S. 119-338]

Erste Folge (April 1894)

Dritte Folge (August 1894)

1 Lenin verfasste die Schrift „Was sind die ,Volksfreunde' und wie kämpfen sie gegen die Sozialdemokraten"/" im Jahre 1894. (Die erste Folge wurde im April fertiggestellt, die zweite und dritte Folge wurden im Sommer beendet.) Lenin hatte die Arbeit bereits in den Jahren 1892 und 1893 in Samara begonnen. In seinen Referaten im Samaraer Marxistenzirkel übte er scharfe Kritik an den Gegnern des Marxismus – den liberalen Volkstümlern W. W. (Woronzow), Michailowski, Juschakow und Kriwenko. Diese Referate dienten Lenin als vorbereitendes Material für die Schrift „Was sind die ,Volksfreunde'".

Sie erschien in einzelnen Folgen. Die erste Folge kam im Frühjahr 1894 in Petersburg in hektographierter Form heraus und wurde in Petersburg und in anderen Städten illegal verbreitet. Im Juli 1894 erschien in der gleichen Weise vervielfältigt die zweite Ausgabe der ersten Folge. Ungefähr 100 Exemplare der ersten und zweiten Folge hatte A. A. Ganschin im August in Gorki (Gouvernement Wladimir) gedruckt. Schließlich brachte im September desselben Jahres A. A. Wanejew in Petersburg weitere 50 Exemplare der ersten Folge (das war die vierte Ausgabe) und ungefähr die gleiche Anzahl Exemplare der dritten Folge in hektographierter Form heraus. Diese Ausgabe trug aus konspirativen Gründen auf dem Umschlag den Vermerk „Ausgabe einer Provinzgruppe von Sozialdemokraten". Die örtlichen Organisationen vervielfältigten die einzelnen Folgen der Arbeit Lenins auf die verschiedenste Weise: handschriftlich, mit der Schreibmaschine usw. Die sozialdemokratische Gruppe im Kreise Borsna, Gouvernement Tschernigow, brachte die Schrift „Was sind die , Volksfreunde'" hektographiert heraus.

Verbreitet wurde die Schrift in Petersburg, Moskau, Wilna, Kiew, Tschernigow, Poltawa, Wladimir, Pensa, Rostow am Don, Tiflis, Tomsk und anderen Städten.

Lenins Schrift war in der Gruppe „Befreiung der Arbeit" und in anderen russischen sozialdemokratischen Auslandsorganisationen gut bekannt.

Ein hektographiertes Exemplar der ersten und dritten Folge der Schrift wurde Anfang 1923 im Archiv der sozialdemokratischen Partei in Berlin und fast zu gleicher Zeit in der öffentlichen Bibliothek in Leningrad aufgefunden.

In der ersten, zweiten und dritten russischen Ausgabe der Werke W. I. Lenins wurde die Schrift nach diesen 1923 aufgefundenen hektographierten Ausgaben veröffentlicht.

Im vorliegenden Band wird die Schrift „Was sind die ,Volksfreunde'" nach dem neuen Exemplar einer hektographierten Ausgabe gedruckt, das dem Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPdSU im Jahre 1936 zugegangen ist. Dieses Exemplar enthält zahlreiche redaktionelle Korrekturen, die Lenin offenbar für eine im Ausland vorgesehene gedruckte Ausgabe vorgenommen hat. Alle diese Korrekturen sind in die vorliegende Ausgabe übernommen worden. In den hektographierten Ausgaben der ersten Folge der Schrift „Was sind die ,Volksfreunde'" wurden Kursivschrift, Sperrungen oder Unterstreichungen nicht angewandt. Hervorhebungen im Text erfolgten durch Anführungszeichen. In der vorliegenden Ausgabe sind diese Anführungszeichen entsprechend dem autorisierten Exemplar durch Kursivschrift ersetzt. Eine Reihe von Einschaltungen, die im ursprünglichen Text in Klammern standen, sind in Fußnoten gegeben. Auch die Erläuterung Lenins zu einer Tabelle (Anhang I), die in den früheren Ausgaben der Werke W. I. Lenins nicht enthalten war, wird hier abgedruckt. Somit enthält die vorliegende Ausgabe den genauen Text dieser äußerst wichtigen Arbeit Lenins.

Die zweite Folge der Schrift, in der Lenin die Ansichten des liberalen Volkstümlers S. N. Juschakow zu Fragen der politischen Ökonomie einer Kritik unterzogen hat, konnte bisher nicht aufgefunden werden.