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Schneeflocken pünktlich zur Sachsenmeisterschaft

veröffentlicht um 27.02.2014, 23:26 von Toralf Richter

Während es jetzt gerade im Erzgebirge zu schneien beginnt - fiebern einige Ergebirger in Schweden dem Start des Wasalaufs entgegen und die sächsische Langlauffamilie macht sich auf den Weg zum Fichtelberg, wo dieses Wochenende die Sachsenmeisterschaften der Biathleten und Skilangläufer stattfinden.

Wasalauf weckt riesiges Interesse

Sälen/Marienberg - Zu den insgesamt 15.000 Skilangläufern, die am Sonntagmorgen im schwedischen Sälen den 90. Wasalauf in Angriff nehmen, gehören auch mehrere Vertreter aus dem mittleren Erzgebirge. Obwohl der Schneemangel in der Heimat keine optimale Vorbereitung zuließ, haben sich alle fest vorgenommen, nach 90 Kilometern in der klassischen Technik die Ziellinie in Mora zu überqueren. Viele Erzgebirger sind schon während der Woche angereist, zumal das Rahmenprogramm des Wasalaufs noch weitaus mehr Veranstaltungen und Wettbewerbe umfasst als den traditionellen Klassiker. Schon seit Tagen werden vor Ort verschiedene Rennen für Kinder, Frauen, Staffeln oder im Freistil angeboten. Inklusive dieser Vergleiche gehen in Schweden insgesamt 67.000 Wintersportler in die Loipe.

(Quelle: Freie Presse - Marienberg)

Sachsenmeisterschaften der Biathleten und Skilangläufer

Wettkampf ist hohen Aufwand wert Der ATSV Gebirge/Gelobtland springt für die SG Holzhau als Ausrichter der Landesmeisterschaften im Skilanglauf in die Bresche. Austragungsort ist jedoch Oberwiesenthal.

von Andreas Bauer / Freie Presse Marienberg

Marienberg/Oberwiesenthal - Mit den Freistil-Entscheidungen beginnen heute, 13 Uhr, die Sachsenmeisterschaften im Skilanglauf. Morgen folgen ab 14 Uhr die Wettbewerbe in der klassischen Technik, und am Sonntag werden die Staffel-Medaillen vergeben (13 Uhr). Obwohl die Wettkämpfe allesamt am Fichtelberg ausgetragen werden, ist nicht der WSC Erzgebirge Oberwiesenthal der Ausrichter. Stattdessen nimmt der ATSV Gebirge/Gelobtland große Mühen auf sich, um die Titelkämpfe möglichst reibungslos über die Bühne zu bringen.

"Ursprünglich sollte die SG Holzhau die Meisterschaften ausrichten. Weil der Schnee aber dort nicht ausreicht, suchte der sächsische Skiverband nach einer anderen Möglichkeit und trat dabei vor einer Woche an uns heran", berichtet ATSV-Vorstandsmitglied Helga Helmert. Zwar hat Gebirge/Gelobtland auch nur wenig Schnee zu bieten, doch ist der dreitägige Umzug nach Oberwiesenthal zu stemmen. "Wir tun das den Kindern zuliebe, die das ganze Jahr über für Wettkämpfe wie diesen trainiert haben", erklärt Helga Helmert. Nachdem in dieser Saison schon einige Vergleiche der Witterung zum Opfer fielen, sollten die jungen Sportler nicht schon wieder enttäuscht werden.

Auch der ATSV musste Meilenberglauf einen Wettkampf schweren Herzens absagen. Dafür konnte der Marienberger Pokallauf durchgeführt werden. Die Verlegung nach Oberwiesenthal machte es möglich. Schon zuvor konnte der Verein positive Erfahrungen am Fichtelberg sammeln. "Wir haben vor einigen Jahren schon einmal die Sachsenmeisterschaften am Fichtelberg ausgerichtet", so Helga Helmert. Damals wie heute ist der Aufwand hoch. "Pro Tag sind etwa 35 Helfer und Kampfrichter nötig, um die Veranstaltung abzusichern. Außerdem übernehmen wir die Verpflegung", so die ATSV-Schatzmeisterin.

Doch der Wettkampf ist den Verantwortlichen all den Stress wert, denn sie wollen vor allem den Nachwuchs wetteifern sehen. Pro Tag gehen etwa 270 Teilnehmer der Altersklassen 10 bis 76 in die Loipe. Die Jüngsten müssen 1,8 Kilometer zurücklegen. Am weitesten haben es die Männer, die die immer noch relativ gut präparierte 2,5-Kilometer-Schleife viermal bewältigen müssen. Mit Nick Fritzsch, Felix Brünnel und Toni Rollinger schickt der ATSV selbst einige Medaillenkandidaten ins Rennen. Sogar vormittags bei den Sachsenmeisterschaften der Biathleten, die von einem anderen Verein organisiert werden, gibt es mit Xenia Lotzenburger eine lokale Hoffnungsträgerin.

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