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"Organisatoren kriegen die Kurve"

veröffentlicht um 27.03.2014, 09:01 von Toralf Richter

Mit dem Supercross am Keilberg ist die Winterserie der Junior-Trophy-Erzgebirge zu Ende gegangen. Trotz des fehlenden Schnees fanden fünf der sechs Wettkämpfe statt.

So berichtet heute Steffen Bauer in der Freien Presse -Mittelsachsen:

Sayda - Ein wenig Erleichterung, aber auch Stolz schwingen bei Toralf Richter mit. "Wir haben eine schwierige Saison gemeistert", sagt der Regionaltrainer Ski nordisch, nachdem die Winterrunde der Junior-Trophy-Erzgebirge am Wochenende mit dem Supercross im tschechischen Klinovec abgeschlossen wurde. Der Leiter des Ski-nordisch Landesstützpunktes Mittelsachsen/Osterzgebirge, Dr. Albrecht Dietze, wurde noch deutlicher: "Angesichts der Witterung diese Serie durchzuziehen, war unglaublich", lobt der Seiffener. Das zeige, "wie sehr die Skilanglauf- Szene zusammenhält und den Nachwuchs fördert".

"Ohne die maschinell beschneiten Loipen und Pisten hätten unsere Kinder in diesem Winter kaum einen Wettkampf bestreiten können"

Immerhin konnten fünf der sechs Wettkämpfe ausgetragen werden. Lediglich der Pokallauf "Rund um Marienberg" fiel für die Kinder letzten Endes ersatzlos aus. Zwar fanden nur der Holzhauer "SkateX" (mit 110 Kindern) und der Supercross am Keilberg (178 Teilnehmer) planmäßig statt. Doch bei drei Rennen kriegten die Organisatoren sehr gut die Kurve: Der Ringel-Sprint in Clausnitz (158 Sportler) kam für den Holzhauer Steinkuppenlauf ins Programm. Der Vielseitigkeitssprint in Sayda (187 Kinder) vom Dezember wurde im Februar auf der Kunstschneepiste der Firma Walther nachgeholt. Der Schwartenberglauf musste sogar auf die Loipen des Bundesstützpunktes Oberwiesenthal verlegt werden, hatte aber mit mehr als 250 Nachwuchsläufern die beste Resonanz. "Ohne die maschinell beschneiten Loipen und Pisten hätten unsere Kinder in diesem Winter kaum einen Wettkampf bestreiten können", sagt Richter.

Der 44-Jährige, seit sechs Jahren hauptamtlicher Regionaltrainer beim Skiverband Sachsen, regt deshalb auch für die Region den Bau einer Trainings- und Wettkampfloipe an, die beschneit werden kann und die beleuchtet ist. Die Kosten dafür seien im Verhältnis zu einer modernen Sporthalle oder einem Fußballstadion, wie sie viele Kommunen haben, eher gering, sagt Richter. "Unsere Nachbarlandkreise haben da bereits kräftig investiert." Der größte Posten des Projekts seien die Schneelanzen. Von den rund 10.000 Euro teuren Schneemaschinen wären einige notwendig, so Richter.

"prima Saisonfinale mit einem starken Starterfeld aus Sachsen und Tschechien"

Zum Abschluss hatte es aber am Sonntag sogar nochmals frischen Schnee von oben gegeben. Und dank des Teams um Ivana Dobisová habe man in Klinovec "ein prima Saisonfinale mit einem starken Starterfeld aus Sachsen und Tschechien erlebt", lobt Toralf Richter. Zwei junge Damen aus Mittelsachsen ragten dabei aus seiner Sicht noch heraus: Johanna Mende (SG Holzhau) und Merle Richter (SSV Sayda). Die Holzhauerin, die auch beim Deutschen Schülercup mehrfach auf dem Treppchen stand, gewann in der AK 15 und war das zeitschnellste Mädchen überhaupt auf dem 800 m langen Kurs, der vor allem alpine Fahrkünste verlangte. Die 13-jährige Saydaerin, Gesamtsiegerin beim Deutschen Schülercup 2014 in ihrer Altersklasse, setzte sich am Keilberg in der AK 13 durch. "Insgesamt war es ein sehr niveauvoller Abschluss", sagt der Regionaltrainer.

"460 Nachwuchssportler zwischen 5 und 18 Jahren aus 40 Vereinen trugen sich in die Ergebnislisten ein"

Trotz der durchgängig schwierigen Trainingsbedingungen in diesem Winter ist die Teilnehmerzahl bei der Junior-Trophy gegenüber dem Vorjahr sogar gestiegen. 460 Nachwuchssportler zwischen 5 und 18 Jahren aus 40 Vereinen trugen sich in die Ergebnislisten ein. 130 nahmen an mindestens drei Wettkämpfen teil und kamen damit in die Gesamtwertung. Zudem erhielten sie eine Einladung für den 11. April: Dann findet in der Sporthalle der Oberschule Sayda die große Siegerehrung statt, so der Regionaltrainer.

Der Blick ist aber noch weiter nach vorn gerichtet. Im Mai beginnt bereits die Vorbereitung auf den nächsten Winter und die siebte Auflage der Sommer-Trophy. Die umfasst ebenfalls sechs Wettkämpfe und startet mit dem Steinkuppen-Crosslauf in Holzhau (24. 5.). Danach folgen der Sachsenman-Duathlon in Seiffen (9. 6.), der Neuhausener "Swim & Run" (22. 6.), ein Mountainbike-Rennen in Seiffen (2. 8.), der Brettmühlenlauf (Inliner/ Skiroller in Marienberg (31. 8.) und der Herbstcross in Sayda (14.9.).

Vereinswertung: Junior-Trophy-Erzgebirge (40 Vereine): 1. SSV Sayda 1367 Punkte, 2. Pulsschlag Neuhausen 1168, 3. ATSV Gebirge/G. 1087, ... 6. SG Holzhau 505, ... 8. ESV Nassau 472, ... 11. SV Großwaltersdorf 264

» Internet: www.junior-trophy.de

Bildtext: Der 4. Supercross in Klinovec war erneut das Finale der Junior-Trophy-Erzgebirge. 178 Langläufer gingen auf den rund 800 m langen Kurs, der auch alpine Fahrkünste forderte.

Kreissportbund fordert täglichen Sportunterricht

veröffentlicht um 19.03.2014, 07:08 von Toralf Richter

Mittelsächsische Schüler treten zurzeit im Parcourslauf oder in Motoriktests gegeneinander an - und erzielen tolle Ergebnisse. Doch das gilt nicht für alle: Die Zahl übergewichtiger oder unbeweglicher Kinder steigt seit Jahrzehnten.

(Quelle: Artikel von Jürgen Becker und Thomas Reibetanz für die Freie Presse - Mittelsachsen)

Freiberg - Diana Surek ist mit vollem Eifer dabei. Die Sportlehrerin der Grundschule Brand-Erbisdorf feuert ihre Schützlinge beim Staffellauf an. Mit Erfolg: Beim gestrigen mittelsächsischen Finale des Wettbewerbs "Risiko raus" sicherten sich ihre Schüler in Freiberg mit dem 1. Platz die Teilnahme am Landesfinale. Die Sportpädagogin war mit ihrem Team zufrieden, sagt aber auch: "Das hier sind die Sportlichen. Ansonsten gibt mir die Fitness der Kinder echt zu denken."

Mit Aktionen wie "Risiko raus" oder der "Speed4"-Meisterschaft sollen Kinder für Sport begeistert werden. "Was ich sachsenweit in manchen Vorausscheiden erlebt habe, war erschreckend", sagt Andreas Plaul, der für "Risiko raus" vor Ort die Hindernisse aufbaut. "Die Kinder werden immer träger und unbeweglicher." Sportlehrerin Diana Surek fügt an: "Manche können nicht mal mehr einen Ball fangen. Daher sollte das erste Jahr Sporttreiben im Verein für Kinder kostenlos sein."

Die Einschulungsuntersuchungen im Landkreis seit dem Schuljahr 2008/09 haben ergeben, dass von den 2300 bis 2500 Erstklässlern jeweils jeder Zehnte bis Elfte übergewichtig oder fettleibig war. Etwa 17 Prozent waren demnach motorisch auffällig oder an der Grenze dazu. Andere Mediziner schätzen ein, dass sich die Fitness der Kinder alle zehn Jahre um fünf Prozent verschlechtert hat (siehe Interview).

Interview mit Dr. Klaus-Dieter Paul:

"Dicke Schüler sind häufig Hänseleien ausgesetzt und werden ausgegrenzt"

Mit Klaus-Dieter Paul, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Kreiskrankenhaus Freiberg, sprach Heike Hubricht / Freie Presse.

Freie Presse: Herr Dr. Paul, bewegen sich Kinder heute zu wenig?

Klaus-Dieter Paul: Viele mit Sicherheit. Fernsehen, Computer und Spielkonsolen sind häufig interessanter als Sport und Spiel im Freien. Der Schulsport allein reicht zur Bewegung nicht aus. Die Generation "Stubenhocker" wird immer dicker.

Das war also nicht immer so?

Nein. Vor 30 Jahren bewegten sich Kinder noch drei bis vier Stunden am Tag, heute nur noch knapp eine Stunde. Auch konnten die Kinder damals deutlich schneller laufen als heute. Seitdem hat sich die Fitness alle zehn Jahre um etwa 5 Prozent verschlechtert. Das wirkt sich auf Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit sowie die Geschicklichkeit aus.

Welche Rolle spielt Übergewicht?

15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig. Dicke Schüler sind häufig Hänseleien ausgesetzt und werden ausgegrenzt. Aus Kummer "futtern" sie oft weiter. Doch nicht nur das. Auch Krankheiten, die häufig erst im Alter auftreten, wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit und Gelenkschäden, machen sich breit.

Was kann dagegen getan werden?

Vieles. Voraussetzung ist aber, dass die Eltern die Trägheit und das Übergewicht ihrer Kinder früh erkennen. Auch sollten sie bereit sein, ihre eigenen Gewohnheiten zu ändern. Kinder, die sich regelmäßig bewegen, haben bessere Chancen, schlank zu bleiben oder abzunehmen. Besonders geeignet sind Schwimmen, Radfahren und Joggen. Aber auch kleine Aktivitäten im Alltag können etwas bewirken.

Kreissportbund fordert: täglich eine Stunde Sportunterricht!

Kreissportbund-Geschäftsführer Harald Grotzke sieht darin ein Spiegelbild der Gesellschaft und der veränderten Freizeitkultur. "Den Bewegungsdrang haben die Kinder noch. Aber wo können die denn heute noch draußen herumtoben?" Er wolle nicht pauschalieren. Aber er habe den Eindruck, dass die motorischen Fähigkeiten abnehmen. "Ich fordere daher eine Stunde Sportunterricht täglich, aber dann einen ordentlichen mit ausgebildeten Sportlehrern." Doch die gebe es an vielen mittelsächsischen Schulen mangels Personal nicht. "Es ist momentan tatsächlich nicht zu umgehen, dass teilweise auch Lehrkräfte an Grundschulen ohne entsprechende Ausbildung dieses Fach unterrichten", sagt Lutz Steinert von der Bildungsagentur. "Der Bedarf ließ sich bisher auch durch Einstellungen nicht völlig ausgleichen."

Bildtext: Die Brand-Erbisdorfer Grundschul-Sportlehrerin Diana Surek (Mitte) feuert ihre Schüler beim Wettbewerb "Risiko raus" in Freiberg an. Sie beklagt, dass ihr die Fitness manch eines anderen Kindes zu denken gebe.

Junge Mittelsachsen in der Erfolgsspur

veröffentlicht um 13.03.2014, 10:26 von Toralf Richter   [ aktualisiert: 13.03.2014, 10:27 ]

Während im Erzgebirge die allerletzten Schneereste der Sonne zum Opfer fallen, sind die Skitalente aus der Region noch immer bei Wettkämpfen unterwegs. Und das sehr erfolgreich, wie zuletzt beim Continentalcup, der Deutschen Meisterschaft und beim Deutschen Schülercup.

Heute in der Freien Presse / Artikel Von Steffen Bauer und Thomas Reibetanz:

Sayda/Holzhau - Am Wochenende steht für Anne Winkler aus Sayda das letzte Rennen des Continentalcups in Italien an. Die 19-Jährige will dort ein weiteres Mal dafür sorgen, einer eher verkorksten Saison einen guten Abschluss zu geben. "Derzeit läuft es wieder", sagt die Skilangläuferin des SSV 1863 Sayda, die in Oberwiesenthal trainiert und derzeit dem C-Kader des Deutschen Skiverbandes (DSV) angehört.

Nach einem guten Start in die Saison wurde die Sprintspezialistin durch eine langwierige Erkältung ausgebremst und verpasste unter anderem das große Ziel, die Teilnahme an der Junioren-WM. Mit einem Sieg im Sprint beim vorletzten Continalcup der U 20 im slowenischen Rogla sowie zwei Silber- und einer Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften der U 20 meldete sich Anne Winkler jetzt aber eindrucksvoll zurück. "Ich hoffe, dass ich durch diese Leistungen in den B-Kader aufrücke", sagt sie.

"Vier Sportler im Bundeskader hatten wir noch nie."

Die endgültige Entscheidung über die neuen Kader-Einstufungen soll in knapp zwei Wochen fallen, nach den Deutschen Meisterschaften über die langen Strecke in Oberstdorf, sagt Toralf Richter, der Regionaltrainer Ski nordisch des Landesstützpunktes Mittelsachsen/ Osterzgebirge. Der Sieg in Rogla sei Annes bislang größter Erfolg in dieser Saison und wichtig für ihre Entwicklung, schätzt der Saydaer ein. Im kommenden Winter wird die 19-Jährige erstmals bei den Damen an den Start gehen.

Deutsche Meisterschaft - fünf Medaillen für Mittelsachsen (Jugend, Junioren und Damen/Herren)

Auch zwei andere junge Mittelsachsen hatten kürzlich erneut aufhorchen lassen. Jacob Vogt (SG Holzhau) lief bei den Deutschen Meisterschaften, die ins österreichische Sulzberg verlegt worden waren, in der Klassik-Loipe der AK 18 zu Gold, während Lena Zeise (Pulsschlag Neuhausen) Silber im Freistil-Sprint der AK 16 gewann. Pech hatte Julia Richter (SSV Sayda) die durch einen Sturz im Sprint-Finale Edelmetall verschenkte. Anne Winkler (SSV 1863 Sayda) holte zweimal Silber. Fünf Medaillen für Mittelsachsen bei den nationalen Titelkämpfen - das könne sich wirklich sehen lassen, sagt Richter.

Deutscher Schülercup - drei Pokale für Mittelsachsen (AK 13 - 15)

Zudem trumpften am Wochenende drei junge Damen beim Finale des Deutschen Schülercups auf. In der AK 15 sicherte sich Johanna Mende von der SG Holzhau Platz 2 der Gesamtwertung. Als Dritte durfte auch Anna-Maria Dietze (Pulsschlag Neuhausen) aufs Treppchen klettern, während die zweite Holzhauerin, Marie Herklotz, auf Rang 4 einkam. Zuvor hatte sich schon Merle Richter (SSV Sayda) den Sieg in der AK 13 geholt.

Obwohl die Saison noch nicht ganz beendet ist, kann Richter bereits ein erstes Fazit ziehen - positiv natürlich: "Wir waren überregional ganz stark vertreten", sagt der Regionaltrainer - und meint damit nicht nur die Medaillenausbeute. "Mit Anne, Jacob, Julia und Lena hätten wir erstmals vier Sportler im Bundeskader", zählt Richter auf. Denn während Anne Winkler auf den Sprung in den B-Kader ist, haben es Jacob Vogt und Julia Richter wieder in den D/C-Kader des DSV geschafft. Auch Lena Zeise habe sehr gute Chancen, dort eingestuft zu werden, so Richter. Alle Vier trainieren seit mehreren Jahren am Bundesstützpunkt in Oberwiesenthal.

Rangliste des Skiverbandes Sachsen (AK 10 bis 13)

Im Skiverband Sachsen geben die jungen Sportler des Kreises ohnehin mit den Ton an. "Wir sind in fast allen Altersklassen unter den besten Sechs", sagt Toralf Richter. Tochter Merle gewann die Rangliste der AK 13; George Koch (Nassau), Lavinia Fischer (Sayda/beide AK 11) und Laura Prezewowsky (Neuhausen/ AK 10) wurden jeweils Zweite, während Elina Matthes (AK 11) und Leonie Prezewowsky (beide Neuhausen/AK 10) auf Rang 3 einkamen. Ronja Köhler (AK 10), Johann Götzel (beide Sayda/AK 12) und Alexandra Dietze (Neuhausen/AK 12) ordneten sich jeweils auf Platz 4 der sächsischen Rangliste ein.

Bilder:

Deutscher Meister der AK 18: Jacob Vogt aus Holzhau.

Sieg beim Continentalcup und zweimal Edelmetall bei der DM: Anne Winkler.

Ranglistenführende der AK 13 in Sachsen und Siegerin der Gesatwertung des Deutschen Schülercups 2014: Merle Richter

Sachsenmeisterschaft am Fichtelberg

veröffentlicht um 04.03.2014, 12:58 von Toralf Richter

Heute in der Freien Presse - Lokalsport Mittelsachsen:

Bei den Sachsenmeisterschaften der Skilangläufer und Biathleten haben die Nachwuchssportler aus Mittelsachsen abgeräumt.

Sayda/Neuhausen/Holzhau/Grosswaltersdorf. Mittelsachsens Skisportler hatten nochmals viel Grund zum Strahlen. Zwar mussten die Sachsenmeisterschaften der Langläufer aufgrund des fehlenden Schnees von Holzhau nach Oberwiesenthal verlegt werden. Doch am Fichtelberg herrschte drei Tage bestes Winterwetter: Am Freitag gab es einige Schneeflocken, danach zwei Tage lang Sonnenschein und blauen Himmel. "Der Winter hat es zum Fast-Saisonabschluss nochmals gut gemeint mit den Skiläufern", sagte Toralf Richter, der Regionaltrainer Ski nordisch.

Richter und seine Trainerkollegen konnten sich aber nicht nur über das Wetter, sondern vor allem über einige Topleistungen im Nachwuchsbereich freuen. So gewann Biathlet Moritz Koch vom ESV Nassau zweimal Gold. Im Skilanglauf erkämpfte Merle Richter vom SSV Sayda Gold und zweimal Silber, einmal Gold und Silber gab es für Marie Herklotz (SG Holzhau). Alexandra Dietze und Anna-Maria Dietze (Pulsschlag Neuhausen) durften je einmal aufs oberste Treppchen klettern. Mit Silber konnten sich die Neuhausenerinnen Elina Matthes, Leonie Prezewowsky und Laura Prezewowsky, George Koch (ESV Nassau) und Johann Götzel (SSV Sayda)m schmücken. In zwei Sportarten war Lavinia Fischer vom SSV Sayda erfolgreich: Die Elfjährige, in diesem Jahr Siegerin der Landesjugendspiele, wurde im Biathlon Dritte hinter Maxi Böhme (SV Großwaltersdorf) und Josephine Mückel (Neuhausen) und sicherte sich im Skilanglauf den Vizemeistertitel.

Ein rundum positives Echo gab es von den Übungsleitern, Funktionären und Betreuern. "Großes Dankeschön an den ATSV Gebirge/Gelobtland für die sehr gute Ausrichtung der Meisterschaften", sagte Volker Langer, der langjährige Ski-Abteilungsleiter von Pulsschlag Neuhausen. "Wir mussten in diesem Jahr großen Aufwand betreiben, um mit unseren Kindern auf Schnee trainieren zu können", sagte Pulsschlag-Übungsleiterin Anett Dietze . "Aber es hat sich gelohnt." Vor allem die Mädchen hätten sehr gute Leistungen gezeigt. So holten sich Laura und Leonie Prezewowsky sowie Elina Matthes in der Mixed-Staffel der AK 10/11 als reines Mädchen-Trio die Silbermedaille.

Nicht ganz so zufriedene Gesichter gab es bei der SG Holzhau, dem ursprünglichen Gastgeber der Titelkämpfe: "Leider hatten wir nur sehr wenige Sportler am Start", sagte Trainer Stefan Göhler. "Wir werden diese Saison kritisch analysieren müssen." Auch die Saydaer Sportler hatten im Vorfeld alles andere als gute Trainingsbedingungen, waren mit ihrer Bilanz aber sehr zufrieden. "Das Ergebnis passt", sagte SSV-Betreuerin Antje Götzel. Sie freute sich besonders über Staffelsilber in der AK 12/13 durch Sophie Wenzel, Johann Götzel und Merle Richter. Zudem verteidigte Merle Richter ihr Gelbes Trikot der Ranglistenführenden. In den Ferien hatten die Saydaer nochmals auf Schneeresten in Friedebach und Altenberg trainiert.

Udo Baldauf, Übungsleiter beim SV Großwaltersdorf, sah seine Erwartungen nur teilweise erfüllt. "Es hat sich gezeigt, dass Skirollertraining kein Ersatz für Skilaufen auf Schnee ist. Unsere Kinder haben deutliche Technikdefizite", sagte Baldauf. So war bei den Einzelwettbewerben keine Medaillen drin. In der AK 16 bis 18 und in der AK 14/15 gab es zumindest zweimal Bronze.

Vor allem in den Kinderklassen (AK 10 bis 13) habe es starke Starterfelder gegeben, sagte Regionaltrainer Toralf Richter, allerdings mit großen Leistungsunterschieden. "Es war deutlich zu sehen, wer auf Schnee trainieren konnte und wer nur wenige Male auf Skiern stand." Der ESV Nassau, SSV Sayda und Pulsschlag Neuhausen waren mit starken Mannschaften am Start, beim SV Großwaltersdorf und der SG Holzhau gebe es dagegen Handlungsbedarf, so der Regionaltrainer. Bei den Herren 21 konnte sich Kevin Zemmrich als Doppelmeister feiern lassen. In den höheren Altersklassen und bei den Senioren sei die Leistungsdichte aber eher gering gewesen, sagte Richter. "Trotzdem war es eine wirklich gelungene Veranstaltung für die sächsische Skilanglauffamilie." (tori/sb)

Gutes Auge und schnelle Beine: Maxi Böhme aus Großwaltersdorf (hinten, mit rotem Stirnband), Lavinia Fischer vom SSV 1863 Sayda (in der Mitte mit rotem Laufanzug und roter Mütze) und Josefine Mückel (vorn, im blauen Laufanzug) von Pulsschlag Neuhausen sicherten sich bei den jungen Biathleten Gold, Silber und Bronze in der Altersklasse 11.


Deutsche Meisterschaft: 1 x Gold und 3 x Silber für Mittelsachsen

veröffentlicht um 03.03.2014, 00:27 von Toralf Richter   [ aktualisiert: 03.03.2014, 06:20 ]

Jacob Vogt (SG Holzhau) wird Deutscher Meister, Anne Winkler (SSV 1863 Sayda) holt 2 x Silber, Lena Zeise (Neuhausen) sprintet zu Silber und Julia Richter (SSV 1863 Sayda) verschenkt durch Sturz im Sprint-Finale Edelmetall

So titelt heute die Freie Presse - Lokalsport Annaberg-Buchholz:

Top-Resultate soll(t)en sich nun in Weltcup-Einsätzen widerspiegeln

Nach einem holprigen Start haben sich die Skilangläufer Oberwiesenthals als beste Truppe der Deutschen Meisterschaft erwiesen. Sie gewannen 11 von 22 möglichen Titeln.

Artikel von Thomas Schmidt:

Oberwiesenthal - Sulzberg klingt nicht nach schnellen Sportarten. Gleich gar nicht, wenn es ums Skilaufen geht. Doch bei der von Isny nach Sulzberg verlegten Deutschen Meisterschaft zischten viele Oberwiesenthaler ihren Konkurrenten davon. "Die Anzahl der Medaillen ist gewaltig", sagte Thomas Weise.

Als Leiter des Olympiastützpunkts Chemnitz/Dresden und als Vizepräsident des Skiverbandes Sachsen geriet er ins Schwärmen. Schließlich ist eine Deutsche Meisterschaft nicht irgendein Wettkampf. "Die Resultate sollten sich nun aber auch in Weltcupeinsätzen widerspiegeln", sandte Weise eine "Grußadresse" an die Bundestrainer.

Aus dem geschlossen auftretenden Oberwiesenthaler Stützpunktteam ragten Julia Belger und Katharina Hennig noch etwas heraus. Die einstige Leichtathletin Belger, deren Vorbild Marathonläufer Haile Gebrselassie ist, räumte wenige Tage nach ihrem 20. Geburtstag außer im Sprint alles ab. Sie lief im Einzel und im Skiathlon die besten Zeiten - in der U 20 wie bei den Frauen. Nach Bronze zur Junioren-Weltmeisterschaft mit der Staffel klopft sie nun lautstark bei den Erwachsenen an. Katharina Hennig ebenso. Die erst 17 Jahre alte Königswalderin lehrte bereits viele Ältere das Fürchten. Nach Silber im Sprint ließ sie in den anderen Disziplinen keine andere an sich vorbei. Dass es mal nicht nur Titel des weiblichen Geschlechts zu bejubeln gab, machte Weise zufrieden. Denn Jacob Vogt und Richard Leupold standen ebenso ganz oben wie Philipp Unger, der sogar einen kompletten Medaillensatz mit nach Stützengrün nehmen konnte.

Dabei hatte am Freitag alles ziemlich verworren für die Erzgebirger begonnen. "Wir standen uns selbst im Weg. Denn obwohl wir 13 Aktive in den Sprint-Finals hatten, gab es durch Stürze und andere Unpässlichkeiten kein Gold. Das haben wir an den Tagen danach aber überzeugend geändert", so Weise. (mit tka)

Sprint freie Technik (Freitag)

16 m: 3. Philipp Unger, 7. Franz Bergelt; 16 w: 2. Lena Zeise, 6. Melanie Kain; 18 m: 5. Richard Leupold, 7. Felix Schwebe, 9. Jacob Vogt; 18 w: 2. Katharina Hennig, 3. Jenny Mann, 6. Julia Richter, 12. Lisa Dotzauer; Herren/U 20 m: 4. Lennart Metz, 6. Valentin Mättig, 12. Lukas Groß; Damen/U 20 w: 5. Julia Belger, 6. Monique Siegel, 7. Anne Winkler

Einzel klassisch (Samstag)

16 m: 1. Unger, 2. Bergelt; 16 w: 1. Kain, 12. Zeise; 18 m: 1. Vogt, 3. Leupold, 8. Arne Reichelt, 12. Waller; 18 w: 1. Hennig, 6. Richter, 8. Mann, 12. Dotzauer; U 20 m: 6. Groß; 20 w: 1. Belger, 2. Winkler, 5. Döhla; Herren: 5. Mättig; Damen: 1. Siegel, 5. Gnüchtel

Skiathlon beide Stilarten (Sonntag)

16 m: 1. Kain, 10. Zeise; 16 w: 2. Unger, 4. Bergelt; 18 m: 1. Leupold, 7. Rombock, 9. Reichelt; 18 w: 1. Hennig, 7. Richter, 8. Mann; 20 w: 1. Belger, 2. Winkler, 6. Döhla; Damen: 1. Belger, 2. Siegel, 4. Winkler, 9. Gnüchtel, 10. Döhla; Herren: 5. Mättig

Schülerinnen vom Fichtelberg laufen allen davon

veröffentlicht um 01.03.2014, 01:03 von Toralf Richter

Nachtrag zum Schulwettkampf "Jugend trainiert für Olympia -JtfO" heute in der Freien Presse - Annaberg:

Oberwiesenthals Skiläufer haben das Bundesfinale des Schulwettbewerbs Jugend trainiert für Olympia dominiert. Vor allem an den Mädchen gab es kein Vorbeikommen.

Von Thomas Schmidt / freie Presse - Annaberg

Schonach - Mit einer ganzen Litanei an Erfolgen sind die Eliteschüler vom Fichtelberg aus Schonach heimgehrt. Dass sie im Skilanglauf vor den Schülern aus Bremen, Hamburg und Kiel liegen würden, war keine Überraschung. Dass sie jedoch bei den Mädchen mit zwei Staffeln vor Oberstdorf, Oberhof, Willingen und Garmisch-Partenkirchen einkamen, zeigt ihre derzeitige Klasse. Zudem brachten sie bei den älteren Mädchen unter 148 Teilnehmerinnen vier unter die acht Besten, beim Mixed-Wettbewerb der Jüngeren überließen sie anderen Einrichtungen gar keinen Podestplatz.

"Die Mädchen haben schon nach dem Einzeltag geführt und den Sieg in den Staffeln perfekt gemacht. Das Mixed-Team wiederum brachte einen satten Vorsprung von zweieinhalb Minuten ins Ziel", so Schulleiterin Ute Ebell zum Abschneiden. Sie lobte auch die Betreuer der Erzgebirger: "Germaid Hänel, Uwe Meyer, Peter Großer und Lars Lehmann haben die Starts trotz der Ferien jedenfalls nicht kurzfristig abgesagt wie die Klingenthaler Eliteschule."

Ergebnisse WK III (12 - 15 Jahre) 

Mädchen 1,4 km FT (148 Teilnehmer):

1. Jessica Löschke, 4. Anna-Maria Dietze, 6. Marie Herklotz, 8. Lea-Annabell Storch; Gesamt: 1. Eliteschule Oberwiesenthal; Staffeln: 1. Eliteschule Oberwiesenthal I (Herklotz, Löschke, Dietze); 2. Oberwiesenthal II (Mende, Prezewowsky, Storch); Mannschaft: 1. O'thal

Jungen, 1,4 km FT (157 Teilnehmer):

9. Jonas Wündrich, 14. Markus Heldt, 17. Maxim Cervinka, 18. Philipp Richter; Mannschaft: 3. Eliteschule Oberwiesenthal (Wündrich, Heldt, Cervinka, Richter, Bilz, Gnüchtel, Pollmer); Gesamt: 3. Eliteschule O'thal; Staffel: 3. Eliteschule O'thal (Wündrich, Cervinka, Heldt), 9. O'thal II (Bilz, Gnüchtel, Pollmer)

Ergebnisse WK IV (10 - 13 Jahre) 

Mixed 1,4 km (134 Teilnehmer):

1. Hans Hennig, 2. Samuel Weber, 3. Merle Richter, 4. Linda Schumacher; Mannschaft: 1. Eliteschule O'thal (Hennig, Weber, Richter, Schumacher); Gesamt: 1. O'thal

Bildtext: Die Vertreter der Oberwiesenthaler Eliteschule des Wintersports haben beim Bundesfinale im Skilanglauf das Erzgebirge bestens vertreten. Während die Jungs in der Gesamtwertung als Dritte ins Ziel kamen, sicherten sich die Mädchen- und die Mixed-Mannschaft jeweils den Sieg. Teils hatten die hiesigen Vertreter einen riesigen Vorsprung.

Foto: Uwe Meyer/Eliteschule

Schneeflocken pünktlich zur Sachsenmeisterschaft

veröffentlicht um 27.02.2014, 23:26 von Toralf Richter

Während es jetzt gerade im Erzgebirge zu schneien beginnt - fiebern einige Ergebirger in Schweden dem Start des Wasalaufs entgegen und die sächsische Langlauffamilie macht sich auf den Weg zum Fichtelberg, wo dieses Wochenende die Sachsenmeisterschaften der Biathleten und Skilangläufer stattfinden.

Wasalauf weckt riesiges Interesse

Sälen/Marienberg - Zu den insgesamt 15.000 Skilangläufern, die am Sonntagmorgen im schwedischen Sälen den 90. Wasalauf in Angriff nehmen, gehören auch mehrere Vertreter aus dem mittleren Erzgebirge. Obwohl der Schneemangel in der Heimat keine optimale Vorbereitung zuließ, haben sich alle fest vorgenommen, nach 90 Kilometern in der klassischen Technik die Ziellinie in Mora zu überqueren. Viele Erzgebirger sind schon während der Woche angereist, zumal das Rahmenprogramm des Wasalaufs noch weitaus mehr Veranstaltungen und Wettbewerbe umfasst als den traditionellen Klassiker. Schon seit Tagen werden vor Ort verschiedene Rennen für Kinder, Frauen, Staffeln oder im Freistil angeboten. Inklusive dieser Vergleiche gehen in Schweden insgesamt 67.000 Wintersportler in die Loipe.

(Quelle: Freie Presse - Marienberg)

Sachsenmeisterschaften der Biathleten und Skilangläufer

Wettkampf ist hohen Aufwand wert Der ATSV Gebirge/Gelobtland springt für die SG Holzhau als Ausrichter der Landesmeisterschaften im Skilanglauf in die Bresche. Austragungsort ist jedoch Oberwiesenthal.

von Andreas Bauer / Freie Presse Marienberg

Marienberg/Oberwiesenthal - Mit den Freistil-Entscheidungen beginnen heute, 13 Uhr, die Sachsenmeisterschaften im Skilanglauf. Morgen folgen ab 14 Uhr die Wettbewerbe in der klassischen Technik, und am Sonntag werden die Staffel-Medaillen vergeben (13 Uhr). Obwohl die Wettkämpfe allesamt am Fichtelberg ausgetragen werden, ist nicht der WSC Erzgebirge Oberwiesenthal der Ausrichter. Stattdessen nimmt der ATSV Gebirge/Gelobtland große Mühen auf sich, um die Titelkämpfe möglichst reibungslos über die Bühne zu bringen.

"Ursprünglich sollte die SG Holzhau die Meisterschaften ausrichten. Weil der Schnee aber dort nicht ausreicht, suchte der sächsische Skiverband nach einer anderen Möglichkeit und trat dabei vor einer Woche an uns heran", berichtet ATSV-Vorstandsmitglied Helga Helmert. Zwar hat Gebirge/Gelobtland auch nur wenig Schnee zu bieten, doch ist der dreitägige Umzug nach Oberwiesenthal zu stemmen. "Wir tun das den Kindern zuliebe, die das ganze Jahr über für Wettkämpfe wie diesen trainiert haben", erklärt Helga Helmert. Nachdem in dieser Saison schon einige Vergleiche der Witterung zum Opfer fielen, sollten die jungen Sportler nicht schon wieder enttäuscht werden.

Auch der ATSV musste Meilenberglauf einen Wettkampf schweren Herzens absagen. Dafür konnte der Marienberger Pokallauf durchgeführt werden. Die Verlegung nach Oberwiesenthal machte es möglich. Schon zuvor konnte der Verein positive Erfahrungen am Fichtelberg sammeln. "Wir haben vor einigen Jahren schon einmal die Sachsenmeisterschaften am Fichtelberg ausgerichtet", so Helga Helmert. Damals wie heute ist der Aufwand hoch. "Pro Tag sind etwa 35 Helfer und Kampfrichter nötig, um die Veranstaltung abzusichern. Außerdem übernehmen wir die Verpflegung", so die ATSV-Schatzmeisterin.

Doch der Wettkampf ist den Verantwortlichen all den Stress wert, denn sie wollen vor allem den Nachwuchs wetteifern sehen. Pro Tag gehen etwa 270 Teilnehmer der Altersklassen 10 bis 76 in die Loipe. Die Jüngsten müssen 1,8 Kilometer zurücklegen. Am weitesten haben es die Männer, die die immer noch relativ gut präparierte 2,5-Kilometer-Schleife viermal bewältigen müssen. Mit Nick Fritzsch, Felix Brünnel und Toni Rollinger schickt der ATSV selbst einige Medaillenkandidaten ins Rennen. Sogar vormittags bei den Sachsenmeisterschaften der Biathleten, die von einem anderen Verein organisiert werden, gibt es mit Xenia Lotzenburger eine lokale Hoffnungsträgerin.

Mittelsachsen holen Gold und Silber beim Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia"

veröffentlicht um 27.02.2014, 01:22 von Toralf Richter   [ aktualisiert: 27.02.2014, 01:24 ]

Fünf junge Skilangläuferinnen standen beim Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" in Schonach auf dem Treppchen - morgen starten sie dann in Oberwiesenthal bei der Sachsenmeisterschaft.

Von Steffen Bauer, Freie Presse - Mittelsachsen:

Sayda/Holzhau/Neuhausen - Trotz des raren Schnees geht es bei den jungen Skilangläufern Schlag auf Schlag, gibt es selbst in den Ferien keine Pause: Fünf junge Damen aus Mittelsachsen waren diese Woche beim Bundesfinale des Schulwettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" in Schonach in der Spur, wo sie mit dem Team des Gymnasiums Oberwiesenthal sechsmal Edelmetall schürften. Merle Richter vom SSV Sayda, Luca-Marie Prezewowsky und Anna-Maria Dietze (beide Pulsschlag Neuhausen) sowie Marie Herklotz und Johanna Mende von der SG Holzhau hatten sich beim schulinternen Test für die Auswahl der Sport-Eliteschule qualifiziert, wo sie derzeit lernen und trainieren.

Am Dienstag stand ein Skilanglauf-Technikparcours über 1,4 km an, gestern folgten die Staffelrennen in den zwei Wettkampfklassen. Am ersten Tag hatten die Mädchen des Gymnasiums Oberwiesenthal mit Anna-Marie Dietze (4.), Marie Herklotz (6.), Johanna Mende (19.) und Luca-Marie Prezewowsky (22.) souverän Team-Gold in der WK III (Jg. 1999/2000) gewonnen. Insgesamt waren 148 Mädchen aus ganz Deutschland in dieser Klasse am Start. In der WK IV (Jg. 2001 bis 2004) durfte sich auch Merle Richter über Platz 1 in der Mannschaftswertung freuen. Die 12-jährige Saydaerin kam im Einzel zudem auf Rang 3 ein und musste nur zwei Jungen vom SV Neudorf den Vortritt lassen.

(Der Wettkampfparcour am Dienstag entsprach ziemlich genau dem Snowlander-VSA-Sprint, welcher vor kurzem in Sayda, als 3. Junior-Trophy-Wettkampf, stattfand. Die Skilangläufer mussten Slalom bergab fahren, durch Tore hindurchlaufen, Rückwärtsfahren, eine Strecke ohne Stöcke laufen, Abfahrten und Anstiege absolvieren. Also Heimvorteil für unsere mittelsächsischen Sportler? Es scheint so, wenn man die Ergebnisse der Mädchen betrachtet :-)

In der Staffel gab es für Anna-Maria Dietze und Marie Herklotz gestern ebenfalls Gold mit Oberwiesenthal I, Johanna Mende und Luca-Marie Prezewowsky liefen mit der zweiten Staffel auf den Silberrang. In der WK IV durfte Merle Richter mit dem Team ihres Gymnasiums ebenfalls aufs oberste Treppchen. "Alle sind Superrennen gelaufen", lobte Lars Lehmann. Der Neuhausener arbeitet als hauptamtlicher Trainer am Stützpunkt in Oberwiesenthal und betreute die Teams beim Wettkampf im Schwarzwald.

Infos zum Schulwettbewerb JtfO:

JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA...
  • ist mit ca. 800.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der weltgrößte Schulsportwettbewerb.
  • wurde 1969 als Initiative der Zeitschrift "stern" von Henri Nannen und Willi Daume sowie der Konferenz der Kultusminister ins Leben gerufen. 
  • bietet Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten, bereits im schulischen Rahmen Wettkampferfahrung zu sammeln.
  • vermittelt u.a. positive Werte wie Fairness, Teamgeist, Einsatzfreude.
  • motiviert die Jugendlichen für ein lebenslanges Sporttreiben.
  • ist das Sprungbrett vom Schulsport zu Training und Wettkampf im Sportverein und -verband.
  • ist eine "Talentschmiede", aus der zahlreiche Spitzensportler/-innen hervorgegangen sind, wie zum Beispiel Franziska van Almsick, Boris Becker, Heike Henkel, Michael Groß, Britta Steffen, Michael Greis, Natascha Keller, Jens Filbrich oder Kathrin Rutschow-Stomporowski.
  • wird jährlich unter der Schirmherrschaft des amtierenden Bundespräsidenten ausgetragen.
  • schafft Begegnungen der Sporttalente mit Weltmeister/-innen und Olympiasieger/-innen.
  • motiviert, sichtet und fördert die Olympioniken von morgen.
Weitere Infos: www.jtfo.de

Schwungvoll ins Titelrennen

veröffentlicht um 26.02.2014, 00:46 von Toralf Richter

Ein Quintett aus Mittelsachsen ist am Wochenende bei der Deutschen Ski-Meisterschaft dabei. Auch die Sachsenmeisterschaften stehen vor der Tür, allerdings nicht in Holzhau.

Von Steffen Bauer / Freie Presse Mitttelsachsen:

Sayda/Holzhau - Während die jungen Skilangläufer am Wochenende beim Pulsschlag-SkateX in Holzhau Punkte für die Junior-Trophy-Erzgebirge gesammelt haben, durfte ein Trio internationale Wettkampfluft schnuppern. Anne Winkler und Julia Richter vom SSV Sayda sowie Jakob Vogt (SG Holzhau) waren beim Continental-Cup in Oberwiesenthal dabei und konnten sich unter den Startern aus der Schweiz, Italien, Österreich, Frankreich und Slowenien im Vorderfeld behaupten. Lena Zeise (Pulsschlag Neuhausen), die ebenfalls am Sportgymnasium in Oberwiesenthal trainiert, musste krankheitsbedingt verzichten.

Anne Winkler (U 20) lief über die 10 km klassisch auf Platz 4 unter 16 Teilnehmern und mit der zweiten deutschen Damen-Staffel über 3 x 5 km auf Rang 5. Die 19-Jährige hatte als Startläuferin auf Platz 6 gewechselt. In der Altersklasse U 18 verbuchte die zweite Saydaerin, Julia Richter, über 7,5 km klassisch den 17. Platz unter 29 Mädchen. Dazu kam Platz 7 in der Mixed-Staffel. Hier hatte die 16-Jährige aber ein Ausrufezeichen gesetzt: Als erste Läuferin des Quartetts übergab sie nach 3,3 km auf Platz 3, nur acht Sekunden hinter der Führenden. Jakob Vogt wurde 29. über die 10 km.

Diese Leistungen im Feld der stärksten Skilangläufer aus den Alpenländern lassen für das kommende Wochenende hoffen, sagt Regionaltrainer Toralf Richter. Dann ist das Trio bei den Deutschen Meisterschaften am Start, die allerdings inzwischen ins österreichische Sulzberg verlegt worden sind. Anne Winkler hat dort im Freistil-Sprint Medaillenchancen, während Julia Richter und Jacob Vogt in die Top Ten laufen können - "vielleicht sogar unter den besten Sechs ihrer Altersklasse", so Toralf Richter. Die Vergleichswettkämpfe der Alpenländer-Skiverbände in Oberwiesenthal seien "eine sehr gute Generalprobe" gewesen, erklärt der Regionaltrainer. In dieser internationalen "2. Liga" sollen talentierte Nachwuchsathleten auf spätere Einsätze im Weltcup vorbereitet werden. Bei der DM werden am Wochenende auch Lena Zeise und Nick Schneider von Pulsschlag Neuhausen starten.

Fichtelberg statt Fischerbaude

Eine wesentlich größere Gruppe aus Mittelsachsen wird am kommenden Wochenende aber erneut in der Oberwiesenthaler Skiarena an der Start gehen. Vom Freitag bis Sonntag werden am Fichtelberg nun die diesjährigen Sachsenmeisterschaften im Skilanglauf ausgetragen, zu denen knapp 350 Teilnehmer erwartet werden. Fast ein Drittel von ihnen dürfte aus dem Kreis kommen, schätzt Richter ein, wobei vor allem Pulsschlag Neuhausen, der SSV Sayda, der SV Großwaltersdorf, der ESV Nassau und die SG Holzhau große Wettkampfgruppen an den Fichtelberg entsenden werden. Ursprünglich sollten die Titelkämpfe in Holzhau über die Bühne gehen. Doch eine Durchführung sei aufgrund des fehlenden Schnees unmöglich, sagt Uwe Lachmann, der Vorsitzende der SG Holzhau. Man habe nicht einmal die Schaufeln suchen müssen, um eventuell Schneereste zusammenzutragen: "Es gibt nichts zu schaufeln." Während am Skihang beim SkateX soeben noch eine kleine Runde präpariert werden konnte, sei auf den neuen Langlauf-Strecken an der Fischerbaude an einen Wettkampf überhaupt nicht zu denken, sagt der Vereinschef.

Die Holzhauer, für die es eine Premiere gewesen wäre, bemühten sich lange zumindest um eine Verlegung ins nahe Altenberg. Dort findet aber der aus Oberhof verlegte Deutschland-Cup der Biathleten statt, erklärt Lachmann. Der Skiverband Sachsen habe seine Landesmeisterschaften deshalb am Montag nach Oberwiesenthal vergeben, wo der ATSV Gebirge/Gelobtland als Ausrichter fungiert. "Für uns wäre der logistische Aufwand viel zu groß gewesen", sagt der 49-Jährige, der im nächsten Winter aber einen neuen Anlauf starten will. Der Verband habe der SG Holzhau gute Chancen bei einer erneuten Bewerbung für die Sachsenmeisterschaften zugesichert. (mit tori)

Sachsenmeisterschaften Skilanglauf Wettkampfprogramm:

  • Freitag, 13 Uhr Einzeldistanzläufe Freie Technik (Doppelstart);
  • Samstag, 14 Uhr Klassische Technik (Massenstart);
  • Sonntag, 13 Uhr Staffelwettbewerbe.

Spektakel am Holzhauer Skihang

veröffentlicht um 26.02.2014, 00:36 von Toralf Richter

Den Skihang hinauf und wieder hinunter:

Mehr als 120 junge Sportler aus 15 Vereinen waren am Sonnabend beim SkateX in Holzhau am Start. Beim vierten Wettkampf der Junior-Trophy-Erzgebirge absolvierten die Aktiven je nach Altersklasse eine 300 bis 900 m lange Runde. In der Skatingtechnik musste zunächst ein steiler Anstieg bewältigt werden, ehe es durch Slalomtore wieder bergab ging. In der AK 8/9 (hier im Bild) war Etienne Fischer (Startnummer 1) vom SSV 1863 Sayda am Ende der Schnellste.

Die Saydaer Nachwuchssportler konnten auch erneut die Vereinswertung gewinnen, nicht zuletzt dank ihrer neun Podestplätze und führen nach vier Wettkämpfen in der Serienwertung der Junior-Trophy mit knapp 100 Punkten Vorsprung vor Pulsschlag Neuhausen.

Ausrichter des Wettkampfes, der eine Kombination aus Bergsprint und Abfahrtslauf ist, waren Pulsschlag Neuhausen und der SSV 1863 Sayda mit Unterstützung der SG Holzhau.

Die Neuhausener hatten den SkateX zusammen mit dem SSV Sayda organisiert. Und der Aufwand sollte sich in Form guter Ergebnisse auszahlen. Auf dem Kunstschnee-Streifen von Holzhau, der neben einer grau-grünen Landschaft in grellem Weiß erstrahlte, stellten die Neuhausener mit Anna Lorenz (W 8/9) und Anna-Maria Dietze (W 14/15) zwei Siegerinnen. Hinzu kamen dank Alexandra Dietze (W 12/13), Luca Marie Prezewowsky (W 14/15) und Markus Lorenz (Jugend) noch drei Bronzemedaillen.

Auch der ATSV Gebirge/Gelobtland, der in der Vereinswertung auf Rang 3 folgt, hatte dank des M-14/15-Duos Nick Fritzsch (2.) und Felix Brünnel (3.) sowie Jugend-Starter Roy Seidel (2.) drei Podestplätze vorzuweisen. Doch für Trainer Danilo Schneeweiß, der noch Nachholbedarf sieht, waren die Ergebnisse zweitrangig. "Viel wichtiger war bei diesem Wettkampf der Lerneffekt", stellt der Übungsleiter klar. Damit bezieht er sich in erster Linie auf die zweite Hälfte des Wettkampfes, als es bergab ging. Weil viele seiner Schützlinge ihre zuvor hart erkämpften guten Positionen auf dem abschüssigen Gelände wieder verloren, setzt Schneeweiß genau da den Hebel an: "Die Abfahrt ist auch für Langläufer enorm wichtig." Das Gelände sei nun mal nicht immer eben. Nicht umsonst werden bei vielen Wettkämpfen daher alpine Fahrformen mit eingebaut - so wie am Samstag in Holzhau: "Bergab mussten viele Teilnehmer mächtig aufpassen. Das war nicht ohne, zumal der Schnee sehr weich war." Trotz einiger Stürze gab es zum Glück keine Verletzungen, sodass sich die Sportler nun auf die Sachsenmeisterschaften konzentrieren können. Diese richtet der ATSV von Freitag bis Sonntag in Oberwiesenthal aus.

Quelle: Freie Presse - Mittelsachsen und Marienberg / Steffen Bauer und Andreas Bauer

Weiter geht es am 23.03.2014 - dann steigt am Keilberg, in Klínovec, mit dem Supercross, das Saisonfinale der erzgebirgischen Skilangläufer. Erwartet werden wieder Sportler aus Sachsen, Tschechien, Thüringen und Bayern.

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