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Zum Potsdamer Platz!

veröffentlicht um 17.02.2019, 09:24 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 18.02.2019, 00:10 ]

Von der "Guten Stube" zum "Potsdamer Platz"….. Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin! Nein, nein, weit gefehlt, wer aufgrund der Überschrift mit einer Wanderung im Bereich unserer Bundeshauptstadt gerechnet hatte, wird an dieser Stelle enttäuscht. Denn eigentlich ist klar, bei einer Anreise von rund 35 km werden wir nicht annähernd das Umfeld von Berlin erreichen. 

Vielmehr ging es am 25.11.2018 zunächst von Welver aus mit dem Pkw nach Dreisborn. Ein Siedlungsweiler, deren räumliche Zuordnung nicht unbedingt jedem sofort präsent ist. Wir befinden uns in einem Bereich, der noch der Stadt Arnsberg zugeordnet ist. Etwas weiter nördlich liegt das vielleicht bekannte Kloster Oelinghausen.


Start und Ziel der Wanderung: „Dreisborn‘s Gute Stube“. Ein bäuerliches Anwesen, wo in gemütlichem – aus heutiger Sicht schon fast musealem - Ambiente in der guten Stube herrlich leckerer – und vor allem selbstgebackener – Kuchen serviert wird. Aber bevor wir in den Genuss dieser Leckereien kommen, steht eine rund 16 km lange Wandertour auf unserem Programm.

Wir befinden uns im November, so dass nicht unbedingt mit bestem Wanderwetter zu rechnen ist. Man kann sich ja entsprechend kleiden. Leider ist es heute nicht nur nasskalt, sondern auch nebelig, so dass die ansonsten herrschende Fernsicht nicht genossen werden kann. Wir befinden uns anfänglich auf einem Weg östlich der Ortschaft Holzen. Zum Vergleich sollen die nachfolgenden Bilder den Fernsicht-Unterschied zwischen Vortour und Tag der Wanderung verdeutlichen.


Von der leichten Anhöhe mit dem Namen Estenberg (304 m) hat man normalerweise einen schönen Ausblick auf die Anlage des oben bereits erwähnten Klosters Oelinghausen. Weiter abwärts überqueren wir am tiefsten Punkt neben einer Furt den Bieberbach und gelangen in den Luerwald. Einem historischen Wald, der kaum durch Straßen unterbrochen wird. In diesem Naturschutzgebiet liegt auch der bekannte Wildwald Voßwinkel. 

Unser Zwischenziel ist nach einer leicht ansteigenden Forstwegpassage der „Potsdamer Platz“. Auf der Hälfte unseres heutigen Tagespensums ein geeigneter Ort für eine größere Pause. Hier treffen mehrere Wanderwege mitten im Wald aufeinander, so dass ein Platzcharakter entstanden ist. Ein Schild informiert uns über die Entstehung des Namens:

Nach der Pause folgen wir dem „Werlweg“ noch ein gutes Stück westwärts durch den schönen Wald, der auch jetzt im November seinen Reiz hat. Insbesondere der Dunst zwischen den Bäumen gibt dem Weg seinen ganz eigenen Charakter.


Nachdem wir in südliche Richtung abgebogen sind, wird der Bieberbach nun westlich der Ortschaft Holzen erneut überquert. Später streifen wir noch den Siedlungsrand und den örtlichen Friedhof, bevor ein letzter Anstieg nach Dreisborn zu bewältigen ist.


Nach rund 16 km Wegstrecke und etwas über 300 Höhenmetern begeben wir uns in die gute Stube und lassen es uns bei Kaffee und Kuchen gut gehen. Der eine oder andere fühlt sich ein wenig zurückversetzt in die Zeit, als man noch am Sonntagnachmittag zum Kuchen essen bei Oma zu Besuch war.

Auch heute verleiten die selbstgebackenen Kalorienträume dazu, durchaus ein zweites Stück zu ordern. Wir haben es uns verdient!!!


Text und Fotos: Dirk Große

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