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Naturmonument Bruchhauser Steine

veröffentlicht um 10.06.2019, 01:26 von SGV Abteilung Welver


Es ist schon ein schönes Fleckchen NRW, das wir heute am 02.06.2019 gesehen haben. Der Ort Bruchhausen ist das einzige Europa-Golddorf in NRW. Die Bruchhauser Steine sind das erste nationale Naturmonument in NRW. Damit haben sie ebensolche Bedeutung, wie zum Beispiel der „Weltenburger Donaudurchbruch“. Grund genug für einen Besuch.

 

In diesem Bereich hat das Sauerland die größten Höhenunterschiede zwischen Berg und Tal. Das haben wir bei der Wanderung ausgiebig erfahren. Etwa 500 Höhenmeter herauf und hinunter waren auf 13,5 km verteilt. Das Höhenprofil hatte es in sich.

 


Bei der Ankunft begrüßte uns ein Geleitschirmflieger mit seinen eleganten Schwüngen. Es war mit 27°C vielleicht etwas zu warm, aber fast auf der gesamten Strecke erfrischte uns eine kühle Brise. Schöne Aussichten, ein idyllischer See und ein abwechslungsreicher Wald, der Schmalahtal – Rundweg ist nicht ohne Grund ein Qualitätswanderweg. Allerdings ging es gleich bergauf. Auf den ersten drei Kilometern führte der Wanderweg „B1“ von 440 m auf 650 m Meereshöhe. Danach aber drei Kilometer auf 520 m herab. Der „Silbersee“ war erreicht und lockte zu einer gemütlichen Pause.

 


Die war auch nötig, denn die nächsten drei Kilometer führten uns auf den Feldstein, Höchstgelegenen der Steine. Aber zunächst einmal nutzten wir die Gelegenheit ein Symbol des Rothaarsteiges aufzusuchen: das Umweltmahnmal „Feuereiche“. Die Feuereiche veranschaulicht das Zusammenspiel zwischen Menschen und Feuer. Ein bronzenes Feuerband, das in einer symbolischen Flamme aus metallisch glänzenden Titanblechen endet, umschlingt die Feuereiche.

 

Hier wird die Entwicklung des Menschen im Zusammenspiel mit dem Feuer veranschaulicht. Dieser kurze Abstecher über eine viel befahrene Landstraße ist absolut lohnenswert. So jedenfalls die Kommentare der Wandergruppe.

Auf 756 m Höhe gelegen, überragt der Feldstein 45 m den Hügel. Er ist der Kleinste der Steine, aber am höchsten gelegen. Vom 9 m hohen Gipfelkreuz hat man einen fantastischen Ausblick über das umliegende Sauerland. Allerdings erfordert der Aufstieg eine gute Trittsicherheit und Balance. Zwar zeigt ein Geländer den Weg zum Gipfel, aber der Fels ist naturbelassen, mit teilweise 50 cm hohen Absätzen, zwischen den Trittmöglichkeiten. Das grenzt schon etwas an klettern. Deshalb nutzten auch nur zwei Wanderer die Möglichkeit zum Aufstieg. Die Gruppe genoss eine Pause, im Schatten.


Nun folgten wir dem Besichtigungsrundweg zum Abstieg. Die „ewige Quelle“ spendet kühles Felsquellwasser. Eine gute Gelegenheit, die Wasserflaschen mit reinem Felsquellwasser zu füllen. Davon machten wir auch reichlich Gebrauch. Nach einem Kühlen Schluck und gefüllten Wasserflaschen folgten wir dem „Graugreben´schen Jägersteig“ Richtung Rothaarsteig. Noch einmal ging es auf 600 m schon wieder bergauf zum Bornstein. Veronika bedauerte, dass man Wanderberichte, unserer Homepage, nicht kommentieren kann. Glück gehabt! Vorbei an der Beobachtungsplattform und den Infotafeln zu den dort brütenden Wanderfalken führte uns ein schmaler Pfad zum Rothaarsteig. Nun ging es aber endgültig nur noch sanft hinunter nach Bruchhausen.


Dort erwarteten uns im Café Rosengarten köstliche Waffeln und Kuchen. Diesen Genuss hatten wir uns redlich verdient. Im Schatten sitzend ließen wir es uns in gemütlicher Atmosphäre gut gehen.

Das Fazit des Tages war: anstrengend aber unbedingt lohnenswert!


Wdf., Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe

 

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