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"Kleibergrunde" ab Stadtrand Soest

veröffentlicht um 18.11.2019, 09:56 von SGV Abteilung Welver

Warum in die Ferne schweifen, wenn der Kleiberg liegt so nah?

Anfahrt: Soest, Windmühle 1

 


Die Strecke ist gut befestigt, auch nach längerem Regen gut zu gehen.

27 Wanderinnen und Wanderer nutzten die kurze Anreise am 17.11.2019 an den Stadtrand von Soest. Die Kleibergrunde zeigte auch an diesem trüben Novembertag, dass Wandern Spaß macht.

Gut begehbare Wege, abwechslungsreiche Landschaft, Wildpferde und nur 3 Stunden Gehzeit, das war die Kleiberbergrunde in diesem Jahr. Die Strecke führt in welligem Profil auf den Haarstrang. Um das NSG Kleiberg herum, an der „Steinkiste“ vorbei, über Hiddingsen zurück nach Soest.

Wäre dieser Novembertag nicht so trübe gewesen, hätten wir einen schönen Blick über die Soester Börde gehabt. Aber leider: Fernsicht? Fehlanzeige!

 

„Diese Wanderung sollten wir noch einmal bei guter Sicht, wiederholen!“ Dieser Wunsch wurde mehrfach geäußert. An mir soll es nicht liegen.

Aber der Reihe nach:

Die Fahrt zum Parkplatz dauerte nur 20 Minuten. Zunächst folgten wir dem „Hanseweg (X 13)“ Richtung Möhnesee. Durch ein kleines Wäldchen und die Kleingartenanlage „Soest Süd“, ging es Richtung Müllingsen. Unter der Autobahn A 44 hindurch war Müllingsen schnell erreicht.

 (Bild Müllingsen Eingang)

 In Müllingsen führte der Weg über den Sportplatz. Die Mannschaften des TUS Ampen und der Spielgemeinschaft Soest Süd – Müllingsen wärmten sich gerade auf. Wir waren also nicht die Einzigen, die die frische Luft suchten.

(Bild Müllingsen Ausgang)

 Durch die Feldflur zwischen Müllingsen und Hiddingsen ging es zum „Schleddetal“ in Lendringsen auch „Lendringser Schweiz“ genannt. Eine ambitionierte Bezeichnung, die sicher eher zum Schmunzeln anregt. Am Ende des Tales legten wir eine Rast ein.

Wir verließen den Hanseweg, der Richtung Stockum abzweigt und folgten dem R 26 Richtung Büecke. Ein wirklich kleiner Anstieg und wir hatten den Haarstrang erreicht. Bei klarer Sicht, sind die Beckumer Zementwerke, Hamm Uentrop, das Gersteinwerk, das Kraftwerk Lünen und manchmal auch der Florianturm im Westfalenpark zu sehen. Aber wie schon erwähnt: es war ein trüber Novembertag! An diesem Tag waren selbst die Kirchtürme von Soest nur schlecht zu sehen.

Über die Kreisstraße von Lendringsen nach Berlingsen, erreichten wir das Naturschutzgebiet „Kleiberg“. Der ehemalige Truppenübungsplatz bei Büecke ist heute das Naturschutzgebiet (NSG) Kleiberg. Hier wurden Wildpferde und Rinder angesiedelt, die das ganze Jahr in freier Natur leben.


Einige Wildpferde bekamen wir auch zu sehen. Die Rinder hatten sich in das Wäldchen zurückgezogen. Aber nicht nur freie Fläche bietet diese Runde.


Durch ein kleines Wäldchen führte uns der Weg zum Aussichtspunkt im NSG.

Vom Aussichtspunkt bot sich uns leider auch nur ein trübes Bild.

 

 

Seit kurzem hat das Restaurant „Zur Steinkiste“ geänderte Öffnungszeiten. Deshalb konnten wir hier nicht einkehren. Durch den gepflegten Ort Hiddingsen ging es zurück. Diesmal überquerten wir die Autobahn. Das Sonnenblumenfeld am Wegesrand bot einen erbarmenswürdigen Anblick.

Am Parkplatz wieder angekommen wurde mehrfach der Wunsch geäußert, die Strecke noch einmal bei guter Sicht zu wandern. Ein Vorschlag, den ich bei Gelegenheit gerne aufgreife. Die Information wird dann kurzfristig erfolgen.

Bei der Abschlusseinkehr im Café Vielhaber wurde es schwierig, unter all den tollen Torten und Kuchen zu wählen. So fand dieser Wandertag einen gelungenen Abschluss. 

Das Fazit: Die Kleibergrunde ist aus mehrfacher Sicht lohnenswert.


Wdf., Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe

 

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