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Emsquellen - Furlbachtal (19.05.2019)

veröffentlicht um 20.05.2019, 10:16 von SGV Abteilung Welver

„Der Herrgott schuf in seinem Zorn, die Senne, nah bei Paderborn.“ Diesen alten Soldatenspruch wird wohl keiner der mitgewandert ist, unterschreiben. Schön war`s, das unterschreiben wir, schon eher.

Zuerst einmal, wir blieben trocken. Der Regen kam erst auf der Rückfahrt.

Die Wanderung war als leichte Wanderung ausgeschrieben. So ergab es sich, dass der „Running Gag“, der Wanderung, die 37 Höhenmeter waren, die laut Tourenplaner, zu wandern waren. Deshalb füge ich den Ausdruck diesem Bericht bei.


Nein, schwer war die Wanderung, trotz der knapp 15 km nicht. Aber 15 km benötigen eben ihre Zeit. Dafür wurden wir mit ebenso schönen wie romantischen Landschaften verwöhnt. An der Moosheide hätte auch Hermann Löns seine Freude gehabt. Die Emsquellen und das Furlbachtal sind ebenfalls etwas für Romantiker und Naturliebhaber.


Los ging es an den Ems Erlebniswelt. Neben der Ausstellung und der Außenanlage, die den Lauf der Ems wiederspiegelt, gibt es auch Toiletten. So konnte die Wanderung erleichtert, dafür mit etwas Verzögerung, starten. Die 5,2 km des Wanderweges A 5 waren gut ausgeschildert. Der Wanderweg A 5 ist fast ausschließlich ein Sandweg, oder Waldpfad. Er führte uns, ca. 1,2 km, entlang der Panzerringstraße, des Truppenübungsplatzes Senne. Die Emsquellen liegen nur ca. 200 m vom Übungsplatz entfernt. Es geht eine kleine Treppe...


...hinunter zu einem Bohlenweg.


Dieser führt über das Gebiet der Sickerquellen und ein kleines Stück entlang des jungen Flusses. Zum Ems Informationszentrum. Hier werden noch einmal vielfältige Informationen um die Ems, ihre Landschaften und die Menschen, ihre Arbeit und ihre Verbindung zum Fluss gegeben. Eine kleine Gartengastronomie lädt Besucher, an Sonn- und Feiertage zu Kaffee, hausgemachtem Kuchen und natürlich auch zu Kaltgetränken ein.

Ein Waldpfad führt durch die, mit Laubbäumen durchsetzten, Kieferwälder in die Moosheide und weiter wieder durch die Sennewälder ....


....zur Ems Erlebniswelt. Der Weg ist mit A 5 bzw. einem skizzierten Tannenbaum gekennzeichnet. Die Kennzeichnung des Weges ist sehr gut. Ein Verlaufen ist kaum möglich.

Über den „Kapellenweg“ ging es zur „Fockemühle“. Hier war unser Startpunkt für den A 3. Der Rundwanderweg im Naturschutzgebiet Furlbachtal. Wir bogen links ab, um den Furlbachweg zum Abschluss der Wanderung zu genießen.

Über einen Waldweg kamen wir an den Ortsrand des Ortsteils „Stukenbrock-Senne“. Der A 3 bog links ab und führte über gut ausgebaute Schotterweg bis zur Gemeinde Augustdorf. Hier erwarteten uns die Beutteiche.


Was der Name bedeutet, war auch den aufgestellten Informationstafeln nicht zu entnehmen. Die Beutteiche gehören zum Gebiet des Hochheide-Moores der Senne. Seltene Tier- und Pflanzenarten haben hier ihr Zuhause.

Weiter führte der Weg zur Tutgemühle. Eine ehemalige Mehlmühle, die mit der Wasserkraft des Furlbaches angetrieben wurde. Diese Mühle ist aber schon lange nicht mehr in Betrieb. Die ehemaligen Mühlteiche dienen heute der Fischzucht. Von der Brücke hat man einen schönen Blick auf das, was uns nun erwartete: dass wild-romantische Furlbachtal. Diese Bezeichnung ist wirklich nicht übertrieben. Wer dabei war, wird es bestätigen. Am Ende des Berichtes füge ich noch einige You Tube Links an, zur Erinnerung und für die Daheim gebliebenen, als kleines „Schmankerl“.

Hier, im Furlbachtal, war der Weg nur noch ein schmaler Pfad. Über Baumwurzeln, mal am Bach entlang und mal auch etwas höher gelegen, wanderten wir und genossen die Ruhe, das Gezwitscher der Vögel und die Bachlandschaft. 



Einige Stellen luden zum Wassertreten ein. Der Bach ist klar und kühl, mit sandigem Boden.

Wieder an der „Fockemühle“ angekommen, kehrten wir ein und stärkten uns bei Kaffee und Kuchen. So langsam zogen Wolken auf und die Luft wurde drückender. Zeit zum Aufbruch und zur Ems Erlebniswelt.

Trocken und voller schöner Eindrücke traten wir den Heimweg an.

 

Für Interessierte und zur Erinnerung zum Schluss ein paar You Tube Links:

https://www.youtube.com/watch?v=CVM4XQfK2NU 1:04 min

https://www.youtube.com/watch?v=RfCLR2QyYR4    2:39 min

https://www.youtube.com/watch?v=S7fLszShGyQ      4:27 min

 

Wdf., Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe

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