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Der Fickeltünnes-Wanderweg rund um Allendorf

veröffentlicht um 16.10.2018, 10:27 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 16.10.2018, 10:29 ]

Am Sonntag, den 07.10.2018 erreichen wir nach einer 50 minütigen Anfahrt die Gemeinde Allendorf bei Sundern. Fünfzig Kilometer von Welver entfernt befinden wir uns im Naturpark Homert, einem Wandergebiet im Sauerland. Ausgangs- und Endpunkt unserer Fickeltünnes-Wanderung (plattdeutsch Fickel = Schwein) ist der Marktplatz. Da aber alle Parkplätze besetzt sind, starten wir von der örtlichen Schützenhalle unsere Wanderung.

 Wir folgen dem weißen H auf blauem Grund. Die Tour beginnt sofort mit einer Bergetappe. Auf schmalen, steilen Pfaden überqueren wir den Kreuzweg und erreichen den Gipfel des Kaukenberges in 405 m Höhe. Von hier sieht man in der Ferne das Vorbecken der Sorpetalsperre. Nach einer kurzen Verschnaufpause umrunden wir den Berg talwärts und treffen wieder auf den Kreuzweg. Drei Stationen liegen auf diesem Weg, bevor der Rundweg im kleinen aber feinen Park von Allendorf ankommt. Wir folgen bald dem Lauf der Sorpe bis an dem Fuß des Krusenberges. Bergauf folgen wir der Beschilderung bis zur Kapelle „Neues Brünnecken“, die 1891 erbaut wurde.

 

Nach einer kurzen Pause setzen wir unsere Tour fort. Über den uralten Handelsweg Soest – Köln marschieren wir nun durch ein dichtes Waldgebiet bergauf zum „Hagener Kreuz“ in 493 m Höhe. Unterwegs haben Wanderer Steine zu Skulpturen aufeinander geschichtet. Es ist schwer vorstellbar, dass in Vorzeiten hier Pferdefuhrwerke den Berg überquerten und unfallfrei die Talfahrt überstanden haben. Bald erreichen wir den Gipfel des Krusenberges. Hier oben laden Tisch und Bänke zu einer Rast ein. Rucksackverpflegung ist angesagt.

 

Zwischendurch geht unser Blick über die Ortschaft Hagen in Richtung Wilde Wiese. Gut gestärkt verlassen wir den Rastplatz und wandern talwärts durch Buchen und Fichtenwälder auf schmalen Waldpfaden immer dem weißen H auf blauem Grund folgend. 

Steil verläuft der Pfad abwärts. Gefällte Bäume und tiefe Spurrillen im Waldboden verlangen unsere volle Konzentration. Intensive Forstwirtschaft hinterlässt nun mal tiefe Furchen im Waldboden. Nach einiger Zeit verlassen wir das große Waldgebiet und warme Sonnenstrahlen begleiten uns auf der letzten Etappe unserer heutigen Tour. 

Für die Mühen des Auf- und Abstieges werden wir durch tolle Aus- und Weitsichten belohnt. Unterwegs lädt uns ein weiterer Rastplatz mit einer Schutzhütte zu einer Pause ein. Wir wandern jedoch weiter. Bald erreichen wir ein großes Areal mit Weihnachtsbäumen. Links und rechts unseres Weges befinden sich große Plantagen mit Fichten und Tannen. Im Alter von 8 bis 12 Jahren dekorieren sie dann jedes Jahr unsere Wohnzimmer. 

Ohne größere Steigungen nähern wir uns wieder Allendorf. In der Ferne sieht man die Kirchturmspitze und die umliegenden bewaldeten Berge leuchten im Schein der Sonne in den schönsten Farben, die uns diese Jahreszeit zu bieten hat. 

Nach 14 Wanderkilometer und 417 erwanderten Höhenmetern erreichen 10 Wanderfreunde den Ausgangspunkt der Wanderung. Eine schöne, abwechslungsreiche und mittelschwere Wanderung ist geschafft.


Auf der Heimfahrt legen wir noch eine Kaffeepause in Sundern ein und stärken uns von herzhaft bis süß in geselliger Runde.

 

Wanderführung, Text und Fotos: Theresia und Hans Rottmann

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