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Auf der "Holzfällerrunde"

veröffentlicht um 25.06.2019, 10:23 von SGV Abteilung Welver

16.06.2019

Erst kam das Orkantief „Xavier“, dann kam Sturmtief „Friederike“. Zweimal musste die Wanderung „Holzfällerrunde“ abgesagt werden. Jetzt endlich hat es geklappt. Im dritten Anlauf konnten wir die verkürzte „Holzfällerrunde“ wandern. Gekürzt, weil die Originalroute 22 km lang und damit etwas zu lang ist und mit 466 Höhenmetern eher eine sportliche Herausforderung. So sparten wir 6 km vom Rennweg zum Möhnesee und zurück. 16 km und 365 Höhenmeter reichen auch. Die Route wurde „Holzfällerrunde“ getauft, weil die beiden ehemaligen Waldarbeitersiedlungen Breitenbruch und Neuhaus auf dem Weg liegen.

Von Welver aus fuhren wir zum „Torhaus“ in Möhnesee – Delecke. Das „Torhaus“ heißt Torhaus, weil, bis in die 50er Jahre, hier ein Tierpark sein Zuhause hatte. Das alte Torhaus wurde, als der Tierpark aufgelöst wurde, zum Hotel und Restaurant ausgebaut. Seitdem ist es ein beliebtes Ausflugsziel. Sonntag nachmittags ist der Parkplatz mit 240 Stellplätzen voll. Morgens fanden wir aber schnell ein paar Schattenparkplätze. Der Startpunkt der Wanderung, war erreicht. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen starteten wir mit 12 Wanderern.

Auf der Waldroute ging es zur „Hevebrücke“. Der eigentliche Weg war immer noch von Resten der Aufräumarbeiten, nach dem Sturmtief „Friederike“, übersät. Ein „Trampelpfad“, um die Äste herum hatte sich aber schon gebildet. Die Waldroute (weißes „W“ auf grünem Spiegel) war schon angepasst worden. So folgten wir dem Pfad zur „Hevebrücke“. Auf der anderen Seite angekommen finden wir neben den Waldroute-Wegemarkierungen noch die Markierungen des Regionale-Projektes „Wald KulTour Südwestfalen“.


Das Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald Möhnesee e.V. (LIZ) zeichnet für diesen Teil des Projektes verantwortlich. Ziel des Projektes ist es, Landschaft- und Naturschutz mit Forstwirtschaft, Denkmalschutz und Tourismus in Einklang zu bringen. Diesem Projekt verdanken wir auch Wegesanierungen und neue Brücken, die wir sehr gelungen fanden.


Nachdem wir die Brücke über die Schmalenau passiert hatten, folgten wir dem Bach Richtung Breitenbruch. Hier wurde klar, warum diese Waldflur „Grüne Hoffnung“ heißt. Die Schmalenau ist ein idyllischer Bach, der teilweise schnell und dann wieder ruhig durch den Wald fließt. Der Waldboden ist mit Farn reichlich bewachsen. Nicht nur wenn der Wald vom Sonnenlicht durchflutet ist, ein schönes Stück Arnsberger Wald.

Auch hier zeigten sich noch die Überreste der Schäden, die „Friederike“ hinterlassen hatte.   

 

    

 

Am Ortseingang von Breitenbruch folgt die Waldroute der Landstraße. In der Ortsmitte verließen wir die Waldroute und überquerten die Straße erneut Richtung Arnsberger Wald. Vorbei am Schützenplatz und dem Feuerwehrgerätehaus erreichten wir wieder den Schatten des Waldes. Von nun an folgten wir der Wegemarkierung „X“ (Hanseweg) Richtung Neuhaus. Ein kurzer, kräftiger Anstieg auf einer Asphaltstraße führte uns auf den gut ausgebauten Schotterweg Richtung „Neuhäuser Weg“. Am Abzweig angekommen war die Zeit für eine Pause gekommen. Ein lauschiges Plätzchen mit Vogelgezwitscher, Sonnenlicht und ein lichter Buchenwald luden uns ein.


Frisch gestärkt ging es weiter hinab zum Waldparkplatz Kreuzeiche. Von hier aus folgten wir der „Forststraße“ für ca. 300m. Dann ging es hinauf zum höchsten Punkt der Wanderung, den 370 m hohen Oerberg. Oben angekommen folgten wir weiter dem „Hanseweg“. Der „X13“ ist an dieser Stelle besonders schön. Ein Waldpfad durch einen hochstämmigen Mischwald.


Nach Neuhaus hinunter, ging es über einen langen Waldwiesenweg. Die Spuren der Stürme und der Wildschweine waren auch hier unübersehbar. In Neuhaus angekommen war die Einkehr in „Fränki’s Hütte“ leider nicht möglich. Bei strahlendem Sonnenschein waren alle Tische besetzt. So beschlossen wir, weiterzuwandern.

 

Wellenförmig stieg der Weg zum Rennweg an. An der ersten von zwei Schutzhütten führt die Originalroute über den Rennweg zum Möhnesee und zurück. Diese Verlängerung ließen wir aber aus. So erreichten wir schnell die zweite Schutzhütte und damit den Rennweg. Jetzt war es nicht mehr weit zum Möhnesee-Turm. Bei dem Wetter nutzten wir die herrliche Aussicht.


Schnell noch ein Foto.  Dann war es nicht mehr weit zum Torhaus. Auf diesem Weg wurde schnell klar, dass der Möhnesee-Turm ein touristischer Magnet ist. Reger Betrieb, zu Fuß und per Fahrrad, begleitete uns. Durch den „Klangwald“ vorbei an „Windharfe“ und „Baumharfe“ erreichten wir das Torhaus.

Am Ende war leider auch hier kein Platz, für so eine große Gruppe. So wurde beschlossen, die Wanderung im Café „Dördelmann“, in Welver ausklingen zu lassen.

Wdf., Text und Fotos. Karl Heinz Hoppe

 

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