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Am Phönixsee auf den Spuren deutscher Stahlgeschichte

veröffentlicht um 31.08.2019, 01:51 von SGV Abteilung Welver

Auf den Spuren deutscher Stahlgeschichte. So steht es für Sonntag, den 18.08.2019 im Wanderplan des SGV-Welver.

Über die A 44 und B 236 erreicht die 12-köpfige Wandergruppe das östliche Ufer des Phoenix-Sees. An diesem regnerischen Sonntag erwandern wir zunächst den höchsten Punkt am See.

Die Stufen zum Gipfel sind aus Stahl. Logisch, stand doch anstelle des Sees hier das Stahlwerk Phoenix-Ost. Oben, vom 40 m hohen Kaiserberg, genießt man fantastische Ausblicke.

Im Westen steht der Hoesch Gasometer, die Hochöfen von Phoenix-West, der Florianturm und das Westfalenstadion. Auch die neue Skyline am See zeigt moderne, gelungene Architektur. Schicke Villen an den Seeufern und exklusive Penthouse-Wohnungen auf dem ehemaligen Gelände von Thyssen Krupp zeigen dem Besucher, hier wurde ein radikales Strukturkonzept zur Umnutzung eines ehemaligen Industriestandortes verwirklicht.


Wir verlassen den Kaiserberg und begeben uns auf den 3.4 km langen Rundweg in Richtung Westen zum kleinen Hafen am See. Der Weg lockt Radfahrer, Jogger und Wanderer an. An dieser Stelle auch ein dickes Lob an das Planungsteam. Vorbildlich sind hier Rad und Gehweg voneinander getrennt, Am Westufer des Sees befindet sich auch die Gastronomie. Für eine Pause ist es aber noch zu früh.


Der Weg führt uns zuerst in nördlicher und dann in westlicher Richtung zur Emscher. Einst Deutschlands dreckigster Fluss. Über die Werkbahntrasse der Eliasbahn nähert sich die Wandergruppe Phoenix-West. Hier arbeiteten einst die Stahlkocher an den Hochöfen unter feurigen Bedingungen. Von hier transportierte eine Lok die Wagen mit glutflüssigen Roheisen zur Weiterverarbeitung nach Phoenix-Ost. Die Bewohner von Hörde sprachen vom Feurigen Elias. Leider verschlechtern sich die Wetterverhältnisse. Starkregen setzt ein. Ein Besuch im Westfalenpark fällt dem Regen zum Opfer.


Eiligen Schrittes nähern wir uns wieder Dortmund-Hörde. Inzwischen ist die Emscher von einem kleinen Rinnsal zu einem reißenden Fluss angeschwollen.  Nur gut, dass wir bald unsere Einkehr Ziel am See erreichen.  Im Eiscafé „La Luna“ belohnt sich die Wandergruppe mit leckeren Eiskreationen oder mit Leckerbissen vom Kuchenbuffet.


Nach einer längeren kulinarischen Pause wandern wir die letzten 1,3 km bei trockenem Wetter zum Parkplatz zurück. Der See und die Umgebung bietet dem Besucher einige Freizeitmöglichkeiten fern von der Hektik der Großstadt Dortmund. Wir kommen bestimmt auf einen Eisbecher mal wieder zum See.   

 

Wdf.: Theresia und Hans Rottmann

Text: Hans Rottmann

Fotos: Dirk Große

    

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