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Expo Guide Warnung

Warnhinweis!

Achtung vor Bauernfängerei der Firma „Expo Guide“

 

Aussteller, die im letzten Jahr auf den Seefelder Gesundheitstagen  angemeldet waren, bekamen in den letzten Tagen Post von einer Firma Namens "Expo Guide", mit Sitz in Mexico.
 
Darin wird aufgefordert die Firmendaten abzugleichen und in einem beigefügten Antragsformular zu vervollständigen.
 

In diesem Anschreiben heißt es, dass dies zur Aktualisierung der bestehenden Daten im Ausstellerverzeichnis notwendig sei, um den Ausstellern eine problemlose Kontaktaufnahme mit Ihrem Unternehmen zu ermöglichen.

 

Kommen Sie dieser Anforderung mit Ihrer Unterschrift nach, so schließen Sie einen Vertrag mit der „Expo Guide“, der mit jährlichen Kosten in Höhe von 1.181 € verbunden ist.

Ich möchte hier ausdrücklich erwähnen, dass sich die "Expo Guide" wohl diese Daten von dieser Homepage hier gezogen hat, aus der Rubrik "Aussteller".


Ich weise ausdrücklich darauf hin,

dass Ich in keinerlei Beziehung zu der

„Expo Guide“ stehe oder stand und distanziere mich deshalb auch davon.


Wer ebenso einen Brief von dieser Firma bekommen hat, kann sich bei mir melden. Ich versuche der Sache auf den Grund zu gehen und gebe die Infos an die Betroffenen weiter.

Wer Expo Guide googelt, wird herausfinden, dass auch andere Messeanbieter davon betroffen sind.

 

Wenn Sie bereits etwas von der „Expo Guide“ unterschrieben haben, rate ich Ihnen schnellstmöglichst, Ihre Erklärung umgehend wegen arglistiger Täuschung anzufechten. Darüber hinaus, sollten Sie diesen Vertrag kündigen um eine Bezugsverpflichtung für die Zukunft auszuschließen.


In diesen Zusammenhang verweise ich auf das Urteil des LG Köln vom 4.7.2007 Az.9S 44/07.

Danach kann die Angebotsannahme zur Eintragung in ein Internetverzeichnis trotz Nennung der monatlichen Kosten wegen arglistiger Täuschung anfechtbar sein, wenn sich aus dem Angebot mittels Aufmachung und Formulierung ansonsten eine Täuschung hierüber ergibt. Kontaktieren Sie einen Anwalt, um eine Bezahlungspflicht zu überprüfen.
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Was ich im Internet gefunden habe:

 

Die Lüdenbach Masche - Unterschriftenerschleichung mit folgendem Trick: Ein bereits vorhandener - kostenloser - Eintrag - auf den im Anschreiben und in dem Formular ständig hingewiesen wird - wird dadurch kostenpflichtig, dass man das Formular zurückschickt.

Diese geschäftlich absurde Vorgehensweise ist natürlich für einen normalen Geschäftsmann undenkbar - und daher geht er nach dem normalen Muster für solche Formulare vor - er hält das Formular also für eine Korrekturprüfung oder eine Einwilligung in die Datenfreigabe oder sonst verwandt mit den Formularen von seriösen Adressbucheintragungen - hier bei Ausstellerverzeichnissen geht man zusätzlich von einem Service des Ausstellers aus.

Jedenfalls ist bei allen seriösen Adressbuchfirmen der Basiseintrag grundsätzlich kostenlos. Dass dem hier nicht  so ist, kann er nur nach einem extrem sorgfältigen Studium der ellenlangen Fließtexte auf Vorder- und Rückseite des Formulars erkennen.

Dort ist gut versteckt der Hinweis enthalten, dass durch Rücksendung des Formulars ein kostenpflichtiger Auftrag entsteht.

Gerichtlich hat das kaum Bestand (siehe Urteile) aber zur Einschüchterung der Geschäftsleute und zur Zahlungsnötigung reicht es meistens. Denn die Betrüger weisen bei ihren Mahnungen und Gerichtsdrohungen darauf hin, dass der BGH von Geschäftsleuten die sorgfältige Lektüre von Schriftstücken verlangt, bevor man unterschreibt ... Richter sind aber nicht so weltfremd, wie die Betrüger gern hätten. Richter erkennen natürlich regelmäßig, dass bei Irreführungsabsicht aufgrund unklarer Gestaltung keine Zahlungspflicht entstehen kann.

 

Die Begründung dieser Anfechtung ist abgeleitet vom sog. Henghuber Formular und bezieht sich auf die allgemeinen Merkmale der Formulare. überprüfen Sie die Begründung, ob sie in allen Punkten auch auf das bei Ihnen verwendete Vorgehen zutrifft.

"Anfechtung eines Vertragsangebotes zur Eintragung in das von Ihnen geführte Register "(Name des Adressverzeichnisses) *****__________*****) wegen arglistiger Täuschung nach § 123 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches"

Sehr geehrte Damen und Herren.

Die von Ihnen übersandten Eintragungsofferte enthält das im Geschäftsverkehr übliche Angebot, der Eintragung in ein Register zuzustimmen und fehlerhaft vorgeschlagene Eintragungsdaten zu berichtigen. Ich bin wie bei den vergleichbaren Angeboten anderer Verlage davon ausgegangen, der Grundeintrag sei (im Gegensatz zu Zusatzleistungen) wie üblich kostenfrei. Erst nach dem Erhalt der Rechnung musste ich zu meiner Überraschung zur Kenntnis nehmen, dass Sie für den "Grundeintrag" bzw. die Pflege der Daten eine jährliche Gebühr von *****__________***** Euro erheben.

Ich habe erkannt, dass Sie im Widerspruch zu den im allgemeinen Geschäftsverkehr üblichen Gepflogenheiten den Preis für Ihre angebotene Dienstleistung nicht unmittelbar bei der für die in der Offerte enthaltene Hauptleistung genannt haben. Die tatsächlichen Kosten für die angebotene Leistung ist entgegen allen kaufmännischen oder sonst im Geschäftsverkehr üblichen Gepflogenheiten mitten zwischen anderen, für die Entscheidung über den Abschluss des Vertrages unmaßgeblichen Selbstverständlichkeiten, versteckt.

Aufgrund dieser bewusst im Gegensatz zu den im Geschäftsverkehr üblichen Gepflogenheiten abgefassten Aufforderung, ein Angebot abzugeben, geht jeder durchschnittliche, auch kaufmännisch vorgebildete Leser der "Offerte" davon aus, dass der Grundeintrag kostenlos vorgenommen wird. Dies ist bei Adressbüchern, Branchenverzeichnissen oder auch bei seriösen Verzeichnissen im Internet üblich. Nur so kommt ein, auch für die Nachfrager attraktives, Adressenverzeichnis zustande.

Ich wurde daher von Ihnen planmäßig, vorsätzlich und arglistig über den wahren und von Ihnen erwarteten Inhalt meines Angebotes über die Eintragung in das Register *****__________***** (Name des Adressverzeichnisses) getäuscht. Hätten Sie sich an die im Geschäftsverkehr üblichen Gepflogenheiten, insbesondere den Preis des Eintrages direkt beim Eintragungsangebot anzugeben, gehalten, hätte ich das Vertragsangebot nicht unterschrieben. Mit dem Verstecken des Preises an einer unvermuteten Stelle haben Sie mich erst zur Abgabe der Willenserklärung veranlasst, da ich gegen einen kostenlosen Eintrag nichts einzuwenden hatte und dies den üblichen Verkehrssitten entsprochen hätte. Die arglistige Erwartung ihrerseits, der Empfänger Ihres Schreibens würde im Vertrauen auf die üblichen Geschäftssitten auf das genaue Studium der „Hinweise" und "allgemeinen Geschäftsverbindungen" verzichten, ist die Grundlage für ihre Täuschungshandlung.

Ich bin daher nach § 123 Abs. 1 BGB berechtigt, meine Willenserklärung wegen arglistiger Täuschung anzufechten. Die Anfechtungsfrist nach § 124 BGB wird eingehalten. Da es sich nicht um eine Kündigung des Vertrages handelt, ist die von Ihnen gesetzte "Kündigungsfrist" nicht anzuwenden.

Da der Vertrag aufgrund der Anfechtung nach § 142 BGB als von Anfang an nichtig anzusehen ist, sind Sie nicht berechtigt, Forderungen gegen mich, gleich welcher Art, zu erheben. Ich behalte mir hingegen vor, den mir entstandenen oder noch entstehenden Schaden, z.B. Zeitaufwand, entgangenen Gewinn, Kommunikationskosten, Kosten von Hilfspersonal, anwaltliche Beratung etc. gerichtlich geltend zu machen.

Unterschrift
Datum
Einschreiben

Ich hoffe das hilft den Betroffenen weiter.

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