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Jugendordnung


§ 1 Name und Sitz

    Die Jungschützen der Schützengesellschaft führen den Namen "Jungschützen der Schützengesellschaft
    Ilmenau e.V." und sind voll integriert.
    Die Schützengesellschaft Ilmenau e.V. mit ihrem Sitz in Ilmenau, Bücheloher Straße 1, ist unter Nr. 10 im
    Vereinsregister des Amtsgerichts Ilmenau eingetragen.





    § 2 Zweck und Aufgaben

    Die Jungschützen verfolgen ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des
    Abschnitts 'Steuerbegünstigte Zwecke' der Abgabenordnung. Sie sind selbstlos tätig und verfolgen
    nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
    Die Mittel der Jungschützen dürfen nur für jugendordnungsgemäße Zwecke verwendet werden.
    Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Jungschützen. Es darf keine Person
    durch Ausgaben, die dem Zwecke der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Bei Auflösung der Körperschaft der Jungschützen oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke geht das gesamte Vermögen in die Verwaltung der Schützengesellschaft Ilmenau über, die es unmittelbar und ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke zu verwenden hat.
    Der Jungschützenvorstand führt und verwaltet sich im Rahmen vorliegender Jugendordnung selbstständig und entscheidet über die Verwendung der ihr zufließenden Mittel.
    Die Aufgaben der Jungschützen sind unter Beachtung der Grundsätze eines freiheitlichen, demokratischen sozialen Rechtsstaates folgende:

    a)  Ausübung und Pflege des Schießsports in den Disziplinen des Deutschen Schützenbundes e.V.;
    b)  Förderung des Sports als Teil der Jugendarbeit
    c)  Pflege der sportlichen Betätigung zur körperlichen Leistungsfähigkeit, seelischer Gesunderhaltung
         und Lebensfreude;
    d)  Erziehung zur kritischen Auseinandersetzung mit der Situation der Jugendlichen in der modernen      Gesellschaft und Vermittlung der Fähigkeit zur Einsicht in die gesellschaftlichen Zusammenhänge;
    e)  Entwicklung neuer Formen des Sports, der Bildung und zeitgemäßer Gesellung;
     f)   Zusammenarbeit mit anderen Jugendorganisationen;
    g)  Pflege der internationalen Verständigung;
    h)  Vorbereitung zur Integrierung der Jungschützen ab vollendetem 18. Lebensjahr in die      Schützengesellschaft;
     i)  Politische und religiöse Bestrebungen sind ausgeschlossen.



§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft kann grundsätzlich von jedermann ab dem 10. Lebensjahr erworben werden.

    Mitglieder der Jungschützen in der Schützengesellschaft Ilmenau sind alle Schüler, Jugendlichen und Junioren beiderlei Geschlechts sowie die gewählten oder berufenen Mitarbeiter der Jungschützen.
    Die Aufnahme erfolgt auf Grund eines schriftlich an den Jugendvorstand zu richtenden Aufnahmeantrags.
    Bei Antragstellern unter 18 Jahre ist der Antrag von einem Sorgeberechtigten unterschriftlich zu bestätigen.
    Ab dem 18. Lebensjahr wird man auf eigenen Wunsch, ab dem 21. Lebensjahr automatisch in die Schützengesellschaft übernommen.
    Jedes Mitglied der Jungschützen erhält ein Exemplar der vorliegenden Jugendordnung zur Kenntnis.



§ 4 Austritt und Ausschluß

Jedes Jungschützenmitglied kann durch schriftliche Anzeige an den Jungschützenvorstand seinen Austritt aus den Jungschützen der Schützengesellschaft Ilmenau anzeigen. Der Austritt befreit nicht von den Beitragszahlungen für den laufenden Monat.


    Über den Ausschluß von Mitgliedern aus den Jungschützen entscheidet der Jungschützenvorstand mit einfacher Stimmenmehrheit. Mitglieder können ausgeschlossen werden wenn
        a) der monatliche Mitgliedsbeitrag bis zum Ende des Kalenderjahres nicht entrichtet wurde;
        b) sie rechtskräftig zu entehrender Strafe (Ausschluß) verurteilt werden;
        c) sie in grober Weise gegen die auf Ordnung und Sicherheit gerichteten Anordnungen der         Schützengesellschaft Ilmenau verstoßen oder sich durch vereinsschädigendes Verhalten mit dem         sittlichen Zweck der Jungschützen in Wiederspruch bringen.
    Ausgetretene oder ausgeschlossene Jungschützen verlieren jedes Anrecht an die Schützengesellschaft und deren Einrichtungen. Vor der Entscheidung des Jungschützenvorstandes ist das auszuschließende Mitglied anzuhören. Ihm steht die Möglichkeit des Einspruchs gegen den Ausschluß auf der nächsten Jungschützenversammlung zu. Der Beschluß der Jungschützenversammlung, der mit einfacher Stimmenmehrheit entschieden wird, ist entgültig.
    Im Falle des Todes erlischt die Mitgliedschaft.



§ 5 Organe

Organe der Jungschützen der Schützengesellschaft Ilmenau sind

  • die Jungschützenversammlung
  • der Jungschützenvorstand
  • Die ordnungsgemäß einberufene Jungschützenversammlung ist in jedem Fall beschlußfähig.
    Bei Abstimmungen und Wahlen genügt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen der
    anwesenden Stimmberechtigten. Alle Mitglieder der Jungschützen haben je eine nicht übertragbare Stimme.



§ 6 Die Jungschützenversammlung

Es gibt ordentliche und außerordentliche Jungschützenversammlungen. Sie sind das oberste Organ der Jungschützen der Schützengesellschaft Ilmenau. Aufgaben der Jungschützenversammlung sind die

       a) Entgegennahme des Jahres- und Kassenberichtes des Jungschützenvorstandes;
       b) Entlastung und Wahl des Jungschützenvorstandes;
       c) Beratung und Beschlußfassung über den Haushalts- und Trainingsplan;
       d) Wahl der Delegierten zu Jugendtagungen auf übergeordneten Verbandsebenen, zu denen        Delegationsrecht besteht;
       e) Beschlußfassung über vorliegende Anträge.

    Die Jungschützenversammlung findet jährlich ein Mal, vier Wochen vor der zu Beginn des Kalenderjahres durchzuführenden Jahresvollversammlung der Schützengesellschaft Ilmenau, statt.
    Sie wird rechtzeitig unter Bekanntgabe der Tagesordnung und eventuellen Anträgen durch Aushang und schriftlicher Einladung bekannt gegeben.
    Eine außerordentliche Jungschützenversammlung muß entweder auf Antrag eines Drittels der Jungschützenmitglieder oder auf Grund eines mit mindestens 50% der Stimmen gefaßten Beschlusses des Jungschützenvorstandes einberufen werden.
    Die Einberufung muß innerhalb von vierzehn Tagen mit einer Ladungsfrist von sieben Tagen erfolgen.



§ 7 Wahlen

Die Jungschützenversammlung wählt aus ihrer Mitte einen Wahlleiter und zwei Stimmenzähler, die insgesamt nicht dem Vorstand angehören dürfen.

    Vor der eigentlichen Wahl stimmt die Versammlung darüber ab, ob die Wahl öffentlich oder geheim durchgeführt werden soll. Es genügt stets die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
    Der Wahlleiter läßt die Versammlung über die Entlastung des bisherigen Vorstandes abstimmen. Nach der Entlastung läßt er auf Grund der aus der Versammlung zu erfolgenden Vorschläge den Jugendleiter Wählen.
    Der gewählte Jugendleiter übernimmt die weitere Wahl des Jungschützenvorstandes.



§ 8 Der Jungschützenvorstand

Der Jungschützenvorstand besteht aus dem Jugendleiter und einem Stellvertreter, zwei Beisitzern und drei Jugendvertretern (je einem der Schüler-, Jugend- und Junioren-Altersgruppe). Die drei Jugendvertreter wählen den Jugendsprecher. Der Jungschützenvorstand wird von der Jungschützenversammlung für jeweils drei Jahre gewählt. Seine Mitglieder bleiben jeweils bis zur Neuwahl im Amt. Als Beisitzer können auch Personen mit speziellen Aufgaben gewählt werden. Der Jugendleiter ist Mitglied des Vorstandes der Schützengesellschaft Ilmenau. Er, sein Stellvertreter sowie der Jugendsprecher vertreten die Interessen

    der Jungschützen nach innen und außen.
    Der Jungschützenvorstand ist für seine Beschlüsse der Jungschützenversammlung und dem Vorstand der Schützengesellschaft gegenüber verantwortlich. Er erfüllt seine Aufgaben im Rahmen der Satzung der Schützengesellschaft, der Jugendordnung sowie der Beschlüsse der Jungschützenversammlung.
    Die Leitung der Versammlungen und Veranstaltungen der Jungschützen liegt in der Verantwortung des Jugendleiters bzw. seines Stellvertreters. Sitzungen des Jungschützenvorstandes finden nach Bedarf statt, mindestens jedoch zweimal jährlich. Von den Sitzungen ist ein Protokoll zu fertigen, welches in der nächsten Sitzung zu verlesen und zu bestätigen ist.
    Der Jugendleiter gibt auf der Jahresvollversammlung der Schützengesellschaft einen ausführlichen schriftlichen Bericht über die Aktivitäten der Jugendarbeit des vergangenen Jahres, der dem Protokoll der Vollversammlung beigefügt wird. In der Verantwortung des Jugendleiters und seines Stellvertreters liegt insgesamt die Durchführung des Sportschießens einschließlich des hierzu erforderlichen Trainings.
    Im Zusammenwirken mit dem Vorstand der Schützengesellschaft können Fachübungsleiter oder C-Trainer durch vertragliche Bindung zur Unterstützung dieser Aufgaben gewonnen werden.



§ 9 Rechte und Pflichten der Jungschützen

Alle Jungschützen haben freien oder ermäßigten Zutritt zu allen Veranstaltungen. Ausnahmen werden auf Antrag durch den Vorstand der Schützengesellschaft von Fall zu Fall entschieden. Jedes Jungschützenmitglied ist verpflichtet, die Schützengesellschaft Ilmenau nach besten Kräften zu fördern, die von der Vollversammlung festgelegten Beiträge zu entrichten und die zur Aufrechterhaltung des Schießbetriebes erlassenen Anordnungen zu beachten.

    Das passive Wahlrecht steht Jungschützen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, das aktive Wahlrecht im Alter zwischen 18 und 21 Jahren zu. Für den Jungschützenvorstand ist wählbar, wer das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.




§ 10 Beiträge der Mitglieder

Jedes Jungschützenmitglied bezahlt einen Monatsbeitrag im voraus. Dessen Höhe wird von der Jahresvollversammlung der Schützengesellschaft für das jeweilige Geschäftsjahr beschlossen.

    Sämtliche Einnahmen der Jungschützen in diesem Rahmen sind für deren eigenen Bedürfnisse zu verwenden.



§ 11 Kassenführung und -prüfung

Der Jugendleiter oder sein Stellvertreter ist dem Vorstand der Schützengesellschaft gegenüber für eine ordnungsgemäße Kassenführung verantwortlich. Über alle zufließenden Mittel ist ein Kassenbuch einschließlich Belegmappe zu führen. Dem Schatzmeister der Schützengesellschaft ist jederzeit Einsicht

    zu gewähren. Er erhält auch ein Exemplar des Kassenberichtes der Jungschützenkasse für das jeweilige Geschäftsjahr.
    Zum Abschluß des Geschäftsjahres wird die Jungschützenkasse zusammen mit der Kasse der Schützengesellschaft durch die gewählten Kassenprüfer überprüft. Diese geben danach vor der Jahresvollversammlung einen Kassenprüfungsbericht und schlagen Entlastung vor.



§ 12 Wettkampfordnung - Sportordnung

Einzelheiten des Trainings, der Wettkämpfe sowie des gesamten Sportbetriebes regeln die Rundenwettkampfordnung des TSB sowie die Sportordnung des DSB. Hierbei sind Gesundheit und Sicherheit aller Mitglieder oberstes Gebot.

    Sportgeräte und Einrichtungen sind mit äußerster Sorgfalt zu behandeln und zu pflegen.



§ 13 Königsschießen

Alle Jungschützen der Schützengesellschaft Ilmenau sind - sofern der laufende Mitgliedsbeitrag entrichtet wurde - berechtigt, am Schießen um den Jungschützenkönig teilzunehmen. Dieses findet jährlich ein Mal im Zusammenwirken mit der Schützengesellschaft statt.

    Geht hierbei ein weibliches Mitglied als Siegerin hervor, erhält sie die Würde einer Jungschützenkönigin, der 'Jungschützenkönig' entfällt. Dies trifft auch auf die beiden folgenden Ränge zu, wobei in einem solchen Fall die Bezeichnung Prinz in Prinzessin umgewandelt wird.



§ 14 Änderung der Jugendordnung

Änderungen der Jugendordnung können nur in einer Jungschützenversammlung als Vorschlag für die Jahresvollversammlung der Schützengesellschaft beschlossen werden. Dies bedarf der Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der anwesenden Stimmberechtigten.

    In der Jahresvollversammlung der Schützengesellschaft ist für eine Änderung der Jugendordnung gleichfalls eine Zwei-Drittel-Stimmenmehrheit erforderlich.



§ 15 Gültigkeit

Vorliegende Jugendordnung trat auf Beschluß der Jungschützenversammlung und nach Bestätigung durch die Jahresvollversammlung der Schützengesellschaft am 26. November 1992 in Kraft.

    Eine auf Grund der Aktualisierung erforderlich gewordenen geringfügige stilistische Überarbeitung, bei der keine der bisherigen Festlegungen dem Sinn nach eine Veränderung erfuhr, wurde durch die Jungschützenversammlung am 11. April 2002 einstimmig bestätigt.

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