Stationen ihres Lebens

1129Geburt Elisabeths in einem Adelsgeschlecht im Kölner Raum.
1141
Die Eltern übergeben Elisabeth im Alter von 12 Jahren den Benediktinerinnen von Schönau.
1147
Elisabeth wird als 18jährige in Schönau eingekleidet.
1147 bis 1152
Immer wiederkehrende Krankheiten, Angstzustände und Depressionen. In Briefen ermahnt die Heilige Hildegard von Bingen, Elisabeth, im asketischen Leben besonnen zu sein.
1152
Zur Pfingstzeit: Tiefe Depressionen, Zurückweisung aller Nahrung, Erbrechen, Sündenangst, Glaubenszweifel, Lebensangst. Nach 10tägiger Krisis folgt eine Reihe visionären Verzückungen. Die Jungfrau Maria tröstet in einer Vision.
1155/1156
Egbert, Elisabeths Bruder, tritt in den Männerkonvent von Schönau ein. Sie überläßt sich ganz der Führung ihres leiblichen Bruders. Er lenkt sie und schreibt ihre Visionen in lateinischer Sprache nieder.
1156 bis 1159
In der Zeit nach dem Eintreffen ihres Bruders und unter seinem Einfluss liegt der Höhepunkt der visonären Schau Elisabeths.
1156 bis 1157
Ihr Hauptwerk entsteht: "LIBER VIARUM DEI - Buch der Gotteswege".
1156 bis 1159
Zwei weitere Werke entstehen: "DE RESURRECTIONE BEATAE MARIAE VIRGINIS - Über die Aufstehung der seligen Jungfrau Maria" und "LIBER REVELATIONUM DE SACRO EXERCITU VIRGINUM COLONIENSUM - Buch der Offenbarung der Heiligen Schar der Kölnischen Jungfrauen".
18.06.1164
Elisabeth stirbt im Kloster Schönau. Ihr früher Tod wird sehr beklagt. Sie überlässt für Schönau die tröstliche Weissagung, "dass Gottesdienst und Frömmigkeit in Schönau nimmer sterben". Ihre Gebeine werden beim Marienaltar beigesetzt.
1420 bis 1430
Umbettung der Gebeine in eine eigene Elisabethenkapelle, die jedoch beim großen Brand im Jahre 1723 vernichtet und nicht wieder neu errichtet wurde.
1584
Elisabeth wird als Heilige ins Martyrologium Romanum, dem offiziellen Verzeichnis aller Heiligen und Seligen der römisch-katholischen Kirche, eingetragen.
Ihr Gedenktag ist der 19. Juni.
1631 bis 1635
Im 30jährigen Krieg überfallen schwedische und hessische Soldaten das Kloster. Die Schweden vertreiben die Mönche, plündern das Kloster, erbrechen das Grab der Heiligen Elisabeth von Schönau und zerstören ihre Gebeine. Lediglich die Schädeldecke wird gerettet. Sie wird heute in einem Reliquiar auf dem rechten Seitenaltar der Kirche aufbewahrt.
2006
Erstmals erscheint eine Gesamtübersetzung der Werke der Heiligen Elisabeth von Schönau.





Der Elisabethen-Altar in der Klosterkirche.

In der Bildmitte das Reliquiar mit der Schädeldecke
der Heiligen Elisabeth von Schönau.