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Bierpreiserhöhung im Kampf gegen Komasaufen? Differenzierung tut Not!

veröffentlicht um 31.07.2010, 08:03 von Sebastian Kleinen   [ aktualisiert: 31.07.2010, 08:40 ]
Der Hamburger Wirtschaftsexperte Tobias Effertz plädierte gestern in der Bild-Zeitung für eine generelle Erhöhung der Biersteuer von 9 Cent bis auf 1 Euro/Liter. Ein Kasten Bier würde dann statt 11 Euro rund 20 Euro kosten.
Doch ist das wirklich die Patentlösung im Kampf gegen Komasaufen? Ich denke nicht! Das Problem beim Komasaufen oder Flatratepartys ist wohl eher die sogenannte "Druckbetankung". Ziel: In möglichst kurzer Zeit möglichst betrunken zu werden um das Rauschgefühl über den Abend verteilt erleben zu können. Ist sind Bier oder, die von uns nicht besonders geliebten Biermischgetränke mit einem Alkoholgehalt von 5% bzw. 3% da das Richtige? Wohl kaum.
Ist die Flasche Wodka mit 38% Alkohol und einem Preis von 3,50 Euro in seiner günstigsten Form doch viel Efektiver. Wieso dann einen teuren Kasten Bier für 11 Euro kaufen? Und auch wenn man zum preiswerten Bier greift ist man mit Pfand bei mindestens 8 Euro angelangt. Hinzu kommt, dass das Pfand lästig und der Kasten unhandlich ist um mit Freunden auf dem Weg zur Disco schon einmal etwas "vorzuglühen". Beunruhigend ist da doch eher, dass der Bierkonsum in Deutschland im Vergleich zu Spirituosen stark zurück geht. Schon seit Jahren ist der Bierkonsum in Deutschland rückläufig. 2008 lag der Pro-Kopf-Verbrauch laut dem Deutschen Brauer-Bund bei rund 111 Litern. Das sind fast 40 Liter weniger als noch zu den Hochzeiten in den 70er-Jahren.
 
Eindeutige Zahlen, die dafür sprechen, dass der erhöhte Alkoholkonsum in Deutschland nicht mit dem Bierkonsum in Verbindung steht!
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