Rettet Malak Ghorbany


 

 

Wieder einmal wurde eine iranische Frau zum Tode durch Steinigung in der Öffentlichkeit, dieser unmenschlichen Gepflogenheit, verurteilt. Am 28. Juni 2006 hat ein Gericht von Ourmia (im Nordwesten des Irans) Malak Ghorbany wegen „Ehebruchs“ zum Tod verurteilt. Gemäß dem iranischen Recht wird der Ausdruck „Ehebruch“ benutzt für jede intime oder sexuelle Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau, die nicht verheiratet sind. „Verbrechen des Ehebruchs“ wird auch dann benutzt, wenn eine Frau oder ein Mädchen angeklagt ist, „mit der Keuschheit unvereinbare Taten“ begangen zu haben. Was z. B. auch Vergewaltigung mit einbeziehen kann. Die Strafe für „Ehebruch“ ist der Tod.

 

 

 © Lily Mazahery 1996-2006 

 Am Tag ihrer Hinrichtung werden die Hände der Frau auf ihren Rücken zusammen gebunden, sie wird von Kopf bis Fuß mit einem Tuch bedeckt und in ein in die Erde gegrabenes Loch gestellt. Dann wird das Loch bis zu Brusthöhe zugeschaufelt. Daraufhin werden die Mitglieder der Gemeinschaft aufgefordert, sie mit Steinen zu töten. Um sicher zu sein, dass die verurteilte Frau /das Mädchen wirklich leidet und aufs höchste gepeinigt wird, hat die iranische Regierung die Größe der Steine vorgeschrieben, die während dieser barbarischen öffentlichen Hinrichtung geworfen werden. Nach dem Gesetz dürfen sie weder zu klein sein, um des eintretenden Todes sicher zu sein, noch zu groß, um einen zu „frühen“ Tod zu verhindern.

 

Das Komitee zur Verteidigung der Menschenrechte im iranischen Kurdistan hat einen Appell veröffentlicht, um das Leben von Malak Ghorbany zu retten, und ich habe die Initiative einer Unterschriftensammlung ergriffen, die an die Mitglieder der Vereinten Nationen, an Amnesty International, an den Klerus an der Macht im Iran und weltweit an zahlreiche andere Organisationen gesandt werden soll, um Einspruch gegen die barbarische Verurteilung von Malak zu erheben. Ich brauche Ihre Hilfe, um Malak das Leben zu retten, so wie wir es für Nazanin (einem jungen Mädchen von 17 Jahren) getan haben, indem Sie diese Unterschriftensammlung unterschreiben und diese Affäre an die Öffentlichkeit bringen. Ohne einen starken internationalen Druck und ohne den Ausdruck unserer Empörung über die von dem islamitischen Regime ausgeübten Greuel werden die Iraner weiterhin diesen mittelalterlichen Bräuchen unterworfen, die die elementarsten Menschenrechte verletzen.

 

Danke für Ihre Unterstützung, Ihre Freundschaft und Freundlichkeit und in der Erwartung des Tages, wo keiner Frau mehr Gewalt angetan, sie weder gequält noch ermordet wird, nur weil sie eine Frau ist.

 

Lily Mazahery

 

Madame Mazahery ist eine persisch-amerikanische Juristin, Gründerin und Präsidentin des Legal Rights Institute in Washington. Madame Mazahery ist aktive Militantin der Rechte der Frauen in der Welt und eine vehemente Gegnerin der Gesetze, die im Namen der Religion dazu dienen, die Frauen zu unterdrücken. Madame Mazahery hat Kommentare der islamischen und iranischen Gesetze und über die Verletzung der Menschenrechte in den islamischen Gesellschaften veröffentlicht. Sie hat vor dem amerikanischen Kongress von den Lebensbedingungen der Frauen und Kinder unter dem islamischen Regime im Iran gezeugt und die Greuel beschrieben, denen die Frauen in der Rechtsprechung der Charia ausgesetzt sind, wie öffentliche Hängungen, öffentliche Steinigungen und Zeitehen.

 

Für die Unterzeichnung der Unterschriftensammlung:

http://www.petitiononline.com/Malak/petition.html

 

Artikel in englischer Sprache über die Verurteilung von Malak:

http://www.adnki.com/index_2Level_English.php?cat=Security&loid=8.0.316036568&par=0

 

 

Text der Unterschriftensammlung:

 

an: Kofi Annan, UNO-Generalsekretär; Louise Arbour, Kommission der Menschenrechte der UNO; Ayatollah Sayed Ali Khamenei, Leiter der islamischen Republik des Irans; Ayatollah Mahmoud Has, Verantwortlicher der Rechtsprechung von IRI.

 

Kopie an: den ‚Präsidenten der USA, die Staatsoberhäupter der EU, Staatschefs der demokratischen Staaten der Welt, Generalsekretär der UNO, Sonderbeauftragter der Kommission der Menschenrechte der UNO, Außenminister der USA, Kongress der USA, Senator Brownback, das europäische Parlament, Amnesty International, internationale Journalisten

 

Am oder gegen den 29 Juni 2006 hat ein Gericht von Ourmia, einer iranischen Stadt im Nordwesten, eine iranische Frau, Malak Ghorbany, zum tode durch öffentliche Steinnigung verzurteilt, nachdem sie des Verbrechens “Ehebruch“ für schuldig erklärt worden war. Gemäß dem iranischen Recht wird der Ausdruck „Ehebruch“ benutzt für jede intime oder sexuelle Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau, die nicht verheiratet sind. „Verbrechen des Ehebruchs“ wird auch dann benutzt, wenn eine Frau oder ein Mädchen angeklagt ist, „mit der Keuschheit unvereinbare Taten“ begangen zu haben. Was z. B. auch Vergewaltigung mit einbeziehen kann. Die Strafe für „Ehebruch“ ist der Tod. Im Fall von Frau Ghorbany ist die Hinrichtung (Tod durch Steinigung) eine der unmenschlichsten und grausamsten Art der Tortur und Gewalt.

 

Am Tag ihrer Hinrichtung werden die Hände von Frau Ghorbany auf ihrem Rücken zusammen gebunden, sie wird von Kopf bis Fuß mit einem Tuch bedeckt und in ein in die Erde gegrabenes Loch gestellt. Dann wird das Loch bis zu Brusthöhe zugeschaufelt. Daraufhin werden die Mitglieder der Gemeinschaft aufgefordert, sie mit Steinen zu töten. Um sicher zu sein, dass die verurteilte Frau /das Mädchen wirklich leidet und aufs höchste gepeinigt wird, hat die iranische Regierung die Größe der Steine vorgeschrieben, die während dieser barbarischen öffentlichen Hinrichtung geworfen werden. Nach dem Gesetz dürfen diese Steine weder zu groß sein, um Frau Ghorbany nicht durch die ersten Steinwürfe zu töten, noch zu klein, damit ihr Körper wirklich verletzt wird.

 

Die Steinigung ist die einzige Hinrichtungsform, bei der es keinen Henker gibt. Die Tatsache, die Bevölkerung um dem Opfer zu versammeln, macht aus jedem einen Mörder. Wer an diesem Mord durch Steinigung einer Menge an einem anderen Menschen teilnimmt, sieht in diesem Brauch eher ein soziales Ereignis, eine Art Sport. Ein aktuelles Video einer Steinigung kann auf der Site http://www.iran-e-azad.org/stoning/ gesehen werden. Die im Iran aufgenommen Bilder zeigen eine festliche Stimmung unter den Menschen, die aktiv an der Steinigung teilnehmen.

 

Klar gesagt sind diese Steinigungen eine teuflische Form der tortur und des mordes und müssen eingestellt werden. Dass Menschen sich zusammen finden und mit Jubel Steine werfen, mit der Absicht einem anderen Menschen (in diesem Falle Frau Ghorbany) das Leben zu nehmen, ist ein abstoßender Gedanke. Eine derartige Barbarei und Gewalt sind ethisch betrachtet viel schlimmer als alles, was Frau Ghorbany getan haben kann. Außerdem stellt die Grausamkeit und Unmenschlichkeit des Todesurteils von Frau Ghorbany eine Verletzung der Menschenrechte nach der Internationalen Konvention der zivilen und politischen Rechte (CIDCP) dar, die der Iran unterzeichnet hat.

 

Angesichts der oben genannten Motive bitten die Unterzeichneten Sie dringend um Hilfe, um die Tortur und die unmenschliche Strafe, zu der Frau Ghorbany verurteilt wurde, zu verhindern.

Also:

- fordern wir, dass die Frau Ghorbany auferlegte Todesstrafe umgehend abgeändert wird,

- rufen wir die Autoritäten dazu auf, die Lage von Frau Ghorbany zu untersuchen, um sicher zu stellen, dass der Prozess gerecht verlaufen ist und sie während des ganzen Prozesses angemessen und mit Kompetenz verteidigt wurde;

- rufen wir die Autoritäten dazu auf, sicher zu stellen, dass die Familie von Frau Ghorbany über ihre Rechte gemäß den Gesetzen, den internationalen und islamischen Konventionen zu informieren

- rufen wir die islamische Republik des Irans auf, ihr Engagement gegenüber der Internationalen Konvention der zivilen und politischen Rechte zu achten, Konvention. die sie unterzeichnet hat.

 

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