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TA Lärm

Die technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm, kurz TA Lärm, ist eine Verwaltungsvorschrift, die ihre Grundlage in § 48 BImSchG (Bundesimmissionsschutzgesetz) findet. Sie soll in erster Linie die Allgemeinheit vor schädlichem Lärm schützen.
Immissionsrichtwerte
Nach der technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) müssen bestimmte Immissionsrichtwerte eingehalten werden. Diese Richtwerte sind jedoch je nach dem Ort und Art der Bebauung der Umgebung gestaffelt. Der Bebauungsplan oder der Flächennutzungsplan kann zur Bestimmung der Richtwerte herangezogen werden. Hinsichtlich der Lärmgrenzwerte wird zum einen nach der Ausweisung des Gebietes unterschieden und zum anderen nach der jeweiligen Tages- bzw. Nachtzeit. So sind die erlaubten Immissionsrichtwerte tagsüber in der Regel wesentlich höher als die Grenzen in der Nacht.
Die Immissionsrichtwerte für den Beurteilungspegel betragen für Immissionsorte außerhalb von Gebäuden:
 
Ziffer TA Lärm    Ausweisung    Immissionsrichtwert tags (6:00 bis 22:00 Uhr)    Immissionsrichtwert nachts (22:00 bis 6:00 Uhr)       
6.1 a    Industriegebiete    70 dB(A)    70 dB(A)       
6.1 b    Gewerbegebiete    65 dB(A)    50 dB(A)       
6.1 c    Kern-, Dorf- und Mischgebiete    60 dB(A)    45 dB(A)       
6.1 d    Allgemeine Wohngebiete    55 dB(A)    40 dB(A)       
6.1 e    Reine Wohngebiete    50 dB(A)    35 dB(A)       
6.1 f    Kurgebiete, Krankenhäuser und Pflegeanstalten    45 dB(A)    35 dB(A)    
Einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen dürfen die Immissionsrichtwerte am Tage um nicht mehr als 30 dB und in der Nacht um nicht mehr als 20 dB überschreiten.
Anwendungsbereich der TA Lärm
Die technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) findet immer dann Anwendung, wenn Lärm von einem Gewerbe ausgeht oder es sich um Industrielärm handelt.  
Beurteilungszeiträume
Die TA Lärm sieht folgende Beurteilungszeiträume vor:
·    „tags“ (6:00 bis 22:00 Uhr)
·    „nachts“ (22:00 bis 6:00 Uhr)
Für folgende Zeiten ist in Gebieten bei der Ermittlung des Beurteilungspegels die erhöhte Störwirkung von Geräuschen durch einen Zuschlag von 6 dB (sog. „Ruhezeitenzuschlag“) zu berücksichtigen:
1.    an Werktagen 06:00–07:00 Uhr, 20:00–22:00 Uhr
2.    an Sonn- und Feiertagen 06:00–09:00 Uhr, 13:00–15:00 Uhr, 20:00–22:00 Uhr.
Im Beurteilungszeitraum „tags“ wird ein Beurteilungspegel über 16 Stunden gebildet. Dieses bedeutet, dass über 16 Stunden gemittelt wird, auch wenn die zu beurteilende Anlage weniger als 16 Stunden Lärm erzeugt.
Im Beurteilungszeitraum „nachts“ wird dagegen nur die volle Stunde mit dem höchsten Beurteilungspegel, die so genannte „lauteste Stunde“ betrachtet. Es wird also nur über eine Stunde gemittelt.
Die Nachtzeit kann bis zu einer Stunde hinausgeschoben oder vorverlegt werden, soweit dieses wegen der besonderen örtlichen oder wegen zwingender betrieblicher Verhältnisse erforderlich ist.
Anwendungsbereich der TA Lärm
Die technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) findet immer dann Anwendung, wenn Lärm von einem Gewerbe ausgeht oder es sich um Industrielärm handelt.