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Der Neuzugang aus Bruchsal

veröffentlicht um 28.05.2017, 09:58 von Roman Hauzenberger
Büchenbach/Gauchsdorf – Zuwachs erhielt die Fliegervereinigung Schwabach-Büchenbach vor Kurzem für ihren Flugzeugpark. Seit einigen Wochen ist ein neues Segelflugzeug auf dem Flugplatz in Gauchsdorf stationiert. Der „Neuzugang“ spielt dabei zukünftig eine wichtige Rolle im Bereich der Schulung. Doch auch für alte Fliegerhasen dürfte das neue Modell einen entsprechenden Reiz darstellen.

Die Anschaffung eines neuen Segelflugzeugs beschäftigte Segelflugspartenleiter Dr. Stefan Wittmann schon seit einigen Monaten. Grund nach einem neuen Flugzeug zu suchen war, dass ein seit Jahren in der Schulung bewährtes Flugzeug einer Reparatur benötigte. Diese hätte aber den Zeitwert des Flugzeugs überschritten und so entstand nach Rücksprache mit dem Ausbildungsleiter der Sparte Dirk Rüdinger das Konzept zur Neubeschaffung.

Ein Neukauf eines nagelneuen Flugzeugs schlägt durchaus mit mehr als 60.000 € zu Buche. Auf Grund des hohen Finanzierungsbedarfs wurde, in Abstimmung mit der Vorstandschaft der Fliegervereinigung, daher die Entscheidung getroffen sich auf dem Gebrauchtmarkt nach einem Modell umzusehen. Die Kriterien für ein entsprechendes Flugzeug waren schnell definiert. Es musste einen außergewöhnlich guten Zustand aufweisen, gutmütig zu fliegen und entsprechend einfach zu warten sein, als auch in die definierte Budgetvorgabe passen. Kurze Zeit später wurde man fündig. Nachdem die Begutachtung durch Andreas Neri, den Leiter Technik der Fliegervereinigung, und einen entsprechenden Prüfer als auch der Testflug positiv ausfielen, konnte das Flugzeug auch gleich erworben werden.

Die Maschine vom Typ DG 100G wurde 1981 bei der Firma DG Flugzeugbau in Bruchsal gebaut. Registriert ist sie unter dem Kennzeichen „D-2770“. Wer jetzt glaubt, dass ein Flugzeug mit mehr als 30 Jahren zum „alten Eisen“ gehört, irrt sich dabei. Denn die Flugzeuge werden nicht wie Autos jeden Tag bewegt und unterliegen einer deutlich strengeren Sicherheitskontrolle. Somit ist sichergestellt, dass auch Flugzeuge in diesem Alter ohne Einschränkungen genutzt werden können.

Eine Besonderheit des neuen Seglers ist die besondere Form der Kabinenhaube. Bei diesem Modell meint man fast, man säße während des Fliegens im Freien. Eine Erfahrung die nun auch in Zukunft die Piloten am Flugplatz in Gauchsdorf genießen können.
„Mit dem neuen Modell haben wir nicht nur einen Ersatz gefunden, sondern können unseren Schülern ein wirklich tolles, neues und sicheres Flugerlebnis bieten“, erläutern Dr. Stefan Wittmann und Dirk Rüdinger.
Bereits an den vergangenen Wochenenden konnte das Flugzeug am Himmel über dem Heidenberg beobachtet werden.

Interessierte können gern das neue Flugzeug am Flugplatz in Gauchsdorf besichtigen.

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