Projektablauf‎ > ‎Fotokulisse‎ > ‎

Schwarzer Herzog - Denkmal

Lager des Schwarzen Herzogs am 2. August 1809
Ein großer Teil des Geländes, auf dem der Herzog Friedrich-Wilhelm zu Braunschweig-Lü­neburg-Oels - der „Schwarze Herzog“ genannt - mit seinem Freikorps in der Nacht vom 2. August auf den 3. August 1809 vor Burgdorf lagerte, geht am 28. Juni 1819 in das Eigentum des Schuhmachers Heinrich Sannemann über. 

Das auf einem Teilbereich des Grundstücks errichtete Gebäude "Gaststätte Schwarzer Herzog" wird rund 100 Jahre später erbaut. 

Zur Person "Schwarzer Herzog"
Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel, auch der Schwarze Herzog genannt, (* 9. Oktober 1771 in Braunschweig; † 16. Juni 1815 in der Schlacht bei Quatre-Bras in Belgien) war Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel und von Oels und wie alle männlichen Nachkommen Herzog zu Braunschweig und Lüneburg sowie einer der bekanntesten deutschen Heerführer der Befreiungskriege gegen Napoléon Bonaparte.

Der „Herzoglich Braunschweigische Korps“, wegen seiner überwiegend schwarzen Uniform auch „Schwarze Schar“ genannt, zog mit ihrem Schlachtruf „Sieg oder Tod“ über Böhmen, Leipzig, Halle, Halberstadt, Braunschweig, Burgdorf, Hannover, Delmenhorst nach Elsfleth und Brake, wo die Einschiffung nach England gelang. Erst 1814 und 1816 kehrten die Husaren nach Braunschweig zurück, nachdem sie für die britische Krone gekämpft hatten. Die Erstürmung von Halberstadt am 29. Juli 1809 und das Gefecht bei Ölper vor den Toren Braunschweigs am 1. August 1809, in der Friedrich Wilhelm sich gegen eine dreifache Übermacht behauptete, trugen ihm Ruhm ein. Die „Schwarze Schar“ entkam nach Großbritannien und das ursprünglich 2300 Mann starke Freikorps wurde in der „Deutschen Legion“ unter Befehl des späteren Königs Georg IV. von Großbritannien, in Spanien und Portugal aufgerieben.
Am 22. Dezember 1813 traf Friedrich Wilhelm im durch Preußen befreiten Braunschweig ein. Gegen den zurückgekehrten Napoleon zog Herzog Friedrich Wilhelm mit neu formierten Truppen den Briten und Preußen zu Hilfe. Am 16. Juni 1815, zwei Tage vor der Schlacht bei Waterloo wurde er bei Quatre-Bras in Belgien erschossen; seine Soldaten erreichen nach starken Verlusten am 29. Januar 1816 Braunschweig.

Text über Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel aus dem dt. Wikipedia entliehen.