4.2.2 Temperatur

Auch die Temperaturen am Wettkampfort spielen eine nicht zu vernachlässigende Rolle. In der Öffentlichkeit hat sich der Glaube durchgesetzt, dass heiße Temperaturen eher kurzzeitige Belastungen und kühle Temperaturen eher längere Belastungen begünstigen. Beispielsweise sprach Kurt Ring, Meeting-Direktor der Sparkassen-Gala 2011 in Regensburg, im Vorfeld des Meetings von einem Zwiespalt, „einerseits sich 35 Grad im Schatten für die Sprinter zu wünschen, andererseits milde, eher kühlere Temperaturen für Bestzeiten in Richtung Langstrecke“[1]. Deshalb wurde kurzerhand eine „Läufernacht“ ins Leben gerufen, in der durch die absinkenden Abendtemperaturen günstigere Bedingungen für die Langstreckenläufer erhofft wurden. Auch Michael Schrader gab nach seinem Comeback bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften im August 2010 laut Reitze (2010) an, dass das Erreichen der 8000-Punkte-Marke für ihn aufgrund des nasskalten Wetters ein großer Erfolg war und bei wärmerem Wetter noch erheblicher Spielraum nach oben gewesen wäre[2]. Inwieweit diese Behauptungen gerechtfertigt sind, wird in den folgenden Unterpunkten analysiert.


[1] [29], LG Telis Finanz Regensburg News (2011), 1. Absatz

[2] [33], Reitze (2010), S.17