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Unterm Berg beim Zwerg

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Gleich doppelt ein Zwerg

– Sina Blackwood –

 

Es schleicht der Zwerg durch Berg und Tann,

weil er wohl nicht mehr schlafen kann.

 

Die ganze Nacht lag er schon wach,

ihn plagt ein großes Ungemach.

 

Sein Vetter, Beutelfried der Große,

hat nämlich mehr in seiner Hose.

 

Man sagt, Fips’ Augenschmaus Dietlinde

drum oft zu Beutelfried verschwinde.

 

„Verdammter Mist! Was mach ich nur?
Da hilft kein Zetern, keine Kur …

 

Wen kann ich fragen, wer mir helfen?
Ich geh am besten zu den Elfen!“

 

Dass das der größte Fehler war,

ist schon am nächsten Morgen klar.

 

Der Kuckuck ruft, statt „Guten Morgen“,

„Na? Hast du in der Hose Sorgen?“

 

Die Frösche grinsen kichernd „quaaaak“,

versau’n ihm fast den ganzen Tag.

 

Am Ende geht er nicht mehr raus

und brütet finst’re Pläne aus.

 

Wird grimmig, böse und gemein,

das findet Hutzeleide fein.

 

Die zaubert gern zum Zeitvertreib

und Fips nimmt sie zum Eheweib.

 

Gemeinsam sind sie nicht zu stoppen,

man hört sie nächtelang laut *

(*Blümchen pflücken)

 

So gibt’s im Berg, nach ein paar Jahren,

Giftzwerge in hellen Scharen.



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