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Unter dem Banner des Gefleckten Drachen

...

Wie der Vater so der Sohn 

Ian verbrachte die Nacht in Gesellschaft seiner Großmutter Lady Fran in der Bibliothek der Burg. Sie weihte ihn in die letzten Geheimnisse des Clans ein, die er als Ritter wissen musste.

Sir Timothy und Lady Shona hatten ihr gern diese Aufgabe überlassen, lenkte es sie doch ein wenig von ihrem Kummer ab.

Als die ersten Sonnenstrahlen in den Raum huschten, erhob sich Fran. »Ich werde jetzt eine Stunde ruhen. Aber vorher müsst Ihr mir versprechen, sofort nach mir zu rufen, wenn Ihr irgendwann zu meinen Lebzeiten keinen Ausweg mehr seht.«

»Wie meint Ihr das?«

»Wörtlich, mein lieber Sir Ian. Schwört mir, dass Ihr nicht zögern werdet, einen telepathischen Hilferuf zu senden, wenn Euer Leben verloren scheint!«

Nach kurzem Überlegen schwor der junge Ritter, genau dies zu tun. Der seltsame blaue Schein in Lady Frans Augen bewog ihn dazu. Als er ihn bemerkte, fiel ihm plötzlich jene Geschichte ein, nach der Fran in Sekundenschnelle einen ganzen Landstrich niedergebrannt hatte, um die Männer aus einer tödlichen Falle zu retten.

»Ich möchte nur nicht, dass Ihr Euch für mich opfert«, erklärte er.

Fran blinzelte ihm zu. »Das, lasst meine Entscheidung sein.«

Ian atmete einmal tief durch. Er wusste, dass nichts und niemand sie davon abbringen konnten, für ihn genau das zu tun, was sie für ihre große Liebe William riskiert hatte.

»Und Ihr versprecht mir das Gleiche!«, bat er.

»Ich schwöre es«, erwiderte Fran mit fester Stimme.

Bereits zwei Stunden später war er sehr dankbar dafür. König Vincent kam sofort auf den Punkt, kaum dass alle ihre Plätze am runden Tisch des Saales eingenommen hatten. »Sir Timothy, berichtet uns, welche Ahnungen Euch bedrücken!«

Mit den Worten: »Wir Drachen werden in einen ungewöhnlichen Kampf ziehen müssen«, begann Timothy, den Clan in ein unglaubliches Geheimnis einzuweihen. »Nicht in unserer Welt möchte ich es nennen. Es gibt noch ein anderes Drachenvolk, dem der Tod droht, sollten wir ihm unsere Hilfe verweigern.«

Er schaute in die Runde und Gesichter, die deutlich Erstaunen, Erschrecken und völlige Verblüffung widerspiegelten. König Vincent beugte sich nach vorn, um sich nicht ein einziges Wort entgehen zu lassen.

»Bisher haben wir alle geglaubt, unsere Welt ende am Rand des Ozeans. Wir haben uns geirrt. Unsere Ländereien sind nicht der einzige bewohnte Punkt im unendlichen Blau des Wassers. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen.«

Der letzte Satz bewirkte, dass einige aufsprangen und wild durcheinanderredeten. Sir Vincent ließ ihnen einige Sekunden, ehe er sie zur Ruhe rief.

Sir Timothy dankte mit einem Nicken und berichtete weiter: »Viele von uns sind schon weit hinausgeflogen und haben nur Wasser gesehen. Ich hingegen bin so hoch aufgestiegen, dass ich kaum noch atmen konnte in der dünnen Luft und ich habe in weiter Ferne mehr entdeckt. Auf der anderen Seite des Salzwassers gibt es riesige gelblich-braune Flächen und Bäume, wie sie hier nicht wachsen. Genau von dorther kommt der Hilferuf.«

Keiner wagte zu fragen, ob er sich nicht vielleicht geirrt habe. Schon gar nicht jetzt, wo ihn der Geist des Großen Drachen leitete.

Also bat der König um Informationen, zu jenem geheimnisvollen Volk, die ihnen Timothy gab, soweit sie ihm bekannt waren.

»Es sind Drachen, die tief im Meer leben. Sie ähneln uns von Gestalt. Aber ihre Körper sind langgestreckt, haben winzige Flügel, mit denen sie perfekt durch die Fluten, aber nicht durch die Lüfte gleiten können. An Land überleben sie nur wenige Stunden. Einige von ihnen sind im süßen Wasser eines gigantischen Sees gefangen, welcher nun auszutrocknen droht.

Für uns ist das nicht das einzige Problem – es gibt dort Menschen, die alle Drachen töten wollen. Gut möglich, dass sie begonnen haben, den See trocken zu legen.«

Mit einer Handbewegung bat er, weitersprechen zu dürfen, was ihm Sir Vincent gewährte. »Da gibt es noch etwas, worauf wir uns einstellen sollten. Die fremden Drachen können sich nicht in menschliche Gestalt verwandeln. Eine Annäherung ist also nur im Schuppenpanzer zu empfehlen, wenn wir nicht zwischen ihren Zähnen landen wollen.

Das ist im Augenblick alles, was es an Fakten gibt. Mein Vorschlag ist, telepathischen Kontakt aufzunehmen, um mehr zu erfahren. Die Entscheidung darüber, und zum weiteren Vorgehen, obliegt unserem König.«

Sir Vincent bedankte sich für die umfassenden Informationen, um Timothy sofort aufzutragen: »Ihr sollt mein Botschafter sein. Versucht, die Fremden mit Euren Gedanken zu erreichen. Eure menschliche Vergangenheit, gepaart mit Euerm Dracheninstinkt, sind hier die besten Ratgeber. Nichtsdestotrotz sollten wir uns auf einen Kampf vorbereiten, falls das andere Volk tatsächlich unsere Hilfe wünscht.«

»Wie sollen wir diese immense Entfernung überfliegen können?«, fragte ein rangniederer Drache skeptisch.

Ein kurzer Blickwechsel zwischen den Herren Timothy und Vincent genügte, dann antwortete der Herr der Smaragdberge. »Sollte es wirklich zu dieser Unternehmung kommen, müssen wir große feste Boote haben, mit denen wir Waffen, aber auch Proviant transportieren können. Drachen werden sie ziehen und, wenn ihre Kräfte nachlassen, mit jenen tauschen, die in den Booten sitzen.«

Andrew schaute triumphierend um sich: »Ich wusste doch, dass er immer eine Lösung findet!«

Am Nachmittag des gleichen Tages schnürte Lady Fran ihr Bündel. Sie verabschiedete sich vom Clan und besonders innig von ihrer Familie, um in den Nebelwald aufzubrechen. Eine Begleitung durch Ian, oder einen anderen Drachen, lehnte sie kategorisch ab.

»Ihr könnt mich aber gern besuchen kommen, wenn Ihr, irgendwann einmal, nichts Besseres vorhabt«, erklärte sie, verwandelte sich, griff nach ihrem Kleiderpaket und segelte majestätisch davon.

Timothy zog Shona fest an sich. »Sie wird lange brauchen, um den Verlust Eures Vaters zu verarbeiten.«

König Vincent krallte die Finger in die Steine der Burgmauer, von wo aus Fran gestartet war. Obwohl sie nicht älter als er war, hatte er die Frau seines Vaters sehr verehrt. Maya legte ihren Kopf an seine Schulter und schaute der Davonfliegenden wehmütig nach. Vielleicht wäre sie ja hiergeblieben, wenn wir Kinder hätten?

Womöglich kommt sie wieder, wenn wir eines Tages welche haben? Vincent hob hilflos die Schultern. Das Schicksal ließ sich nicht zwingen. Den einzigen freien Platz im Clan würde demnächst ganz sicher ein Baby einnehmen. Nur, wessen Kind, konnte keiner voraussagen.

Die Nächsten, die abreisten, waren die Gäste von Emerald Castle. Sir Timothy verwandelte sich unter den neugierigen Blicken der anderen Clanmitglieder als Erster. Die Macht des Großen Drachen ließ ihn zu einem Giganten werden, der sogar den alten König in den Schatten stellte.

Zwei Ritter, zwei Pferde, gebot er, damit Lady Shona ohne Last fliegen konnte.

Ian half ihm, die Pferde sicher zu greifen. Als er abhob, war es, als träfe eine Orkanböe die Zuschauer. Einige, die zu nahe standen, fanden sich auf allen Vieren wieder.

Ian konnte sich ein amüsiertes Grinsen nur mühsam verkneifen. Er wartete, bis seine Mutter ebenfalls gestartet war, ehe er sich mit seinem Ritter und dessen Pferd auf den Heimweg machte.

Die sonst so menschenleere Gegend wimmelte geradezu vor Reitern, welche schon am Tag zuvor die Burg verlassen und den Weg nach Hause angetreten hatten. Ian fing mit seinen scharfen Drachenohren belanglose Gesprächsfetzen auf.

Manchmal hatten sich mehrere Ritter zusammengeschlossen, um die Reise kurzweiliger zu gestalten. Sie winkten zu den Drachen herauf und zogen weiter. Im Anflug an einen dieser Züge gewahrte Ian etwas, das seine Neugier erregte.

Es waren vier Berittene, denen ein Fünfter mit etwas Abstand folgte. Jener letzte Mann hatte Blutergüsse im Gesicht und wurde mit Schmähreden bedacht, wenn er sich nur um einen einzigen Meter näherte.

Sogar Ians Begleiter wurde aufmerksam. »Das da unten ist Kunz mit seinen Knappen und, wie es aussieht, hat er den Pechvogel vom Turnier schwer in die Mangel genommen.«

Fragend schaute Ian seinen eigenen Mann an, denn der hätte seine telepathischen Worte nicht verstanden. Er wusste, dass Kunz seinen Knappen geohrfeigt und wüst beschimpft hatte, als dieser Vorletzter geworden war.

Da drangen auch schon üble Worte in seine Ohren, die ihn geradezu zur Landung zwangen. Also überflog er die Gruppe und ging genau vor deren Pferden nieder. Das weite Abspreizen der lederigen Schwingen machte Ian noch größer, als er ohnehin schon war. Gemächlich setzte er Pferd und Ritter ab. Ohne sich zu verwandeln, ging er mehrere Schritte direkt auf Ritter Kunz zu, dem jegliche Bösartigkeiten buchstäblich im Hals stecken blieben. In unmittelbarer Nähe zu Kunz nahm Ian menschliche Gestalt an.

»Was wollt Ihr von mir?«, stotterte Kunz, das finstere Gesicht des jungen Ritters beinahe ängstlich taxierend.

Ian streckte die Hand aus. »Diesen Knappen!«

»Nehmt ihn, wenn Ihr hungrig seid«, brabbelte Kunz und bereute sofort, was er gesagt hatte.

Denn Ian kam auf Armlänge heran, um ihn mit zusammengekniffenen Augen zu betrachten, als habe er sich ihn zur Mahlzeit gewählt.

»Steig ab!«, befahl er gleichzeitig dem angstschlotternden Knappen. »Sei unbesorgt, ich fresse keine Kinder. Ritter hingegen schon.«

Kunz begann so heftig zu zittern, dass die ganze Rüstung schepperte. Ians Ritter von Emerald Castle hatte sein Visier geschlossen gelassen und so konnte auch keiner das genüssliche Grinsen sehen. Der Sohn seines Herrn war eindeutig nach dem Vater geraten.

»Aber die Rüstung bleibt hier«, konnte sich Kunz nicht verkneifen, zu sagen.

Ian bedeutete dem Knappen, sich zu entkleiden. »Umso weniger muss ich schleppen.«

Kunz fielen bald die Augen aus dem Kopf, als Ian seinen prachtvollen Umhang abnahm, um ihm dem Knappen zu reichen. Erst jetzt entdeckte er das Wappen und begriff, dass er sich soeben mit dem Sohn des Gefleckten Drachen angelegt hatte.

Dieser hatte sich schon wieder verwandelt, Ritter und Knappen auf den Rücken genommen, das Pferd gegriffen und mit schwerem Flügelschlag abgehoben. Eine halbe Stunde nach den anderen erreichten sie die Smaragdburg.

Lady Shona war voller Sorge im Burghof geblieben, um auf Ian zu warten. Sie hatte sich noch nicht daran gewöhnt, dass er als Ritter nun eigene Wege gehen werde. Voll Staunen sah sie jetzt, wie ein halbnackter, von Peitschenstriemen und Blutergüssen übersäter, Junge vom Rücken ihres Drachensohnes sprang und sich sehr tief vor ihr verbeugte.

»Ich habe es vorgezogen, ihn mir als Knappen zuzulegen, ehe ihn Ritter Kunz aus bloßer Freude am Quälen totschlägt«, erklärte Ian, als er sich zurückverwandelt hatte. »Bitte lasst ihn für mich einkleiden.«

»Darum sollte ich mich wohl lieber selber kümmern«, seufzte Shona. Dann wandte sie sich dem neuen Mitbewohner zu. »Wie heißt du? Und wie alt bist du?«

»Ich heiße Jim und bin elf Jahre alt, Herrin.«

»Wer sind deine Eltern?«

»Die Gänsemagd von Sir Kunz ist meine Mutter. Einen Vater habe ich nicht.«

»Ein Schelm, wer Böses dabei denkt«, warf der noch anwesende Ritter ein. »Dem traue ich zu, die eigenen Früchte zu verderben.«

Shona zog die Augenbrauen zusammen. Sie dirigierte den Knaben an der Schulter ins Badehaus, wo ein Knecht schon heißes Wasser in den Zuber füllte.

»Behandelt Sir Kunz deine Mutter gut?«

Jim schüttelte den Kopf. »Er schlägt sie oft. Besonders wenn er betrunken ist.«

Shona ließ Timothy und Ian rufen.

»Wann wird Kunz die eigenen Ländereien erreichen?«

»In etwa vier Stunden. Warum fragt Ihr?«

Shona deutete auf den Jungen in der Wanne. »Seinetwegen. Bitte holt seine Mutter dort weg, bevor Kunz ankommt«, sprach sie mit flehendem Blick.

»Wenn das Euer einziger Wunsch ist, wird ihn Ian sofort erfüllen.« Timothy hauchte ihr einen Kuss auf die Wange.

»Woran erkenne ich deine Mutter?«, wollte Ian wissen.

»Ritter Kunz hat nur eine Gänsemagd. Sie trägt das gleiche Muttermal wie ich an der linken Seite des Halses und heißt Anne.« Jim reckte das Kinn hoch.

»Ziemlich markant«, stellte der Herr der Smaragdberge fest, während Ian als Drache davonhuschte. »Aber deine blauen Striemen sind auch nicht zu übersehen.«

Jim biss sich auf die Unterlippe.

»Ach, das wird schon wieder«, tröstete ihn Sir Timothy. »Die wichtigste Regel in diesem Haus lautet: Sei immer ehrlich. Dann hast du nichts zu befürchten. Morgen werden wir erst einmal schauen, was du alles kannst und was du noch lernen musst.

Lady Shona wird dir Salbe geben, die du auf alle deine Wunden auftragen solltest, damit sie nicht mehr schmerzen und schnell heilen. Dann gehst du rüber ins Gesindehaus und lässt dir vom Koch etwas zu essen geben. Inzwischen bereiten wir einen Schlafplatz für dich vor.«

Jim bedankte sich sehr für so viel Güte und versprach, alle Regeln getreulich zu befolgen.

 

Rund 100 Kilometer entfernt, setzte Ritter Ian gerade zur Landung an. Er hatte die kleine heruntergekommene Burg Kunzens ein paar Mal überflogen. Der Hausherr schien tatsächlich noch nicht da zu sein. Bei einem Bauern, ganz in der Nähe, borgte sich Ian ein gutes Pferd. Ein paar größere Silbermünzen bewirkten, dass er einen nagelneuen Sattel und ein paar mündliche Informationen dazubekam.

So fand er recht schnell auch den Teich, auf welchem unzählige Gänse schwammen und lautstark schnatterten. Am Ufer stand eine abgehärmte ärmlich gekleidete Frau, die die schneeweißen Tiere bewachte.

Ian hielt direkt auf sie zu. »Sei gegrüßt, gute Frau. Sind das die Gänse des Ritters Kunz?«

»Das sind sie, hoher Herr.«

»Sie sind wohl genährt und müssen köstlich schmecken.« Ian zügelte sein Pferd. »Hättest du nicht Lust, die Gänse des Herrn der Smaragdberge zu solchen Prachtexemplaren heranzuziehen?«

Die Frau schüttelte ganz langsam den Kopf.

»Warum nicht? Er zahlt gut!«

Sie schlug die Augen nieder. »Es ... es geht nicht.«

»Wegen deines Sohnes?«

Sie zuckte so heftig zusammen, dass sie Ian fast leidtat. »Was wisst Ihr von ihm?«

»Ziemlich viel. Willst du es dir nicht noch einmal überlegen?«

»Nein. Ich kann nicht weg. Ich schwöre es bei seinem Leben.«

Ian sprang vom Pferd. »Schwöre lieber auf etwas anders. Das Leben hätte dein sauberer Ritter Kunz fast aus Jim herausgeprügelt.«

»Wo ist er? Ich will zu ihm!«

»Dann solltest du mir jetzt sofort ohne Widerrede folgen.« Ian wartete nicht erst auf Zustimmung. Er hob sie einfach auf das Pferd und sprang hinter ihr auf. Vor dem Hof des Bauern hieß er sie, hinter einem Baum zu warten, bis er wieder da sei.

Er brachte das Pferd zurück und führte die verängstigte Mutter auf eine große Wiese. »Bleib genau hier stehen und schreie nicht, egal was gleich passiert. Wenn du tust, was ich sage, wirst du Jim gesund wiedersehen.«

Die Frau fiel mit einem matten Seufzer in Ohnmacht, so entsetzt war sie, als plötzlich ein riesiger Drache nach ihr griff und sie durch die Lüfte davon trug.

Auch gut, murmelte Ian, pfeilschnell verschwindend. Da hab ich etwas weniger Mühe. Und eins weiß ich genau, bei irgendeinem Turnier treffe ich im Kampf auf Kunz und werde ihm eine ordentliche Abreibung verpassen. Nennt sich Ritter und vergreift sich an wehrlosen Frauen und Kindern. Nicht zu glauben!

Sir Timothy kam aus dem Haus, als sich Ian zur Landung anschickte. »Ihr habt ziemlich laut über Ritter Kunz nachgedacht, mein Sohn.«

Ian winkte ab. »Noch lieber hätte ich ihm die Worte mitten ins Gesicht gesagt.«

»Das glaube ich Euch gern. Vor allem, nachdem mir Ritter Thomas erzählt hat, wie Ihr zu Euerm Knappen gekommen seid.«

Timothy winkte einen Knecht heran, der die ohnmächtige Magd ins Gesindehaus tragen sollte.

Ian zeigte mit dem Daumen über seine Schulter hinterher. »Gut geht es keinem bei Kunz. Seine Gänse haben mehr Fett unter dem Gefieder, als seine Leute in ihrem ganzen Leben in der Suppe oder auf dem Brot gesehen haben. Ich werde jetzt erst einmal Jim zu seiner Mutter bringen, dann sehen wir weiter.«

»Ich werde Euch nicht aufhalten.« Timothy schaute seinem Sohn mit Stolz hinterher. Fast wie damals, als Sir Andrew einen kleinen Waisenjungen namens Timothy aufgelesen hat. Er warf dem Stern auf seinem Wappen einen liebevollen Blick zu.

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