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Über uns

Die Geschichte vom Reinhold dem Dritten, beginnt bereits 700 Jahre vor unserer Zeit.

Die Niederlassung der Siebenbürger Sachsen, der ältesten deutschen Siedler auf dem Territorium des heutigen Rumänien, im "Lande jenseits der Wälder" (terra ultrasilvana), erfolgte im 12. Jahrhundert im Zuge der deutschen Ostkolonisation. Die ersten "deutschen Gäste", die in der Hermannstädter Provinz angesiedelt wurden, folgten dem Ruf des ungarischen Königs Geysa II (1141 - 1161) zum Schutz der Grenzen gegen Mongolen- und Tatareneinfälle und zur wirtschaftlichen Erschließung des Landes. Durch Innenkolonisation und neue Siedlerzüge wurde der den deutschen Kolonisten zugewiesene "Königsboden" besiedelt. Name und Urheimat der Siebenbürger Sachsen - die Bezeichnung "Sachsen (saxones)" geht auf das mittelalterliche ungarische Kanzleideutsch zurück - konnten nicht eindeutig bestimmt werden. Es gilt als gesichert, daß "unsere getreuen deutschen Gastsiedler", wie sie in der 1224 in der ersten erhaltenen Reichsverleihung durch den ungarischen König Andreas II., dem sogenannten "Goldenen Freibrief", genannt wurden, aus dem linksrheinischen fränkischen Raum nach Osten gezogen sind. In dem "Andreanum" sind der besondere Status und die Vorrechte der ersten deutschen Siedlergruppe fixiert, die danach auf fast den gesamten Siedlungsraum der Siebenbürger Sachsen ausgedehnt wurden. 

Hier lebten die Vorfahren als einfache Bauern und Handwerker

Die Geschichte von Tartlau 1211 - 1999 (Quelle: Adressenverzeichnis der 9. Tartlauer Nachbarschaft 8.Auflage (Stand 2014))

Im Jahr 1981 erblickte Reinhold an einem kalten Sonntagmorgen im Februar, es war Jahrmarkt in Tartlau, das Licht der Welt. Zur gleichen Zeit jedoch nicht abhängig voneinander, wurde im Hof ein Schwein geschlachtet.

Reinhold ist der erste Sohn von Reinhold dem Zweiten (Elektriker) und Rosa der Tochter von Johann dem Baumeister und Rosa geb. Römer aus Tartlau.

Reinhold der Zweite ist der erste Sohn von Reinhold dem Hufschmied  und der Rosa geb. Zerbes aus Brenndorf.

Wie man hier erkennen kann war die Namensvielfalt sehr eingeschränkt und so wurden sie über Generationen hinweg weitervererbt. Freilich führte das oft zu Missverständnissen und Verwechslungen, das nahm man allerdings in Kauf.

Der kleine Reinhold erlebte eine unbeschwerte Kindheit auf dem Hof an der Tartel einem kleinen Bach, wo er oft fischen ging, mit einem Stecken an dem ein umgebogener Nagel an einem Stück Schnur befestigt war, aber nichts fing. Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehörte im Sommer auf die vorbeifahrenden Pferdewagen zu springen und ein Stück mitfahren.

Im Winter fuhr er auf der Straße Schlittschuhe oder hängte mehrere Schlitten aneinander um sie wiederum an einen Pferdewagen anzuhängen.

Er hatte schon damals viel Unfug im Kopf.


Als die Unterdrückung und Diskriminierung gegen die Siebenbürger Sachsen im Land zunahm und die Zukunft ungewiss wurde, wanderte die Familie zurück ins deutsche Land, genauer nach Crailsheim an der Jagst.

Da Reinhold handwerklich recht unbegabt war lernte er den Beruf des Altenpflegers.

Als Reinhold erwachsen wurde lernte er Stefanie kennen, die endlich einen neuen Namen in die Familie brachte und alsbald ehelichte. Er nahm an Vaterstatt die liebreizende Anna, Tochter der Stefanie mit Freuden an.

Als Anna erwachsen war zog es die Eheleute Reinhold und Stefanie nach Schmidhausen im Schmidbachtal und später nach Gronau im Bottwartal.

Hier erlernte Reinhold mit vielen Verletzungen geprägt die Fertigkeiten des Pfeifenschnitzers.

Mittlerweile hat es das Ehepaar wieder nach Crailsheim im Jagsttal verschlagen. In der eigens eingerichteten Werkstatt schnitzt er seither viele Pfeifen.

Meine Pfeifen sind direkt über mich zu erwerben. Ich fertige aber auch nach Anfrage.

Mittlerweile habe ich über 700 Pfeifen geschnitzt. Neben Pfeifen stelle ich auch Nadelbindenadeln, Quirle, Löffel und Webschiffchen her.


Aktuell verfügbare Pfeifen findet ihr hier.


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