Bilder unseres Waldes
Bilder unseres Waldes
Der Vorstand der Realgemeinde Angerstein
Stand: Januar 2022
Berndt Sievert Funktion: 1.Vorsitzender
Michael Pickel 2.Vorsitzender
Hans-Jürgen Becker Protokollführer
Heino Marten - Dieter Thiele Beisitzer
Volker Kurre - Rechnungsführer -
Aus den Protokollbüchern ab dem Jahr 1920 liegen uns auszugsweise
folgende Eintragungen vor:
Vorstandsvorsitzende:
ab
1920: Franz van Daake
1932: Heinrich Reese
1946: Karl Bode
1958: Willi Kurre
1973: Fritz Rusteberg
1997: Berndt Sievert
12.12.1920:
Wahl des neuen Vorstandes:
1. Vorsitzender: Franz van Daake
Beisitzer: Albert Semmelroth, Wilhelm Hilke
Ersatzmänner: Wilhelm Bode , Fritz Gremme
Rechnungsführer/Schriftführer: Magerkurth
Revisoren: August Marten, Karl Marten
Beschluss: der Rechnungsführer bekam jährlich 150, der Gemeindediener 100 Mark Gehalt.
1928:
U. a. Beschluss: Spende von 4 Weihnachtsbäumen für die Kirche
Grundstück von Gemeindediener Walbrecht: Anlegung einer Jauchegrube.
1932:
Wahl: Heinrich Reese wird Vorsitzender, ist zugleich Gemeindevorsteher.
1937:
Erlass vom Ministerpräsidenten, Reichsforstmeister Göring zur Preisbildung von Brennholzpreisen, im Prinzip keine
Unter-bzw. Überschreitung der Preise von 1936.
1939:
Letzter Austrieb der Kühe auf den Kuhanger (Eigentum der Realgemeinde, heutiger ausgekiester Teich auf
der westlichen Seite der Weende).
Verlegung des damaligen Sportplatzes unter den alten Lindenbäumen auf dem Kuhanger
auf den heutigen "alten Sportplatz" östlich der Bahntrasse. (Auch Eigentum der Realgemeinde).
1946:
Karl Bierwirth wird Rechnungsführer und Forstaufseher
Wahl: Karl Bode wird Vorsitzender.
1948:
Beschluss: Pro Gans werden 50 Pfennig als Weide für Gänseanger kassiert.
Beschluss: Bau des Dreschschuppens auf dem Schützenplatz mit “ 30 Festmeter Käferholz”
Maurer: Gloth/Sudershausen, Zimmerer: Herbst/Sudershausen.
1952:
Beschluss: Aufforstung Grebenberg/alter Steinbruch und Schlittenberg mit Schwarzkiefern,
der Gänseanger mit Pappeln,
der alte Sportplatz an der DB-Trasse wird auf die heutige Größe angelegt.
Beschluss: Die politische Gemeinde Angerstein bekommt ein 5000 DM Darlehen mit 4 % Verzinsung.
1953:
Anschaffung von Aushangkästen für Benachrichtigungen,
Tausch von Forstflächen des Landes Niedersachsen an die Realgemeinde,
Der unterere Teilbereich Bielstein, zu Angerstein gehörend, das ist die südöstliche Fläche unterhalb der Schäfertrift,
gegen einen Teil des Höhenrückens Rakenberg/Maiberg, das war bis dahin Staatswald.
Das entspricht der heutigen Abteilung 1 unseres Waldes.
1958:
Wahl: Willi Kurre wird Vorsitzender,
Spende Bauholz für Friedhofskapelle.
1959:
Gemeindediener Heinrich Grimme (Bimmel-Heinrich) löst Willi Albrecht ab.
Die Wasserleitung zu den Gärten hinter der Bahntrasse bis zum Weende-Bach wird gelegt.
Bau der Kläranlage auf dem Gänseanger, der Platz für die Kläranlage auf dem Gänseanger, der Platz für den Hochbehälter auf den Schlittenberg werden für 50 bzw. 25 DM jährlich an die politische Gemeinde Angerstein verpachtet.
1961:
880 qm Gelände auf dem Gänseanger werden bis 1968 an August Bonkewitz für 200 DM jährlich verpachtet.
(Werbung: kaufe Flaschen groß und klein, Bonkewitz aus Angerstein)
Die Müllabfuhr/Lagerung aus Angerstein auf dem Gänseanger im Froschteich,
einem Altarm der kleinen Leine (Weende), wurde zeitlich auf zwei Jahre verlängert.
1963:
Erich Semmelroth wird Rechnungsführer bis 1972
1964:
Antrag der Kyffhäuser-Gemeinschaft auf Errichtung des Schießstandes in unserem Wald.
1967:
Ablösung der Zahlung von Wiesenzins von DM 21,66 an die Kirchengemeinde. (Das war eine Zahlung
der Realgemeinde an die ev. Kirchengemeinde, die seit mehr als 100 Jahren geleistet wurde)
1971:
Genehmigung für den Bau des Kyffhäuserheims im Wald der Realgemeinde wurde erteilt.
1972:
Am 13. November zerstörte der Orkan Qimburga innerhalb von 2 Stunden eine Fläche mit einem Bestand von
17 Mio. fm Stammholz in Niedersachsen . Das waren 10% der gesamten Waldfläche, die zerstört wurde.
Der Angersteiner Wald kam glimpflich davon.
1973:
Wahl: Fritz Rusteberg wird Vorsitzender, Beisitzer Horst Reiter, Hans Nottbohm Schriftführer,
Walter Semmelroth Rechnungsführer.
300 DM Pachteinnahme für den Schuttabladeplatz Alter Steinbruch auf dem Grebenberg.
Die Papierverbrennungsstelle (heutige letzte Gartenanlage vor dem Weende Bach) und die Reste von
“Riecks Bretterranch” , der jetzige Lagerplatz für Baumaterialien auf dem Gänseanger, sind in einem desolaten Zustand.
Der Pachtvertrag mit der Kyffhäuser-Kameradschaft für die Überlassung von ca. 1000 qm Gelände für die Anlegung eines Schießstandes im Realgemeindewald wurde geschlossen.
1974:
Eind Teilfläche des Gänseangers wird für eine Fischzuchtanlage für 500 DM verpachtet.
Nach Auflösung der eigenständigen, selbständigen politischen Gemeinde Angersteins und als Ortsteil-Eingliederung
zum Flecken Nörten-Hardenberg nahm die RG den ihr bis dahin übertragenen Gerechtsamenanteil zurück.
Der letztmalige Verkauf der Obstbaumernte auf dem Gänseanger brachte 99 DM.
Weihnachtsbäume aus dem Angersteiner Wald wurden für 3 DM verkauft, bis letzmalig 1977.
1975: Der ehemalige "alte Steinbruch" auf dem Grebenberg wurde verfüllt und teilweise mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt.
1980:
E. Janke übernimmt die Fischzucht auf dem Anger bis 1983.
Kauf der Gerechtsame Haus (Herbert Gille), Bachstraße.
1983:
Werner Warnecke übernimmt eine Teilfläche des Gänseangers zur Schafzucht.
Der Kiesabbau wird geplant, Förderzins für die RG von 1,20 DM/cbm pro entnommene Menge.
Pappeleinschlag auf dem Gänseanger,
auf dem alten Sportplatz wird ein Stellplatz für einen Bus der Jugendiniative genehmigt.
1984:
Kauf der Gerechtsame Haus (E. A. Otto), Gasthaus zur Linde, Hann.Straße.
1985:
Brückenbau über die Leine, als Abfuhrweg für den Kies durch Fa. A. Oppermann,
B. Sievert wird zum Beisitzer gewählt.
1987:
Restliche Schuttberge auf dem Grebenberg, im alten Steinbruch werden einplaniert,
Der Kiesabbau in Angerstein durch die Fa. August Oppermann beginnt auf dem Gänseanger.
Die Vereinbarung des Pachtvertrages mit der Kyffhäuser-Kameradschaft für das Schießstandgelände wurde neu festgelegt.
1988:
Pflanzung von 600 Eichen, 200 Hainbuchen in unserem Wald, es herrscht große Trockenheit,
die Feuerwehr hilft bei der Bewässerung der Anpflanzung.
1989:
Der Kiesabbau auf dem Gänseanger/Kuhanger ist beendet,
Deutschland wird wiedervereint.
Finanz - Rücklage der RG liegt bei 30 000 DM.
1990:
Forstinspektor E. Kreysern übernimmt die forstliche Betreuung des Waldes.
Die Stammholzpreise, Fichte, Buche u. Eiche sind äußerst niedrig. Der Orkan "Wiebke" verursachte
in Deutschland insges. Schäden in Höhe von 60 - 70 Millionen Fm Laub- u. Nadelholz.
Die RG Angerstein kam glimpflich davon.
1991:
Eine Waldbegehung findet im Oktober statt.
Wiederwahl des gesamten Vorstandes.
Große Borkenkäferplage. Waldwegebau vom Kyffhäuserheim aus in Richtung Osten bis zur Schäfertrifft.
1992:
Verpachtung des ehemaligen Müllcontainerstellplatzes am Dreschschuppen an Fa. Holzbau Nickl.
Ankauf der Gerechtsame Haus Kirchstraße, (Hofmann).
1993:
Mitgliederversammlung im Evangelischen Kirchenraum, da die Räume der Gastwirtschaft "Deutsches Haus" nicht zur
Verfügung standen.
Beschluss: Waldschäden, (saurer Regen) sollen durch Kalkung einiger Waldflächen eingegrenzt werden.
1994:
Beschluss: Ankauf der Gerechtsamen Haus Bachstraße: (Angermann), Haus Hann. Straße: (Notbohm).
Übertragung der Gerechtsame Haus Hann. Str.: Wickmann auf Kiefernweg: Cziommer/Wickmann.
Lt. Finanzamt müssen auch von der Realgemeinde gekaufte Anteile, als solche weiter geführt werden.
Die Schwarzkiefern auf dem Grebenberg/Schlittenberg werden durchforstet.
1995:
Die Waldschäden durch den “Buchdrucker” nehmen zu, Neuanpflanzung mit Laubholz.
1996:
Die Kosten der Beförsterung steigen rapide an, von 800 DM auf 1 500 DM jährlich.
Der Dreschschuppen ist reparaturbedürftig.
1997:
Erste Forstreform in Niedersachsen: FA Bovenden übernimmt das FA Radolfshausen.
Neuer Vorstand: Berndt Sievert, 1. Vorsitzender
Horst Reiter, 2. Vorsitzender / Hans-Jürgen Becker, Protokollführer
Volker Kurre, Beisitzer / Werner Warnecke, Beisitzer
Der scheidende Vorstand bekommt als Geschenk eine Baumscheibenuhr.
F. Rusteberg wird Ehrenvorsitzender.
1998:
Der Gänseanger soll eine Streuobstwiese werden, dies wird aber von der unteren Naturschutzbehörde abgelehnt.
Bleibt also ein Biotop. Eine Waldbegehung erfolgt im Mai.
Der Ortsverschönerungs- und Heimatverein Angerstein (OVH) begeht ein Dreschschuppenfest.
Durch zunehmende Schäden durch Windbruch soll der Pachtvertrag mit den Kyffhäusern, hinsichtlich der
Haftung überprüft werden.
1999:
Beschluss: Ankauf der Gerechtsame Haus Bachstraße: (Nentwig),
Illegale Bauschutt und landwirtschafte Schrottablagerung am “alten Steinbruch” wird festgestellt.
Dieter Semmelroth wird neuer Beisitzer.
Erste Waschbären in der Gemarkung.
2000:
Der Abbrennplatz des Osterfeuers wird vom Schlittenberg in ostwärtige Richtung verlegt,
der Wald der Realgemeinde wird nach PEFC zertifiziert,
Verlagerung des Kleinkinderspielplatzes von der Kirchstraße auf den alten Sportplatz.
Pachtvertrag wird mit Fa. Seerig für einen Teil des Gänseangers als Lagerplatz abgeschlossen.
2001:
Unser Holzaufkäufer Fa. Müller/Hardegsen wird insolvent, die RG verliert Geld,
es erfolgt Anzeige wegen Holzdiebstahl.
Eine Waldkalkung erfolgt.
Der Wert einer Gerechtsame wird mit 3 500 DM veranschlagt.
2002:
Erste Auszahlung pro Anteil für eine Gerechtsame in €, Video “Wald u. Holz” bei der Hauptversammlung wird gezeigt,
Sievert wird in den Forstbeirat des Reg. Bez. Brschg. gewählt
2003:
Berechtigte Zurückweisung von vermeintlichen Schadensersatzansprüchen eines Anliegers in der “Heiligenbreite” lt. Waldgesetz. Zurückweisung von Plänen des OR Angerstein für die Einrichtung eines Feuchtbiotopes auf dem alten Sportplatz. Zunahme von Waldschäden durch den “Borkenkäfer”.
Der Wert einer Gerechtsame wird auf den durchschnittlichen 20-fachen Wert der jährlichen Ausschüttung festgelegt,
also max. 1 500 Euro.
2004:
2. Nieders. Forstreform: Forstamt Bovenden wird aufgelöst, jetzt Forstamt Reinhausen, die Beförsterung pro ha. Wald wird von jetzt 20 Euro/ha auf 50 Euro/ha ansteigen.
2004:
Vorstandswahl: Berndt Sievert, 1. Vorsitzender
Volker Kurre, 2. Vorsitzender / Hans-Jürgen Becker, Protokollführer
Dieter Semmelroth - Heino Marten, Beisitzer
Der scheidende 2. Vorsitzende Horst Reiter erhält zum Abschied ein Baumscheibenthermometer.
Förster Ernst Kreysern erhält zum Abschied eine Baumscheibenuhr.
Der neue Förster FA Hermann Beismann wird installiert.
Der Dreschschuppen soll verkauft werden.
2005:
Der Rechnungsführer Walter Semmelroth, seit 1973 im Amt, ist verstorben.
Neuwahlen am 19. Februar ergeben folgende Änderungen.
Rechnungsführer: Volker Kurre / 2. Vorsitzender: Dieter Semmelroth / Beisitzer: Michael Pickel
Der Dreschschuppenplatz wird im Juli verkauft.
Auf dem alten Sportplatz, wird durch den Pächter des Grundstücks, dem Flecken Nörten-Hbg., eine BMX Bahn angelegt.
Zwei Wohn-Container für die Jugendarbeit werden durch Fleckengemeinde NH aufgestellt.
Unser Wald wird für 5 weitere Jahre nach PEFC zertifiziert.
2006:
Beschluss auf der GV: Teilstücke des Grebenbergs werden aufgeforstet,
Herbst 2006: Beginn der Maßmahme. Beim Abräumen des Flurstücks Fehlalarm durch Feuerwehr und Polizei.
Dezember 2006: Bau eines Wildzaunes und Pflanzaktion von Edelhölzern:
Esche/Bergahorn/Vogelkirsche/Elsbeere/Winterlinde/Rotbuche/Haselnuss/Roter Hartriegel
2007:
18. Januar Orkan "Kyrill", Sturmschäden im Angerstein Wald, das Naturdenkmal "Linde" auf dem Kuhanger ist stark geschädigt und muß gefällt werden. Anfallendes Sturmholz - Nadelholz mehr als vorhersehbar, daher für das FWJ 2008 nur Einschlag von Laubholz. Aufforstung auf dem Grebenberg wächst gut an, es sind jedoch Pflegemaßnahmen erforderlich.
2008:
Festgestellte Sturmschäden "Kyrill" in BRD 40 Mio. Fm, bei einem Planeinschlag von 70 Mio., davon 300 Fm bei uns.
Starker Verfall der Rundholz- und der Schnittholzpreise.
Anpflanzung "Grebenberg" wächst gut, jedoch große Mäuseplage
Der Orkan "Emma" im März verursachte Sturmholz von ca. 150 fm in unserem Wald.
2009:
Die allgemeine Wirtschaftskrise hat auch eine gewisse Bedeutung für unseren Wald. Der Export von Holz nach Amerika
tendiert gegen Null. Die Großsägewerke, auch in unserer Region, machen Kurzarbeit, bzw. stellen den Betrieb ein.
Der Holzeinschlag in unserem Wald ruht, bis auf wenige Ausgleichsmaßnahmen,
Kauf der Gerechtsame Haus Meyer, Untere Straße
2010:
Bedingt durch den Tod des 2.Vorsitzenden Dieter Semmelroth, wurden in der Nachwahl Michael Pickel zum 2.Vorstzenden
und Dieter Thiele als Beisitzer neu gewählt.
Durch die relativ gute Nachfrage nach Schnittholz ist der Holzeinschlag forciert worden, ca. 300 fm Nadelholz u. ca. 150 fm Industrieholz. Auf den freigewordenen Flächen sind 1500 Lärchen/Douglasien gepflanzt worden. Leider müssen durch Verbiss und Schädlingsbefall ca. 500 Stück in 2011 nachgepflanzt werden.
Allgemein: Die Maschinen eines Großsägewerkes in Adelebsen sind abgebaut und nach Schweden verkauft worden. Das Grundstück ging an das russ. Unternehmen Ilim-timber, das auch in Deutschland weitere drei Groß-Sägewerke betreibt
Unser Wald ist nach wie vor bis zum 17. August 2015 nach PEFC zertifiziert.
2011:
Die GV ergab folgende Ergebnisse.
Wiederwahl des gesamten Vorstandes bis zum Jahr 2017:
Berndt Sievert 1. Vorsitzender
Michael Pickel 2. Vorsitzender -
Hans-Jürgen Becker Protokollführer
Heino Marten - Dieter Thiele, Beisitzer
Allgemein: Kauf eines Weidegrundstücks, Bereitstellung eines "Maibaums" aus unserem Wald,
2011 ist das Jahr der Wälder, der deutsche Wald umfasst, ca. 11,1 Mio. ha = 1/3 der Gesamtfläche
= 8 Milliarden Bäume (mit mehr als 7 cm Stammdurchmesser in 1,30 m Bodenoberkante)
d. h. = 320 cbm/ha = 3,5 Milliarden cbm insgesamt.
Für unseren Wald bedeutet das einen Bestand von ca. 32 000 Stück +/- Bäume = 15 000 fm +/- Holzvorrat.
Am Waldeingang wurde am 01. April ein handbehauenes, von dem Angersteiner Holzschnitzer H-J Becker
bearbeitetes, Holzschild aufgestellt, Text:
Realgemeinde
Angerstein
im Jahr des Waldes 2011
Hergestellt wurde das Schild aus der Holzart "Iroko", oder auch "afrikanische Eiche".
Dieses Holz wurde in der 70er Jahren als Rundholz aus Afrika importiert und hier zu Bohlen gesägt.
Damit besteht also indirekt eine Verbindung vom Angersteiner Wald zu "Kamerun" in Afrika.
Juni 2011: Die beiden wassergebundenen Waldwege, in ostwärtiger, bzw. nördlicher Ausrichtung
wurden überarbeitet.
In Zusammenarbeit mit dem FA Reinhausen wird unser Wald für die kommenden 10 Forstwirtschaftsjahre
neu eingerichtet. d. h. für die weitere Nutzung überplant.
Unsere Visitenkarte in Holz
Vom BMELV wird "die kleine Waldfibel" herausgegeben, eine sehr interessante Broschüre, die u. a.
die Waldregeln, die auch für unseren Wald gelten, benennt.
Ein Furnier - Eichenstamm dem man ein Lebensalter von etwa 270 Jahren nachweisen konnte, im Jahr 2011 gefällt
und 2012 zur Versteigerungssubmission gebracht wurde.
Ein "Superexemplar" von 4 fm, der zu einem Festmeterpreis von 869 € an die Heinrich Mehling GmbH verkauft wurde.
Der Gesamterlös dieses Stammes brachte der RG 3.467 €.
Die Realgemeinde Angerstein
Der Kiesabbau in der Gemarkung Angerstein Jagdgenossenschaft Angerstein
auszugsweise
Chronik der Realgemeinde Angerstein
verantwortlich für den redaktionellen Inhalt dieser Website:
Realgemeinde Angerstein
Über der Worth 16
37176 Nörten-Hardenberg
Berndt Sievert - 1. Vorsitzender -
Tel.Nr.: 05503/709
Fax: 05503/808464
e-mail: berndtsievert@googlemail.com
Der historische Hintergrund
Die ersten Daueransiedlungen der germanischen Volksstämme geschahen im Übergang vom Nomadentum zu Ackerbau und Viehzucht, also in der Jungsteinzeit, die um 5000 Jahre vor Christi Geburt in unserer mitteleuropäischen Region datiert.
Die Volksstämme wurden sesshaft. Sippenverbände übernahmen das Gelände “ die Mark”. Der eigentliche Dorfraum teilte sich in die beackerte Feldmark und in die gemeine Mark oder Allmende.
An den Hofstellen (Dorfraum) und später auch an Teilen der Feldmark entstand im Laufe der Zeit das älteste germanische Privateigentum. Doch blieben Wald, Weide, Ödland (die gemeinsame Mark) in gemeinsamer Nutzung der Markgenossen.
Die Entstehung dieses gemeindschaftlichen Grundbesitzes läßt sich in unserer Region bis in das 12. Jahrhundert zurück führen.
Bereits um 1571 ist in dem Salbuch(Inventarverzeichnis) des Herrschaftsgebietes der Edelherren von Plesse, Angerstein war eines der 7 Plessedörfer, der Besitz der Dorfschaft Angerstein über "Eygenes geholtz" belegt.
28 Haussessen (Hauseigentümer) hielten als Eigentümergemeinschaft alle Besitzrechte am Angersteiner Wald. Beurkundet wurde das von einem Angersteiner Henricus Kurre, der letzte Kanzler der Edelherren von Plesse
In den darauf folgenden Jahrhunderten wird sich die Dorfschaft Angerstein von den 28 Haussessen auf 60 Markgenossen erweitert und vergrößert haben.
Diese Dorfschaften, obwohl sie privatrechtlicher Natur waren, waren zugleich Träger der politischen, d. h. der öffentlich, rechtlichen Aufgaben und Befugnisse.
Die Markgenossen (Realgemeindemitglieder), also die Besitzer der reiheberechtigten Hofstellen, bestimmten die Wirtschaftsweise mittels des Flurzwanges (Fruchtfolge, Brache, Zeit der Beackerung) und regelten die Angelegenheiten des öffentlichen Lebens, dessen Lasten und Kosten sie auch allein tragen mußten.
Auf einer gezeichneten Karte "Entwurf des Klosters Marienstein und der Angersteiner Feldflure" aus den Jahren 1759/60 ist der Ort Angerstein mit seinen bestehenden Häusern/Höfen eingezeichnet. Dort sind schon mehr als 60 Hofstellen mit den damaligen Straßenverläufen deutlich zu erkennen.
Das dürfte die Grundlage unserer heutigen bestehenden Realgemeinde sein.
Als sich die Struktur der Dorfeinwohner nachhaltig änderte, es kamen Handwerker, Anbauer, Häuslinge hinzu, die nicht reiheberechtigt/reiheverpflichtet waren, sogenannte Schutzgenossen und damit die Kosten für die öffentlich-rechtlichen
Arbeiten sich erhöhten, übernahm der Landesherr kraft seines gebietshoheitlichen Rechts immer mehr diese Aufgaben.
Schon im Jahre 1811, als Angerstein, im Distrikt Göttingen, im Department Leine gelegen und unter französischer Herrschaft zum Königreich Westphalen gehörte, zählte die Gemeinde 60 Häuser, bzw. Hofstellen und 526 Einwohner.
Da die Realgemeinde Angerstein noch heute aus 60 Gerechtsamen besteht, ist davon auszugehen, das pro Hauseinheit/Hofstelle je eine Gerechtsame den damaligen Einwohnern zugeschrieben wurde.
Mitte des 19. Jahrhundert führte das anstelle der bis dahin real existierenden Realgemeinden zur Bildung von Personalgemeinden (heute, politische Gemeinden), also eine Zweiteilung, deren gesetzliche Grundlagen dann in der Landesverfassung und den Gemeindeordnungen geregelt wurde.
Auch die von den reiheberechtigten Bauern weiterhin gemeinschaftlich genutzte Mark erwies sich auf Dauer nicht zeitgemäß.
Auch der Streit mit Nachbargemeinden, Klöstern, Domänen usw. wurde durch eine Spezialteilung (Verkoppelung) geregelt.
Damit wurden z. B. einzelne Waldflächen, Ödland den Realgemeinden zugewiesen. Die reiheberechtigten Eigentümer wurden jetzt Anteilseigentümer einer Realgemeinde mit Waldvermögen.
Das Eigentum wurde nicht vereinzelt, oft gegen den Willen der Anteilsinhaber, sondern blieb ungeteiltes Eigentum im Besitz der seinerzeit reiheberechtigten Hofstellen (sogenanntes Eigentum zur gemeinsamen Hand ).
In der Folge nannte sich diese Gemeinschaft “Realgemeinde”. Ein Ablösungs-Cataster , aus dem Jahr 1855, handgeschrieben ist noch heute in unserem Besitz.
Die Hannoversche Landgemeindeordnung von 1859 sowie die Einführung des bürgerlichen Rechts (BGB) zum 01.01.1900 hat daran nichts geändert.
“Das Vorhandensein einer Realgemeinde bezeichnet daher einen Rechtszustand, nach welchem das Vermögen der ursprünglichen Gemeinde ganz oder teilweise auf die politische Gemeinde nicht übergegangen sei.”
“Was Du ererbst von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen!", Goethe, Faust I
So könnte die Losung unserer Realgemeinde Angerstein auch heissen.
Die Realgemeinde Angerstein ist damit im Unterschied zur heutigen politischen Gemeinde, die eigentliche Altgemeinde des Ortes.
Sie ist ein Realverband, deren Mitglieder an der Nutzung des gemeinsamen Besitzes, wie Wald, Weiden, Ödland usw. berechtigt sind.
Die Mitgliedschaft in der Realgemeinde Angerstein ist an den Besitz bestimmter Haus- und Hofstellen oder Grundstücke, bzw. durch Erbfolge an die Eigentümer der Gerechtsame gebunden.
Der Besitz der Realgemeinde unterteilt sich ursprünglich in 60 Anteile oder auch Gerechtsamen.
Die Besitztümer der Mitglieder wurden seit Bestehen des Dorfes wie folgt genutzt:
Wald: Holz für den Hausbau, Geräte, Feuerung sowie zur Mast für Schweine durch Eicheln und Bucheckern.
Weideflächen/Ödland: zur Weide für Pferde, Kühe, Schafe, Ziegen, Gänse.
Spiegelbild der Kulturen - Prinzip der Nachhaltigkeit
Nachhaltige Forstwirtschaft ist aktiver Klimaschutz
1 ha Wald speichert in Niedersachsen über alle Altersklassen hinweg ca. 265 t Kohlenstoffdioxid
Bis zum 16. Jahrhundert war der Wald sehr wahrscheinlich noch im kurmainzischem Besitz, ähnlich wie der Wald der Nachbargemeinde Nörten (Urkunde von 1246).
Danach wurde dem Dorf Angerstein eine begrenzte Waldfläche zugeteilt, die entsprach dem jetzigen Realgemeindewald und dem Bielsteingebiet, das jedoch im 19. Jahrhundert an den Staat/Land verkauft wurden. Die Gründe dafür dürften in einer nachhaltigeren Waldnutzung gelegen haben.
Das Nutzungsrecht an diesem Besitz hatten nur Mitglieder, Vollbürger mit Haus- und Grundbesitz. Zu dieser Zeit hatte der Ort 60 Feuerstellen/Schornsteine, an deren der Besitz einer Gerechtsame gebunden war.
Die Gerechtsamen konnten nicht geteilt oder nur unter bestimmten Voraussetzungen verkauft werden.
Durch Vererbung wurde diese Bestimmung zum Teil aber aufgeweicht.
Durch Vererbung, Verkauf oder Übertragung sind die ehemaligen Anteile (Gerechtsamen) die seinerzeit den Hofstellen zugeordnet waren, heute teilweise nicht mehr mit diesen verbunden. Das Eigentum an einer Gerechtsame ist heute nach dem BGB an den persönlichen Eigentümer gebunden.
Von den Mitgliedern wurde ein Vorstand gewählt, der Vorsitzende war zugleich der Bauermeister oder später in Personalunion auch der Bürgermeister.
Das in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts geschaffenen Statut der Realgemeinde wurde 1972 durch die noch heutige gültige Satzung abgelöst.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Amt des Vorsitzenden vom Amt des Bauermeisters (Bürgermeisters) getrennt.
Die heutige Realgemeinde Angerstein ist ein Realverband nach dem Realverbandsgesetz von 1969 und wird von einem Vorstand geführt, der aus fünf Personen/Mitgliedern der Realgemeinde besteht,
dem 1. und 2. Vorsitzenden,
dem Protokollführer
sowie zwei Beisitzern.
Ihnen zur Seite steht ein von der Mitgliederversammlung gewählter Rechnungsführer.
Das betriebliche Vermögen der Realgemeinde Angerstein besteht überwiegend aus Land- und Waldflächen.
Außerdem sind von den 60 vorhandenen Gerechtsamen der Realgemeinde 10 Anteile in Eigenbesitz.
Insgesamt werden ca. 64 ha bewirtschaftet. Hauptanteil dieses Vermögen ist mit ca. 43,9 ha der Angersteiner Wald, davon sind 14,0 ha Hochwald mit Nadelholz, 29,9 ha Hochwald mit Laubholz bestockt.
Der Rest teilt sich in landwirtschaftliche- und Grünflächen und der Natur überlassenen Flächen auf.
Der Wald und einige aufgeforstete Flächen bestehen im Prinzip aus Mischwald, mit den natürlich in unserer Region vor kommenen Holzarten, wie Fichte, Kiefer, Lärche, Douglasie, Buche, Eiche, Esche, Birke, Linde, aber auch einige wenige Exemplare, wie Wildkirsche, Speyerling um nur einige zu nennen.
Zusammenfassend beurteilen wir unseren
W - wir
A - alle
L - leben
D - davon
mit - klein, aber fein. -
Die Gemarkungsgrenzen der Gemarkung Angerstein, mit d en von der Realgemeinde bewirtschafteten Waldflächen (gelb markiert)
Diese Flächen entsprechen unserer aktuellen Betriebskarte.