организация русскоговорящих геев, лесбиянок, бисексуалов, трансгендеров и их друзей в Германии

Themenabend 11. April

veröffentlicht um 08.04.2014, 09:41 von QUARTEERA.DE // QUEER auf Russisch   [ aktualisiert: 08.04.2014, 13:07 ]

Привет квартирантам!
После довольно долгой паузы продолжаем наши беседы!

На этот раз будем говорить на тему "роль одежды в формировании самоидентификации и позиционировании в обществе". Будем рады обмену и живой дискуссии. Приносите свои примеры на эту тему.

Встречаемся перед LSVD, на Kleiststrasse 35, в 19:00, в эту пятницу 11 апреля, и пойдем посидим в каком-нибудь кафе.

Quarteera bei der taz.lab 2014

veröffentlicht um 28.03.2014, 08:31 von QUARTEERA.DE // QUEER auf Russisch   [ aktualisiert: 09.04.2014, 02:36 ]

http://www.taz.de/lab02014/!p4805/
Wir sehen uns am 12. April 2014 im Berliner Haus der Kulturen der Welt auf der taz.lab 2014 - save the date! 

"Mehr als 200 Referierende zu sechs Dutzend Veranstaltungen und über 12 Stunden Programm - Lesungen, Debatten, Gespräche, Filme, Foren, Arenen, eine Gala sowie zwei gut gelaunte DJs, die aus der Nacht des taz.lab 2014 ein „Let's Dance Europa“ machen" – das verspricht ja ein Fest zu werden!

Quarteera ist mit Zlata Bossina auf einem Podium vertreten, neben dem Historiker und Koproduzenten des vielfach preisgekrönten Dokumentarfilms "PARAGRAPH 175" Klaus Müller, neben der Verlegerin der Zeitschriften Siegessäule, L-MAG und DU&ICH Gudrun Fertig und vielen anderen.


Die taz zeichnet Quarteera aus – mit einem Betrag von mehr als 15.000 Euro: Die LeserInnen der taz haben die Hälfte ihrer Probeabogebühren für die taz-Sotschi-Ausgaben Quarteera e.V. spenden wollen: Das nennen wir Solidarität!
Preisübergabe morgens um 08.50 Uhr zum Auftakt des taz.lab
https://taz.de/programm/2014/Europa/de/events/133.html


Die taz und ihre AbonnentInnen unterstützen Quarteera

veröffentlicht um 10.03.2014, 05:20 von QUARTEERA.DE // QUEER auf Russisch

taz.de
Wir danken der taz und allen 1500 Menschen die uns mit dem Solo-Abo unterstütz haben!

Für die Zeit der Olympiade gab es das Angebot eines Solidaritätsabos – fünf Wochen Sotschi-Sonderseiten der taz für 20 Euro, und davon gingen 10 Euro an Quarteera e.V. 

Und hier das Ergebnis:

"Quarteera e.V. wird auf dem taz.lab 2014 am 12. April in Berlin für ihre Arbeit ausgezeichnet - und zwar ganz praktisch durch den immensen Zuspruch zu Probe-Abos der taz: Dies macht auch das große Interesse der queeren Leserschaft an der sotschi.taz nachdrücklich deutlich. Die taz wird die Ehre haben, dieser fleißig arbeitenden NGO (im Wortsinn) Quarteera gut 15.000 Euro überreichen zu können. Mögen Sie damit der Flüchtlingsarbeit aufhelfen, mögen sie damit FreundInnen in Russland helfen können - von Wladiwostok bis Kaliningrad, von Sotschi bis nach St. Petersburg. Was sie sich wünschen? "Wir freuen uns über Unterstützung bei unserer Arbeit mit der russischsprachigen Community hier in Deutschland, die die Erfahrung einer toleranten und offenen Gesellschaft zurück nach Russland trägt."

Berlin 23.2.2014 - Rainbow Flame Demonstration

veröffentlicht um 25.02.2014, 04:34 von QUARTEERA.DE // QUEER auf Russisch   [ aktualisiert: 25.02.2014, 04:43 ]

Berlin 23.2.2014 - Rainbow Flame Demonstration from Quarteera 

Вот демонстрация на закрытие олимпиады в самом центре Берлина. Собрались сотни людей, с радужными флагами, с 404 воздушными шарами, со свечами. Несколько человек несли гигантское полотнище "Остановим гомофобию", сшитое из флагов всех государств, где законодательно преследуют людей за гомосексуальность. (В 8 странах - казнят...).
Ранее, все 16 дней олимпиады на Потсдамерплатц горел радужный огонь, который днем и ночью, 24 часа в сутки охраняли люди, добровольцы, более тысячи смен, более тысячи людей. Кто после работы, кто-то до, кто-то всю ночь, в дождь и снег. Берлинцы приносили туда горячий час в термосе. Прохожие подходили, фотографировались возле пламени, читали брошюру на немецком и английском про Детей-404, про ситуацию в России, задавали вопросы, говорили спасибо. Какие-то пьяные русские гопники, по всем законам жанра, одни раз было набросились, но убежали. Какая-то русская журналистка кричала про антироссийскую пропаганду. Но 80% всех русскоязычных, которые подходили - благодарили.
Более 750 человек собрали тысячи евро, чтобы осуществить проект Rainbow Flame, чтобы купить газ, построить всю эту конструкцию, заплатить за страховку и трптд. Оставшиеся деньги пожертвовали для Russian LGBT Network и для Quarteera.
А вот слова одной жительницы Берлина, дежурившей у пламени, зачитанные в воскресенье со сцены - "Я думаю о матерях. Я сама мать и знаю, каково это - сидеть дома и бояться за собственную дочь, которая держит свою подругу за руку ну улице. Я знаю этот страх и я ненавижу его. Страх, что на мою дочь и ее подругу могут напасть только за то, что они иные. Нападения на однополые пары мы знаем не понаслышке и в Германии. Да, не в тех маштабах, что в России и других странах мира. Но если у меня каждый раз так сжимается сердце, то каково же матерям в России?!! Это должно прекратиться. Мы часто говорим дома на эти темы. Но только говорить иногда недостаточно. Поэтому я пришла сюда, вместе с моей дочерью. И прийду снова."
Спасибо - https://www.facebook.com/enough2014









Queer.de - Interview mit Quarteera

veröffentlicht um 09.02.2014, 10:10 von QUARTEERA.DE // QUEER auf Russisch   [ aktualisiert: 09.02.2014, 10:11 ]

Aktuell 15 Asylverfahren schwuler und lesbischer Russen

Artikelbild
Dimitri Chusonow, kurz Dima, bei einer Festnahme 2012. Da ihm zwei Anklagen wegen Extremismus / Rowdytums drohen, hat er in dieser Woche mit seinem Ehemann in Köln einen Asylantrag gestellt.
http://www.queer.de/detail.php?article_id=20999

Der kleine deutsch-russische Verein Quarteera ist damit ausgelastet, Flüchtlingen aus Russland zu helfen. Die Anfragen sind sprunghaft gestiegen. Ein Interview.

Quarteera, eine Vereinigung russischsprachiger LGBT in Deutschland mit den Schwerpunkten Berlin und Hamburg, ist drei Jahre nach der offiziellen Eintragung als Verein ein fester Name in der deutschen LGBT-Szene: Aktivisten beteiligen sich mit kreativen Aktionen an CSDs, reisen durch halb Deutschland, um über die Lage in Russland aufzuklären, und helfen auch der Szene vor Ort durch Vernetzung und der Mitplanung von Events wie den Rainbow Flashmobs zum Internationalen Tag gegen Homophobie.

Die privat entstandene und bis heute ehrenamtliche Initiative, die zunächst vor allem russischsprachigen LGBT in Deutschland Unterstützung und die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen bieten wollte, stößt seit spätestens einem Jahr an ihre Grenzen. Seitdem sind die Anfragen an die Gruppe aus Russland nach Asyl oder anderen Möglichkeiten der Flucht gestiegen.

So kümmert sich die kleine Gruppe inzwischen um LGBT aus Russland, die in ganz Deutschland verteilt in Asylverfahren stecken – auch um das Aktivistenpaar Wanja und Dima, das am Mittwoch in Köln einen Antrag auf Asyl stellte (queer.de berichtete). Am Rande der Konferenz "Gold for equal rights" in Berlin am letzten Wochenende sprach queer.de-Redakteur Norbert Blech mit Regina Elsner von Quarteera.

Wieviele Personen betreut ihr gerade und wie?

Wir wissen aktuell von 15 Personen im Asylverfahren. Davon unterstützen wir elf aktiv. Unsere Unterstützung sieht in den meisten Fällen so aus: Wir suchen und vermitteln Fach-Anwälte und bieten Übersetzungen beim Gang zu ihnen und zu den Behörden. Dann helfen wir bei der Suche nach russischsprachigen Ärzten und Psychologen, unterstützen Anwälte durch Informationen und Gutachten aus Russland. Und wir stehen natürlich im regelmäßigen Kontakt zu den Flüchtlingen – die moralische Unterstützung in Krisenmomenten ist wichtig, vor allem, weil die Prozesse oft sehr lange dauern und die Ungewissheit und Angst vor der Rückkehr sehr schwer zu ertragen sind.

Auch der Kontakt zur lokalen Flüchtlingshilfe, um z.B. Unterkunftsbedingungen zu verbessern, ist wichtig. Wir hatten beispielsweise einen Fall, wo zwei junge Frauen in getrennte Heime verlegt werden sollten, obwohl sie eindeutig angegeben hatten, dass sie ein Paar sind. Wir haben dann mit der Flüchtlingshilfe vor Ort und der zuständigen Bezirksregierung Kontakt aufgenommen, um das zu verhindern. Die Reaktion ist eine eigene Geschichte: Zunächst wurden die beiden dann als Schwestern geführt, um sie gemeinsam weiter zu bearbeiten – nett gemeint, aber eventuell verheerend für ihr Verfahren, weil das ja eine Falschaussage wäre. Soviel zum Thema LGBT-Sensibilität in den deutschen Ämtern…

Dima und sein Partner Iwan Yartsew (Wanja). Die beiden Männer hatten am Freitag vor einer Woche in Kopenhagen geheiratet. - Quelle: nb
Dima und sein Partner Iwan Yartsew (Wanja). Die beiden Männer hatten am Freitag vor einer Woche in Kopenhagen geheiratet.
Bild: nb

Was sind die Gründe für die Asylsuche?

Etwas grob kann man das in zwei Gruppen einteilen: Die einen haben handfeste psychische und physische Gewalt in ihrer Heimat erlebt, in den meisten Fällen auch direkt durch die Staatsgewalt, also Polizei, Miliz oder mafiöse Gruppen. Dazu gehören auch ausstehende Gerichtsverfahren, wie bei Dima – natürlich nicht wegen "Propaganda", sondern wegen handfesten strafrechtlichen "Verbrechen" wie Extremismus oder Rowdytum. Sie fürchten teilweise um ihr Leben, ihnen drohen echte Gefängnisstrafen. Sie können daher nicht zurückkehren.

Die andere Gruppe – bisher nur Frauen – sind gekommen, weil sie die zukünftigen Folgen der homophoben Gesetzgebung fürchten und bereits mit Alltagsdiskriminierung konfrontiert wurden, also Kündigungen, Ablehnung von Kindergartenplätzen für das eigene Kind, Bedrohungen oder Erpressung durch Nachbarn, dass sie die Familie dem Jugendamt melden werden etc. Die Sorge, dass schon geborene oder erwartete Kinder durch die Ämter entzogen und in Kinderheime gesteckt werden, sind enorm. Und natürlich will niemand warten, bis das entsprechende Gesetz wirklich angenommen wurde und das Jugendamt vor der Tür steht.

Beiden Gruppen ist gemeinsam, dass sie mit keinerlei Schutz durch staatliche Stellen – Polizei, Gerichte, Ämter usw. – rechnen können, sondern im Gegenteil mit zusätzlichen Repressionen rechnen müssen, wenn sie sich an diese um Hilfe wenden.

Wie stehen die Chancen für solche Asylanträge allgemein und speziell für Dima und Wanja?

Das ist immer sehr schwer zu sagen, denn das Bundesamt trifft ausschließlich Einzelfallentscheidungen. Bei klar nachweisbaren Fakten der persönlichen Verfolgung stehen die Chancen nicht so schlecht, wie der Fall von Pawel und ein anderer gezeigt hat. Schwieriger ist es, wenn es (noch) keine konkreten Vorfälle gibt, die Menschen also aus Angst vor zukünftiger Bedrohung geflohen sind, oder aber – und das ist dramatischer – nicht nachweisen können, dass ihnen wirklich Dinge passiert sind.

Das betrifft vor allem die Situationen, in denen eine Anzeige bei der Polizei nicht gestellt werden kann, weil die Polizei dann selbst gegen einen vorgeht – keine Anzeige, kein Protokoll, kein Nachweis. Das gleiche gilt für ärztliche Gutachten – wenn man die Gefahr eingeht, zwangseingewiesen zu werden, wenn man sich an einen Arzt wendet, um Spuren von Missbrauch protokollieren zu lassen, wird man das lieber lassen. Aber man hat dann eben auch keine Dokumente. Der fehlende (Rechts-)Schutz ist die größte Bedrohung – er ist aber auch am schlechtesten nachweisbar.

Für Dima und Wanja sind die Chancen nach dem ersten Eindruck und den bekannten Mechanismen des Bundesamtes nicht gänzlich schlecht, denn es gibt klar auf der Hand liegende Materialien und Vergleichsfälle in Russland. Aber wie gesagt: Eine Garantie gibt es nicht.

Regina Elsner (r.) mit Mitstreiterin Zlata beim Berliner CSD
Regina Elsner (r.) mit Mitstreiterin Zlata beim Berliner CSD
Bild: Olgerta Ostrov

Welche Alternativen zum Asyl gibt es?

Alternativen, um aus Russland rauszukommen? Arbeit oder Studium – das sind die Wege, die wir empfehlen, weil Asyl wirklich ein sehr harter Weg ist und oft eine zusätzliche Traumatisierung bedeutet.

Wie kann man euch unterstützen?

Finanziell, damit wir mehr Möglichkeiten haben, die Leute etwa bei Anwalts-, Übersetzungs- oder Fahrtkosten zu unterstützen. Es gibt einige Flüchtlinge, die versuchen, ohne Anwalt durch die Anhörungen zu kommen – das ist riskant, weil es Dinge gibt, die, wenn sie einmal auf dem Papier stehen, nicht noch mal besser erklärt oder formuliert werden können. Die Unterstützung durch erfahrene Fachanwälte kann da entscheidend sein – ist aber nicht billig.

Und es wäre auch gut, mal eine Aufwandsentschädigung für die zahlen zu können, die oft sehr viel persönliche Zeit in die Unterstützung stecken. Wir sind zur Zeit personell sehr auf Berlin konzentriert, haben aber auch Fälle in NRW, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Da wäre es gut, Ansprechpartner zu haben, die Russisch können und spontan unterstützen können, wenn es irgendwo brennt.

Nicht zuletzt wünschen wir uns eine größere Sensibilität für LGBT-Flüchtlinge – und das nicht nur aus Russland! – bei den Ämtern, Flüchtlingshilfen etc. Die Flüchtlinge erleben in den Flüchtlingsheimen oft eine ähnliche diskriminierende Situation wie in ihrer Heimat, aus der sie geflohen sind. Es wäre wichtig, nach Möglichkeit darauf Rücksicht zu nehmen, ob es in den Orten LGBT-Organisationen gibt, die sie psychologisch unterstützen können.


E-Mail - info@quarteera.de

Spenden an Quarteera (absetzbar)

Gesamtausgabe der russischen queer-feministischen Zeitschrift "Ostrov" bei Quarteera

veröffentlicht um 09.02.2014, 01:23 von Regina Elsner

Die russische queer-feministische Zeitschrift "Ostrov" ist die älteste durchgehend erscheinende russischsprachige Zeitschrift mit queerem und feministischem Inhalt. Das Projekt besteht seit 1999 dank der Initiative von Olgerta Kharitonowa. Das Redaktionsteam wechselte im Laufe der Jahre, was sich bis heute nicht verändert hat: alle arbeiten ehrenamtlich. Ziel des Journals ist laut Angaben auf der Homepage: "das Bekanntmachen mit der lesbischen Subkultur und die Herausbildung einer toleranten Beziehung zu ihr in der Gesellschaft." Im Journal werden Texte von lebischen und feministischen Frauen gedruckt sowie über die Situation von lesbischen Frauen und der LGBT-Gemeinschaft in Russland insgesamt informiert. Neben der Herausgabe der Zeitschrift veranstaltet Ostrov Lesungen und andere Kulturveranstaltungen in Moskau und beteiligt sich aktiv an Protesten gegen die homophobe und patriarchale Stimmung in der russischen Gesellschaft und Politik. Ein weiteres Projekt sind Hilfsangebote für lesbische Frauen, die Gewalt in ihren Familien erleben.

Ostrov ist inzwischen auch mit mehreren deutschen Organisationen vernetzt, so mit dem Schwulen Museum Berlin und der Zeitschrift L-Mag.

Aufgrund der gewachsenen Freundschaft zwischen Quarteera e.V. und den Frauen von "Ostrov" wurde Quarteera mit einer Gesamtausgabe von Ostrov beschenkt. Interessierte an der Geschichte der lesbischen und feministischen Bewegung in Russland können die Zeitschrift bei uns einsehen: info@quarteera.de




„Gold for equal rights"-Tagung in Berlin am 1.2.2014

veröffentlicht um 30.01.2014, 14:37 von QUARTEERA.DE // QUEER auf Russisch   [ aktualisiert: 30.01.2014, 14:46 ]

http://www.gold-for-equal-rights.de



Am 1.Februar ist es soweit - eine Woche vor Sotschi findet in Berlin eine große Tagung zum Thema LGBTIQ in Russland statt. Wir haben lange an der Vorbereitung mitgearbeitet. Mehrere eingeladene AktivistInnen reisen aus verschiedenen russischen Städten an, um in Berlin aus erster Hand zu referieren.


Gemeinsam mit Coming Out (St. Petersburg), GORD (Novosibirsk), LaSky (St. Petersburg), LGBT Network Russia, LuBi,Rainbow Association (Moskau), Side by Side und Trans*Coalition laden die Schwulenberatung Berlin, Quarteera, Berliner Aids-Hilfe und Deutsche AIDS-Hilfe zur Diskussion über Menschenrechte in Russland am Beispiel der Anti-Homo-Gesetze ins Rote Rathaus. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat die Schirmherrschaft für diese Tagung übernommen.

Das Programm der Tagung finden Sie unter www.gold-for-equal-rights.de/


Wir stellen noch einige der ReferentInnen vor. 

Yana Sitnikova, radikale Trans*Feministin von der Vereinigung trans*coalition (Moskau) spricht von 13:30 bis 15:00 Uhr zum Thema "Trans* und Strategien gegen Transphobie in Russland".

Yana ist Autorin mehrere Texte zu Transphobie und Feminismus, sie war lange Zeit politisch aktiv in der oppositionellen russischen Partei Yabloko (bis sie nach ihrem ComingOut aus der Partei rausgeworfen wurde).
Yana´s Artikel über "Transgender activism in Russia" af Englisch - http://www.freedomrequireswings.com/2014/01/report-transgender-activism-in-russia.html und auf Russisch - http://ravnopravka.ru/tag/%D1%8F%D0%BD%D0%B0-%D1%81%D0%B8%D1%82%D0%BD%D0%B8%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D0%B0/
 
Yana Sitnikovas Foto


Valery Sozaev ist Kulturologe, Religionswissenschaftler, Genderforscher, Begründer der Bewegung "Nuntiare et Recreare" für LGBT-Gläubige, Mitbegründer der LGBT organization Coming Out - ЛГБТ организация Выход, Experte des Side by Side LGBT International Film Festival, Mitbegründer einer Seminarreihe zu Queer-Studies, Vorstandsmitglied des LGBTRussian LGBT Network. Vom 2001 bis 2009 arbeitete Valery als Schullehrer. Heute leitet er die HIV-Organisation LaSky in St.Petersburg. (Im November 2013 stürmten zwei vermummte Männer eine Gesprächsrunde für Schwule und Lesben in LaSky. Zwei Teilnehmer wurden dabei schwer verletzt, ein Aktivist verlor durch Schuss ein Auge -http://www.queer.de/detail.php?article_id=20359)

Am 1.Februar von 
13:30 – 15:00 spricht Valery im Forum IV zum Thema "LGBT-Leben in Russland".

Valery Sozaevs Foto



Bulat Barantaev ist der bekannteste Nowosibirsker Aktivist. Bulat ist auch in Berlin vielen bekannt, durch seinen Ansprache beim CSD von der Bühne am Brandenburger Tor z.B. In seiner Heimatstadt veranstaltet Bulat viele Demos, bereitet Straßenaktionen vor, tritt im lokalen Fernsehen und in Printmedien auf. Er wurde schon mehrmals von der Polizei festgenommen und von Unbekannten angegriffen. 
Gemeinsam mit zwei einem Frauenpaar erzieht Bulat eine Tochter.

Am 1.Februar spricht Bulat Barantaev im Forum IV zum Thema "LGBT-Leben in Russland".


"Keine großen Hoffnungen“ – Quarteera beim EP-Menschenrechtsausschuss

veröffentlicht um 30.01.2014, 01:06 von QUARTEERA.DE // QUEER auf Russisch


Quarteera hat am 22.1.2013 vor dem Menschenrechtsausschuss in Brüssel gesprochen. Thema war die Menschenrechtslage in Russland vor dem Hintergrund der kommenden olympischen Spiele in Sotschi. Kurz davor hat das Radio Dreyeckland gefragt, was Quarteera sich vom Europa-Parlament erwartetet und wo die Arbeit ansetzen sollte.

Hier können Sie den Radiobeitrag hören:

Olympia-Solidaritäts-Abo der TAZ: kritischer Journalismus mit gutem Zweck

veröffentlicht um 21.01.2014, 05:16 von Regina Elsner

Die ganze Welt wartet auf die Olympischen Winterspiele in der südrussischen Stadt Sotschi am Schwarzen Meer. Sportliche Höchstleistungen und der Schaulauf politischer Promis lassen Medienherzen höher schlagen. Selten sind Olympische Spiele bisher aber auch mit so viel Kritik und kontroversen Diskussionen um die Rolle von Sport erwartet worden. Massive Menschenrechtsverletzungen, Korruption, Umweltzerstörungen – die Meinung, in wie weit so ein großes Sportereignis diese „Nebeneffekte“ im Austragungsland in den Blick nehmen oder gar darauf reagieren sollte, gehen auseinander. Quarteera e.V. hat sich gemeinsam mit anderen NGOs und Politiker_innen immer gegen einen Boykott der Spiele ausgesprochen und dafür plädiert, jede Gelegenheit zu nutzen, um die genannten Missstände beim Namen zu nennen, mit Akteuren zu sprechen, die Kameras auch auf die gesellschaftlichen Zustände in Russland zu lenken. Ob die deutschen Medien mit ihrer Olympia-Berichterstattung dieser Forderung nachkommen werden, bleibt abzuwarten. 


Schon jetzt kündigt allerdings die Berliner Tageszeitung TAZ an, die Spiele kritisch zu begleiten und ihre Leser_innen ausführlich auch über das Hintergrundgeschehen zu informieren. Während der Woche gibt es vier, am Wochenende sechs Sotschi-Sonderseiten, die von einem eigens für diese Veranstaltung zusammengestellten Redaktionsteam produziert werden.

Doch damit nicht genug: für die Zeit der Olympiade gibt es das Angebot eines Solidaritätsabos – fünf Wochen für 20 Euro, und davon gehen 10 Euro an Quarteera e.V. für die Arbeit des Vereins mit LGBTI-Flüchtlingen aus Russland und die Kooperationen mit russischen Menschenrechtsorganisationen. Ein solches Soli-Abo kann man ab jetzt auf den Seiten der TAZ bestellen: http://blogs.taz.de/hausblog/2014/01/17/olympisches-sport-politik-soli-abo-dabei-sein-ist-wirklich-nicht-alles/
Und wenn man die TAZ sowieso schon liest, kann man sie für die Zeit der Spiele ja an Menschen verschenken, die an einer umfassenden Olympia-Berichterstattung interessiert sind.

Quarteera e.V. dankt der TAZ für ihre Initiative!

Mitgliederversammlung von Quarteera e.V 2013

veröffentlicht um 04.11.2013, 00:02 von Regina Elsner

Ein vorerst kurzer Bericht von unserer Mitgliederversammlung am 19. Oktober:
Vor der Mitgliederversammlung wurde für alle Interessierten ein Gespräch mit Supervision angeboten, in dessen Rahmen Konflikte in der Arbeit von Quarteera im vergangenen Jahr besprochen wurden. Die sehr konstruktive Diskussion konnte einige Missverständnisse und Kommunikationsschwierigkeiten klären und alle Beteiligten zu neuem Engagement für unseren Verein motivieren.
Die offizielle Mitgliederversammlung wurde durch Wanja moderiert. Artem präsentierte die Arbeit des Vorstands im vergangenen Jahr und die finanzielle Situation des Vereins. Der Vorstand wurde für seine Arbeit entlastet und die anwesenden Mitglieder dankten allen Vorstandsmitgliedern für ihr großes Engagement und die zahlreichen erfolgreichen Projekte im vergangenen Jahr. Im Anschluss wurde nach der regulären Amtszeit ein neuer Vorstand gewählt. Zlata und Irina verabschiedeten sich aus ihren Ämtern und werden den Verein nun durch die von ihnen verantworteten konkreten Projekte bereichern. Als neuer Vorstand wurden Wanja Kilber, Artem Uspenskij, Irina Stepanska und Konstantin Sherstjuk gewählt - Jana Wechselmann bleibt noch ein Jahr im Amt. Schließlich wurden weitere aktuelle Projekte des Vereins vorgestellt, so die Vortragstätigkeit bei verschiedenen in- und ausländischen Partnern zur Situation von LGBT in den Ländern der ehemaligen UdSSR, die Arbeit mit LGBT-Flüchtlingen aus Russland, der Nachrichten- und Newsletter-Service, die Freizeitgruppe, das Filmprojekt "Dreifach" und neue Ideen. Ein ausführlicher Bericht und Bilder des Treffens folgen in nächster Zeit.


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