Unser Ziel


Unser Ziel

Die Bürgerinitiative "Pro Lückenschluss Lahntalradweg" hat sich das Ziel gesetzt, die letzte Lücke im Lahntalradweg zwischen Laurenburg und Geilnau zu schließen. Die Lösung sollte auf jeden Fall in einem durchgehenden Rad- und Wanderweg auf dem früheren Leinpfad liegen, als letzten Ausweg und Notnagel auch in der "2-Brücken-Lösung". Hauptsache ist ein durchgehender Radweg ohne Einbeziehen des Umweges über die Höhen.
Ideal wäre natürlich der Weg direkt entlang der Lahn. Ein Problem in der Umsetzung ist das direkt auf dem Weg liegende Naturschutzgebiet. In diesem Gebiet ist es schwierig, den vorhandenen Weg so zu befestigen, dass er als Rad- und Wanderweg nutzbar ist. Einige Naturschützer haben gegen die Maßnahme geklagt, da immer wieder neue schützenswerte Tierarten in dem Naturschutzgebiet gefunden werden. Durch die Klage sollen die Menschen aus der schönen Natur ferngehalten werden. Wir sind aber der Überzeugung, das Naturschutz, Naturschutzgebiete und Radwege sich nicht gegenseitig ausschließen müssen!

Warum

Wir sind überzeugt, dass der durchgehende Rad- und Wanderweg für die ganze Lahn eine Bereicherung darstellt, besonders natürlich für die angrenzenden Gemeinden. Die Lahn als Urlaubs- und Erholungsgebiet braucht sich nicht hinter anderen Gegenden in Deutschland und Europa zu verstecken. Wenn eine einfache durchgängige Befahrung möglich ist, wird sich der Tourismus stärken, ohne Schaden für die Natur und das Naturschutzgebiet nach sich zu ziehen. Viele andere Radwege führen durch Naturschutzgebiete, oft über deutlich längere Strecken als hier.
Urlaub in Deutschland wird für in Zukunft boomen und für viele Familien mit Kindern auch der einzige Weg für einen Urlaub darstellen. Dieses möchten wir fördern und unterstützen!

Der Leinpfad

Als die Lahn noch gewerblich als Transportweg genutzt und die Schiffe noch keine eigenen Antriebe hatten, erfolgte der Antrieb durch Ziehen der Schiffe mit Seilen von Land aus. Die menschlichen oder tierischen Antriebe liefen auf dem "Leinpfad", welcher komplett entlang der Lahn verlief und befestigt war. Diese Nutzung des Leinpfades stellt eine fast 400jährige Kultur dar, welche heute optimal und ökologisch in einer weiteren Nutzung als Rad- und Wanderweg überführbar ist.
An vielen Stellen wird heute deshalb bereits dieser Leinpfad als Rad- und Wanderweg genutzt, nur noch nicht in unserem Bereich.

Auf der Strecke zwischen Laurenburg und Geilnau gibt es eine Engstelle, in welchem dieser Leinpfad nur noch schlecht bis gar nicht mehr begehbar ist. Dieser Abschnitt ist ca. 800m lang und müßte für eine Radwegnutzung erneut befestigt werden. Diese Lösung wäre landschaftlich und geografisch der ideale Weg. Die Bürgerinitiative möchte durch Arbeitseinsätze diesen Bereich wieder provisorisch zumindest als Fußweg nutzbar machen. Ob dieses irgend wann zu einer Widmung als offizieller Wanderweg führt, kann momentan nicht beantwortet werden. Auch ist die Benutzung des Weges offiziell nicht freigegeben, selbst wenn er nach mehreren Arbeitseinsätzen inzwischen durchgängig begehbar ist.

Der Leinpfad als Kulturgut in Einklang mit dem Naturschutzgebiet

Entlang der Lahn ist der Leinpfad größtenteils mit einer geschlossenen Asphalt- oder Betondecke als Rad- und Wanderweg nutzbar gemacht. Der alte Aufbau aus vergangenen Jahrhunderten ist quasi nicht mehr sichtbar.
Da hier nun an einigen Passagen der Engstelle noch die alten Strukturen vorhanden und sichtbar sind, bietet es sich gerade zu an, diese mit einem neuen Radweg für die Nachwelt zugänglich zu machen. In vielen Bereichen der EU sind bereits Kulturgüter gefördert, geschützt und öffentlich gemacht worden. Durch unser Vorhaben kann hier ein einzigartiger Bereich entstehen, in welchem ohne Schadstoff-Ausstoß die Schönheit eines Naturschutzgebietes, ein Jahrhunderte altes Kulturgut in seiner originären Umgebung und eine traumhafte Rad- und Wanderstrecke für den Tourismus erschlossen wird. Wer kann hier etwas dagegen haben?


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