Alternative Wege

Direkt entlang der Lahn

Unserer Meinung nach ist ein Radweg direkt an der Lahn auf dem Leinpfad die sinnvollste Lösung. Es gibt jedoch noch Alternativen dazu, welche aber jede für sich ihre speziellen Eigenarten und Nachteilen haben.
In der Vergangenheit wurden 11 Möglichkeiten für eine Radwegführung vorgestellt und bewertet. Der Weg direkt entlang der Lahn wurde dabei als ähnlich teuer wie die 2-Brücken-Lösung kalkuliert. Wie genau diese teure Ausführung bautechnisch aussehen sollte, ist uns nicht bekannt. Da nicht nur uns diese Daten zweifelhaft sind, wurde bereits von den verantwortlichen Stellen eine erneute Kostenbetrachtung beauftragt. Gespräche im Vorfeld mit Fachleuten im Wege- und Radwegebau sowie Baufirmen ergaben jeweils deutlich niedrigere Zahlen, welche unseren Vorschlag als durchaus wettbewerbsfähig zu anderen Alternativen erscheinen lässt.

2-Brücken-Lösung

Die bisherigen Planungen für den Radweg gingen in Richtung der "2-Brücken-Lösung". Hierbei soll der Bereich des Leinpfades an der Engstelle zwischen Laurenburg und Geilnau mit zwei Brücken umgangen werden.
Der Weg laut Planung geht an der Fischerhütte Laurenburg links bergauf entlang eines alten Waldweges. Der Weg verläuft in einem Bogen entlang des Waldrandes bis zum Start der Engstelle des alten Leinpfades. Von dort soll es in einer Serpentine wieder nach unten zum Fluß und dann auf eine neue Brücke gehen. Auf der anderen Lahnseite geht ein existierender Wirtschaftsweg vom Kraftwerk in Richtung Schleuse Scheidt nach Cramberg. Kurz vor der Schleuse soll der Radweg auf einer zweiten Brücke wieder zurück auf die andere Lahnseite und dann auf den Leinpfad führen. 
Diese Lösung erfordert wie beschrieben den Bau von 2 Brücken, einem erheblichen Kosten- und Pflegeaufwand.

Über die Höhen (aktueller Zustand)

Der aktuell ausgewiesene Radweg geht am Ortsausgang Laurenburg die Straße hinauf nach Scheidt, von dort weiter bergauf Richtung Holzappel und dann bergab einen Waldweg nach Geilnau wieder ins Tal. In beiden Richtungen liegen hier erhebliche Steigungen und Gefälle, besonders der Straßenabschnitt zwischen Scheidt und Laurenburg stellt eine Gefahrenquelle dar. Einer Familie mit kleinen Kindern kann guten Gewissens nicht zur Benutzung dieses Weges geraten werden. Ein dauerhafter Status dieses Radweges fördert lediglich den Bahnverkehr von Laurenburg nach Balduinstein um diese Stellen zu umgehen. So etwas kann nicht im Sinne eines Radweges sein!


Über die Höhen, Vorschläge des BUND und der Grünen

Der BUND und die Grünen sind (natürlich) auch für einen durchgehenden Radweg und haben eine Sammlung von Alternativ-Vorschlägen dargelegt. Alle Vorschläge gehen letztlich von der Lahn aus durch den Wald auf die Höhe in Richtung Scheidt und wieder durch den Wald ins Tal nach Laurenburg oder Geilnau. Auf dem Papier klingen diese Lösungen logisch und kostengünstig. Leider sind alle Varianten, genauso wie der bestehende Weg auf der Straße, für Familien mit Kindern und Senioren nicht geeignet. Die Überwindung dieser Höhenmeter machen Besucher nur einmal und kommen niemals wieder. Mit einem Lahntalradweg haben diese Lösungen nichts zu tun. Selbst die Aussage, diese Wege wären die günstigste Lösung, sind dauerhaft leider nicht haltbar. Eine günstige Lösung, welche jedoch von niemandem genutzt wird, ist keine Lösung. Das Geld dafür braucht man erst gar nicht zu investieren.


Tunnel-Lösung

Als weiterer Vorschlag von Seiten der Naturschützer wurde eine Tunnel-Lösung genannt. Der Tunnel könnte hinter Laurenburg im Wald bis zur anderen Seite im Bereich Schleuse Scheidt führen, Länge ca. 450m. Als einziger direkt erkennbarer Vorteil wäre eine Art "Kuriosum"-Effekt, da ein solch langer Radwegtunnel wohl sonst schwer zu finden ist und jeder mal da durch fahren möchte. Was eine solche Lösung an Kosten für Bau und regelmäßige Wartung erfordert, kann von uns noch nicht mal Ansatzweise geschätzt werden. Zumindest wäre keine Steigung zu überwinden...




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