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Wirtschaftliche Entwicklung

In den letzten Jahren ist es gelungen die Gewerbeflächen am Ortsrand zu sichern und zu erweitern. Trotzdem wird darauf Wert gelegt, die Standorte der im Ort ansässigen Handwerksbetriebe zu sichern, um den ländlich–dörflichen Charakter zu erhalten. Neue Arbeitsplätze am Dorfrand – JVA, Schlachthof, Gewerbe und Dienstleistungspark Opheis - machen die Ortschaft über die Funktion als Wohnstätte hinaus attraktiver. Eine ansehnliche Anzahl von Unternehmen hat Pont aufzuweisen, die viele Arbeitsplätze vor Ort zur Verfügung stellen. So werden allein durch die Erweiterung der JVA und des Schlachthofes mehr als 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Drei Gaststätten, eine davon mit Hotelbetrieb und Erlebnisbiergarten, gibt es im Ort. Eine Speisegaststätte ist auf Grund ihres Ambientes und ihrer Speisekarte weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Durch den gelungenen Umbau eines ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäudes ist die dritte Gaststätte heute Treffpunkt für Jung und Alt und Vereinsgaststätte aller im Ort ansässigen Vereine. Die beiden Sportvereine, Tennisclub Pont und VfL Pont, haben ebenfalls in ihren Clubhäusern eine Bedarfsgastronomie eingerichtet.

Die Zahl der landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebe ist –wie überall– zurückgegangen. Im Zuge des Strukturwandels wurden kleinere Höfe erfolgreich in  moderne Gärtnereibetriebe, sowohl im Zierpflanzen- als auch im Gemüseanbau, umgewandelt.

Aus einem Hof ist ein „Reiterhof“ geworden. Aufgrund seiner Lage an der Route „Grenzenloses Reiten“ sind viele einheimische und auswärtige Pferdefreunde hier anzutreffen. Heute existieren große Betriebe, die spezialisierte Landwirtschaft betreiben. In den verbliebenen 15 Höfen gibt es 26 Arbeitsplätze; 3 Betriebe davon haben Rindviehhaltung, 13 Schweinehaltung; 737,5 ha werden bewirtschaftet. Zunehmende Bedeutung erhält auch die Direktvermarktung land-wirtschaftlicher ( Hofladen), forstwirtschaftlicher und gärtnerischer Produkte. Zu einem interessanten Objekt wird sich die ehemalige Ponter Mühle entwickeln. In dem zuletzt als Reparatur- und Verkaufsbetrieb für landwirtschaftliche Maschinen genutzten Gebäude soll ein Zentrum für Direktvermarktung einheimischer Produkte entstehen. Dazu werden für diese Region seltene Berufe dort angesiedelt werden (z. B. Ofenbauer). Im Untergeschoss sollen zurückgezüchtete Schweine ( alte bedrohte Hausschweinerassen ) Besucher anlocken. Auch das hier geplante Bauerncafe wird zu einer Bereicherung für den Ort führen. Alle landwirtschaftlichen Betriebe liegen heute am Ortsrand; die ehemaligen Stallungen, Scheunen und Hofgebäude im Ort sind erhalten und werden als Wohn- bzw. Unternehmensgebäude genutzt. Zu einem wichtigen Faktor im Wirtschaftsleben hat sich die JVA entwickelt. Nach dem Ausbau werden hier 681 Gefangene untergebracht und 330 Arbeitsplätze geschaffen sein. Innerhalb der JVA gibt es ein Studienzentrum für jetzt 21 Gefangene (ab 2004: 30), die an der Fernuniversität Hagen studieren, und ein Berufsbildungszentrum, in dem 224 Personen in 13 Berufen (ab 2004: 250 Personen in 16 Berufen) ausgebildet werden. Auch die Erlangung des Hauptschulabschlusses ist in der JVA möglich.

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