Kaufberater - eine Ergänzung

Liebe Leser des Kaufberaters für Schätzer,

Grundvoraussetzung für einen Zwischennetzzugang ist natürlich, dass Sie bei einem Zwischennetz-Dienst-Anbieter einen Zugang zum Zwischennetz beauftragt haben. Der wird üblicherweise über die Telefonleitung geschaltet. Neuerdings wird er auch über den Breitbandanschluss oder über Funk angeboten.

Einige Rückfragen ergaben, dass die Zwischennetz-Dienst-Anbieter ihre Lotser verschicken oder verkaufen um dann ihre Kunden sich selbst mit dem Teil überlassen.
Ich werde versuchen ihnen eine Hilfe zu sein und alles wieder auf Deutsch zu beschreiben.

Beim Zwischennetzzugang über das Telefonnetz liefert der Anbieter einen „Splitter“. Ziehen Sie ihr Telefonkabel aus der Dose, stecken Sie den Stecker in den Splitter und das kurze Kabel vom Splitter in die Telefondose. In die viereckige Anschlussbuchse unten am Splitter stecken Sie ein Ende des grauen Kabels, das beim Lotser dabei ist, das andere Ende beim Lotser in die Buchse, die mit „DSL“ beschriftet ist.

Wenn Sie den Zugang über Breitbandkabel oder Funk bekommen, installiert der Anbieter alles Notwendige.

Viele Schätzer-Neulinge sind, wenn sie ihre Neuerwerbung, manchmal nach Tagen, mit Ach und Krach zum Laufen gebracht haben, erneut wieder total frustriert wenn es um´s Zwischennetz geht.

Besonders wenn es heißt: „So Kinder, jetzt sörft Pappi erst mal im Internet“ und Pappi dann mit Erstaunen feststellt: da ist ja gar kein Internet, Wat nu?

Es soll schon Wutausbrüche gegeben haben und Lotser durch geschlossene Fenster geflogen sein. Tränen der Wut oder der Verzweiflung sollen in diesem Zusammenhang auch schon geflossen sein.

Pappi hat jetzt drei Möglichkeiten:

♦ Erstens, er lässt seine Kinder das machen. Wenn sie älter als sechs Jahre sind, geht das am schnellsten.

♥ Zweitens, er belegt einen Englischkurs bei der nächstgelegenen Volkshochschule aber das birgt die Gefahr, dass er nach der Abschlussprüfung den Lotser nicht mehr verwenden kann weil er technisch veraltet ist.

♠ Drittens, er liest hier weiter.

Denn für diesen Fall gibt es diese Anleitung, wie man so ein Ding einstellt, um überhaupt ins Zwischennetz zu kommen.

Die Älteren von uns können sich vielleicht noch an die Fernsehwerbung mit Boris Becker und seinen Spruch: „Ich bin ja schon drin, das ist ja einfach“ erinnern.

Kann es sein, dass die Werbung eine Satire war?
Für Boris mag es einfach gewesen sein, der war ja sogar in fremden Wäschekammern „drin“. Wäre es für viele Zeitgenossen so einfach ins Zwischennetz zu kommen, dann wäre diese Beschreibung überflüssig.

Ich gehe davon aus, dass Ihr Schätzer ein Betriebsgebilde von Winzigweich hat, bei dem der Zwischennetzerforscher mitgeliefert wurde. Die anderen Betriebsgebilde sind eh etwas für Kenner.
Liebe Ratsuchende,

Einiges muss hier in dieser verhassten „Sprache“ geschrieben werden.
Es geht nicht anders weil es so auf Ihrem Lotser aufgedruckt ist und Sie nicht noch mehr verwirrt werden sollen.
Die Hersteller dieser Geräte meinen, sie müssten weltweit tätig sein und ihre Erzeugnisse deshalb international verständlich beschriften. Lassen wir sie in ihrem Glauben.

Es gibt natürlich etliche Lotser mit vielen unterschiedlichen Merkmalen und Eigenarten. Alle zu beschreiben würde Bücher füllen. Ich beschränke mich auf einen der größten Zwischennetz-Dienst-Anbieter, die Telekom, die zurzeit Lotser mit Namen „Speedport“ vertreibt. Was „Speedport“ auf Deutsch heißt, interessiert uns nicht.

Viele Zwischennetz-Dienst-Anbieter liefern Lotser die „Fritz-Box“(Denglish!) heißen, aber die sind ähnlich. Nebenbei: hier ist der Name nur lächerlich denn auf Deutsch heißt er „Fritz-Schachtel“.

Hier also die Beschreibung für „Speedport“

Schauen Sie auf der Rückseite des Gerätes auf das Etikett. Am besten schreiben Sie alles ab.

Vergewissern Sie sich, dass das Speedport auch mit Strom versorgt ist, denn ich vergaß das oben zu erwähnen. Ein Steckernetzgerät gehört ja zum Lieferumfang. Die grüne LED „DSL“ sollte erst blinken, dann nach spätestens zwei Minuten dauernd leuchten.

Wenn Sie gar nicht aufhört zu blinken, überprüfen Sie, ob die Kabel richtig gesteckt sind. Falls alle richtig gesteckt sind und DSL weiterhin blinkt, können Sie eine Pause machen denn dann haben Sie kein DSL.

In dem Fall rufen Sie die Störungsstelle 0800 33 0 1000. Sie benötigen ihre Kundennummer um sich auszuweisen. Lassen Sie sich nicht von dem Kundenabwimmler zu Beginn des Gesprächs verärgern, das ist nur ein Automat. Wenn der Sie allerdings nicht versteht, verbindet er Sie mit einem Mitarbeiter (verstehen Sie was ich meine? Schimpfwörter kann er nicht auswerten)

Wenn DSL dauernd leuchtet, geht es jetzt zur Sache.

Verbinden Sie noch den Schätzer mit dem gelben Kabel mit dem Speedport. (am Speedport = eine von vier gelben Buchsen, egal welche, beim Schätzer gibt´s nur eine, wo das Kabel passt (LAN)). Der Stecker muss auf beiden Seiten einrasten. (Hört man am „Klick“) Am Speedport muss jetzt auch noch die grüne LED „LAN“ Leuchten.

Haben Sie sich schon ein wenig mit Ihrem Schätzer vertraut gemacht? Wissen Sie schon wie man Programme startet? Ja? Dann starten Sie den Zwischennetzerforscher. (Doppelklick auf das komische blaue „e“.)

Der Zwischennetzerforscher hat am oberen Rand eine sogenannte Adresszeile. Dorthin schreiben Sie: https://speedport.ip

Wenn nach kurzer Zeit ein Fenster aufgeht und nach einem Zugangspasswort gefragt wird, dann geben Sie das ein, was Sie von der Rückseite abgeschrieben haben und klicken auf WEITER.

Wählen Sie als Anbieter „T-Online“ aus.

Jetzt müssen Sie noch den Brief von T-Online suchen, in dem „Ihre Zugangsdaten“ angekündigt wurden, die brauchen Sie jetzt nämlich. Wenn Sie ihn nicht mehr finden oder schon entsorgt haben weil Sie nichts damit anfangen konnten, müssen Sie neue beantragen, Telefonnummer siehe oben, dauern ca. 3 Tage.

Tragen Sie sie in die entsprechenden Felder ein und klicken auf „Weiter“.
Die Einstellungen für Telefon brauchen Sie nicht zu berücksichtigen, einfach auf „Weiter“ klicken.

Wenn Sie bis hierher alles richtig gemacht haben, können Sie jetzt die weltweiten Vorzüge des Zwischennetzes genießen und brauchen sich auch nicht mehr frustriert abwenden wenn der Fernseh- oder Radioansager sagt: „Mehr darüber im Internet“ denn jetzt sind auch Sie „drin“.

Wenn Nichts klappt, lassen Sie es ihre Kinder versuchen, wenn Sie keine Kinder haben rufen Sie jemanden der es kann aber werfen Sie nicht auch noch ihren Lotser durch das geschlossene Fenster.

Wenn es geklappt hat und Sie „online“ sind, kann ich für die ersten Schritte folgende Seite empfehlen:
(einfach draufklicken)
http://www.fischfresse.de/2010/11/infoblatt-fuer-senioren-im-internet/

Ach ja -
Diejenigen, die das hier lesen, brauchen es nicht zu beachten, sie sind ja „schon drin“.