Goliath    FOTOS und Videos









Das Goliath Projekt ist das neuste und ausgereifteste Fahrzeug von uns. Wir wollten damit von unseren bisher schludrig und schnell mit Heißkleber zusammengeschusterten Fahrzeuge wegkommen und etwas bauen, was nicht gleich auseinander fiel und nach 5 Minuten fahrt 30 Minuten Reparaturzeit in Anspruch nimmt.

Die Idee war es, ein Gestell aus 4mm starken Alu- U Profilen zusammenzuschrauben und daran dann alles zu befestigen. Bisher haben wir immer eine Sperrholz Grundplatte benutzt, allerdings war diese Lösung weder genau noch haltbar.

Video vom ersten Test:



BAU:

Der Bau des Fahrzeuges lief durch die gute Planung verhältnismäßig schnell. Allerdings konnten wir auch nur so effizient arbeiten, da wir aus den Fehlern der vorherigen Projekten lernen konnten.

Akkuschrauber sollten wie auch bei dem Dragon Tank Projekt der Antrieb der Wahl sein, da sie sehr billig (10€ + Versand bei Ebay) und relativ robust sind. Außerdem bringen sie mit einem doppelten Planetengetriebe auch gleich eine passende Untersetzung mit.

Der Akkuschrauber ohne Bohrfutter und Drehmomentratsche , die mit einer Feder, die jeweils 2 Kugeln in eines der acht Löcher drückt und damit dann ein Nocken-innen- Zahnrad blockiert.

Schwer zu erklären, nächstes Foto:





Dort sind die Nocken gut zu sehen die den äußeren Ring blockieren.

Der vordere Ring wird abgesägt und die Kugeln werden durch angefeilte Schrauben ersetzt. Damit kann man dann die Akkuschrauber auch perfekt auf einen Aluwinkel schrauben.

Das Kugellager kann dann auch gleich eingefasst werden, und wird an den durchbohrten Winkel angeschraubt.





Der Motorträger ist fertig und bereit, den Motor aufzunehmen und in die Alu- rahmen aufgenommen zu werden.









Nocheinmal das eingeschraubte T-Profil in die U Profile. Dies ist eine Ecke des Fahrzeuges, alle anderen sin Spiegelungen davon, alle Ecken sind somit gleich.




Die kurze 12mm Welle, die aus dem Akkuschraubergetriebe herauskommt, wird mit einem aufgesteckten Rohr mit 15mm Außendurchmesser  und einem Splint verlängert.

sie wird durch das Kugellager am Motor und eines außen an den U Profilen gelagert und an ihr sind auch direkt die Räder befestigt. sie sind durch 12mm Stahlstifte, die in das Rohr eingeschoben worden sind zusätzlich verstärkt.

Da ist der vollständig eingebaute Motor hinten links.

Die Batterie ist für das Kammerasystem.









Steuerelektronik:

Fahrtenregler:

die Fahrtenregler sind Top 60 Regler von Conrad. sie sollen Dauerströme von 50 Ampere und Spitzenströme von 60A aushalten, was bei je zwei Akkuschraubern pro Regler schnell erreicht und überschritten ist, somit musste auch die Kühlung der Regler verbessert werden.

Alles in allem sind die Regler nicht zu empfehlen, sie haben keinerlei Sicherungen wie Überhitzungs- oder Verpolschutz und sind dann einfach kaputt. Auch das eingebaute BEC System, was den Empfänger versorgen soll ist nicht zuverlässig, wenn eine bestimmte Batteriespnnung unterschritten wird, z.B. bei vollgas unter last, resetten sich die Regler auf den Steuerausschlag und fahren dann zum beispiel einfach rückwärts bei neutralem Steuerknüppel an der Fernsteuerung.

Die Originalkühlbleche der Regler wurden abgefeilt und auf einen Cpu kühler einer Workstation geschraubt. später wurde dann noch ein Lüfter hinzugefügt um den Wärmeabtransport zu sichern.






UPDATE

Fahrtenregler:

Nachdem ziemlich schnell klar wurde, dass die TOP 60 Fahrtenregler von Conrad, welche für 60 Ampere Dauerstrom ausgelegt sind (sein sollten), den Belastungen der jeweils 2 Paralell geschalteten Akkuschraubern nicht standhalten konnten.

Das Problem war ein grundsätzliches Fehldesign der Regler, welche zwar Mosfets die bis über 100Ampere aushalten können sollen, allerdings waren Kühlung sowie die die Leiterbahnen völlig unterdimensioniert. Nachdem wir die Kühlung optimiert hatten, schmorten die Leiterbahnen wie Feinsicherungen durch. Deshalb beschlossen wir, das Design der Regler grundsätzlich zu ändern. Die Power-Mosfets wurden ausgelötet und mit dicken Kabeln an einen eigenen Starkstromkreis angeschlossen, während die Steuerelektroniken mit dünnen Kabeln angeschlossen wurden.

Dabei haben wir festgestellt, dass die Mos

fets der Fahrtenregler gegen handelsübliche Mosfets ausgetauscht werden können, dadurch kann man eine menge Geld sparen, da man bei einem durchgebrannten Regler nur die Mosfets austauschen kann, außerdem kann man die Mosfets paralell schalten, und somit fast unbegrenzt starke Regler selbst bauen kann.



Kamerasystem:


Das Kammerasystem ist in die Font eingelassen und von außen kaum zu sehen und daher auch gut geschützt. Über 2,4 Ghz wird das Signal an einen Empfänger übertragen.



Einbau des Kammerasystes und des 4. Motors. man sieht gut wie knapp alles kalkuliert ist, allerdings hat bisher alles geklappt. das dicke weiße kabel ist ein altes LAN kabel das wegen der guten Abschirmung als Übertagungskabel von der Kamera zum Sendemodul genutzt wurde. dadurch konnten wir auch den Antennenkabelweg kurz halten was sich hoffentlich in einer Erhöhung der Reichweite wiederspiegelt.

Probleme:


Antrieb:

Die 2. Fahrt hat der hintere Akkuschrauber nicht überstanden, wir müssen uns also ein neues Konzept überlegen.  

 Wir hatten erst die Plastikzahnräder im Verdacht, dass sie brechen könnten. 

Allerdings haben diese völlig unbeschadet alle Torturen überstanden, die Stahlstifte der Welle allerdings nicht.


Vorher:

Hier sind gut die Stahlstifte für die Lagerung der Metallzahnräder zu sehen...

 Nachher:

 ...und hier sind sie sogar noch viel besser zu sehen.









Fortsetzung folgt. was noch geplant ist:

Wahrscheinlich werden wir einen Kettensägenmotor mit einer Autolichmaschine koppeln, um die nötige Energie zu generieren und den Bleiakku als Pufferspeicher für Anfahrströme nutzen.