Schlfapnoe als Ursache für Demenz?

 
Atemnot statt Schönheitsschlaf
- durch Schnarchen Dement??!-

 

 
 
 
Kristine Yaffe ist  Professorin für Psychiatrie, Neurologie und Epidemiologie an der University of California in San Francisco und  Hauptautorin einer  über 5 Jahre dauernden Studie, die neurologische Untersuchungen an älteren Frauen durchgeführt hat, die an Schlaf-Apnoe – also an nächtlichen Atemaussetzern leiden. Diese Studie, die die längerfristigen Gedächnis-Auswirkungen von Schlafapnoe-Patienten untersuchte, erschien im “Journal of the American Medical Association”.
Das Ergebnis ist erschreckend und bestätigt die Vermutung vieler Schlafforscher. Demnach erkranken ältere Frauen, die an Schlafapnoe leiden, doppelt so oft an Demenz wie ihre Altersgenossinnen.
Durch die Schlafapnoe wird die Sauerstoffversorgung im Gehirn und anderer Organe derart reduziert, so dass sich hierdurch auch die geistigen Fähigkeiten deutlich verringern.

Diese  Studie zeigt, dass es eine biologische Schnittstelle zwischen Schlaf und Gehirnleistung gibt und sie belegt auch, dass die Behandlung von Schlaf-Apnoe helfen kann, die Demenz  zu verhindern oder ihr Fortschreiten hinauszuzögern.

 

Die Schlafapnoe ist zwar nicht der alleinige Auslöser für eine krankhafte Vergesslichkeit, doch sie kann maßgeblich zu einer Verschlechterung der Gehirnleistung beitragen.

Zur Studie selbst:
Zum Beginn der Studie wurden die kognitiven Fähigkeiten aller Probanten von Medizinern untersucht. Menschen mit einer anamnestischen Demenz oder bereits festgestellten kognitiven Einschränkungen wurden ausgeschlossen. So blieben am Ende rund 300 Patientinnen im Alter von 65 Jahren oder älter übrig.

Ca. vier Jahre nach dem ersten Untersuchungstermin wurden die Probanten von Schlafexperten zu Hause besucht. Die Frauen wurden von Ihnen während des Schlafes überwacht. Dabei erfassten sie Gehirnaktivität, Herzschlag, Beinbewegungen, Luftfluss sowie die Atmung mittels Bewegung des Brust- und Bauchraums und den Sauerstoffgehalt im Blut. So konnten die Forscher ermitteln, wie oft die Atmung der Frauen aussetzte, wie oft sich ihre Sauerstoffversorgung um 30 Prozent oder mehr verringerte und wie lang sie im Zustand der Sauerstoffunterversorgung blieben.

Ein Jahr später, also etwa fünf Jahre nach ihrem ersten Test, ließen sich die Frauen erneut in den Kliniken untersuchen. Sie durchliefen eine ganze Reihe von Tests zu ihren kognitiven Fähigkeiten, Gedächtnis und Sprachgewandtheit. Die Frauen, deren Testergebnisse zeigten, dass sie dement waren oder sich in Vorstufen befanden, nahmen die Experten nochmals genauer unter die Lupe, um die Diagnose zweifelsfrei zu bestätigen.

Zusammenfassung:
Durch die Studie konnte festgestellt werden, dass etwa ein Drittel (35,2 Prozent) aller Schnarcherinnen leicht dement waren. Ihr Risiko für leichte kognitive Störungen war fast doppelt so hoch wie das innerhalb einer Kontrollgruppe. Litten sie an nächtlichem Atemaussetzern und damit an Sauerstoffmangel, erkrankten sie zu 44,8 Prozent, verglichen mit 31,1 Prozent der Gleichaltrigen ohne derartige Probleme. Für Frauen, die nachts wegen der Atemprobleme häufig aufwachten, ihr Problem also bemerkten, ließ sich kein erhöhtes Risiko für Demenz ausmachen.
 
Vergessen Sie nicht rechtzeitig ihre Schlafapnoe zu behandeln,
sonst müssen Sie später Ihr Vergessen behandeln.
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