PsychVVG

Das PsychVVG ist ein Gesetz, das zukünftig die Vergütung und Versorgung in den psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken regeln soll. 

Dazu hat PeerCom folgende Forderungen:

1. Es muss verhindert werden, dass das Budget der Klinik auf Grundlage eines Preissystems, wie zuvor beim PEPP, berechnet wird. Dadurch ergeben sich wieder dieselben Probleme, wie dass es wieder die 20 Minuten Abrechnungseinheiten gibt, die den Umgang auf Station mit den Erkrankten nicht abbilden, leichter Erkrankte bevorzugt werden, weil sie mehr Angebote wahrnehmen, als schwerer Erkrankte und die Bürokratie genauso aufwändig ist, was an der Arbeit mit dem Patienten verloren geht.

2. Es muss gesichert werden, dass die bilateralen Budgetverhandlungen zwischen den Krankenkassen und den Kliniken wirklich gerecht sind und sich an den Leistungen der Klinik orientieren und nicht an historisch gewachsenen Verhältnissen zwischen Leistungsträgern und Kliniken.

3. Der Nachfolger der PsychPV muss auch wirklich ausreichend sein und darf nicht zu einer Verschlechterung führen.

4. Es muss neben der leitliniengerechten Behandlung in gut begründeten Ausnahmefällen auch eine unkonventionelle, erfahrungsbasierte Behandlung möglich sein.

5. Hometreatment muss gut umgesetzt werden. Siehe dazu das beigefügte Papier des Bundesnetzwerkes im Downloadbereich unten. 

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Rainer Höflacher,
01.08.2016, 05:47
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