2014

Ich wollte am Freitag wieder auf keinen Fall den Pokal beim Ski-Rennen gewinnen. Weil ich gar nicht weiss, wie ich das Riesen-Ding heim schleppen soll. Da sagte ich Dominique, dass ich etwas anderes mache, um beim zweiten Lauf, bei dem man möglichst nahe an die Zeit vom ersten Lauf rankommen muss, Zeit heraus zu zögern. Dominique fragte mich, was ich tun wolle. Ich sagte, den Zeitmesser-Stab eine Weile offen halten. Sie meinte, das sei nicht lustig. Ich solle eine Pirouette auf der Piste machen. Also wollte ich das tun. Ich versuchte es, aber der rechte Ski blieb irgendwie hängen und so drehte es mich ganz komisch. Ich versuchte es noch einmal. Weil ich nur einen Kantenfehler beherrsche, blieb der rechte Ski wieder hängen. Da dachte ich: "Alle guten Dinge sind drei" und versuchte es noch einmal. Bei diesem Versuch fuhr ich rückwärts in ein Tor und es überschlug mich. Diesen Fast-Salto hätte ich gerne gesehen. Aber es filmte niemand. Jetzt musste ich also keine Angst haben, zu nahe an die Zeit vom ersten Lauf gekommen zu sein. Ich stand auf und fuhr ins Ziel.
Bei beiden Läufen fuhr ich rückwärts durch's Ziel.

Ich hatte 38.8 Sekunden Differenz zwischen dem ersten und dem zweiten Lauf. Cyrill wollte wissen, wie ich das schaffte. Aber wenigstens musste ich diesen Staub-Fänger von Pokal nicht heim nehmen. Ich habe lieber eine Medaille. Ich bin stolz auf sie. Denn das kann nicht jeder: Letzter werden, und eine Medaille gewinnen.

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