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Amok-Töffahrt

Hier flieht ein Töff-Rowdy

vor der Polizei

RORSCHACH - SG - Ein Schweizer Töfffahrer liefert 
sich mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd durch 
St. Gallen. Dabei filmt er alles mit seiner Helmkamera. 
Bei seiner Verhaftung kassiert der Lenker Schläge von 
der Polizei.

Leider ist dieses Video nicht mehr verfügbar.

 

 
 
  
  
 Ein Youtube-Video sorgt für Aufregung: Ein fast 19 minütiges Video zeigt, wie ein Töfffahrer sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei liefert.

Die ersten zehn Minuten sind harmlos. Der «Ghost Rider» – benannt nach der Comicfigur – fährt durch die Ostschweiz, filmt alles mit seiner Helmkamera. Bei Minute 11:52 kommt ihm eine Polizeistreife entgegen, gibt Lichthupe. Da gibt der Töfffahrer plötzlich Gas.

Töffrowdy missachtet Verkehrsregeln

In einem Affentempo fährt er durch das Dorf, versucht die Polizei abzuhängen. Dabei überholt er rücksichtslos andere Verkehrsteilnehmer und überfährt Rotlichter.

Bei Minute 14:28 drängt ihn die Polizei dann endgültig ab. Der Töffrowdy fällt hin und die Polizei kann ihn in Gewahrsam nehmen. Dabei Prügeln die Polizisten auf den Töfffahrer ein.

Die Verhaftung geht nicht ohne Fluchen von statten. Auch die Polizei benutzt ein nicht ganz jugendfreies Vokabular. «Verdammter huere Chrüppel. Was glaubst du eigentlich, wer du bist?» Der Töff-Rowdy antwortet mit «Arschloch».

Passiert ist es am 1. September 2014

Das Video ist seit einigen Tagen online. Der Vorfall passierte aber schon letztes Jahr. Eine Medienmitteilung der Stadtpolizei St. Gallen klärt auf. Am 1. September fiel einer Patrouille ein Töff ohne Kontrollschild und stark übersetzter Geschwindigkeit auf. Als die Beamten den Töfffahrer kontrollieren wollten, ergriff er die Flucht.

Dabei fuhr er mit bis zu 100km/h durch die 50er-Zone. Nach der Wild-West-Fahrt musste der Mann seinen Führerausweis abgeben, der Töff wurde sichergestellt. Bei dem Mann handelte es sich um einen damals 41-jährigen Schweizer.

Aber auch gegen die beiden Polizisten läuft ein Verfahren. Das bestätigt Mediensprecher Dionys Widmer gegenüber Blick.ch. «Es geht um die unschöne Szene am Schluss.» Mehr kann er dazu aber nicht sagen. (kab/sac)

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