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Zur Wirkweise von Neuroleptika

Neuroleptika werden oft von Psychiatern verschrieben, um Menschen in akuten Psychosen ruhigzustellen. Neuroleptika werden hauptsächlich bei Schizophrenie und z.T. auch bei bipolaren Störungen verwendet.
Da die Neuroleptika weite Teile des Gehirnstoffwechsels lahmlegen, verschwinden die Symptome tatsächlich. Doch oft werfen die Neuroleptika neue Probleme auf:
  • Neuroleptika beeinträchtigen die Wahrnehmung von Gefühlen und der Umgebung. Man ist von sich selbst und anderen abgeschnitten.
  • Neuroleptika sind schädlich für die allgemeine Gesundheit (Die Lebenserwartung sinkt um 20-30 Jahre) (Dazu auch: http://dx.doi.org/10.1192%2Fbjp.188.2.122)
  • Die Selbstheilungskräfte werden durch die Ruhigstellung lahmgelegt
  • Das Gehirn "gewöhnt" sich durch Bildung von neuen Rezeptoren an die Neuroleptika. Es kommt zur Supersensitivität.
  • Beim Absetzen oder Reduzieren stellen sich vielfältige Absetzerscheinungen ein.
Aufgrund der Absetzerscheinungen und Gefahren mag es für manch einen die nachvollziehbare Entscheidung sein, die Medikamente weiter einzunehmen. Und manch ein anderer möchte vielleicht von den Medikamenten loskommen, ohne zu wissen, wie. An dieser Stelle setzt diese Selbsthilfegruppe an.

Möglichkeiten der Selbsthilfe

Berichte, wie etwa der von Dorothea Buck oder Regina Bellion (siehe unten), zeigen, dass es möglich ist Psychosen ohne Medikamente wieder abklingen zu lassen. Psychotherapie ist z.B. eine gangbare Alternative.
Wenn man allerdings schon Medikamente nimmt, ist der Weg davon wegzukommen wegen des Abhängigkeitspotenzials der Medikamente oft schwer.
In dieser Selbsthilfegruppe geht es darum, sich gegenseitig beim Reduzieren oder Absetzen von Neuroleptika zu unterstützen und Erfahrungen auszutauschen.
Oft geht dies nur über einen stufenweisen, langsamen Entzug. Dabei kann es sich um Jahre handeln.
Der Weg zum Ziel ist für jeden individuell. In dieser Gruppe können sich unsere Wege kreuzen um sich auszutauschen.

Kontakt

Die Selbsthilfegruppe ist noch im Aufbau, so dass hier noch kein regelmäßiges Treffen angekündigt werden kann. Mein Plan ist, erstmal ein paar Interessenten kennenzulernen und dann ein Treffen auszumachen.
Falls du Interesse hast, melde dich per E-Mail: E-Mail-Adresse aufdecken
Ich werde dich dann auf dem Laufenden halten, was ein Treffen angeht.
Leider ist es so, dass man mit einer Psychose ausgegrenzt und stigmatisiert wird, so dass ich hier nicht meinen vollen Namen oder Telefonnummer angeben möchte. Ich hoffe, du hast Verständnis dafür.

Links

Internet-Foren und andere Seiten mit Interaktionsmöglichkeit:
Organisationen, Verlage:
Literatur, Blogs, persönliche Berichte:
  • Harm Reduction Leitfaden - Leitfaden zum risikoarmen Absetzen von Psychopharmaka
  • Psychopharmaka absetzen - Band mit Berichten verschiedener Autoren, wie diese es geschafft haben, Psychophamarka abzusetzen
  • Leseprobe aus "Psychopharmaka absetzen" - Dieses Kapitel stammt von Regina Bellion
  • Autobiographische Bücher von Dorothea Buck - Diese zeigen, dass Psychosen auch ohne Gabe von Medikamenten wieder abklingen können. Und doch werden in so gut wie allen Fällen Medikamente gegeben, wenn die Behandlung in einer akutpsychiatrischen Station stattfindet.
  • Webseite von Monica Cassani - Hier gibt es eine Fülle an englischsprachigem Material und Links zum Thema Absetzen von Psychopharmaka. Monica Cassani hat ihren Entzug über einen Zeitraum von 6 Jahren geschafft.
  • Informationen über Elyn Saks - Die Professorin Elyn Saks beschreibt in ihrer Autobiographie "The Center Cannot Hold" wie sie mit ihrer Schizophrenie umgeht.
  • Webseite von Daniel Mackler - Daniel Mackler berichtet von Wegen, Psychosen ohne Medikamente zu heilen[1],[2] und stellt dem seine eigenen Erfahrungen zur Seite.