Jakobsweg

September 2009


 

 

„Ich bin ein Pilger.

Stolz sag ich es: ich kam an

Und hab es geschafft!“

 

Skeptisch der Nachbar.

Hat der wohl begriffen,

der km-Fresser?

 

Der Weg ist das Ziel?

Nach dem Spruch laufen viele.

Begreifen sie ihn?

 

Er steht vorm Jakob,

unbeachtet die Blumen

mit letzter Puste.

 

Die Stolpersteine,

der heiße Asphalt, Regen,

die lehrten ihn nichts?

 

Der Weg war sein Ziel.

Die Hin-Weise sah er nicht.

Er kam an. Mehr nicht!

 

Wie andre Pilger,

die jetzt Brillen putzen,

vor, im großen Dom.

 

Ihn nimmt man wahr

und dann dort auch reichlich aus.

Sie haben’s verdient!

 

Betrachtungen zum Bild des Pilgers vor der Silhouette von Santiago de Compostella. Aquaell: Hartmut Hattler, Neufahrn

09.09.2009