Besuch der Guggenheim-Ausstellung August 2006 in Bonn


 

  

Ein roter Tupfer

leuchtet einsam in Schwarz/ Grau,

Rahmen gehalten.

 

Wünsche, Traumbilder,

visuelle Wirklichkeit,

füllen die Rahmen.

 

Frau, Mann bestaunen

Kunst in Inspirationen,

mehr verständnislos.

 

Romanzen binden.

Einsamkeit hat was Großes –

es gibt keinen Streit.

 

Ärger dich niemals

über deine Fehler, doch

mach sie nicht wieder!

 

Ein Spielball ist sie,

die gelöcherte Erde

in der Hand Gottes.

 

Am Stuhl die Jacke

vor einer leeren Raumwand.

Der Künstler war da!

 

Entartete Kunst?

Wer fehlerlos, urteile.

Alles ist möglich.

 

Die Wahrheit ist nicht

auf die Schnelle zu finden.

Mal hat Glück, wer sucht.

 

Vergangenheit gibt's,

die gänzlich rahmenlos ist.

Erinnerung bleibt.

 

Ein Museum heißt

Museum, weil's eines ist.

Manchmal tut es weh!

 

Installationen,

unkontrolliert vom Verstand,

sind die Blickpunkte.

 

Skulpturen in Glas

bewegen sich im Durchzug.

Fliegen sind verschreckt.

 

Auf Fläche gepresst:

Liebte Warhol Zahnpasta

oder Marilyn?

 

Die Großartigkeit

gekonnt gemischter Buntheit,

zeigte Leichtigkeit.

 

Flüssige Wünsche,

lebende Komposition.

Diese beeindruckt.

 

Verwundert schaut man,

es überwog die Farbe.

Welche war es nur?

 

All die Kandinskys,

Manets, van Goghs, Cézannes, Klees,  --

sind Massen Magnet.

 

Wir vergaßen, dass

Farben die Natur vorgab –

mit welcher Wirkung!

 

Ein Mann am Haken.

Auf die Spitze getrieben,

einer der es treibt.

 

Eine Frau an Blech,

bunt der Trompeten Töne,

mischt die Leinwand auf.

 

Der Straßengeiger,

zerlumpt, mit traurigem Blick,

fesselt den Maler.