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1. Entmüllungsaktion des NABU Fredersdorf-Vogelsdorf vom 02. u. 03.04.2017 oder auch:

Sarkasmus erleichtert!


Der „Treibstoff“  von Kaufland, Aldi, Burger King und Tankstelle im Multicenter Vogelsdorf reicht etwa 100 m weit. Dann findet man die eher noch unscheinbaren entleerten „Tanks“ als Bier-,  Schnaps- und andere Getränkeflasche am Grünerlinder Wegesrand im Vogelsdorfer Wald. Leider ist das nicht alles. Ein Sammelsurium jeglicher Verpackungen versucht erfolgreich der gläsernen Verwandtschaft, besonders aber dem frisch sprießenden Grün Paroli zu bieten. Und das mit nicht zu überbietender Vielfalt: Die Spannweite reicht von bündelweise verworfenen Autokäufervisitenkarten und Dienstpost, über Teppiche, Textilien, allerlei Behältnisse, dabei auch BigPack-große Beutel, angefüllt mit entsorgungsgerecht in einem Pfandautomaten plattgewalzten Plasteflaschen, Schrott vom letzten Autocrash, Räder und Reifen, Bügeleisen bis zum Kranseil und Baumaterial und endet bei täglich nachgelieferten, gerade leergegessenen anblickprägenden Assietten, Folien und anderen Verpackungen. Das gipfelte sogar bei einer solchen, man glaubt es kaum, deren Inhalt bereits den menschlichen Verdauungstrakt passiert hatte und nun fest verknotet in einer Plastetüte neben jeglichen, für alle übrigen menschlichen Körperöffnungen benutzten Hygieneartikeln wiederzufinden war. Erkennt sich jemand der Leser hier vielleicht wieder?


Frei laufende Hunde, aber auch die an der langen Leine sind stolz auf solche „Funde“. Herrchen oder Frauchen auch, wenn „Bobbi“ ihnen danach freudig das Gesicht leckt? Wir hätten gern auf solche Funde verzichtet. Zumindest oberflächlich haben wir – vier Leute vom NABU Fredersdorf-Vogelsdorf – diesmal versucht, den natürlichen Anblick auf der Waldseite des Grünerlinder Weges wieder herzustellen. Nur: muss es erst so weit kommen? Zugegeben, heutzutage wird ein unsäglicher Wust von Verpackungen produziert, aber jeder kann heute auch eine kaum noch zu überbietende Entsorgungsvielfalt nutzen.


Was der nächste Sturm unter dem trockenen Laub wieder frei bläst, ist noch unsichtbar. Klarer ist aber, dass das nicht unsere – im übrigen ehrenamtliche und deshalb meist wochenendliche - Arbeit sein kann und nicht sein muss, wenn nur jeder ein wenig umsichtig ist.


Die nächste Aktion betrifft die Waldseite am ABS-Gelände, wo, ebenfalls unverantwortlich und unverständlich, Müll kriminell entsorgt worden ist. Gern lassen wir uns diesen Müll stehlen, wenn er denn ordentlich entsorgt wird! Unserer wurde! Von unserem Bauhof! So unbürokratisch und sofort, dass ihn die meisten gar nicht wahrgenommen haben. Vielen Dank den Mitarbeitern dafür!


Im Namen der NABU-Ortsgruppe: 03.04.2017, Gerd Bierau



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