Erfahrungsberichte

Margit, Dezember 2015


Was gibt es sonst zu sagen: es bebt nach, die Kraft ist groß, die Alltagsherausforderungen enorm, Zeiten der Stille nur in den Augenblicken dazwischen, die Nächte hoch energetisch... ob Munay-ki oder die großen kosmischen Wellen das auslösen ist gleichwertig, hängt ja auch zusammen...Einfach nur nochmals DANKE für diese Verbindung und Neuausrichtung und Begegnung.


Ines, September 2015

Über die Riten selber könnte ich wahrscheinlich eine ganze Menge schreiben. Was mir geholfen hat, meine anfängliche Aufregung/Skepsis/Unruhe zu besänftigen, war das ruhige Sitzen ohne vorige Zeitangabe. Ich wusste ja nie, wie genau ein Ritus abläuft, wie lange er dauern wird und irgendwann stellte sich eine Art von ruhiger Gelassenheit ein, die ich so schon sehr viele Jahre nicht mehr in mir gefunden habe. Ab dem Zeitpunkt war ich einfach nur immer in freudiger Erwartung auf die nächste Meditation, weil ich mir gedacht habe, dass selbst, wenn die Rituale gar nicht "wirken", ich gar nichts davon spüre, ich allein schon dankbar dafür bin, dass ich diesen ruhigen Ort in meiner Meditation gefunden habe, wo ich gerne bin. Und da ich mir aus Prinzip für dieses Wochenende vorgenommen hatte offen für Neues zu sein und zu bleiben und mich selbst zu überraschen indem ich einfach vorurteilslos offen bleibe, war das dann ein sehr schönes Erlebnis zu bemerken, wie ein Ritus nach dem anderen neue und immer komplementärerer Energien mit sich bringt.

Von meinem neu gefundenen inneren Platzerl aus, habe ich zunehmend immer mehr kindliche Freude sprudeln gespürt, weil sich so viel in mir einfach nur gefreut hat, dass ich Teil von etwas sein kann, dass so alt ist, so zeitlos und gleichzeitig so natürlich und ganz ungewohnt ist. Als würde ich an etwas teilnehmen, dass eben jetzt einfach sein soll, ganz speziell für mich, zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben - auch ohne zu wissen warum oder wieso. Endlich den Rahmen finden, in dem alles einen guten Platz hat - ob gut oder schlecht  - ganz vorurteilslos wird alles zu einem Ganzen mit Sinn.

Jedes Ritual hat mir andere Bilder geschenkt, die auch jetzt noch sehr präsent sind und mich jeweils mit anderen Qualitäten in Verbindung gebracht haben und im neunten Ritual hatte ich das Gefühl, dass alles jetzt an seinem Platz angekommen ist. Aber nicht, um dort zu bleiben, sondern um von dort aus aufbrechen zu können.

Das Meditieren mit den Archetypen finde ich erstaunlich spannend. Anfangs war ich noch recht skeptisch, was zwei Wochen mit einem Archetypen hervorholen können, aber ich war erstaunt, wie sich von mal zu mal auch dabei die Qualität verändert, sich neue Dinge zeigen wollen, Blockaden gelöst werden und mir gleichzeitig irgendwie tröstlicher Beistand geschickt wird, wenn mal etwas Schweres auf gekommen ist. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass etwas aufbricht, was zu viel werden könnte, oder womit ich nicht umgehen könnte. Durch meinen gefundenen inneren Platz von Offenheit, Neugierde und Gelassenheit und der eigentlich ganz einfachen inneren Erlaubnis einfach geschehen zu lassen, was auch immer geschehen will, sind ein paar sehr schöne und heilsame Meditationen entstanden. Ich meditiere nicht jeden Tag, aber mindestens jeden zweiten und freue mich dann richtig darauf eine Stunde in Stille oder mit Musik zu sein und zu erfahren, was der Archetyp mir heute mitgeben will. Ich arbeite gerne mit dem Stein und habe das Gefühl, dass ich am Ende immer recht gut spüren kann, wo noch Energie gebraucht wird und in welcher Intensität. Das "Aufwachen" aus der Meditation geschieht immer sehr natürlich und nach und nach und die Botschaften, die ich auf unterschiedlichste Weise während der Meditation erfahre hallen noch lange nach und sind allesamt wichtige kleine Erkenntnisse. Vieles geht um Reinigung und Loslassen dürfen, um meine Stärke und Kraft leben zu dürfen..es ist ganz witzig, dass ich mir selbst am Beginn jeder Meditation erlauben will - ganz explizit - dass passieren darf, was passieren soll "for the greater good of all concerned" - wie es so schön beim Ziehen von Engelkarten heißt ;-) - und dann fließt alles viel besser und die letzten Schranken werden durchlässig.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich rundum das Gefühl habe, mit Munay-Ki einen schönen Anfang gemacht zu haben. Ich habe meinen inneren Ausgangspunkt wieder entdeckt, viele unterschiedliche Qualitäten (wieder) gefunden und für mich verstanden, dass es kein entweder oder sei muss, sondern immer ein sowohl als auch von sehr vielen Aspekten und ich mich sehr bewusst für Qualitäten entscheiden kann, die ich vermehrt in mein Leben integrieren will. Gerade der Puma hat mich diese Woche überrascht, denn in der ersten Meditation mit ihm, hatte ich das Gefühl, er kommt auf mich zu, geht um mich herum und lässt sich einfach zu meiner Rechten Seite nieder und bleibt da jetzt einfach sitzen. Wie ein Wächter, der mir hilft wachsam nach Situationen Ausschau zu halten, die mir nicht gut tun und dann auch dementsprechend zu reagieren. Ein sehr geduldiger aber bestimmter Lehrmeister in diesen Wochen und darüber hinaus wahrscheinlich auch.

Ganz konkret hat sich mein Inneres verändert, weil ich mich gestärkter fühle.
Alles in Allem ein spannendes Abenteuer und ein großer Lichtblick auf meinem Weg zu mehr Freiheit und Gelassenheit. Man braucht eben einfach eine Basis, von der man ausgehen kann und wenn das Wochenende nur dazu gut war, mir einen guten inneren Platz zum Meditieren zu schaffen, hat es sich schon gelohnt. Die (Nach-)Wirkungen der Rituale sind ein Wahnsinns Bonus, den ich so nicht erwartet hätte. Ganz zu schweigen von dem schönen Gefühl, sie weiter zu geben. :-)


Anna, September 2015

Ich habe zwei Tage mit wunderbaren unterschiedlichen Qualitäten erlebt. Vom Sternenstaub zum dunklen, kraftvollen Erdboden war alles dabei. :-) Schön zu spüren, dass wir mit allem verbunden sind. Dass diese Qualitäten alle in uns liegen und nur wachgerüttelt werden müssen, um uns die Vielfalt an Kräften aufzuzeigen die uns zur Verfügung stehen. Ich würde das Wochenenende nochmal machen und empfehe es weiter.

Walter, Juli 2015

Der Workshop hat mir neue Einsichten gebracht und Kraftfelder sehr intensiv vermittelt. Ich hab jetzt nach 3 Wochen auch zur Kenntnis genommen, dass mir diese nur so weit nutzen soviel ich mich in diese Felder auch persönlich hinein begebe. Es ist so wie mit einem Solarium oder auch mit einer Meditation - ich werde nur so viel braun oder energetisiert so oft ich mich hinein begebe oder hinein lege.

Etwas erkennen oder sich in einem Workshop erarbeiten ist ein Teil, ebenso wichtig ist das regelmässige Anwenden und Integrieren in den persönlichen Alltag, nur dann bringt es wirklich etwas.  Erst dann entfaltet sich das Erlernte in seinem vollen Potential.

Robert, September 2014

Es waren drei sehr intensive, dichte Tage. Munay-Ki war mir völlig unbekannt, und mich hat die Ankündigung angelockt, durch diese Riten neue Energien und Qualitäten zu erfahren, aber so richtig glauben konnte ich das nicht. Überraschung! Manches war sehr fein, manches stark, und dann leuchtete alles und ich genoss die Ruhe danach. Es ist eine fühlbare Öffnung, strömende Verbundenheit. Es kamen auch hilfreiche Bilder, die mir zeigten, was aus meiner persönlichen Geschichte noch zu integrieren ist. Danke, Doris, Du hast Dich zu mehr als 100 Prozent dafür eingesetzt, dass alle von uns viele von diesen Geschenken bekamen!

Katrin, Juli 2014

Es war echt genial, irgendwie hab ich jetzt das Gefühl, dass sich die ganze Selbsterfahrung, die Ausbildungen, Workshops,... zu einem Ganzen zusammentun und ich mein Leben grad voll genieße, es richtig ist so wie es ist und ich grad echt voll zufrieden und voller Vertrauen mit mir bin... Echt ein schönes Gefühl, da kann man gut drin baden :-)

Ich finde es sehr beeindruckend wie Doris ihrer Intuition folgt, oft sieht man wie sie grad verbunden ist zu etwas größerem... Das ist echt wunderbar anzusehen bzw ist es ein schönes Vorbild, wenn mans selber wieder mal vergessen hat... Doris kann sich echt auch super auf neue Situationen einstellen und sofort umswitchen falls die Gruppe oder der Einzelne grad was anderes braucht... Sehr beneidenswert (allerdings im positiven Sinn - da fehlt mir aber grad das passende Wort). VIELEN DANK! Dieses Wochenende war echt eine Bereicherung und irgendwie fühlte es sich so an wie ein Zuhause ankommen.


Brigitta, Juli 2014

Was soll ich sagen oder wie kann ich es benennen, es war ein außergewöhnliches hoch spirituelles Wochenende. Die Gruppe war toll. Besonders danke sage ich, das ich den Ritus mit Doris gemeinsam weitergeben durfte. So stelle ich mir das gemeinsame vor.



Bettina, Juli 2014

Meine Erwartung, zu verstehen, was Munay-Ki ist, wurde erfüllt.  Die einzelnen Riten wurden gut beschrieben und ich habe verstanden, was die einzelnen Riten bewirken sollen. Die Workshopdauer war für den Inhalt angemessen - kürzer wäre zu stressig gewesen und länger einfach zu lange. Die Mischung aus "Theorie" und Praxis war gut für mich.

Doris hat es geschafft, eine sehr offene und herzliche und vertraute Atmosphäre zu schaffen. Sie hat genügend Pausen integriert und sofort gemerkt, wenn die Gruppe eine Pause brauchte. Alle Teilnehmer wurden aktiv integriert und Doris ging auf Bedürfnisse aller einzelnen Personen ein. Auch auf jede Frage. Die Unterlagen sind sehr gut, klar und übersichtlich und verständlich.

Ich fühlte mich sehr ruhig und ausgeglichen am Wochenende.


Susi K., 2012

Ritus des Schutzes                                                                                                                                                                                                     Und ich will dir eine kurze Geschichte erzählen: ich war gestern mit meiner Katze Daisy beim Tierarzt impfen und sie lag total zitternd in ihrem Katzenkorb. Tierarzt ist mit großem Stress verbunden, sie beginnt dann innerhalb von Minuten zu haaren und hat rasenden Herzschlag.

Ich hab mein und ihr Energiefeld geöffnet, habe den Ritus des Schutzes gerufen und gebeten, sie zu unterstützen und augenblicklich wurde sie völlig ruhig! Der Herzschlag wurde normal und das ganze hielt die volle Stunde an, die wir in der Praxis verbrachten. Sie hat auch die Impfung entsprechend gut vertragen, normalerweise ist sie danach müde und verkriecht sich unsichtbar irgendwo im Garten, gestern war sie lustig und munter und hat den ganzen Abend gespielt. Toll, gel!


Martha Moser, 2011

Beginn

Wir rufen die Kräfte des Nordens, des Ostens, des Südes und des Westens. Wir rufen die Kräfte von Mutter Erde und Vater Himmel, den Bergen, den Pflanzen, den Tieren.

Doris schlägt Glocken an, deren Klang ein Ruf an sich ist, eine Nachricht, eine Bitte, wir verstärken das Klangmuster mit Rasseln und weben so gemeinsam ein Feld, eine Einladung. Dann ein Schweigen, doch die Stille singt und wir rufen nach Innen, verbinden uns mit unseren Herzen. Ein heil(ig)er Raum entsteht, ein Energiefeld voll unterstützender, liebevoller Kräfte, Wesenheiten und Energien.

Die Erklärung der Riten erscheint fast technisch, der Ablauf ist genau beschrieben. Selten habe ich ein magisches Ritual so „entzaubert“ auf Papier festgehalten gesehen. Keine geheimnisvollen Handlungen, kein unverständliches, nur dem Leiter des Rituals vorbehaltenes Wissen.

 Auch die Bedeutung des wunderschönen Initiationsstein (ein kreisförmiger Serpentin) und des Ouroborus macht neugierig und Freude auf den Beginn der Einweihungen.

Die Herkunft der Riten und die Geschichte ihrer Entstehung ist interessant und wird uns mit viel Liebe für Land und Leute (Peru und die Queros) erzählt.

Die 9 Einweihungen

Doris demonstriert den Ablauf der ersten Einweihung und ich spüre wie sich zu Neugier, auch Aufregung und Nervosität mischen.

Ritus des Heilers

Ich schließe die Augen, die Energien sind dicht, intensiv, hell und sehr positiv, beschützend, unterstützend. Ich fühle mich berührt und getragen. Der energetische und körperliche Kontakt zu Doris ist kraftvoll und sehr schön. Nach dem Erhalt des Ritus kann ich als Zuschauer das Ganze noch einmal auf mich wirken lassen.

Ritus der Kraftbänder

Wieder sind beim Schließen der Augen die uns umgebenden Energien so deutlich spürbar, noch schwer in Worte fassbar oder als Bilder beschreibbar. Als der Ritus zu Ende ist will ich die Augen gar nicht öffnen, möchte noch verbleiben in dieser wunderbaren Stimmung, aufgehoben und geborgen, beschützt und doch so neugierig, so kraftvoll, gespannt auf alles weitere.

Ich bin erstaunt, ich kann ganz deutlich diese starken Energien wahrnehmen, die uns alle drei berühren. Und diese ersten Einweihungen haben trotz sachlicher Erklärung nichts von ihrer Intensität und Magie verloren, im Gegenteil. Die Kräfte sind da und sie sind stark und kommen aus dem Herzen. Und das Vertrauen auf das eigene Gefühl, die eigene Wahrnehmung und die eigenen Kräfte wird unterstützt.

Ritus der Harmonie

Diesmal sehe ich zuerst zu und diesmal entstehen auch Bilder, ich kann sie sehen die Schlange, ihre Kräfte spüren, ihren Kontakt zu Wasser und Erde, dann die Kräfte des Jaguars, wild und machtvoll, das Juwel der Lüfte, der Kolibri, Lebensfreude und Ahnenmedizin, und den Adler, seine riesigen, kraftvollen Schwingen scheinen den Raum zu erfüllen, der Hüter der Unterwelt, für mich erscheint das Bild des schwarzen Panthers, es folgt der schelmische Kopf eines Kojoten, der Hüter der mittleren Welt und das geflügelte Ross, der Pegasus als Hüter der oberen Welt.

Als ich selbst am Boden liege und den Ritus erfahre, sind die Bilder weniger intensiv, es sind mehr Kräfte und Energien, die ich spüre, nicht beschreibbar oder benennbar, nur spürbar und damit viel direkter erfahrbar und wahrnehmbar.

Jenseits von Worten und Bildern liegt die Erfahrung auf der Ebene der Energien, wenn der Kopf sich nicht mehr mit Erklärungen und dem Hineinpressen der neuen Erfahrungen in alte Muster beschäftigt, wenn die Seele offen ist für die Erfahrung des Unbeschreibbaren, dann lernen wir auf der Ebene des Herzen, das schon längst verstanden hat bevor unser Denken überhaupt in der Lage ist, mit dem Einordnen der Erlebnisse zu beginnen. Und so erfahre ich diese Einweihung und ihre Energien als ein Geschenk, für das ich dankbar bin. Und obwohl ich unendlich neugierig bin wie sich die Hüter der verschiedenen Welten für mich manifestieren werden, kann ich die Fragen in meinem Kopf abstellen und einfach nur genießen. So stark sind diese Kräfte spürbar, dass ich, als wir uns nach dem Ritual erzählen was wir erlebt haben, die Zunge kaum vom Gaumen heben kann - wie betrunken bin ich vom magischen Erleben.

Ritus des Sehers

Wieder bin ich zuerst Zuseher. Und fasziniert kann ich erleben wie ich nun auch beginne die Energielinien wahrzunehmen die während des Ritus entstehen.

Ritus des Hüters des Tages – Verbindung mit der weiblichen Seite

Eintauchen in die Kraft der Erdmutter, der weiblichen Ahnen, meiner eigenen femininen Seite. Die Stärke erleben, die in der Weichheit und Zartheit liegt. Einfach schön, auch beim Zusehen, für die Dauer des Ritus die Verwandlung der Teilnehmerin in eine große, runde, wunderschöne, macht- und würdevolle Priesterin. Nur zu gerne hätte ich mir selbst zugesehen. Die Tränen, die während der Feedback-Runde in unseren Augen stehen machen mir noch einmal bewusst, dass wir alle ein intensives Erlebnis hinter uns haben, dass das Geben, das Erhalten und auch das Ansehen der Riten starke Gefühle bei uns auslöst.

Ritus des Hüters des Wissens – Verbindung mit der männlichen Seite

Diesmal ist es als ob ich in die Erzählung eines Märchens eintauche, bin irgendwie Zuseher und auch Teil davon. Wandere mit einem Schamanen in die Berge auf der Suche nach altem Wissen, sein Begleiter ist eine Schlange, die sich, hoch oben in den Gipfeln der Berge, wo der der große Geist ganz nahe scheint, um seinen Wanderstab schlingt. Wartend steht der Schamane und ruft die alten Hüter der Berge, die Hüter des Wissens. Ich kann sie spüren, so kraftvoll, so vertraut und doch so fremd. Männliche Energie, doch so ganz anders als erwartet, so sehnsuchtsvoll und liebevoll, so stark und doch genauso sanft wie meine weibliche Energie.

Dann hält der Schamane ein Buch in den Händen. Ledergebunden, alt und geheimnisvoll. Und auch ich erfahre altes Wissen, bekomme Informationen geschenkt und fühle in mir tiefen Frieden und Verbindung – zwei scheinbare Gegenpole verbinden sich zu einem harmonischen Ganzen. Es fühlt sich an wie eine zärtliche Streicheleinheit für die Seele. So liebevolle, verbindende, heilende Kräfte hüllen mich ein.

Nach der Einweihung kann ich nicht verhindern, dass Tränen meine Wangen hinunter rinnen. Etwas in mir fühlt sich erlöst an, gelöst und wieder vereint. Es fällt mir zuerst schwer darüber zu reden, doch schnell verfliegt die anfängliche Scham über meine Tränen und es tut gut meine Erlebnisse zu teilen.

Ritus des Erdenhüters

Der Raum ist angefüllt mit wunderbarer Energie. Viele intensive Bilder, ein ganz eindrückliches: ich sehe eine hochgewachsene, blonde Frau durch den Wald gehen, ein langes, weißes Kleid, darüber ein dunkelgrüner Mantel mit erdbraunem Gürtel, sie blickt mich an und lächelt und ich weiß – sie ist eine der Erdhüterinnen. Als Doris ihre Stirn an meine legt spüre ich Kontakt mit ihr und mit etwas, größer, weiser, älter als wir alle, zuerst ist da Angst in mir, doch dann Hingabe und Vertrauen an diese machtvolle Präsenz, wieder ist es ein Geschenk, das mir widerfährt.

Als ich an diesem Abend zuhause im Bad vor dem Spiegel stehe, blickt mir plötzlich ein anderes Gesicht entgegen – das der Erdhüterin! Nach kurzer Panik erkenne ich meine Ähnlichkeit mit dem Gesicht meiner Vision während des Ritus und erkenne, ja das bin ich, das werde ich sein!

Üben der Weitergabe der Riten

Für meine erste Übung habe ich mir den Ritus der Kraftbänder ausgesucht. Die Vorstellung Schutz an jemanden weiterzugeben ist die, die mir in diesem Moment an nächsten ist. Ich bin sehr zurückhaltend was das Anwenden von energetischen Arbeiten oder in diesem Falle Riten angeht. Zu groß ist die Sorge etwas falsch zu machen oder jemandem zu schaden. Und wunderschön ist dann, zu meiner Überraschung, die Erfahrung selbst mit einem Menschen zu arbeiten.

Ritus der Kraftbänder – Übung mit Doris

Was ich ganz stark spüre ist, dass es auf die innere Absicht und Aufmerksamkeit ankommt, wenn man energetisch arbeitet. Ein heilendes Feld zu erzeugen ist keine „Hexerei“ oder „Zauberei“ und hat doch etwas unbeschreiblich Magisches. Wir alle haben ein Energiefeld und wir alle können die lichten Kräfte und Wesen um Unterstützung bitten. Und sie freuen sich darüber, sie helfen uns gerne, das ist das Wunderbare.

Ich bin unglaublich nervös und doch spüre ich in mir, als ich beginne zu arbeiten, eine Stille und Gelassenheit. So, als ob ich geführt werde. Und diese Führung ist spürbar wie eine Hand die beruhigend über meinen Rücken streicht, Kraft die von außen und aus meinem Herzen durch meine Hände strömt. Das Geben des Ritus macht mich glücklich und sehr dankbar.

Ritus des Sehers – Übung mit einer anderen Teilnehmerin

Wieder bin ich sehr nervös, es kostet so große Überwindung die eigene Kraft anzunehmen und im Selbstvertrauen und in der Selbstverantwortung zu arbeiten. Was ich diesmal so stark spüre ist Liebe und das Bedürfnis zu helfen, zu heilen, zu stärken und zu unterstützen.

 Ritus des Sternenhüters

Diesen Ritus empfange ich und gebe ihn dann auch an Doris weiter. Was für ein Gefühl die Energie der Sterne vom Himmel zu holen und ihr Licht weiterzugeben…

Über uns scheint sich ein dunkler, unendlicher Nachthimmel zu spannen, und das Licht von Millionen von Sternen leuchtet auf uns herab. Als ich meine Handflächen nach oben halte und um das Sternlicht bitte spüre ich einen kalten Hauch auf meiner Handfläche kurz bevor ich einen kalt pulsierenden, lichten Energieball in meiner Hand halte. Mein ganzes Wesen scheint von einem kühlen Licht durchdrungen zu werden, von ehrfürchtiger Andacht und doch gleichzeitig von kindlicher Freude.

Ritus des Schöpfers

Ein Blick ins Unbegreifliche, ins Unendliche, gestreift von Schöpfungsenergie. Der Kopf hat so ziemlich gar nichts verstanden, aber das Herz ist glücklich.


Martha, Oktober 2011

Weitere Texte von Martha findet man unter www.wortgarten.at